Ausgabe 
20.3.1917
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3
 
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Militär Eku das tSsir in Petersburg

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in einer Proklamation be- rannr. JnfolZe der Unruhen in den letzten Tagen ro0ltta l ^ un * öer versuchten Angriffe auf <oldctten und Polizei und der rrotz des Verbotes in !u - a B en abgehalrer/en Versammlungen, wird die

«Erung darauf aufmerksam gemacht, daß die Trup­pen B^ehl haben, von der Waffe Gebrauch zu machen und vor keiner Maßregel zurückzuschrecken, um die ^rdnung in der Hauptstadt aufrecht zu erhalten.

*** Zeitungen erscheinen nichr. Tie Sttaßenbatz ncn und außer Betrieb.

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Hungerrevolte: Tote auf bcivrn Leiten

Tie Londoner Slätter berichten nach Meldungen au* Petersburg, diß es dort durch die große Nah- rungSmirtelnot zu ernsten Ausschreitungen gekommen ü, "wischen Soldaten und der denronstrierenden Be­völkerung kam es zu heftigen Zusammenstößen, wo- brr es auf beiden Seiten mehrere Verwundere und Tore gab.

Nach weiteren Meldungen hangt die Einstellung des Straßenbahn betrieb es ebenfalls mir die­sen Unruhen zusammen. Das Erscheinen ver Zeitungen ist verboten iv-rdcn. Es herrscht vollkommene Anarchie in der Hauptstadt, so daß sich niemand aus die Straße lvagt. Tie HurrgerSnot wird noch durch den völligen Di a ngel an Kohlen verschärft. Dazu konmn der epidemisch austretende Flecktyphus. der bereits Opfer iv erschreckender Höhe gefordert bar

Geneideland Rußland täglich lU) Gramm Brot

Tie Einführung der Brotkarre inii einer Tages- raricn von 140 Gramm wurde für dre russische Haupt­stadt Petersburg beschlossen. Sie soU innerhalb -,ehn ^agen in Kraft treten. Außerdem werden wiederholt die Personenzüge für eine ganze Woche unterdrückt, um den Lebensmitteln ansport zu steigern.

Die Beisetzung Zeppelins.

In Württembergs Hauptstadt fand am Montag die Beisetzung der sterblichen Ueberrefte des Grasen Zep­pelin statt. Tie Familienangehörigen fanden sich vor­mittags n Uhr in dem würdig geschmückten Empfangs- raum des Prag-Friedhofs ein und nahmen dorr die Kranzspenden der zahlreichen militärischen Abordrrun- gen entgegen. Als Vertreter des Kaisers war neben Vertretern der übrigen Monarchen des Reiches der preußische Gesandte Freiherr von Seckendorfs erschie­nen. Ein Vertreter des k. und k. Kriegsministeriums nnd ein Vertreter des Kommandanten der österreichi­schen Luftfahrtruppen waren auch erschienen, die beide Kranzspenden niederlegten.

fttoct 'große ZeppeliRi0°Ss schwebten über ver Stadt schlvader und entboten dem Äezwl/M^^5. 8^^ge­letzten Gruß. Um die Mittagsstunde begann". Glocken aller Kirchen der Stadt zu läuten. Ter König und die Königin mit mehreren Mitgliedern b«** könig­lichen Hauses erschienen periönlr-k, inmitten der Trauerversammlung, die sich um 12 Uhr in der pracht­voll geschmückten Frlebhofskapelle zusammensand.

Nachrufe wurden nicht gesprochen. Hofprediger T. Hosfmann hiett die Gedächtnisrede unter Zugrunde­legung der Worte: ..Ich mutz wirken, solange es Tag ist.

Tann wurde der Sarg zum Erbbegräbnis der Familie Zeppelin geleitet, das von der Stadtgemeinde einen besonders schönen Schmuck erhalten hatte. Nach Gebet und Einsegnung am Grabe, wohin auch der König gefolgt war, feuerten ein Bataillon Infanterie und eine Batterie Feldartillerie den Ehrensalut.

Bon Friedrichshafen war ein Svnderzug abge­lassen worden, der Hunderte von Beamten und Arbei­tern der Zeppelinwerst hierherführte. Gewaltig war die Teilncchme der Stuttgarter Bevölkerung an der Trauerfeier. Biele Privatgebäude trugen Traner- schmuck.

Allgemeine Kriegsnachrichterr.

Japans Hast gegen Amerika

Tas italienische Sozialistenblatt ..Avanti" veröf­fentlicht einen Brief, datiert Nanking (China), den 20. Januar, in dem die Lage in Ostnsien als sehr ernst dargestellt wird. Tenn der dem japanischen Volke eingeimpfteHaßgegen Amerika nehme immer drohendere Gestalt an. Ter Korrespondent führt dabei einen Artikel des bekannten japanischen Vubltziften Hirano an. worin das unbedingte Recht Japans auf die Herrschaft in Ostasien dargetan und der Krieg gegen Amerika als unvermeidlich bezeichnet wird. Neulich sei zwar der Amerikaner Gary, der Präsident der .United Staates Steel Company", auf einer Geschäftsreise in Japan gewesen und habe die Idee des japanisch-amerikanischen Krieges absurd ge- namtt, aber Gary täusche sich oder aber gebe sich den Anschein, nicht Zu wissen, datz zwischen Amerika und Japan nur die Waffen entscheiden können.

Sie kommen nicht mehr auf vie Kosten.

» Ter Zenttalkongreß der französischen Reeder be- f klagte, datz seit einem Jahre der U-Bootkrreg die Seeversicherungen derart in die Höhe getrieben habe, daß trotz der augenblicklichen ungeheuren Frachtpreise die Reeder nicht mehr auf die Kosten kämen. öo ict kürzlich für einen Kohlendampfer von England nach Frankreich eine Seeversicherung von 1 20 0 00 Frank verlangt worden, während der T a r w e r t per Fracht nicht 60000 Frank überstiegen habe. Diese llmstckr.de müßten zur Lahmlegung der gesamten Han­delsflotte und in deren Gefolge zu Mangel und Teuerung führen.

Bagdad von den Engländern besetzt.

Enxlisc^r Heeresbericht aus Mesopotamien :

. Bst ü&erfsWten Wn Feind, indem wir ber Mond­

schein am Dreivtrag den Stola Hberschrirrsu. Auf dem rechten Ufer richteten wir an der Tigrisbrücke unter­halb der Mündung des Tiala einen starken Posten ein.

Eine starke Abteilung marschierte auf dem rech­ten User stromaufivärts. fand den Feind sechs Meilen südöstlich von Bagdad und trieb ihn zwei Meilen zurück. Wir erzwangen den Uebergang über den Tiala am Freitag und rückten vier Meilen in der Richtung auf Bagdad vor.

Unsere Srreirkräfre auf dem rechten Ufer warfen den Feind aus der zweiten Stellung und schlugen auf dem genommenen Gelänge ein Lager auf. EL herrschten Landstürme und heftiger Wind.

Wir drängten die Türken am Sonnabend drei Meilen westlich und südwestlich Bagdad zurück und be­setzten Bagdad am Sonntag morgen."

Hungersnot in Finnland.

Nach Nachrichten aus der finnischen Hauptstadt Helsingfors herrscht namentlich in dem nördlichen Teil Finnlands vollkommene Hungersnot. Ter Futter­mangel bedroht die Erhalttrng der Viehbestände. Tic Behörden für Beschaffung von Lebensmitteln sind außerstande, dem im ganzen Lande herrschenden Mehl­mangel abzuhelfen. Im Januar konnten aus Ruß­land nur geringe Mehlmengen eingeführr werden.

Tie in Finnland wohnenden Amerikaner teilten ihrer Botschaft in Petersburg die Absicht mit, bei der näch­sten Gelegenheit nach Amertkü zurückzukehren. Sie erhielten den Bescheid, daß fie warten müßten, bis zur Herstellung sicherer Schisjsverbindungen.

Nur kr» Milliarden Mark Reugeld.

Tie Zeichnungen arrf die neue fünfprozentige ita­lienische Kriegsanleihe betragen, nach Meldungen aus Rom. bis zum 11. März bei der Bank von Italien und bis zum 10. März bei Sen anderen ZeichnungSstellcn mehr als 2900 Millionen Lire, davon 2000 Diillionen Barzeichnungen. In die Praxis umgesetzt, bedeutet da-' 2000 Millionen Neugeld, also etwas über l 1 : Mil­liarde Mark. Damit werden die englischen Kriegs­treiber die italienischen Kriegs aus gaben nicht lange decken können.

Italienische Offensive'?

In Italien wurde die Ernennung von 21 neuen Generalleutnants und Generalmaioro bekanntgegeben, was allgemein als Anzeichen der bevorstehenden gro­ßen Offensive gedeutet wird.

Bom lnternattonalen Sozialismus.

Die offiziellen italienischen Sozialisten erhielten eine Einladung vom Haager Sozialistenbüro der inter­nattonalen sozialistischen Bereinigung gegen die Ausar­tung des Krieges beizutreten. Scheidemann und Ebert hätten namens der deutschen Sozialdemokratie bereits zugesagr. Tie Italiener lehnpen jedoch den Beitritt mit der Begründung ab, sie wünschten keine Berei­nigung gegen die KciegSausschreitungeu. sondern die alte bedingungslose kriegsfeindliche Internationale aus der Grundlage deS Klassenkampfes wiederherzustellen.

" In Basel wurde eine Ausstellung von deut- scheu Künstlern des ^»--ätschen Werkbundes c-5ffnet

Politische Nnnd'chan.

- Ter Deutsche Kaiser ließ durch den Kopen- hagener Gesandten, Grafen Brockdorff-Rautzau. dem dänischen Kronprinzen Frederik zum Feste seines i8. Geburtstages den Schwarzen Adlerorden überreichen °r Im Wahlkreise Gelsenkirchen-Erkelenz-Heinsberg wurde bei der Landtagsersatzwahl Gutsbesitzer Wilhelm Krapoll (Zentrum) gewählt.

* *

: Strenge Maßnahmen zur Sicherung der Bolks- ernnhrung tun not. Ter bayerische Bauernführer ')lbg. Tr. Heim schreibt:120 Tage gilt es noch, vis zur neuen Ernte durchzuhalten. Selbst wenn morgen ein Huirgerfriede käme, würden wir auf Monate hinaus kein Pfund mehr Brotgetreide des mangelnden Schiff­raums und der Weltmißernte wegen bekommen Tas muß dem Volke rückhaltlos gesagt werden. Rücksichts­lose Maßnahmen, die angekündigt iverden würden, müssen ertragen werben, ob sie die Städter oder die Bauern angehen. Rasches Handeln ist vonnöten." Tr Hcikn hofft, daß das Schwert des Sraarskommissars Tr. Michaelis ein massives deutsches, auf beider' Seiten ge­schliffenes Schlachtschwerr sei.

Scherz und Ernst.

kt Tos muß anders rverserrl" Ter Landrar in Neustcttin erläßt eine bemerkenswerte Bekanntmachung: Bon 22 000 Milchkühen des Kreises find 8000 an Molkereien angeschlossen. Ties gibt für die Allge­meinheit wöchentlich 140 Zentner Butter, jede Kuh also fas; 2 Pfund. Bon den 14 000 Nichtmolkereikühen werden abgegeben nur 40 Zentner, also von der Kuh nur aut y< Pfund. Tas mutz anders werben! Ta gutes Zureden und Entgegenkommen des Kreisausschusses sowie Rücksichtnahme auf die Wirtschaftsverhqltnisse kein Verständnis gefunden haben, wird in Zukunft folgendermaßen vorgegangen:

1. Für zwangsweise B i e h l i e s c r u n g e n kommen in erster Linie die schlecht melkenden Kühe derjenigen Eigentümer in Frage, die schlecht liefern:

2. für jedes fehlende Pfund Butter der Pslicht- menge wird die VerttagSstrase von ~> Mark einge- öogem

Wer seinen Verpflichtungen zur Lieferung von Butter nicht nachkommt, wird von der Verteilung von Zucker. Petroleum und Lebensmitteln ausgeschlos­sen. Jeder, der durch Eigennutz seine Volksgenossen im Stich läßt, muß mal am eigenen Leibe spüren, wie es tut. wenn in der eigenen Hauswirtschaft ein not­wendiger Gegenstand fehlt."

tt Lloyd George muß sich seiner Fugend erinnern. In Criccieth in Wales ist der Schuster Robert Lloyd gestorben, der Onkel des englischen Minister­präsidenten. Lloyd George ist der Sohn eines Schul­lehrers George, der schon starb, als sein Sohn David George rwch ein zweijährige- Bübchen war. Seine Mutter zog dann mit ihren .Kindern zu ihrem Bruder, dem besagten Schuster in Crieeieth. wo David George seine ganze Jugend verbrachte und auch heute noch feinen Landfitz har. Der Schuster vertrat an ihm

Vaterstelle, und deshalb har er auch seinen Namen mitangenommen, wodurch erst der berühmte David Lloyd George entstand. Robert Lloyd war ein religiö­ser Fanatiker, ein wütender Nonkorformist und Pu­ritaner, ein nicht unorigineller Sonderling jeden­falls, der eine Rolle im ganzen Torfe spielte, und in dieser Richtung auch Lloyd Georges erste Entwicklung beeinflußte und bestimmte. In allem Uebrigen war der alte David aber völlig Autodidakt, irgend welche politische Interessen hatte der alte, weltfremde Lloyd keineswegs, r:nd wenn ihr heute die englischen Zei­tungen als Nationafhelden feiern, und die französische Presse gar ihnden großen Freund Frankreichs" nennt, so ist das jedenfalls aus Höflichkeit für den Ministerpräsidenten die allererste und ganz neu entdeckte Beziehung zwischen dem pathologischen Schuster und der großen Entente-Oeffentlichkeit.

Aus aper Welt.

** Großer Gelddicbstahl. Zwei ständige Arbeiter des bayerischen Ha.uvtmünzamtes in München haben nach und nach für rtwa 1 1 000 Mark Geld und Mün- en entwendet. Di? Täter sind verhaftet. Der Erlös ist zum größten Teil beigebrachi.

** Raubmord in München. Am Sonntag nachmit­tag wurde die in 80er Jahren stehende Privatier- witwe Dietoria Schweickaitt mit schweren Kopfverletzun­gen in ihrer Küche aufges'-nden und starb bald darauf: das Dienstmädchen lvar weggelockt worden. Der Täter ist unbekannt.

* Festgcnommcner RauAmiörder. Ein junger

Mann versuchte in Tresden einen Zigarettenhändler in der Grunaer Straße zu überfallen und mit einem Ham­mer niederzuschlagen. Doch gelang es dem Händler, den Täter festzunehmen. Tiefer gestand, der 21 jäh­rige Mechaniker Friedrich Köller aus Bielefeld zu sein, der dm 4. August die Verkäuferin Johanna Schöpe in der Mathildenstraße zu Tresden ermordet und beraubt hat. Ihm fielen damals 2 * in die Hände.

* Bei einem Rauban fall auf eine Kassiererin wurde am Sonnabend in einem Berliner Warenhause der sechzehnjährige Schlosserlchrling Erwin Kersten fest­genommen. Auf dem Wege zur Wache zog plötzlich der Bursche ein Taschenniesser und schnitt sich an bei­den Handgelenken die Sehnen durch. Ter Schutzmann führte ihn nach Anlegung von Verbänden nach der Tharitee.

* Eine gesunde Frau. Ein merkwürdiges Ent­schuldigungsschreiben erhielt der Hauptlehrer einer Volksschule in Straßburg. Eine Frau bat ihn, ihren Jungen, der zurzeit bei ihm in der Klasse ist, für einige Tage vom Unterricht zu befreien, da sie sehr der Hilfe bedürfe: sie hat nämlich letzte Woche ihr 21. Kind bekommen, einen gesunden Kriegsjungen. Der Urlaub wurde erteilt.

5ile;ne Reuigkeilen.

* Ter 18 Jahre alte, taubstumme Schuhmacherlehr- ling 'dlsbert Köhler in Liegnitz versuchte seine Meiste­rin. Frau Thomas, deren Mann im Feld? steht, zu er­stechen und zu berauben. Tie Frau konnte sich aber de« Angreifers, der schon 148 Mark Geld eingesteckt hatte, erwehren. Ter Täter wurde verhaftet.

* Bei Kerterbach, in Der Nähe von Limburg a. d. Lahn, stießen zwei Güterzüge in voller Fahrt zu­sammen. Eine Lokomotive stürzte den Bahndamm hinunter und begrub unter sich den 5pilfsheizer Fratag aus Gießen, der sofort tot war.

* Nach einem Zerwürfnis mit seinen Eltern machte er Schlosser Otto K. in Berlin seinem Leben ein

Ende, indem er sich in seinem Zimmer mit Leuchtgas vergiftete.

' Am Sonnabend wurden i.c Berlin der Einrtch- tcr Bernhard Kutzner und seine Frau tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Sie waren einer Gasvergif­tung erlegen, weil der Schlauch des Gaskochers unbe­merkt abgestreift worden war.

* Am Sonntag abend stürzte sich in Berlin die Ehefrau des Kutschers Emil T., der im Felde stand und zurzefi beurlaubt ist, nach einem heftigen Wortwech­sel aus einem Fenster ihrer Wohnung drei Stock­werke tief in den Hof hinab und blieb mit zer­schmetterten Gliedern tot liegen.

Gettchtc'^aal.

Teure Schuhsohlen. Ter Inhaber einer Schuh­besohlungsanstalt in Köln wurde zu 8000 Mark Geld­strafe verurteilt. Tas von ihm verwandte Leder war so schlecht, daß die gesohlten Schuhe schon nach eini­gen Tagen wieder durchgelaufen waren. Tie Erbitte­rung des Publikums war so groß, daß man das Ge­schäft zu stürmen drohte.

77 Im Mergcnthcimer Mordprozeß wurde der An­geklagte Hennefarch wegen Totschlags zu der Zucht­hausstrafe von 10 Jahren verurteilt. Er gab zu. den Kniehl erschlagen zu haben. Frau Steingruber wurde wegen Beihilfe zu 6 Jahren Zuchthaus. Frau Schä­fer zu 3 Jahren Gefängnis verurteilt.

Volkswirtschaftliches.

v, Berlin, 12. März. An der Börse war feste Stimmung und ruhiges Geschäft. Tie gemeldete Be­setzung von Bagdad durch die Engländer sowie die alarmierenden Nachrichten aus Petersburg wurden im heutigen freien Börsenverkehr lebhaft besprochen, ohne nach irgend einer Richtung eine stärkere Beeinflussung der Kurse zu üben. Tie Stimmung blieb durchgängig fest.

& Berlin. 12. März. Produktenmarkt. Nichtamt­lich. Serradella 3848, Runkelsamen 8089, Saat­lupinen 4045, Saatwicken 4045, Saaterbsen 37 bis 70, Saatpeluschken 35, Saatpferdebohnen 4245, Ackerbohnen 35, Spörgel 58, Raygrassaat 100, Rottlee- saat 220230. Timotee 93, Serradellaheu 4,00, Heide­kraut 1,50, Runkelrüben 2,05, Pferdemöhren 4,50 per 50 Kilogr. ab Station: Wiesenheu 9,5010,20, Klee­heu 11 12, Timoteeheu 11,3011,75, Flegelsttoh 4,00 bis 4,60, Maschinenstroh 3,754,00, Preßsttoh 4,50 per 50 Kilogr. fr»i HauS.