Ausgabe 
30.5.1917
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das Leben von Kriegsgefangenen völlig der r des Bezwingers preisgegeoen ist, ist das Ber- eines Engländers, der am 8. Mai an derArraS- gefangen wurde. Er bat darum, daß seine Bries- / seinem Bruder und sein Geld dem Roten Kreuz xwiesen werden möchten. Nur sein Taschentuch llte er behalten, um sich damit die Augen bei der cvo^tehenden Erschießung verbinden zu können. Was für Greuelge schichten mögen dem armen Teufel von der Gesangenenoehandlung der Deutschen erzählt worden sein. Auch bei der Vernehmung der

flacht gefangenen Engländer kennzeichnendes Licht auf die englische Aus-

im

t assung von Gefanaenenbehandluna. Die Gefangenen egten bet der Durchsuchung bereitwilligst Uhr und Geld av. Sie betrachten es als selbstverständlich, daß ihnen

betrachten eS'als" selbstverständlich, daß Privateigentum abgenommen wird, da ja auch sie jeder­zeit den Gefangenen alle Wertgegenstände abneh

men.

Die chinesischen Kulis in England.

tz Am 23. April fand in der mittelenglischen Jndu- ^ striestadt Birmingham eine große Explosion in einer Munitionsfabrik statt. In dieser Fabrik hatten einige Wochen vorder eine Anzahl Belgier die Arbeit nie-

Wochen vorher eine Anzahl Belg dergelegt, woraus sie zur Strafe an die Front geschickt wurden. Statt ihrer wurden etwa 100 Chinesen ein­gestellt. Die Engländer aber wollten mit den Chine- . 4 . sen nicht Zusammenarbeiten, und so waren fortgesetzt Schlägereien an der Tagesordnung. Am 23. April enttianden, nachdem die Chinesen, die Arbeitsstätte ver­lassen hatten, kurz hintereinander 10 Explosionen. Dann brach ein gewaltiges Feuer aus, bei dem 7 Frauen und IIMänner verunglückten und die angrenzenden Schup­pen in Mitleidenschaft gezogen wurden. Bei den Lösch- . die 3 Tage dauerten, kamen 5 Feuerwehrleute Da man den Chinesen schuld gab, die

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arbeiten umS Leben.

Explosion aus Wut Liier ihre schlechte Behandlung durch die Engländer verursacht zu haben, wurde sofort nach AuSbruch des FeuerS aus die Chinesen Jagd gemacht, und die Polizei hatte die größte Mühe, sie vor den Mißhandlungen deS Volkes zu schützen.

Uncle Sam abgesperrt?

Ter LondonerDaily Telegraph" meldet: Seit dem 1. April ist kein amerikanisches Munttionsschiff mehr in englischen Häsen eingelaufen. England über­nahm einen großen Teil der MunttionserzelMng für Italien wegen des großen dort herrschenden Man­gels an Kohlen.

Lloyd George macht in Optimismus.

Im englischen Unterhause hat am Freitag Lloyd George, der Premierminister, behauptet, England habe große Fortschritte in der U - B o o t - Be­kämpfung gemacht; das zeige sich in derbeträcht­lichen Verringerung der Verluste".

Und in der französischen Kammer sagte der Admiral Lacaze, offenbar in Verbindung mit England: Unsere Feinde haben behauptet, daß sie England und Frankreich zwingen würden, sich auf Gnade und Un­gnade zu ergeben. Ich habe erklärt und wiederhole es, daß die Unterseebootgefahr uns nicht zwingen wird!"

* Abwarten!

Ter Riß im russischen Heere kommt durch eine Meldung aus Petersburg deutlich ans Licht. Ter Offizierkongreß hat mit 265 gegen v 246 Stimmen eine Entschließung angenommen, in der . alle russischen Offiziere aufgesordert werden, den re­volutionären Soldaten und Arbeitern die Bruderhand zu reichen, um einmütig die durch die Revolution ^errungene Freiheit zu befestigen. Gleichzeitig ersucht ^der Kongreß, die provisorische Regierung zu unter­stützen.

Fast die Hälfte des Offizierkongresses will also von der provisorischen Regierung nichts wissen. Frie­densstimmung herrscht unter den Offizieren indessen auch nicht: denn nach derselben Depesche stimmte der Kongreß mit Begeisterung einem Tagesbefehl Kerenskis zu, der die Offensive des Heeres fordert.

Rußlands Soldatenrechte.

Der neue russische Kriegsminister Kerenski hat einen Tagesbefehl erlassen, der die Inkraftsetzung der Soldatenrechte verkündet. Der Tagesbefehl umfaßt 18 Paragraphen, deren wichtigste betreffen: Freiheit der Soldaten, sich an jeder beliebigen Verein i^ung zu beteiligen, Gewissensfreiheit und Freiheit der- politischen Ansichten; Ermächtigung, außerhalb des Dienstes bürgerliche Kleidung zu tragen. Para­graph 12 schafft den pflichtmäßigen militärischen Gruß ab und macht ihn zum freiwilligen. Paragraph 14 ^ setzt fest, daß keine Militärperson ohne Urteil einer Strafe unterworfen werden kann; jedoch haben wäh­rend kriegerischer Unternehmungen die Führer das Recht, alle Strafmaßnahmen gegebenenfalls mit An­wendung von Waffengewalt gegen Untergebene zu ergreifen, die ihre Befehle nicht aussühren.

Englische Teuerung.

Zufolge einem Londoner Telegramm wurde im Unterhaus mitgeteilt, daß die Preissteigerung der Lebensmittel 98 Prozent betrage; Zucker sei um 172 Prozent gestiegen. Schuld sei neben dem Mangel auch der Wucher.

if T«as Lügenthema der chemischen Leichenverwertung im neutralen Licht.

Tie schwedische ZeitungVidi" in Göteborg vom 16. Mai schreibt unter dem TitelKannibalen" zu einem Artikel derDaily Mail", in dem das Lügen- thema der chemischen Leichenverwertung durch die Deutschen behandelt wird, wörtlich:

Ten Höhepunkt der Roheit in dieser totalen Bankerotterklärung der englischen Ver­dünnst bezeichnet ein Artikel in derDaily Mail", in dem gefragt wird, ob der Wunsch Kaiser Wilhelms, den Leichnam des Fliegerprinzen Heinrich Karl nach Deutschland zurückzubekommen, daraus beruht, daß er aus ihm alle die in ihm enthaltenen Essenzen für den eMusiven Gebrauch seiner Schweine in Potsdam extrahieren lassen will"."

Dem Urteil des schwedischen Blattes ist nichts hlnLuzufügen.

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" Im Englischen Unterhause brachte Abg. Tr Lynch einen Amcag auf Abschaffung der Mon­archie ein,weil dynastische Einflüsse eine der Kriegs Ursachen sind"'

u England gibt Pässe nur an solche heimstreben den Russen, die als VterverbandSfreunde bekannt sind.

: Ter neue russische Kriegsminister Kerenski hat angeordnet, daß jedem Soldaten die Möglichkeit ge­schaffen werden soll, in 4 Monaten Offizier zu werden!!

: Das Verfahren gegen die Zarin wegen Landes­verrats soll inlebensgefährlicher" Form wieder aus­genommen werden.

*

Weitere 70 000 Tonnen.

1. Durch die Tätigkeit unserer U-Boote sind auf den nördlichen Seekriegsschauplätzen wettere 70 000 Bruttoregistertonnen vernichtet worden. Unter den ver­senkten Dampfern befand sich der bewaffnete englische TransportdampferFarley". Unter den Ladungen der übrigen versenkten Fahrzeuge befanden sich Kohlen, hauptsächlich Lebensmittel und Farbholz.

2. Am 26. Mat hat eines unserer Unterseeboote im Atlantischen Ozean den 6300 Tonnen großen englischen HilfskreuzerHilary" versenkt.

3. Tie russische Seeflugstation Lebara wurde am 24. Mai frühmorgens ausgiebig mit Bomben belegt, die stark feuernden feindlichen Abwehrbatterien wurden durch Bombenabwurf zum Schweigen gebracht.

Ter Chef des Admiralstabes der Marine.

Entlastungs-Offensive in Mazedonien?

Sofia. 26. Mai. Bulgarischer Heeresbericht vom 26. Mai.

Mazedonische Front: An der unteren Struma und im Abschnitt zwischen dem Butkovo- und Tahinos- see heftiges Artlllerieseuer, das gegen Abend im nörd­lichen Teile der Ebene von Serres große Gewalt an- nahin. Gegen 9 Uhr abends versuchten starke feind­liche Erkunoungsabteilungen südlich von Erneköj vor­zugehen. wurden aber von unseren Vorposten vertrie­ben Auf der übrigen Front das gewöhnliche Ar­tilleriefeuer. daS nur nördlich von Bitolia und im Cernabogen zeitweise größere Stärke annahm. Feind­liche Erkuudungsabteilungen versuchten nördlich von Bitolia und in der Gegend von Moglena vorzudrin­gen. wurden aber durch unser Feuer vertrieben. Bei Serres schoß unsere Artillerie ein feindliches Flug­zeug ab, das hinter den feindlichen Linien niederfiel.

Rumänische Front: Bei Jsaccea und Tulcea ver­einzeltes Geschützfeuer, östlich von Mamudia Gewehr­seiter.

Politische Rundschau.

:: Kein «nbluden bei strengem Arrest. Wie mitgeteilt ivird, hat der Kaiser beim Bortrage bestimmt, daß die Vollstreckung des strengen Arrestes durch Anbinden in Fort- >all kommt.

:: Ter neue päpstliche Nuntius. Der neue päpst­liche Nuntius. Monsignore Tr. Pacelli, ist in München eingetroffen. Er stattete dem Staatsminister Tr. Gra­fen v. Hertling einen Besuch ab und wird am Diens­tag vom König von Bayern in Antrittsaudienz zwecks llebergabe eines Handschreibens empfangen werden.

* * *

Portugal Tie euglandfreundlichr Regierung siegte.

; Die Hungerkrawalle sind erfolgreich niederg.'worfen, t»ie Regierung hat mit ihren englischen Maschineng Wehren sie Armengesättigt". Nach der Erörterung der Kra­walle nahm die Kammer gehorsam mit 66 gegen 18 Stim­men eine Tagesordnung an, die der Regierung da-Ver­trauen" auSspricht. Die Ruhe ist in Lissabon wiederher- aestellt. Das Volk hungert und schweigt.

Ans aller Welt.

** Ein schweres Explosionsunglück hat sich in Bo- lovec (Böhmen) ereignet. Es brach in den dortigen Munitionswerkstätten ein Brand aus, der zur Explo­sion mehrerer Objekte dieser Anlage führte. Eine be­deutende Anzahl der in den Werkstätten beschäftigten Personen wurde getötet oder verletzt. Tie Zahl der geborgenen Leichen beträgt 13; es ist jedoch zu fürch­ten. daß noch etwa 50 Tote unter den Trümmern der zerstörten Arbeitsräume liegen.

A Segen die Fencrtzgefahr, die sich bei der Trocken­heit dieses Monare als besonders gefährlich erwiesen hat. ind stellenweise scharfe Bestimmungen getroffen worden. Vor allem geht dar Rauchen an. So hat da- Generallom- mando Altona, dessen Bezirk in den letzten Tagen überall ron den vielen und zum Teil verhängnisvollen Moorbränden heimgesucht wurde, u. a. angeordnet:Dar Rauchen in Forsten, Wäldern. Heiden und Mooren einschließlich aller hindurchführenden öffentlichen und nichtöffentlichen Wege, owie außerhalb der Wald-, Heide- und Moorgrenzen in .'inem Abstand von dreißig Metern wird für die Zeit bis 31. Oktober verboten". Daneben trifft dieselbe Stelle dann scharfe Maßregeln gegen dteWandervögel". Diesen schreibt sie vor:Verboten ist weiter für dieselbe Zeit das Anlegen eines Feuerherdes, wie es namentlich Touristen, Wandervögel u. a. zu tun pflegen, in Forsten, Wäldern, Helden und Mooren, einschließlich aller hiiidurchführendm öffentlichen und nichtöffentlichen Wege, sowie außerhalb der Wald-, Heide- und Moorgrenzen in einem Abstande von hundert Metern. Verboten ist schließlich die Aufnahme von Wandervögeln und Touristen zum Zwecke des lieber nächtens in Scheunen, Diemen, Ställen, Bodenräumen oder ähnlichen Gelassen, die zur Lagerung von Warenvorräten oder von landwirtschaftlichen Erzeugnissen bestimmt sind."

A Breuuesselu. Biehsutter oder Gefpinsthafer?! Da wohnen wieder einmal zwei Seelen in der Brust des braven Deutschen. Von vielen Seiten ist erneut darauf hingewiesen worden^ daß die Nessel ein vor-

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ne los

sein möchten, das Brüllen und Grunzen "des Viehes nach Futter manchem sehr unerträglich, wie ein bißchen Mahnung an sonst nie versäumte Pflicht, so gewinnt die Biehyalterseele im Landwirt vielfach die Oberhand. Aber die Gespinsthaferproduzentenseele meldet sich bei dieser Berfütterung schnell zum Worte. Sie macht

zügliches Gemüse ist und rn jungem Zustande auch als Viehfutter dienen kann. DaS stimmt, und da die Nesselbesitzer ganz sicher dieses böse Zeug gerne los

als Faserpflanze beeinträchtigt werden würde. Zu­gleich verkündet sie:Es gibt eine große Anzahl wild­wachsender Pflanzen, die in gleicher Weise als Gemüse verwertet werden können, wie z. B: Schafgarbe, Wald­erdbeeren. Brombeertriebe usw. Die Brennesselfasern brauchen wir dringend für unsere Kriegswirtschaft." Das stimmt alles, wird aber wenig Eindruck machen, wenn das Vieh nach Futter schreit? Wichtiger wäre es schon, wenn die Nesselernte gründlicher organisiert würde. Wenn z. B. die Schüler die Sache in die Hand nähmen, könnte da viel geschehen. Mancher Land­wirt, der die Abernte dieses Unkrauts um Geld zu läppisch findet, würde gerne bereit sein, sich dieser Landplage ohne Entschädigungen zu entledigen, wenn ie ihm von Schulkindern weggeholt würde.

A Sammelt deutschen Tee. Unsere Vorräte an ausländischem Bohnenkaffee und Tee sind so gut wie völlig ausgebraucht. Ein warmes, bekömmliches, dazu schmackhaftes Getränk gehört aber zu den notwendig­sten menschlichen Bedürfnissen. Da bietet sich, nun in den gegenwärtigen Frühlingswochen eine Fülle von Pflanzen uns dar, deren zarte Frühlingsblätter im getrockneten Zustand als einwandfreier Ersatz für den ausländischer Tee verwandt werden können. Gesam­melt werden müßten in den nächsten Wochen: die inn­en Blätter der Brombeere, Erdbeere und Himbeere, es Schwarzdorns (Schlehenstrauch )und deS Weißdorns (nicht dte Blüten), der Heioel- und Pretßelbeere, des Weidenröschens, der wilden Rose (Heckenrose), des Wal- nußbaumeS, der schwarzen Johannisbeere, der Kirsche, der Ulme und der Eberesche. Jedermann ist in der Lage, auf einem einzigen Frühlingsspaziergang den für den Jahresbedarf einer Familie erforderlichen deut­schen Tee zusammenzubringen und so die Ausgabe für den in Handel gebrachten deutschen Tee, für den bereits im vorigen Winter Preise von weit über 2 Mk. für das Pfund gefordert wurden, zu sparen. Beim Sammeln dürfen nur Blätter (nicht ganze Triebe) gepflückt werden. Holzige Teile unter dem Tee be­einträchtigen den Geschmack sehr. Die einzelnen Arten müssen zunächst getrennt gehalten werden, doch kann man ruhig Brombeer-, Erdbeer- und Himbeerblätter, Schwarzdorn-, Weißdorn- und Heckenrosenblätter, Het- delbeer- und Preißelbeerblätter zusammenbringen. DaS gesamte Material muß daheim in einem luftigen, trok- kenen Raum, der nicht direkt den ganzen Tag von der Sonne bestrahlt wird, aus sauberer Unterlage in dünner Schicht ausgebreitet werden. Unbedingt notwendig ist ein häufiges Umwenden des Materials. Wer über eine Darre verfügt, kann das Material auch künstlich trocknen. Jedoch muß die Anwendung von zu starker Hitze vermieden werden (höchstens 50 Grad).

Scherz und Ernst.

tl Tie Mückcupla^e ist ln diesem Jahre gegen früher aus einen ganz anderen Boden gestellt. An der Ostsee z. B. war in den letzten Jahren die Mückenplage derart, daß eS unmöglich war, sich in der Nähe stehender Gewässer, die sich bekanntlich ganz besonders für dte Fortsetzung der Stechmücke eignen, an der Küste aufzuhalten. Infolge des strengen Winters sind nun viele Stechmücken erfroren, sodaß die Befreiung von der Stechmückenplage als eine Wohltat empfunden wird. So hat der strenge Winter auch anderswo die Menschheit von diesen unerträglichen Plagegeistern befreit. Leider aber nicht überall. Der strenge Winter mit seinem starken Schnee brachte in der Zeit der Schueeschmelze für die Flußniederungen Hochwasser, das in­folge seiner Stärke an allen Ecken und Enden Tümpel entstehen ließ. Diese haben sich als schlimmste Brutstätten für die lästigen Mücken erwiesen und einzelnen Gegenden eine allerschlimmste Mückenplage gebracht. Mittel da­gegen gibts leider nicht. Geduld ist da die einzige Abwehr­möglichkeit. 1 I ! s is) K|

tf. Für Blnmenpächtcr hat ein Leser folgende Rat­schläge auf Lager: Gepulverte Kohle, wenn sie oben aus die Erde der Töpfe gedeckt wird, dient dazu, die rote Farbe der Blume schöner und lebhafter zu machen, na­mentlich bei bei Rosen, Petunien usw.

Die Anwendung dieses Hülfsmittels schadet nicht» und kostet auch nichts. Da wird vielleicht mancher die Anwendung versuchen. Es würde sich dabei um die Auslaugung der Kohle handeln.

tf Tie Bauern und dieTorf-Intelligenz". Die rus­sische Revolution zeitigt seltsame Erscheinungen. Einem Artikel in denRußkija Wjedomosti" von A. Petrischtschew, einem gründlichen Kenner der Agrarfrage, entnehmen wir folgende Feststellungen: Das Tambowsche Verpflegungs­komitee ist ernstlich beunruhigt über die traurige Tat­sache des Mißtrauens der Landbevölkerung gegen?ieDorf­intelligenz": die Lehrer, Agronomen, Postbeamten. Die Bauern erblicken in ihnen Anhänger des alten Regimes, da sie ja noch von der alten Negierung ernannt seien. An einigen Plätzen zeigt sich auch eine feindliche Haltung den Kooperativen gegenüber, die auch eine Einrichtun^des alten Rußlands seien. Die Gemeindeversammlungen haben sogar in einigen Fällen die Verwaltungen der Kooperative, abgesetzt. Die neue Regierung setzte im Gegensatz dazu auf die Unterstützung der Lehrer, ganz besonders aber auch der Kooperative, große Hoffnungen.

tf Rübenpslänzchen als Spinat. Als Ergänzung unsere Ernährung eignen sich vorzüglich die verzo Rübenpslänzchen, welche hauptsächlich als Spinat b Werden können. In allernächster Zeit wird mit dem ziehen der Rüben begonnen werden, und es muß guj.

Fall verhindert werden, daß die überzähligen Pflä. _____ wie in früherer Zeit achtlos fortgeworfen werden. Durch das Sammeln derselben dürfte eine ungeheure Menge Spinat-Ersatz gewonnen werden, welcher gerade jetzt, zur Zeit des Frühgemüses wegen seiner Billigkeit äußerj/t er­wünscht ist. Die Abnehmer werden gern bereit sein! für Verpackung, Anfuhr zur Bahn oder sonstige Unkosten eine kleine Vergütung zu gewähren. Jedenfalls ist äußerste Eile nötig, da die Pflänzchen sofort nach dem Verziehen der menschlichen Nahrung zugeführt werden müssen.

Humoristisches.

Ter Milverungsgrund. Richter: Sie sind asio ge­ständig, aus dem Keller des Wirtes fünf Flaschen Wein entwendet zu haben? Können sie einen MilderungS- aru.id engeben? Ang? ragler: Ja. Justiz, de

I Wien war so sur, dat he nit to supen weer.

Aus der Jnstruktionsstuirde. Unteroffizier: WaS ist Rapport, Meyer? Meyer: Rapport ist, wenn s-oenfol,', was ich gesehen Hab', und )ec Herr -ul schreit: So ein saudummes Rindvieh hätt' ej tag noch nicht gesehen.