Ausgabe 
22.3.1917
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3
 
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an den Fronten ihr >r m nicht »je Gefahr -iehmen wir uns ein wutfäifanbs, bie fort» wmgefuäit wirb unb Arbsu nachgeht. unsere heimische Fn- r Flieger unb kürzlich DM« gefallen. Troht lesahr. bann wirb nn° bie Maßnahmen irek-

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müßig den Kriegsschauplatz flr alle großen Kürnpse in Europa abgeben mußte urd fremde Heere in un­seren Gauen ungestraft Hauser und die armen wehr losen Einwohner, besonders res platten Landes, aus- dlündern und qrtälen dürfen. Tie Chroniken sind jo voll von diesen Kriegsgr-reln. daß es schwer fallt, in kurzen Ausführungen dcrüber zu berichten. Wir wollen aber, da es so höchst xitgemäß ist. sich dessen zu erinnern, versuchen, in ein* Reihenfolge kurzer Er­zählungen. die von Zeitgenhsen und Augenzeugen die­ser Kriegserlebnisse niederg'schrteben worden sind, we­nigstens die hauptsächlichskn Heimsuchungen an uns vorüberziehen lassen.

Bekanntlich war wost das größte Unglück, wel­ches das deutsche Volk it seiner langen Leidensge­schichte betroffen hat. der 30jährige Krieg, welcher von 1618 bis 1648 in fast allen Gauen unseres Vater- Landes gewütet hat. Ganze Dörfer sind damals spur­los vom Erdboden versowunden. in den übrig geblie­benen die Einwohner teils verschleppt, teils hinge- mordet. ein großer Tckl auch durch die im Gefolge des Krieges auftretende Hungersnot und Pest hingeraffl worden.

Hören wir, wie der gräflich-solmsische Amtmann Thomas Maulius im Jahre 1636 in einer von ihm verfaßten Flugschnst den damaligen Zustand in Ober­hessen beschreibt:

Wer kann doch all den Jammer, so jetziger Krieg in unserem Vaterland teutscher Nation anrichtet genugsam beschreiben? Auf dem Feld ist alles ver­heeret. die Weinberg und Aecker verwüstet, die Wiesen zerfahren und zerritten. die Gewächs und Früchte ver­derbt. das Vieh gemetzget und verzehrt. Was vor dem Krieg ein Lustgarten gewesen, ist jetzund eine Einöde worden! Wieviel schöne Städt. Dörfer und Flecken sind mit Feuer angezündet und im Rauch gen Himmel geflogen, verderbt und zerschleift! Sind nicht alle Gewerb, Nahrung und Hantierung aus dem Land ge­trieben ? Ist nicht alle Freud und Wonne des Landes dahin? Jedermann ist geplündert und alles, daran viele Jahre gesammelt und durch Gottes Segen mit viel Mühe und Arbeit zusammengedracht. genommen wor­den. Wieviel alte, eisgraue Leut und junge, unmün­dige Kindlein in der Wiegen sind von den unbarm­herzigen Kriegsknechten erstochen, erschossen und ge­spießt worden. Wieviel ehrbare Frauen und Jung­frauen mit Gewalt geschändet oder mit den Mannsbit dern in das Glend weggeführet und dort erbärmlich traktiert worden! Aus den Straßen ist nichts als Morden, Stehlen. Rauben und Plündern, kurz alle Sünd. Schand und Laster, die Menschensinn erdenken kann und deren sich selbst die,Heiden g-,chamt tc^ sind verübt worden und werden noch täglich veruot.

Glaube niemand, daß diese Schilderung etwa über­trieben sei. Sie wird leider von nur zu vielen Augen­zeugen bestätigt. Glaube aber auch niemand, daß es uns heute sehr viel besser ergehen würde als unseren Borscrhv»',. mortit eH den feindlichen Heeren gelingen solüe. in unser Lano

Wer wie Schreiber dieses die schwarzen ^r-r.^ner unv wXWxn Znvrr »rsrhi:" hat. welche unsere 8Wn*e auf uns loslassen, ganz abgesehen von den russischen Horden, die ja in dem armen Ostpreußen gezeigt haben, wes Geistes Kinder sie sind, dem graut vor dem Schick­sal das uns dann bevorstün'oe. Es wurde sich wenig von den Greueln des 30jährigen Krieges unterscheiden, trotz allereuropäischen Zivilisation' für welche un­sere Feinde zu kämpfen vorgeben. Das wuv aber auch für jeoen Einzelnen eine Mahnung sein, sein Aeußerstes KU tun. um diese Gefahr abzuwenden.

Mt dem einfachen Dank an unsere heldenhaften Krieaer ist es nicht getan. Es ist Sache eines jeden einzelnen, an der Stelle, wo er hingestellt ist. sei es

Arbeiter. als Landwirt oder in welchem Berufe auch immer, mit seiner ganzen und durch

^inaabe von Geld und Gut die Widerstands- ^aft ^deS von einer ungeheuren Uebermacht von Fein­den schwer bedrohten Reiches zu itä^en. fatel der Vergangenheit redet eine beredte ^pracye. ^er einzelne, der sich dem Gebot der Swnde ent- zieht, müßte sich dann sagen: ..Tu hast nichts getan, dieses Unglück abzuwehrenÄ- ^

. kleine" Zu Fron'"

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fein. Der Dünger wird kxhutsam an die Reihen ge. streut. Tie Pflanzen dürfen nicht berührt werden.

Durch das Hacken wird der Dungstoss in den Boden gebracht, wo er durch Feuchtigkeit und Wärme zersetzt wird. Dasselbe Verfahren wiederholen wir beim zweiten Hacken. Will mm Riesenfrüchte erzie­len. so gibt man noch eine drit e Gabe. Von Mitte August ab wird die Düngung u-terlassen. Bei Boh­nen gieße man in die Pflai^löch« ' Jauche und pflanze danu erst die Bohnen, den, sov -,rba">rweise verrra- gen die Bohnen vor dem Pflanzen bie stärkste Jauche sehr gut. Bor der Saat oder Pflanzung muß das Land häufig gelockert werden. Besonders zu empfehlen ist häustges Hacken. Dadurch wird der Boden nicht nur unkrautrein. sondern auch locker gehalten eine Hauptbedingung bei der Frühgemüsekultur.

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Pflanzt Frühgemüse!

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Tev Boden mutz frisch, lvcker und tiefgründig

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dergleichen geschützt is , ^ ^ ^ese günstigen Lage- düngt den Ar mit 8 Ze^ mau noch auf -inen Ar

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Frühkartoffel«: Kn, he Rosen, Kaiserkrone ,,nd die besten Sorten. Um recht frühe Speisekartoneln zu erhalten, werden die Knollen in einem hellen, war^ men Raum, nicht im kalten Keller, vorgetrieben. Ich benutze dazu die Küche. Tie Knollen werden in flache Kästen mit der Spitze nach oben gestellt. In einem Kasten dürfen höchstens zwei Schichten Kartof­feln lagern. In etwa 14 Tagen werden dte Augen gleichmäßig ausgetrieben sein und dicke, kilrze. violette Triebe angelegt haben. Diese vorgekeimteu Knollen deren Keime nicht länger als fingergliedlang.sein dür­fen. da sie sonst leicht ausbrechen, werden rm Aprtl ausgepflanzt. In südlichen Lagen richtet man an Ge­bäuden, Mauern oder Planken ein 1 Meter breites Beet mit gut gedüngter Erde her. Um die Erde zusam- meuzuhalren. umgibt man das Beet mit schmalen Brettern. Mit dem Spaten werden die Kartonein mit den Keimen nach auswärts eingesetzt und leicht mit Erde bedeckt. Tie gekeimten Kartoffeln müsten ' beim Aussetzen recht welk sein. Bei vorkommenden Frösten und kalten Winden deckt man das Beet mit Schilf- oder Strohmatten. Einfacher ist es. gut geöltes Papier auf leichte Holzrahmen zu nageln, die ohne Schaden tagelang über dem Beet liegen können, da sie lichtdurchlässig sind. Vor einem Schasitall zog, ich zwei Reihen Frühkartoffeln (Kaiserkrone) und fünf Reihen Erbsen (Wunder von Amerika) m vorzüglicher Beschaffenheit. Gegen das Erfrieren können die sun- aen Triebe auch wiederholt mrt Erde bedeckt^ werden, da sie leicht durchwühlen. Auf diese Wei,e erhal­ten wir Frühkartoffeln schon in der dritten Juniwoche, spätestens aber im Juli.

Erbsen: Tie besten Früherbsen sind plattrunde Sorten, z. B, Maikönigin. Saronia, Ruhm von Bietz. Grüne Folgererbse, Tie Erbsen gedeihen am besten auf solchem Land, das vor zwei oder drei Jahren frisch gedüngt wurde. Auf frisch gedüngtem Land schießen sie ins Kraut und erzeugen wenig Schoten Tre Erbsen ät man Anfang März in Reihen, die 40 Zentimeter Abstand haben. Entweder sät man dre Samen ein­zeln, wenige Zentimeter voneinander entfernt, oder w 3 auf Fingerlänge entfernt. Sie werden so "ei gelegt, fvJi«-. p«*«» bt»vausaekrcUlt wer-

1 den. So sind sie vor Vogelfraß geschützt. Tie jun­gen aufgehenden Triebe können wiederholt mit Erde bedeckt werden. Später werden sie von den Vögeln nicht rnehr abgefressen, da sie einen bitteren Ge­schmack haben. Tie hochwachsenden Sorten werden durch Reiser gestiefett. Neuerdings wird ein Drahtnetz empfohlen, daß man zwischen je 2 Rechen spannt. Tie Erbsen brauchen viel Licht. Es dürfen aber nur zwei Reihen nebeneinander stehen. Tie Zwischen­räume zwischen den übrigen Erbsenreihen müssen eine Beete betragen, die mit niedrigem Gemüse bepflanzt werden. Man kann auch die Erbsen in Kästen vor­treiben lassen. Haben sie 3 bis 4 Blätter entwickelt, dann werden sie ins Freie gepflanzt.

Bohnen: Tie besten Buschbohnen sind: Weiße Hin- richs Riesen, Alpha, Sachsa: Stangenbohnen: Phäno­men ^on Karlos: Wachsstangenbohnen: Ideal. But­ter 'Wachs, Mont'or. Tie Buschbohnen sät man erst anfangs April nach dem Auspflanzen der übrigen Ge­müsesetzlinge. 6 bis 7 Samen in Töpfen von 8 bis 10 Zenttmeter lichter Weite in gute Komposterde. Tie Töpfe werden ins Mistbeet gesetzt und spater nach de^ Abhärtung, Anfang Mai, wenn keine Fröste mehr ! zu' befürchten sind, ins freie Land gepflanzt Werden > sie ins freie Land dirett gesät, so darf das erst Anfang ^ Mai erfolgen. Tie Entfernung der Reihen betragt 50 Vnrtmeter, in den Reihen sollen die Pflanzlöcher 40 Zentimeter voneinander entfernt fern. Tre Locher sind 4 Zenttmeter tief. In jedes Loch kommen 3 Boh­nen. Wird enger gesät, so beschatten sich die Pflanzen aeaenseitig und setzen keine Schoten an. Tie Schoten müssen geerntet werden, wenn sie beim Bregen lercht durchbrechen und noch keinen Körneransatz zeigen.

Minifterkrisis in Frankreich. __

-»as Ministerium des geschliffensten französischen ostttker° de^ Advokaten, ehemaligen bsturnalisten. Sozialisten usw. Briand. .ist über den Ernährung fchroieriqtetten zu Fall gekommen, nachdem es chm viermal^in schwierigen Situationen gelungen war mtt hochtönenden Phrasen gegen Deutschland

^ev Präsident Poinearee ist letzt aus der^ ^uche na* neuen Kräften. Racbdem er zunächst bei Teschanel. einem gemäßigten Anhänaer der Alllaneepottttk. ver geblich stngefrrgt hatte, ersuchte Poinearee R.bor cm Kabinett der patriotischen Bereinig» n g rn bilden Ridot behielt sich feine Antwort vor, b,^ er sich mit mehreren Parlamentsmitgliedern bade be- vrecken können, - Mit solchen »«oal'tionSministe. eien" versucht man es stets, wenn lich /etne Partei mehr findet, die die Berantworntng für den Gang der Tinge übernehmen wiN.

" Großfürst Nikolai Nikolajewitsch hat Befehl ge» geben, alle politischen Gefangenen zu befreien.

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Aus aller Welt.

* ..So schießt man sich tot!" scherzte *n Dillen- bürg beim Spielen mit einem Revolver ein 21 Mädchen, setzte den Revolver an den Kopf - ein «chuß krachte, und die Unglückliche war tot.

** Morv ausEensasionSluft". Die jährige Rent­nerin Schweickardt in München, dre am 11. d M mit ;wet Kopfschüssen tot in ihrer Wohnung gesunden wurde, ist wie jetzt aufkam, einem ..bestcren" jungen Mädchen zum Opfer gefallen. Die 17 jährige Mörderin beding nach ihrem Geständnis den Mord ohne Raubabsicht. nur auS

"^ e *l at £ü* IU 3 0 '000 Mark Schuhe unterschlagen hat in

Berlin der Kutscher eines Spediteurs. ^ dem er die groye Schuhladung zu einem Hehler brachte. Er lst flüchtig

Im Dienst erschossen. Der Gendarmerte^Oberwacht- meister Gustav Müller von Königehofen-Grabfeld wurde, beim Kontrollieren der Mühle von dem 20 1abnqen mu ler^sohn Kreß vom Fenster aus erfchosten nachdem er dte CeUmmp der Mühle vorher verweigert halte.

** Eine jugendliche Diebesbande von 20 Burschen, die Hdllartiträume desiahlcn, wurde Berlin »tavpb 3«k>n Burschen wurden nach besrigem Wt! erstand verhaftet,

* rodcsstur, aus Furcht vor dem Gatten. Die Frau ve, Gasarbeiters F, Winzaä in Berlin stürzte »ch nach einem heftigen Streit mit ihrem Manne aus dem Fenster ihrer im vierten Stockwert g-leq-u-n Wohnung und blieb rot aus dem Strahenpflaster liegen T,e Frau, Mut oon neun Kindern, hatte sich vor dem Gatten, der s« bedrohte, in das Schlafzimmer geslüchtet. Wittzach der al« roher und streitsüchtiger Mensch geschrldert wird, wurde verhaftet.

1 a Bier im Sommer, Ueber die Bicrerzeugung und bie Rohstoffvorräte der norddeutschen Brauereien wird geteilt dast säst alle Brauereien noch i» »>' ®»" J '

an Gerste und Malz aus Lager haben daß eine «er- soraung des BrivatpublikumS mit Bier bis tief tn den Sockiommer hinein gesichert erscheint. Auch die Dresdener Großbrauereien teilen mit. daß iic trotz verdungenüqenden Rohstofflieferungen während des ganzen Sommer« Bier liefern können. Natürlich werben auf den einzelnen nur geringe Mengen kommen. Man wird sich mit einem bis zwei Glas Bier zufrieden geben müssen.

Kriegsbeschädigte Kapitulanten Nicht krieqS- verwendungsfähige Personen, fo z. B auch kriegsbe- sck>ädigte Unteroffiziere und Mannschaften können im Heere kapitulieren. Sie erhalten damit die Mög­lichkeit später im Zivildienst als Beamte versorgt

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Kleine Neuigkeiten.

* Im Evangelischen Hospital in Graudenz sind zwei 75 und 80 Jahre alte Frauen an Gasvergiftung 9 *> storben Man hatte abends vergessen, den GaShahn zu

schließen. , _ . ...

e In Lobsens wurde eine 62 jährige Frau, während sie das im Keller sich ansammelnde Wasser ausschöpfte, von epileptischen Krämpfen befallen, fiel mit dem Kopf in eine mit Wasser gefüllte Tonne und ertrank.

* Bei Jüterbog sprang ein militärischer Untersuchungs- gefangener, der sich wegen zweier Mordtaten verantworten sollte, aus dem Zug. Er erlag feinen Verletzungen.

* Im Alter von 102 Jahren verstarb in Altdorf eine Frau. Tie Greisin war bis zu ihrem Tode geistig und körperlich ziemlich frisch.

ScheeA und Ernst.

Veruguono, den man zur Hälfte untergräbt zur an- rf/rn Hälfte beim Säen oder Pflanzen verwendet. Ai Innung kann schwefelsaures Ammoniak verwenoer

_ qa<»; s^rilhfrrrtnffeln at&t man drei Finger.

Allgemeine Kriegsnachrichten«

Tas Enve der Kartosscln in England.

TerTimes" zufolge ist in England die Kar- tosfelnot so hoch gestiegen, daß dre schiedener kartoffelloser Tage in der ^oche bevorstth^ Tie englischen Kartoffelvorrate sind erschoysU Was in einzelnen Törfern noch vorhanden ist. 0011

Den Bauern zurückgehalten, um noch höhere W ucher- vreise zu erzielen. Londoner Lazarette können nicht mehr mit Kartoffeln versorgt werden.

Schwedische Hilfe für unsere KriegSgefangeuen.

Sechzig schwedische Studenten gehen aus Stock­holm nach Rußland ab. um dre schwedische Gesandt- sibaft in Petersburg in ihrer Tätigkeit für dre rn Rußland befindlichen Kriegsgefangenen der Mittel­mächte zu unterstützen.

22 feindliche Flugzeuge abgeschosfen.

Bei dem am Sonnabend herrschenden guten Wet­ter war die beiderseitige Fliegertättgkeit an der Wes.^ äußerst lebhaft. In erbitterten Luttkampi. n büßte der^Gegner nicht weniger als !9 Flugzeuge! ern. ^rei weitere Flugzeuge des Gegner wurden durch das Feuer unserer Abwehrgeschütze zum Absturz g.- brackt Unsere Marineflieger warfen mit Erfolg Spreng- und Brandbomben auf die Hasenanlagen und Gaswerke von Dover.

ti Ernährung der §chu!kinder. Professor Dr Langstein machte in einem Berliner Vortrage über diese gerade jetzt sehr wichtige Frage folgende beachtenswerte Ausführungen:

Es gibt keine zu trennende Säuglings-. Kleinkinder- und Schulkinderhvgiene. das Kind ist im Entwicklung «alter ein Ganzes. Hygienische Unterlassungssünden der ersten >ahre beeinflussen die spätere Entwicklung. Ter wichtigste Faktor im Leben des Kindes ist das Wachstum: darauf muß. dte Ernährung besondere Rücksicht nehmen. Während ver Erwachsene nur so viel Nahrung zu sich zu nehmen braucht, als er zur Erhaltung des Lebens, zum Umsatz ln Bewegung und Wärme gebraucht, muß das Kind Re­serven aufspeichern, weil für sein Wachstum Zellen- Vermehrung nötig hat. Im Säuglingsalter wächst da» Kind am schnellsten, aber durch die Milchnahrung ist e* in diesem Alter am besten versorgt. Das Schulkind braucht die Hälfte bis zwei Drittel der Nahrung eines leicht ar­beitenden Erwachsenen. 1500 Wärmemengen lKalorien). Da­von müssen 250 btt 350 Kalorien Eiweiß sein: ohne Eiweiß kein Wachstum. Tie Zahlen sind heute in der Kriegszeil sehr wichtig, weil wir danach berechnen können, ob die Kinder mir dem Kostmatz au-kommen können oder nicht. Es sind den Kindern soviel Nahrungsmittel zug^ messen, wie sie brauchen. Zum Glück lassen sich auch I Fen un s Kohlehydrate, die der Mensch neben Eiweiß zur 8 Ernährung braucht, durcheinander ersetzen. 10 Gramm ! Butter kann man ersetzen durch 20 Gramm Brot, ^och soll ? man sich hüten, aus der heutigen Ernährungsweise Schlutz- i folgerungen zu ziehen.

Im PrivarhauShalt wird am meisten gesündigt beim ersten Frühstück der Kinder. Es ist nicht ausreichend und erzeugt viel Schulschaden. Neben Kaffee, der keinen Nähr­wert hat. sollte möglichst viel Milch gereicht werden. Suppe,