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Verlag der „Gießerrer Zeitung", Gießen.
Expedition: Südanlage 21.
(Gießcuer Tageblatt)
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Druck der Gießcner Vcrlagödruckerci, Albin Klein.
Nr. 34.
Telephon Nr. 362.
Donnerstag, den 12. April 1917
Telephon Nr. 362.
29 Jahrg.
Die große Schlacht bei Arras für die Engländer und Franzosen ohne Erfolg.
Jlmflicbe deutfcbe cagesbericdle.
wtb. Großes Hauptquartier, 10. April 1917.
Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.
Nach mehrtägiger Wirkung starker Artillerie- und Ninenwerfermassen griffen die Engländer gestern Abend nach heftigster Feuersteigerung in 20 Klm. Breite unsere Linien an. In hartem Kampf glückte es ihnen, in unsere «Stellungen an den von Arras ausstrahlenden Straßen ein- ' Mdringen- ein Durchbruch ist ihnen nicht gelungen. In fl Zähem Ausharren gegenüber Ueberlegenheit hatten zwei M/unserer Divisionen erhebliche Verluste. - Südöstlich von /MApern drangen Sturmtrupps bis über die dritte englische Ijtßmte vor, sprengten Unterstände und kehrten mit etwa w 50 Gefangenen, 7 Maschinengewehren unä Minenwerfern ipuriick.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
Lin französischer Angriff bei Laffaux, nordöstlich von Zoissons,. brachttt unserem Feuer zusammen. - Längs der Aisne und bei. Reims war von mittag ab die Kampf- «tätigkeit der Artillerie sehr lebhaft. - -In der westlichen Thampagne beiderseits von Prosnes brachten Erkundungsvorstöße- uns -36 Franzosen -als Gefangene ein. Heeresgruppe Herzog Albrecht.
Keine wesentlichen Ereignisse.
Oestlicher Kriegsschauplatz
r Bei mäßigem Feuer und geringer Dorfeldtäligkeit ist
® -^ die Lage unverändert.
Makedonische Front.
Nichts Neues.
Der Erste Generalquartiermeister: L u d e n d o r f f.
wtb» Berlin, 10. April, abends. Auf dem Südufer der Scarpe sind nach starkem Feuer neu einsetzende englische Angriffe gescheitert. - An der Aisne-Front hiät lebhafter Artilleriekampf an. - Im Osten und in Mazedonien keine größeren Gefechtshandlungen.
wtb. Großes Hauptquartier 11. April 1917. Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Räumlich begrenzte Kampfhandlungen nördlich der Scarpe bei Givenchy-Gohelle, Farbus und Fampoux führen keine Aenderung der Lage herbei. - gu beiden Seien der Straße Arras - Eambrai setzten gestern nachmittag nach heftigem! Feuer die Engländer starke Kräfte jin breiter Front zu neuen Angriffen ein; sie sind verlust- Ireich abgewiesen worden. - Seit heute früh find dort >und zwischen Bullecourt und Queant weitere Kämpfe entbrannt. Zwischen der Straße Bapaume-Eambrai und Jber Oise spielten sich nur kleine Gefechte vor unseren Lim- len ab. — St. Ouentin wurde wie an den Vortagen mit Granaten und Schrapnells beschossen, ebenso La Fere. jL Heeresgrnppe Deutscher Kronprinz.
2 Don Dailly bis Reims nimmt die Artillerieschlacht Ntäglich an Heftigkeit zu. Gin ftanzösischer Handstreich geigen unsere Truppen südöstlich von Berry-au-Bac wurde ^durch raschen Gegenstoß vereitelt.
Heeresgruppe Herzog Albrecht.
Keine wesentlichen Ereignisse.
Oestlicher Kriegsschauplatz, eeresgruppe Prinz Leopod von Bayern.
, An Aa, Düna, Stochod, Zlota Lipa und Dujestr vielfach rege Artillerietätigkeit der Russen. An der Heeresgruppe Erzherzog Joseph Und bei der
I ■' Heeresgruppe Generalfeldmarschall von Mackensen
nichts wesentliches.
Mazedonischer Kriegsschauplatz.
Nichts neues. ;
Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff.
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WliitliUlllwo—.
Mettel verbürgte Tatsachen
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Da» Deutsche Tieich hat sich verpflichtet, den hohen Zins, sah seiner Kriegsanleihen vor dem Zähre 1924 nicht herab, -»sehen. Gelbst nach dieser Zeit muß dem Inhaber »uvor Zuriiikzahlung ,um vollen Nennwert angeboten werden. Wann hat je bas Reich sein verpfändetes Dort gebrochen?
Weder Zwangsmaßregeln irgendwelcher Art, noch Be. fchlagnahmungen von Sparkassen, und Bankguthaben sind beabsichtigt oder auch nur in Aussicht genommen. Oie Drohung mit dem Zwang können wir getrost den Eng« Andern überlassen. Oas deutsche Volk, das seinem Vaterland bisher schon 47 Milliarden fteiwillig dar. gebracht hat, hat wahrllch weder Zwang zu befürchten noch Zwang verdient.
Eine Sonderfleuer auf die Kriegsanleihe wird niemals erhoben werden. Es ist eine hirnverbrannte Torheit, zu glauben, das Reich würde denen, die ihm in schwerer Rot geholfen haben, dafür sogar noch eine Strafe auferlegen. Diel berechtigter wäre es, nach dem Krieg jenen eine nachdrückliche Steuer aufzubürden, die sich von der Be« Heiligung an den Kriegsanleihen zurückgehalten haben, obwohl ihnen ihr Einkommen und ihr Vermögen die Zeichnung gestattet hätte.
Oie Oarlehnskassen werden nach dem Krieg noch eine Reihe von Jahren - mindestens vier oder fünf - bestehen bleiben und für die Beleihung von Wertpapieren zur Ver- , sügung stehen. Sie werden durch maßvolle Zinssätze auch im Frieden die allmähliche Abtragung der für Kriegs- j anleihezelchnungen aufgenommenen Darlehen erleichtern. Man kann also jederzeit das iv Kn'egsanleihe angelegte Kapital in Bargeld umsetzen.
Ein Kursniedergang, der mit dem inneren Wert der Kriegs, anleihen nicht übereinsttmmt, wird niemals eintreten. Es sind wirksame Vorkehrungen getroffen und grünöliu.e Maßnahmen vorbereitet, auch bei einem etwaigen plötzlichen Andrang sehr großer Mengen von Verkaufs, anträgen in den ersten Friedensjahren einen Kurssturz zu verhindern und unmöglich zu machen.
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Du hast also keinen Grund ängstlich zu sein und Dein Geld brachliegen zu lassen. Dein deutsches Vaterland ist der sicherste Schuldner der Welt.
Zeichne Kriegsanleihe! »
OcTterrefcb-ungarifcbe Cagesbcricbte
wtb. Wien, 10. April 1917.
Oestlicher Kriegsschauplatz, und
Italienischer Kriegsschauplatz.
Keine besonderen Ereignisse.
Südöstlicher Kriegsschauplatz.
Südlich des Ochrida-Sees holten unsere Stoßtrupps ini ge Franzosen aus den feindlichen Gräben.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes: von H ö s e r, Feldmarschalleutnant.
Krieaswirifcbafilicbes.
Keine weitere kjerabseirung der Medikation
Bon unverantwortlichen Elementen wird in letzter Zeit das Gerücht verbreitet, daß eine weitere Herabsetzung der Mehlration für die nächste Zeit geplant sei. Dieses Gerücht ist aus der Luft gegriffen. Die vorhandenen Bestände bieten die völlige Gewähr, daß die zur Zeit den Kommunalverbänden überwiesene Mehlmenge weitergegeben werden kann. Das Publikum würde sich ein großes Verdienst erwerben, wenn es die Derbreiter derartiger beunruhigender Gerüchte zur Anzeige bringen würde.
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Höchstpreise für Sewilse und 0bst.
Die Reichsstelle für Gemüse und Obst wird, wie sie uns miiteilt, an ihrer Entschließung festhalten, Höchstpreise grundsätzlich erst dann festzusetzen, wenn sich die Ernte einigermaßen übersehen läßt. Die von ihr für Frühgemüse veröffentlichten Preise sind keine Höchstpreise, sondern nur Richtpreise, die unter der Annahme einer normalen Emte festgesetzt worden sind. Infolge einer noch immer anhaltenden ungewöhnlichen Kälteperiode werden die Bestellungsarbeiten unter sehr erschwerten Umständen stattfinden, so daß auch mit einem normalen Verlauf der Ernte schon jetzt nicht mehr gerechnet werden kann. Die Reichsstelle betrachtet daher die von ihr veröffentlichten Richtpreise für Frühgemüse unter allen Umständen als Mindestpreise und rechnet mlt der Notwendigkeit, daß sie die Höchstpreise, deren Festsetzung erfolgen soll, sobald dies irgend möglich ist, nicht unerheblich höher wird bemessen müssen. Die Reichsstelle wünscht, daß dies tunlichst bald allgemein bekannt wird, damit die Anbaufreudigkeit in den Erzeugerkreisen unter den jetzigen widrigen Bestellungsverhältnissen nicht leidet. - Aehnlich liegen die Verhältnisse in bezug auf die zu erwartende Obsternte.
Verantwortlich: Albin Klein in Gießen.
Die seit dem 30. März lf. Js. bestehende Beschränkung in der Annahme von Eil- und Frachtstückgut wird von Freitag, den 13. April an
wieder ausgehoben.
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Wir stellen
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auch Kriegsbeschädigte u. Zivildienstpflichtige aus Militärgeschirre ein.
Trkdricb Hirfchncr, « «. d. b.
Militärlederwarenfabrik, Remscheid.


