Ausgabe 
6.4.1917
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| (Neueste Nachrichten) (ÖMcficucr Tageblatt)

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Bezugspreis 50 Pf-. monatlich

Vierteljahr!. 1^0 Mark, vörauSzahlbar, frei ins Haus. Ab geholt in unserer Expedition 1,20 Mk-, durch die Post oder direkt durch Kreuzband vierteljährlich 1P0 Mk. Erscheint an drei Wochentagen. Redaktion: Südanlage 21. Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte erfolgt nicht.

Expedition: Südanlage 21.

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An,-« .Arbeit für

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1* Engländern ein!

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Uhältnissen der ena. n^ri nicht so groß sind .^^klgiänder es |||

Nördlich von Reims ein kraftvolles Unternehmen gut gelungen. Bei Riga, Brody und am Sereth erfolgreiche Borstöße.

Amtliche aeuiscve Cagesberichte.

wtb Großes Hauptquartier, 5. April. allein darin, daß selbst in England die langfristigen

Woftürfifr ftrtrnsidiauDlnß Kriegsanleihen nur mit mühsam zusammengepeitschten

Westlicher Kriegs,qauptay. Teilerfolgen unterzubrtngen sind, und die Krtegskosten

bezahlen, ©obalb solch, ie Weiteres feiner »anf ' es eine

gleich Z»m Bedars sch" Krlegsonleihen (zumal » Verhältnis zn den, > ih» Wells schon tm m jedes Mal die Aui- hte. Nicht einmal dl, chulden (Itmtoanbluno ) erreichen lassen. Und m Englands nicht der. -glich ober auch nötig. taatSbank mit bald 20 mb ständigem Goldab.

Der heftige Artilleriekampf zwischen Lenz und ArraS hielt auch gestern an. Nördlich der Straße Peronne. Lambrai setzten nach mehrmals gescheiterten Vorstößen die Engländer abends zu neuem Angriff starke Kräfte an, denen unsere Truppen wieder erhebliche Verluste zu> fügten und dann auswichen. Südwestlich von St. Ouenttn wirkte die französische Artillerie mehrere Stunden gegen von uns nachts geräumte Stellungen, die anschließ, end kampflos von der feindlichen Infanterie besetzt wur­den. Bei Laffaux wurde ein Vorstoß der Franzosen mrückgewiesen. Unsere Batterien brachten ein Muni- tlonSlager bei Vendreffe (nördlich der AiSne) zur Ent­zündung. Erderschüttexung und Knall wurden bis 40 km hinter der Front wahrgenommen. Ein wirksam vor- breitetes und kraftvoll durchgeführtes Unternehmen nörd­lich von ReimS ist gut gelungen. Wir brachten dem Feind eine blutige Schlappe bei und machten über 800 Hffangene.

Oestlicher Kriegsschauplatz, gront des Generalseldmarschalls Prinz Leopold v. Bayern.

Südlich von Riga brachen unsere Stoßtrupps in ° k die russische Stellung ein, sprengten einige Unterstände WnNUbaak-a' unb te ^ ten mU Gefangenen und Beute zuruck. - Bei

e «eitere Erwähnung

der Entente das Doppelte derjenigen des VierverbandeS ausmachen: Eine weitere große Sorge überschattet die feindliche Geldwirtschaft. Das ist die allein für Eng. land mit täglich 40 Millionen Mark angegebene Neu- verfchuldung ans Ausland. Der französische Finanzmi­nister hat auch für seinen Teil erklärt, daß die Militär- denverschuldung ans Ausland sogar die größte aller Sorgen wäre. Und das will etwas heißen.

Uns ist sie erspart. Und unsere neue Kriegsanleihe wird jenseits des Kanals, wenn die Vernunft nicht dau­ernd vertrieben ist, die Nebel der Verblendung zerreißen, die sich hartnäckig der Erkenntnis verschließt, daß es eitle Selbsttäuschung ist, wenn man auf das Ende des deutschen GeldstromeS hofft. 2 7, Jahre Krieg, 47 Mtl-

in Gießen.

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zlich erschienene» Be- ;ut ordnungsmäßigen Mg unb der Ledens- litär- »nd Güierver- ,ingt nötige Mehrbe- d der Lsterzeit m-

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on den etwa für den

forderlichen Maßmh- Feiertagen für den r den Ausflngverkehr

April 19W

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Czepiele, südlich von Brody, holten unsere Stoßtrupps bei einem Vorstoß 41 Gefangene und ein Maschinen­gewehr aus den feindlichen Gräben.

Heerrsfront der Generaloberst Erzherzog Joseph.

Keine wesentlichen Ereignisse.

Heeresgruppe des Generalseldmarschalls von Mackensen.

Auf dem rechten Sereth ilfer bei GarleaSea drangen ErkundungSabteilungen in einen russischen Stützpunkt und kehrten mit 30 Gefangenen und 2 Mtnenwerfern in die eigenen Linien zurück.

Mazedonische Front.

Auf der Ervena Stena (westlich von Monasttr) wurden den Franzosen einige ihnen aus den letzten Käm­pfen verbliebene Gräben wieder entrissen.

Der erste Generalquarttermeister: Ludendorsf.

wtb B e 1 11 n, 5 April, abends. Stor.ker Artillerie, kampf zwischen Lens und Arras. Im Osten in mehx. eren Abschnitte» lebhafte russische Feuertättgkeit.

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üestenelcbungarlscde Cagtsbericbte

wtb Alrn. 5. April.

Oestltcher Kriegsschauplatz.

Außer einigen mit Erfolg ousgeführten Stoßtrupps- Unternehmungen nichts zu melden.

Italienischer Kriegsschauplatz.

Bei klarer Sicht im allgemeinen lebhaftere Ar- tillerietätigkeit als in den letzten Tagen. Unsere weit- tragenden Geschütze beschossen mit guter Wirkung eine feindliche Truppenparade östlich von Eromons.^Ita­lienische Marineflieger warfer auf Nabrestna und Sisttana Bomben ab. Unsere Ortschaften im Etschtal und Arco standen abermals unter Artilleriefeuer, ^m letzten -cte wurde die Pfarrkirche schwer beschädigt.

Südöstlicher Kriegsschauplatz.

Im Bereiche unserer Truppen keine besonderen Ereig-

niffC ' Der Stellvertreter des Chefs des Eeneralswber:

von H ö f e r, Feldmarschallkutnant.

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Willst Du

unseren todesmutigen HBooi-Helden zu Hilfe kommen?

Zeichne Kriegsanleihe!

, Willst Du Leben und Gesundheit unserer tapferen Feldgrauen schützen?

Zeichne Kriegsanleihe!

Willst Du

die gierigen Feinde zur Preisgabe ihrer wüsten IknO und Vernichiungsp ans zwingen?

Zeichne Kriegsanleihe!

Willst Du

das Ende des Krieges beschleunigen, einen ehrenvollen Frieden sichern?

Zeichne Kriegsanleihe!

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Wenn sie aas geahnt hätten!

2 .

Wäre die Verbissenheit des engl scher, Geldgebers die Angst vor der. Verantwortung bet der schlteßllchen Liquidation nicht so ohne alle Grenzen, so hätte auch der hitzigste englische Deut chenhasser sich schon langst die Frage vorgelegt: Wie lange »och? Me lange noch können für den eigenen und den Bedarf d

liarden feste deutsche Kriegsanleihen, gefüllte Bank, Spar- und Genoffenschaftskassen, die Deutsche Bank mit allein 3 Milliarden Einlage», die Sparkassen ,etzt mit dem­selben Stand wie vor dem Krieg, obwohl viele Milli­arde» Mark von Einlegern abgezogen und in Kriegs- anleibe umgewandelt worden sind, die Kreditgenoffen- schäften mit einer ähnlichen, täglich sich mehrenden Geld- stille, eine widerstandsfähige, gesunde Versalzung der deutschen Reichsbank mit einer Verdoppelung ihres Gold-

bestandS und einer kurzfristigen BermögenSaniage, da» alles hätte freilich schon genügen sollen zur Einkehr und zu dem Geständnis, daß man Deutschland« geidwtrt- schaftltche Lage verkannte, als man sehnsüchtig den Niedergang voraussagte. Gerade so wie vor dem Kriege Als die Marokko KrtstS ihre Wellen in die Bankkaffcn warf, horchte man da drüben und in Frankreich mit gespitzten Ohren auf, wieweit die Balken der deutschen Getdwtrtschaft noch tragfähig wären. O, wir wußten nicht, wie sie lauerten. Und als die Geidzurückztehun« gen ärgerltchcrweise ohne Spuren einer Störung abge- wickelt wurden, da trösteten sich di- finster brütenden Widersacher: Ja, aber in Deutschland ist alles auf Kce- dit gebaut, und wenn der Orkan eines Krieges über das Gebäude fährt, fällt das Kartenhaus. Länger als ein paar Monate können sie es wegen der finanziellen Riesenopfer nicht auShalten. ES kam anders. Freilich hätten wir 47 Milliarden Kriegsanleihen nicht auf ein- mal bezahlen können. Aber sie sind in gutem deutschen Gclde mit genügenden Atempausen eben doch aufgebracht. Und die neue Kriegsanleihe findet volle Kassen in Stadt und Land. Die Gelder, die bet früheren Kriegsanleihen an die RetchSfinanzverwaltung strömten, find, von ihr für Dienste und Lieferungen ausgegeben, wieder in den Verkehr zurückgelangt. Und Kapitalvermögen, das sich ln Kriegsanleihe umwandeln läßt, ist noch in den der- schiedensten Formen für eine lange Weile vorhanden.

So steht sest wie Erz die Tatsache: Wir halten «» noch lange aus, länger als die Feinde. Und darauf kommt es beim Messen der Kräfte allein an. Nur ge- nügt es nicht, daß man stark ist, man muß auch seine Stärke zeigen und also die freien Gelder in die Hand des Vaterlandes legen!

Kriegssparkarten

lautend auf

1, 2, 3, 1« «Nd 2« Mark

sind bei allen hessischen öffentlichen Sparkassen, Vorschußvereinen und sonstigen genossenschaftlichen Kassen erhältlich. Diese sind verpflichtet, mit dem Erlös aus den verkauften Karten Kriegsanleihe zu zeichnen. Den Erwerbern von Kriegssparkarten wer­den die gezahlten Beträge vom 1. Mai ab bis zwei Jahre nach Friedensschiuß zu 5°|» verzinst.

Alle diejenigen, die nicht in der Lage sino, volle 100 Mark zu zeichnen, werden auf die Kriegssparkarten auf­merksam gemacht, die auch ihnen eine Beteiligung an der Kriegsanleihe er­möglichen. _

Das idealste Waschmittel derGegenwart, auf wissenschaftlicher Grundlage, nachVorschrift des vereidigten Chemikers Dr.Bein:

D an*em P BIÜ Ie» WßlSS !LgenT

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auch Kriegsbeschädigte und Zivttdienstpfitchtige für sere Militär- und Lederwarensabcik

in dauernde Stellung gesucbl.

Friedrich Hirfchner, G. m. b. H Remscheid.

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