Ausgabe 
5.5.1917
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| (Neueste Nachrichten) (Giestcuer Tageblatt)

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Druck der Gießencr VerlagSdruckerei, Albtn Mein.

Nr. 39.

Telephon Nr. 362.

Samstag, den ö. Mai 1917.

Telep hon Nr. 363.

29 Jahrg.

Erneute englische und französische Durchbruchsversuche wieder verlustreich gescheitert. Die deutsche Luftflotte vernichtete vom 28. April bis 4. Mai 89 feindliche Luftschiffe. Das Gesamtergebnis der 6. Kriegsanleihe 13 Milliarde« Mark.

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wtb Großes Haugtquartier, 28. April. Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht.

Auf beiden Searpe-Ufern setzte der Feind die starke Beschießung unserer. Stellungen und des Htntergeländks fort. Wir bekämpften mit erkennbarer Wirkung die eng­lischen Batterien. Be! Monchy brachen gestern vor- mittag mehrere Angriffe der Engländer vor unseren Linien verlustreich zusammen. Heute vor Tagesan» bruch nahm der Feuerkampf von Loos bis Queant äußerste Heftigkeit an. Nach Trommelfeuer ist bald darauf fast an der ganzen Front die Jnfanterieschlacht neu entbrannt. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Die Kampflage ist bei wechselnd starkem Feuer gleich geblieben. Bei Braye ist ein französischer An­griff gescheitert. Bei Hmtebise Fe. wurden feindlichen Stoßtcuppen bei erfolgreicher Abwehr Gefangene und Maschinengewehre abgcnommen. Am Brimont und nörd­lich von Reims schlugen Erkundungsvorstöße des Feindes fehl.

Heeresgruppe Herzog Albrecht.

Keine wesentlichen Ereignisse.

Durch Abwehrfeuer wurden 3 feindliche Flugzeuge, durch Luftangriff 2 Fesselballons abgeschossen.

Oestlicher Kriegsschauplatz.

Infolge lebhafter Tätigkeit der russischen Artillerie nahe der Küste, westlich von Luck, an Zlota Lipa Nara- jowka und Putna war in diesen Abschnitten auch unser Feuer gesteigert. Hinter unseren Linien stürze nach Luftkampf ein russlscher Flieger ab.

Mazedonische Front.

Bei Regen und Schneefällen in den Bergen nur geringe Gefechtstätigkeit.

Der erste Generalquartiermeister: Ludendorsf.

*

wtb Berlin, 28. April, abends. Auf dem Schlacht- selde von Arras ist den Engländern heute zum dritten Male der Durchbruch der deutschen Linien völlig mig- lungen. Die bei Tagesanbruch mit starken Müsstn in 30 Kilometer Frontbreite auf beiden Searpc-Ufecn einsctzenden Angriffe sind sämtlich durch Feuer und im Gegenstoß gescheitert. Bon neuem hat der Feind eine schwere Niederlage erlitten, seine Verluste sind sehr: groß. An der Aisne und in der Champagne wechselnd starker Artilleriekampf.

Im Osten nichts Wesentliches.

*

wtb Großes Hauptquartier, 29. April.

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht.

Schwerstes Trommelfeuer vor Tagesanbruch auf der gangen Front, von Lens bis Oueant gegmr^nd, leitete am 28. April die Schlacht ein, von der die Eng. länder nun zum dritten Male die Durchbrechung der deutschen Linie bei Arras erhofften. Bis Mittag war der große Kampf entschieden. Ec endete mit einer schweren Niederlage Englands. Beim Hellwerden folgten der sprungweise vorgelegten Wand von Staub, ^as

und Ranch die englichen Sturmkolonnen in einer Front von 30 Kilometer Breite. Die Wucht des feindlichen Stoßes nördlich der Seaipe richtete sich gegen unsere Stellungen von Acheville bis Roeux. Dort entbrannte die Schlacht zu außerordentlicher Heftigkeit. Der Eng­länder drang in das von uns als Vorstellung besetzte Arleux, in Opph bei Gavrelle und Roeux ein. Da traf ihn der Gegenangriff unserer Infanterie. In hartem Ringen, Mann gegen Mann, wurde der Feind geworfen, stellenweise über unsere alten Linien hinaus, die bis auf ! Arleux sämtlich wieder in unserer Hand sind. lich der Searpe-Niederung tobte gleichfalls erbitterter Kamps. In den zerschossenen Stellungen trotzten unsere hcaven Txuppen mchrmaligem-Ansturm. Auch dort ffno

alle englischen Angriffe gescheitert. Auf den Flügeln des Schachtfeldes brachen die feindlichen Angriffswelleii schon im Vernichtungsfeuer unserer schweren Artillerie zusam­men. Die Verluste der Engländer sind wiederum außerordentlich schwer. Der 28. April ist ein neuer Ehrentag der Infanterie, die, kraftvoll geführt und treff­lich unterstützt durch die Schwester- und Hilfswaffen, sich dcr Größe ihrer Aufgabe voll gewachsen zeigte Bei den anderen Armeen der Westfront, auch an der Aisne und in der Champagne sowie im Osten und auf dem Balkan ist die Gesamtlage unverändert.

Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorsf.

»

wtb Berlin, 29. April, abends. An der Arras- Front bei starkem Artilleriefeuec nur Tetlkämpse bei Oppy, wo vier englische Angriffe verlustreich scheiterten. Längs der Aisne, des Aisne-Macne-Kanals und in der Champagne erhöhter Feuerkampf. Morgens mehrfach vorstoßende Erkundungsabteilungen der Franzosen wur­den abgewiesen. Im Osten nichts Wesentliches.

»

wtb Großes Hauptquartier, 30. April.

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht.

Auch nach dem großen Angriff am 28. April unter­nahmen die Engländer gestern nur Einzelangriffe gegen Oppy, nördlich der Straße von Douani nach Arras. In mehrmaligem Ansturm gegen den heißumstrittenen Ort erschöpften sich ihre Kräfte. Das Dorf blieb in unserer Hand. - Auf beiden Searpe-Ufern hält die starke Kamps­tätigkeit der Artillerie an. - Vorsichtige Schätzung beziffert den Verlust der Engländer am 28. April auf über 6000 Mann, die in und vor unseren Stellungen gefallen sind. Außerdem sind über 1000 Gefangene und 40 Maschinen­gewehre durch unsere Truppen eingebracht, 10 Panzer» Kraftwagen zerstört worden.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Gewaltsame Erkundungen der Franzosen suchten gestem morgen den Erfolg des französischen Zerstörungsfeuers gegen unsere Stellungen bei Berry au Vac, am Brimont und nördlich von Reims feftzustellen. Unsere Grabenbesatz­ungen wiesen die Vorstöße ab. Seit Mittag hat sich mit wenigen Pausen der Feuerkampf von Soissons bis zur Suippes gesteigert. Gr erreichte in den Abendstunden größere Heftigkeit, hielt mit wechselnder Kraft während der Nacht an und wuchs bei Tagesanbruch in starker Wirkung.

Heeresgruppe Herzog Albrecht.

Nichts Wesentliches.

Rittmeifter von RicbtDoTcn rum §2. Mal Sieger.

Am 28. April haben unsere westlichen Gegner 11, am 29. April 23 Flugzeuge verloren, außerdem 3 Fessel­ballons. - Flieger und Flugabwehrkanonen teilen sich in das Ergebnis. - Rittmeister Frhr. v. Richthosen blieb zu 48., 49., 50., 51. und 52. Male Sieger im Luftkampf. Der seiner Jagdstaffel angehörende Leutnant Wolff schoß den 22. bis 26. Gegner ab. - Aufklärungsstreifen und Flüge zum Bombenabwurf führten unsere Flieger tief in das englische Frankreich, zwischen Somme und Meer, von der Aisne bis über die Marne nach Süden.

Oestlicher Kriegsschauplatz.

Die Lage ist unverändert.

Mazedonische Front.

Zwischen Prespa-See und Eerna lebhafte Atillerie- tätigkeit. - Zwei engliche Flieger wurden bei der Rück­kehr eines unserer Kampfgeschwader in erfolgreichem Luft­angriff gegen Lager und Bahnstrecken im Eernabogen zum Absturz gebracht.

Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorsf.

*

wtb Berlin, 30. April, abends. Bei Arras Feuer­kampf in wechselnder Stärke. An der Aisne- und Lham- pagne-Front dauert die Artillerieschlacht an.

Var Endergebnis der 6. Kriegsanleihe.

Berlin, 27. April. Das Endergebnis der Zeich­nungen auf die 6. Kriegsanleihe wurde heute bet Be- ginn der Nachmittagssitzung des Hauptausschusses dcS Reichtagcs von dem Rcichsschatzsekcetär Graf Roedern mitgeteilt. Es beträgt 12978 940 700 Mark. Da die Frist für die Feldzeichnungen noch bis Mitte Mat läuft, so ist kein Zweifel, daß die 13. Milliarde voll wird. Ge­samtsummen der Zeichnungen betrogen nunmehr auf alle Kriegsanleihen 60 195 200 000 Mark. Ueber die Zahl der Zeichnungen liegen noch keine sicheren Mttteil- ungen vor, sie wird aber beträchtlich größer sein, als bet allen früheren Zeichnungen. Es sind gezeichnet worden 9 051 000 000 Stücke und 2 566 000 000 Schuld­bucheintragungen im ganzen 11 617 562 000 fünfpor- zentige Reichsanleihe und 1 361 378100 vtereinhalb- prozentige Schatzanweisungen, angemeldet sind außerdem 492 725 000 ältere Anleihen. v

wb. Großes Hauptquartier, 1. Mai. Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresfront des Generalfeldmarschalls Kronprinz Nupprecht von Bayern.

Bei Arras blieb die Kampftätigkett unserer Artil­lerie auf beiden Searpe-Ufec wechselnd stark. Vorwärts unserer Kampflinie bet St. Quentin finden täglich kleine Gefechte unserer Sicherungen mit den Vortcuppen der Gegner statt. St. Quentin liegt oft unter Feuer. Gestern erhielt die Kathedrale fünf Treffer.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

An der Aisne, am Aisne-Macnekanal und in der Champagne zwischen Sillery und der Suippes-Nieder­ung dauert die Artillerieschlacht mit wenigen Unterbrech­ungen an. Zwischen Soissons und Reims war sie, vor allem gegen Abend, heftig. Nachts bet Berry au Bac, am Brimont und östlich von Courey vorstoßende Er­kundungen der Franzosen wurden zucückgeschlagen. In der Champagne steigerte sich vormittags das Feuer zu stundenlanger stärkster Wirkung. Am Nachmittag setzte zwischen Prosnes und Auberive der französische Angriff ein. Frische Divisionen waren herangeführt, um uns die Höhenstellungen südlich von Nauroh und Moronvtllters zu entreißen. Der Ansturm ist an dem zähen Wider» sta:.d unserer Truppen gescheitert. Rach hartem, hin und he,'wogenden Ringen sind die dort kämpfenden badischen, sächsischen und brandenburgischen Regimenter in vollem Besitz unserer Stellungen. Der Feind hat schwere Ver­luste erlitten. Ein zweiter Angriff, abends südlich von Nauroh vorbrechend, vermochte an dem Mißerfolg nichts zu ändern.

Heeresgruppe Herzog Albrecht.

Nichts Neues.

Gestern wurden 22 feindliche Flugzeuge im Luft­kampf, 3 durch Treffer der Abwehrkanonen abgeschossen. Drei unserer Kampfeinsitzer griffen eine Gruppe von 5 französischen Fesselballons nordwestlich von Reims an und brachten sie sämtlich brennend zum Absturz. Oestlicher Kriegsschauplatz:

An mehreren Frontabschnitten forderte das russische Artilleriefeuer unsere Gegenwirkung heraus.

Mazedonische Front.

Im Eernabogen und westlich des Wardar hat in den letzten Tagen lebhafteres Feuer angehalten.

Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorsf.

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wtb Berlin, 1. Mai, abends. Bei Arras, an der Aisne und in der Champagne für uns günstiger Artilleriekampf. Bei Lens, Monchy und Fontatns (Artois), sowie bei Cerny (Aisne) scheiterten englische und französische Teilangrifse. Vom Osten nichts Neues.

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wtb Großes Hauptquartier, 2. Mai Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht.

Südlich von Apern nahm zeitweilig die Feuectä- tigteit zu. Auf dem Schlachtfelde von Arras schei-