Ausgabe 
14.4.1917
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3
 
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Dschen Mannschaften aufgestellt, währet den Grie­chen selbst weder Maschinengewehre noch Geschütze an- verrraut werden.

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Kleine Kriegßrmchrichteu

" In Frankreich sollen die Zeizmgen demnächst mir mehr viermal wöchentlich zweiseitig erscheinen.

" Auf den wichtigsten italiestschen Eisenbahn- Wien fallen täglich mehrere ZüL aus.

" In Paris kamen in der letzten Woche nur ! L770 Kilo Butter an gegen 32 4f? Kilo im Vorjahre. Las Kilo kostet jetzt 9,60 Franc/!

" Vom 1. April an ist in Dänemark Brot nur mehr gegen Marken erhältlich.

" Llohd George wird inftlge seiner Erkrankung wahrscheinlich erblinden.

Rußlands Arbeiter

und Deutschland.

Auch sie wollen keiner, Frieden.

([u," v ^m böl Ter heute allmächtige Ausschuß der Ar beite r- i die (§^?chnuk ^ 0 JL? aten ab geordneten^ von Petersburg,

nicht überr

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aus

^etelitiofp wo die Mehrzahl der Fabriken und Werkstätten ver- Mlnarlgel, so *L einigt ist, welche für die nationale Verteidigung arber- uzusiihr n ^ e ^ einstimmig eme Entschließung an, die

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lachrichten.

Aravtreich.

Ale" vom 27.

ln derArbeiterzeituvg" vom 31. März veröffent­licht wird. Sie enthält zwei Punkte:

die Befestigung der- politischen Freiheit, die durch die Revolution errungen wurde, und die unbedingte Notwendigkeit, alle Streitig­keiten beiz«legen, welche die Srtche des alten Regimes begünstigten und die unerläßliche Produktion der Muri itionsbe stände ungünstig beeinflussen, für den gegenwärtigen Augenblick unerläßlich ist, lnii den deutschen Militarismus zu b e f i e

eine ^ecori gen, dessen Bestreben dahin geht, die Autokratie \ fremden Uxitan mederherzustelleu lch und Algier Z Englnul

kung .getan. Trotz aller gegenteiligen Feststellungen

Englands Pressemache hat also bereits ihre Wir-

innerhalb der Grea starten die Vertreter der breiten Volksmassen in mtrn festen Prozent «iußland aus den Vorgängen und Entwicklungen der idungstndustrie M vergangenen Jahrzehnte, daß Deutschland die'Absicht assen lverden sollen das Zaren-Regiment wiederherzustelleu.

Bedtirfnts dient ode Möglich allerdings, daß diesen Leuten bei der Ab- tlich verboten bleibeni l'aijung dieses Beschlusses die letzte Kanzlerrede noch gdivsten. nicht vorlag.

ar Law am 19. Mär? - * . *

Selbstündigkeitsregnttg der Ukrainer.

Milliarden) belaufe Eine Versammlung von Offizieren der Ukraine Erilaruna burtfi hJ "chm in Kiew einen Antrag an über den Zusammen- sondere 3«Muiw«n U ^luß aller Länder der Ukraine und ihre Vereini- dte durchschnittlichem m mit einem föderativen und freien Rußland. Pfund pro Tag en Der Krieg geht weiter.

Auch die Arbeiter wollen ihn. Ter Exekutivails- vtytt- schuß bcr Duma sprach sich in seiner Sitzung vom

Gesandtschaft mit-' 21. März (also vor bald 2 Wochen!) mit allen gegen I erfolgter Wieder- liur zwei Stimmen gegen die sofortige Kriegsbcendr- Mnko am Tonn' AUNg au ^' Eberifv üutUUe Vas Äumlict Uc«. gcuianlg- «v 1 1 len Arbei

forma t Ion

in England nie alle von Barrom e Ausständigen bt ersuche des Arbeits li Streik iortuifetzen

Brnüdentskliaft be- len Arbeiterdelegierten nach einer vertraulichen Jn- ^ ' sormation Gutschkows über die Kriegslage und die

Echten des .Feindes, mit 46 gegen 14 Stimmen für ^Fortsetzung des Krieges. Weiter erklärten sich, nach jilverlässigen Berichten Kerenski, Tscheidse (früher iki der radikale Sozialist), Skobelew und Caustow für die Fortführung eines reinen Defensivkrieges.

Tie Extremisten allein jedoch verharren auf dem Standpunkt eines sofortigen Friedensschlusses. Infolge mzögert wird, steh! )er allgemeinen Lebensmittelversorgungsschwierigkeiten n Ä (in. nimmt die Spannung im Lande zu. Eine große Ofsi-

sterSversammlung in Petersburg sprach sich ebenfalls ruttev. _ iür die Fortsetzung des Verteidigungskrieges aus. Kriechen durch sM stad die Früchte der Propaganda Kornilows. das Heer des Lau- Soldaten- und Offiziersausschuß verlangt den so i Tie Leute Mcnec -^tgen Abgang beträchtlicher Verstärkungen nach der m zwischen je M Jront. Tie englische Agitation zugunsten der Fort- ideaewehre mit M s^ung des Krieges arbeitet äußerst geschickt. Ter

_ -_ Sonntag sah in Petersburg eine große Gegenkund-

«i, Hebung der Extremisten, über deren Ergebnis bisher -lender. kommen ^doch noch nichts verlautet.

Prawda" erklärt: ,,Tas russische Volk lehnt jcderr Hochachtung Eroberungskrieg ab, wird sich aber gegen fremde 9ln- otö c ^?Sefi^r. «Äffe, die die Würde, Ehre und den Bestand Rußlands ,dDreMe^ verletzen, wehren.' Das russische Volk nimmt von der

t. Der wtt'vs gi .stanzlererklärung, daß Deutschland sich in inner-!

nussische Angelegenheiten nicht einmischen will, befrie- .. ach in W n Ugend Kenntnis. Teutschland soll seinen Friedcuswil- -in« Millen DMpraktisch bcweiscn und konkrete Vorschläge machen ( rfd<f)# ii rSlS*W [a n b wünscht das Ende des Völkermorden?, das ^zvlelliie^^M rmfftsche Volk ersehnt den allgemeinen Bölkerfricden,"

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Und mr»"

Streit und ProduLtiouseinstellung in Australien. Aus Melbourne wird aemeldet: Infolge des lan

Rußland und Beihmanns Friedenshand.

iirtfttfk A iJ Angesichts der verschiedenen Beschlüsse der Re-

^-er" orinzi eGerung sowohl als auch des Ausschusses des Arbeiter- peuk AiloßE nind Soldatenverbandes darf man nicht aus dem Auge ! Halfen, daß Bethmanns Rede nach allen dem liegt.

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wird die Kanzlerrede in der russischen Presse

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, e h^be »tcft auszugsweise wiedergegeben und nur, vereinzelt

-Ex Wsst.

ftne Ehgw elnttKüch RußlanVhat kein Interesse an einer Einmischung

der " " ' ... °

würde- > in ven

*n 'kommentiert. Djen schreibt:Das neue Rußland könne t worveAfetnen beschämenden Frieden eingehen. Rntzlanv will '1^ -Frieden schließen auf Grund vcs Status gno ante.

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volksverhetzerisch wirkt. Deutschland solle konkrete Küedensvorschlage machen!

Politische Rundschau.

Danach siud diese Kerle im Lande umhergereist und haben versucht, die Besitzer derartiger Maschinen, be­sonders in der Textilindustrie, dem Kleingewerbe und der Landwirtschaft zum Verkauf zu bewegen. Ten Be­sitzern wird auch, damit sie leichter verkaufen, ver­sprochen. neue oder andere Motore nach Kriegsende zu liefern. Diese Aufkäufer sind in der elektrischen Industrie vergleichbar mit überflüssi­gen Zwischenhändlern im Nahrungsmittelgewerbe. Sie bedienen sich des so berüchtigten Kettenhandels, um die Maschinen in kurzer Zeit unter enormen Preisstei­gerungen weiter zu verkaufen. Ter gesamten deut­schen Volkswirtschaft wtrd hierdurch ein bedeutender Schaden zugefügt, aber auch jeder einzelne Besitzer von elektrischen Maschinen erleidet durch einen derartigen Verkauf an wilde Zwischenhändler meistens schwere Einbußen. Auch die Zusage der Ersatzlieferung nach dem Kriege ist mit großer Vorsicht aufzunehmen.

Ein Bierwucherprozetz in Wien.

Amtsniederlegung des österreichischen Justizministcrs.

Bei der Verhandlung in dem Prozeß Kranz wurde der Justizminister Tr. Freiherr v. Schenk als Zeuge vernommen. Freiherr v. Schenk gab die Erklärung ab. daß er, bevor er als Zeuge seine Aussage mache, sich zu der Mitteilung veranlaßt sehe, daß er sein Amt in die Hände des Kaisers zurückgelegt habe. Er habe das getan, um auch den Anschein zu vermeiden, daß er als oberster Leiter der Justizver­waltung den Gerichtshof beeinflussen könnte. Tie Er­klärung des Justizttlinisters ries größte Bewegung im Saale hervor.

* * *

Tr. Kranz war früher Präsident der Wiener De­positenbank. Er steht jetzt unter der Beschuldigung vor Gericht. Preistreiberei mit Bier, Rum. Himbeersaft und Marmelade begangen zu haben. Au­geklagt ist ferner Tr. Richard Freund, gewesener Di­rektor und Leiter der Warenabteilung der Tepositen- bank. die Bierhändler Eiseg Rubel, Üeo Schwarzwald und Norbert Perlberger und der Marmelade- und Spiritusfabrikant Fritz Felix.

' Im Sommer des vergangenen Jahres benötigte die Heeresverwaltung 17 30 00 Hektoliter Bier für die Truppen, die im Laufe von drei Monaten ge­liefert werden sollten. Das Kriegsministerium nahm das Lieferungsanerbieten des Tr. Kranz an. und Kranz wurde an die Spitze der neugeschaffenen Bierzentrale gestellt. Tie Geschäfte dieser Biereinkaufsstelle muß­ten von der Warenabteilung der Depositenbank voll­ständig getrennt geführt werden. Tr. Kranz aber wußte mit dem Direktor der Depositenbank. Tr. Freund, eine enge Verbindung zwischen der Bierein­kaufsstelle und der Depositenbank herzustellen. Bald lieferte die Bank Bier an die Bierzentrale, bald ver­kaufte die Zentrale wieder Bier an die Bank. Durch die Ankäufe von Bier zu einer Zeit, wo die Heeres- verwaltun gBier nicht mehr benötigte, wurden die Preise stark in die Höhe getrieben.

Tie Errichtung der Biereinkaufsstelle war für Kran.; und Freund der^ Anlaß, einen schwunghaften Wandel mit mögt lebst qrnSpm ffly Sin

bank zu treiben. Bei diesen Biergeschäften hat die Depositenbank bis Ende des Jahres 1916. wo ein großer Teil der Geschäfte noch nicht abgewickelt war. inen Betrag von 871 701) Kronen rein verdient. Neben diesen Biergeschäften haben sich Kranz und Freund auch mit dem preiStreiberischen Ankauf und Verkauf von Rum und Marmelade beschäftigt und Gewinne von 13 bis 22 Prozent erzielt.

Berlin, 2. April. Warenmarkt. Nichtamtlich. Serradella 3647, Runkelrüben 8595, Saatpelusch ken 35, Saatwicken 3540, Saatlupinen 3540, Saat- weizen 1825, Saatroggen 1525, Saathafer 16 -26, Rotklee 220 -230, Weißklee 182, Timotee 102, Heide­kraut 1,50, Runkelrüben 2,05, Pferdemöhren 4,50, Rah- gras 110, Tannenklee 162, Grassamen 68 per 50 Kilo ab Station: Wiesenheu 9,5010,20, Kleehen II bis 12, Timoteeheu 10,7512,00, Flegelstroh 4,00 bis 1,60, Preßstroh 3,754,20, Maschinenstroh 4,50 per 50 Kilo frei Haus.

Wer verteuert? Unter dieser Ueberschrift schreibt die ..Deutsche Tageszeitung":

Erzeuger-Höchstpreis für Eier.

Ter Erzeuger-Höchstpreis für Eier ist durch Ver­fügung des Herrn Regierungspräsidenten vom 20. März 1917, Tgbl. 1. 5. '23a Nr. 6969 im Regierungs­bezirk Liegnitz mit Gültigkeit vom 24. d. M. ab auf 20 Pfg. für ein Ei festgesetzt.

Görlitz, den 29. März 1917. Ter Magistrat.

Eier-Verteilung.

Tie auf' den Wochenabschnitt für die Woche vom 26. März bis 1. Mai d. I. zur Verteilung kommenden 2 Eier werden an die hiesigen Verbraucher zu nach­stehenden Preisen verabfolgt:

1 Ei (frisches Landei) 32 Pfg.,

1 Ei (österr.-ungar. Ei von der Z.E.G.) mit 28 Pfg

Görlitz, den 28. März 1917. Ter Magistrat.

5^ierzu bemerkt das genannte, dem Bunde der Landwirte nahestehende Blatt:Für frische Landeier, die der Magistrat infolge seiner Höchstpreisfestsetzung zu 20 Pfg. etnkausen kann, nimmt er dann 32 Pfg. Wenn das ein Händler täte!?"

Gegen den Kettenhandel in elektrischen Mo- teken, der besonders auf dem Lande durch skrupellose lufWufer betrieben wird, wird jetzt ernschast gewarnt.

Gewicht von neun Pfund. Tie Fleischbeschau ergab ein günstiges Resultat. Das Fleisch, das im Geschmack dem Bullcnfleisch gletchkommt. wurde von einem Gast­wirt um 9000 Mark angekauft. Tie Dresdener wer­den also in nächster Zeit reichlich Gelegenheit haben, Elefantenfleisch zu essen. ^ , am .

*' Hervorragenden srechcn Wucher trieb der Händ­ler Poppendick aus Wongrowttz bei Posen. Er verkaufte Berlin Hühner um 40 Mark, Eier um 60 bis 85, Butter um 10 bis 12 Mark das Pfund. Er ivurde wegen wucherischen Schleichhandels verhaftet.

** Winter im April. Im Thüringerwald herrscht noch tiefster Winter. Wer die Höhenlage von 600 Metern überschreitet, ist überrascht über die Winter­landschaft, die allen Kalenderregeln Hohn spricht. Wege und Wälder sind tief verschneit, Bäche und Teiche ver­eist, die Bäume oben auf der Höhe noch eiserstarrt wie in Januar- und Februarzeiten. Auf den Straßen aber verkehrt heute noch genau so wie ^chon monate­lang ununterbrochen der Schlitten als Ge­fährt, den nicht einnial die kur^e Tauwetterperiode verdrängte, die natürlich im Gebirge weniger gewirkt hata ls im Vorland. Solche Zeiten haben wir feit Jahr­zehnten nicht mehr erlebt. In der ersten oder zweiten Märzwoche ging son stgewöhnlich auch auf der Höhe die Winterherrlichkeit zu Ende. Im Rennsteiggebiet liegt über den ganzen Thüringerwald hinweg der Schnee noch 20 bis 30 Zentimeter hoch.

A Kriegöhinterbliebeuettsürs»rKe. In fast allen Städ­ten und Gemeinden sind nunmehr amtliche Kürsorgestellen eingerichtet, die sich der Hinterbliebenen mit Rat Tat annehmen. Hier erhalten die Hinterbliebenen nähere Aus­kunft, insbesondere über ihre Versorgung. Ihnen kann nur immer wieder dringend geraten werden, nach Ein­treffen der Todesnachricht sich sobald a!S möglich an diese Fürsorgestellen zu wenden. Durch die rechtzeitige Sorge für die Zukunft der Familie werden sich manche Nachteile, die sich aus einer verspäteten Stellung der Anträge oder aus mangelnder Unterrichtung über die bestehenden recht­lichen und tatsächlichen Verhältnisse ergeben könnten, ver­meiden lassen. Auch werden die Hinterbliebenen eine Stütze darin finden, daß sie eine Stelle wissen, die von amt<- wegen dazu berufen ist, ihnen beratend zur Seite zu stehn.

Die amtlichen Fürsorgestellen selbst werden erneut da­rauf hingewiesen, ihre Errichtung durch die örtliche Presse, durch Aushang oder Bekanntmachung allen Ortseingeses­senen ausreichend bekannt zu geben.

A Frane»rarbeit auf dem Lande. Ter Chef de- Kriegsamtes hat an sämtliche im ..Nationalen AiUS- schuß für Frauenarbeit im Kriege" zusammengeschlosse­nen Organisationen ein Schreiben gerichtet, in welchem r auf die vaterländische Pflicht hinwetst, die auf dem Laude vorhandenen Arbeitskräfte zum Verbleib n der Landwirtschaft zu bewegen und aus eine Er- höhllng ihrer Arbeitsleistung hinzuarbeiten. Ratschläge für Propaganda auf dein Lande sowie ein Propaganda­vortrag sind von der Frauenarbeitszentrale des Krieas- amts ausgearbeitet worden und können von dort »*- zogen werden. f

Kleine Neuigkeiten.

- viur oer r.'lnre Annens monen inqjen zwer Per- sonenzüge zusammen. Sechs Wagen wurden gänzlich zerstört, drei Personen wurden getötet, viele verwundet.

* Am Sonnabend hat sich in Berlin ein Arbei­ter wegen eines unheilbaren Halsleidens erhängt.

* In Niederschöneweide wurde der 'Nachtwächter Mitz am Montag srüh auf der Straße erschossen auf­gefunden.

Gerichtssaal.

± Getrcidtschiebttng. Wegen verbotenen Verkehrs mit Getreide wurde der NittergutSbesttzcr v. Lossuw in LeSniweo, Kreis Witkowo, in Posen zu vier Monaten Gefängnis ver­urteilt. ^ .

4 Große GctrcivcschirHttug. Dieselbe Posener Straf­kammer, die den Grafen MielczhuSki verurteilte, hat den Rittergutsbesitzer WladislauS von Koseielsti aus Groß- Sepno Kreis Kosten in der Provinz Posen wegen Ver­kaufs beschlagnahmter Gerste in vier Fällen und wegen Höchstpreisüberschreilung zu drei Monaten Gefängnis und 54 500 Mark Geldstrafe verurteilt.

Aus aller Welt.

* Hinrichtung zweier Raubmörder In Landsberg a. d. W. wurden die Arbeiter WladislauS Utek und Anton Mucha. die am 25. Mai ihren Arbeitskollegen, den Schnitter Tocha in Bato ermordet und beraubt hat­ten. hingerichtet.

** Schlachtung eines Elefanten. Auf dem Schlacht- viehhos in Tresden wurde kürzlich ein Elefant ge­schlachtet. Das Tier, das dem Direktor Sarasani ge­hörte, war bösartig geworden und mußte getötet wer­den. ES hatte ein Schlachrgewicht von 55 Zentnern. Tie vaut, die sechs Zentner wiegt und zu Lederzwecken verwendet werden wird, erzielte einen Preis von 10 00 Mark. Tas Gehirn der Elefanten hatte ein

Scherz und Ernst.

tf Kupfer-Erinnerungen. Als neulich in der Presse von den Aniiniergelagen der Hochstaplerin Berta Kupfer die Rede war, da brachte eine gewisse Presse mit seltsam auffälligem EiferBerichtigimgen". Es soll bei diesen Abenden ganz bürgerlich bescheiden zugegangen sein usw. Jetzt zeigt der Konkursverwalter den Verkauf der Fa. M. G. Kupfer an. WaS man da liest, sieht wirklich nicht nach bezüglich-bescheiden aus:

1 Das in der Wohnung Charlvtkenburg, Karserdamm 14, vorhandene Lager an Wein und Spirituosen. Bie- tungskantion M. 1000,-. Besichtigung erfolgt auf Grund besonderer Vereinbarung nach Erlegung der

Kaution. .

2 Die in den Lagerräumen Berlin W, Bülowstr. ob,

' befindlichen Vorräte, insbesondere Ersatzmittel für di­verse Fruchtweine. Bietungskaution M. 3000'. Die Besichtigung erfolgt ans Grund besonderer Verein­barung nach Erlegung der Kaution.

Die Höhe der Bietungskaution läßt recht erkennen wie bürgerlich-bescheiden" es dort zuging.

tf Bauern, au Hypotheken fehlts jetzt nicht mehr. Gegen guteVersorgung mit Lebensmitteln" ist alles zu haben. Man lese nur folgendes, offenbar auf letzte Er­fahrung aufgebautes Inserat in einem Berliner Blatt:

' Welcher Herr ober Dame gibt älterem, erfahrenem Landwirt auf schuldenfreies Grundstück und 2000 M. Schuldschein Geld zur Vergrößerung und denkbar bester Versorgung mit Leben» n4t lit? Offerten unter M,. 78? Nebenstelle d. Bl. Schönhauserallee 173.

Natür-lich hat das Inserat Erfolg; denn Millionäre die sich den Brotkorb nur ungerne höher ziehen lassen, gibts in Berlin genug. - Seltsame Inserate sind ln Berlin überhaupt nicht selten. So folgendes:

Adelstitel" zu geschäftlichen Unternchmeli, gegen VergÜtigung gesucht. Bm. 862 Nebenstelle des Blattes Porsdamerstratze 138. ^ u ^ ^