Ausgabe 
18.3.1917
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als wir unsere Überlegenheit, unseren Steg vollständig mcichen, indem wir zu d-m militärischen Erfolgen den geldwirtschoftlichcn Sieg fügen, Können wir das? Tie neue englische Anleihe war als Kraftprobe gedacht' sie schließt, wobei nichts verkleinert werden soll, jeden'alls nicht so ab, daß die Hoffnungen jenseits des Kanals auch nur halbwegs erfüllt härten. Das neue Gc.d bccft knapp bin Bedarf von 5 bis 6 Monaten, die ersehnte Umwandlung dir schwebenden kurzfristigen Schulden in eine langfristige Anleihe ober ist so gut wie völlig mißlungen. Und das, obwohl der englische Markt eine Schonzeit von mehr als 1J 2 Jahren genossen hatte! Dabei ist England, dessen Schwierigkeiten sich häufen (U Bootkctcg, Ecnährungssoraen, Beeinträchtigung der Einfuhr und der Ausfuhr), eine Hauptüütze der Entente, oder sollte sie doch sein. Daß die Stütze brüchig wird, ist um so beachtlicher, als das Zusammcnraffen lang­fristiger Kapitalien im eigenen Lande der Bundesge­nossen nachgerade auf bedrohliche Schwierigkeiten flößt. Zudem wachsen die Verschuldungen ans Ausland (Amerika übte von Anfang an eine zärtlich wohlwol­lende Neutralität, während es für uns nur Neutralität- »Ecsatz" hatte), und die KciegSaufwendungen geldlicher Art sind ungefähr doppelt so hoch wie die unsrigen.

Demgemäß ergibt sich beim Abmessen der beider­seitigen Widerstandskraft ein mehrfaches Mißverhältnis zuungunsten der Feinde. Also wird der Sieg auf dem Gebiete der Finanzen unser sein, wenn die Einsicht in die eigene Kraft und die Erkenntnis der feindlichen Lage bet uns daheim jenen hochgemuten Offensivgeist wecken, den Hindenburg kündet:DaS deutsche Volk wird seine Feinde nicht nur mit den Waffen, sondern auch mit dem Gelbe schlagen." Und einmal muß da drüben die Erkenntnis aufdämmern, daß ein Wetter­kämpfen nur die Opfer und den deutschen Vorsprung steigert.

Die Lesuntlbeitsverdällnille der Berg arbeifer

im RubrkoblcnrtWr im Kriegsjabr i-ir.

Der Gesundheitszustand der bergmännischen Bevöl­kerung des rheinisch-westfälischen Industriebezirks im Kriegsjahre 1915 muß nach dem vom allgemeinen Knapp­schaftsverein soeben herausgegebenen Gesundheitsbericht als günstig bezeichnet werden. Während in dem ersten Kriegsjahre 1914 die Erkrankungshäufigkeitsziffer sowohl absolut als auch verhältnismäßig höher stand als im Vor­jahre und erst in der zweiten Hälfte des Iahres mit Be­ginn des Krieges einen plötzlichen Abfall zeigte, war der Stand der Erkrankungen im Jahre 1915 im Laufe des Iahres ziemlich gleichmäßig und erreichte nur im Ianuar des Iahres, anschließend an den hohen Stand im De­zember 1914, noch die Zahl 16000. Den niedrigsten Stand zeigten die Monate Juni mit 12 963 und Novem­ber mit 12 924. Wenn man diese Ziffer in Verhältnis setzt zu der durchschnittlichen Belegschaftsziffer, so steht die Erkrankungshäufigkeit im Jahre 1915 um etwa 3 000 Erkrankungsfälle günstiger als im letzten Friedensjahre 1913. Auf 1 000 Mitglieder berechnet ist die Zahl der eingetretenen Erkrankungen nicht unerheblich zurückge­gangen. Sie betrug in den Jahren 1911 : 712, 1912: 644, 1913: 607, 1914: 643, 1915: 594.

Zu dem günstigen Stand der Erkrankungshäufigkeits­ziffer bemerkt die Verwaltung des Knappschaftsvereins, es sei wohl außer Zweifel, daß der ernste Wille zur Arbeit in vielen Fällen leichterer Gesundheitsstörung die Niederlegung der Arbeit verhinderte. Bemerkenswert bleibe es, daß die Erkrankungen der Verdauungsorgane (Magenkatarrh, Darmkatarrh), die schon in den Kriegs- monaten des Iahres 1914 eine Abnahme zeigten, im Laufe des Berichtsjahres den niedrigsten Stand bewahrten. Bei Berücksichtigung der mittleren Belegschaftsziffer zeigt das Jahr 1915 eine Abnahme von rund 3 000 Erkran- kungsfällen. Beachtenswert sei ferner die niedrige Zahl der Blinddarmerkrankungen. Während in den früheren Jahren die Zahl der Blinddarmentzündungen eine stän­dige Zunahme zeigte, der erst im Jahre 1914 ein Still­stand folgte, zeigt das Iahr 1915 eine erhebliche Abnahme. Es wurden gezählt im Jahre 1914: 757, 1915: 438 Er­krankungsfälle ; bei Berücksichtigung der Belegschafts- Ziffer ein Unterschied von 120 Erkrankungsfällen zu Gunsten des Jahres 1915. Die Sterblichkeitsziffer dieser Erkrankungen, die im Jahre 1913 noch 3°| 0 auswies, betrug in den Jahren 1914 und 1915 je 2",o. Die Zahlen sind geeignet, die Ansicht zu stützen, welche eine überreiche Ernährung und insbesondere reichlichen Fleisch- gcnuß als wesentliche Ursache der Blinddarmentzündungen betrachtet. Aus der Rubrik der Störungen der Ernäh­rung mag noch erwähnt werden, daß Fettsucht, welche im Jahre 1914 zweimal aufgeführt ist, im Berichtsjahre fehlt, und die Zahlen für Gicht und Zuckerkrankheiten, die im Jahre 1914 186 und 79 betrugen, im Berichts- jahre 124 und 38 waren.

Aus den Mitteilungen über einzelne Krankheiten ist hervorzuhebcn: Masern und Scharlach brachten 343 Erkrankungsfälle gegen 178 und 125 in den beiden vor­hergehenden Jahren. Die Zahl erscheint um so höher, wenn man die große 'Abnahme der durchschnittlichen Be- lcgschaftsziffcr in Betracht zieht ; auch die Zahl der Todes­fälle ist erheblich höher, sie beträgt 13 gegen 7 und 6 der beiden Vorjahre. -

Influenza. Die Zahl der Erkrankungen betrug 9 117, während das Jahr 1914 16 030 Krankheitsfälle brachte. Tödlich verliefen in den beiden Jahren je 4 Fälle. - Typhus. Bei Unterleibstyphus kamen zur Anmeldung 78 Krankheitsfälle, von denen 15 einen töd­lichen Ausgang nahmen. Die Sterblichkeit betrug 20 °/ 0 ;

sie steht etwas tiefer als die des Vorjahres mit 24 0 o und zeigt eine wesentliche Befferung gegenüber dem Jahre 1913, das noch eine Sterblichkeit von 30,5 ° aufwies. - Lungentuberkulose. Die Zahlen erscheinen im Berichtsjahre erheblich günstiger als im Vorjahre. Wäh­rend im Jahre 1914 die Zahl der Erkrankungen 383 betrug, wurden im Jahre 1915 188 Fälle gezählt. Die Zahl der Todesfälle stellte sich 1914 auf 283, 1915 auf 275. - Wurmkrankheit: Auch im Jahre 1915

wurde zur Ermittlung der wurmbehafteten Bergleute, wie in den früheren Jahren, das Kulturverfahren zur An­wendung gebracht. Es wurden ermittelt 715 wurm­behaftete Bergleute, gegen 701 im Jahre vorher. Ge­sundheitsstörungen infolge der Behandlung traten nicht auf. - Nervenkrankheiten. Die Zahl der Ner­venkrankheiten, die im Vorjahre eine starke Zunahme aufwies, zeigte im Berichtsjahre absolut und verhältnis- mäßig eine nicht unerhebliche Abnahme. Es wurden ge­zählt 1913: 5034, 1914: 5 284, 1915 betrug die Zahl nur 3 289. An Neuralgie einschließlich Ischias erkrankten 1913: 3781, 1914: 3924, 1915: 2471.

Erfteulich ist auch der Rückgaig der neurafthenijchen Er­krankungen. die im Jahre 191!.: 611, 1914: 664 Krank­heitsfälle lieferten. Im Beriotsjahre betrug die Zahl 321. Ernster Wille zur Arbeit hat wohl an erster Stelle die Johl dieser Erkrankungen vermindert. Alkohol­vergiftungen. Auch die Jack der Alkoholoergiftun- gen zeigt im Berichtsjahre eine erfreuliche Abnahme. Erkrankungsfälle wurden gezählt >913: 37, 1914: 44. 1915 nur 7. In diesen 3 Jahrei starben an Alkohol­vergiftungen 7, 11 und 4. In Trickerheilstätten wurden behandelt 5 gegen 19 Fälle des Vorjahres. A u g en- zittern. An bergmännischem Augmzittern kamen 489 Personen in ärztliche Behandlung gezen 1 206 und 742 in den beiden Vorjahren. - Lunge» entzündungen. Die Zahl der Lungenentzündungen betrug 1 318, von denen 274 einen tödlichen Ausgang rahmen. Die Er­krankungsziffern in den Jahren 1913 md 1914 betrug 1477 und 1512. Die Sterblichkeitsziffrr betrug 20 " 0 wie im Vorjahre.

Verantwortlich: Albin Klein in Gießen.

Gewerbebank zu Giessen

eingetragene GenossenscbaTt mit beschränkter fiaftpfilcbi.

Die verehrlichen Mitglieder unserer Bank werden zu der am

Donnerstag, den 22. März 1917, 8% Uhr abends,

im Hotel Großhcrzag von Hessen stollfindenden

SS. ordentlichen General Uerrammlung

ergebenst elngcladen.

Tagesordnung:

1. Erstattung des Geschäftsberichts für 1916.

2. Beschlußfassung über die Genehmigung der Jahr^Srechnung und Bilanz und die dem Vorstände und AussichtLratc zu erteilende Entlastung.

3. Verteilung des Reingewinnes.

4. Ersatzwahl ausscheidendec Mitglieder dcS AussichtsratcS.

5. Bericht über die Revision der Bank, bnrri) den VetbändArevifor.

Gießen, den 2. März 1917.

fceufinf' Gießen

eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht.

Der Dorsiücude des Au ichlsratcs:

L. Petri II.

Vatclimidischer HWdieust.

Aufforderung des Kriegs nrtes zur freiwilligen Meldung

gemäß §7 Absatz 2 des Gesetzt übex den vaterländischen Hilfsdienst.

Hierzu gibt die KitegSanitsstelle Frankfurt a. M folgendes bekannt:

Zwecks Förderung der Seeschiffahrt werdin alle männlichen Deutsche zwischen dem 17. und 60. Le­bensjahre, soweit sie nicht ketegsverwendungsfäh'g oder garnison- oder arbeitSverwcndungs'ähig sind und sie in irgend liner kigenlchalt ru" See gefahren haben, aufge- kontert, ihre Dienste rur Verfügung ru stellen. Es ist dringend erwünscht, daß alle diejenigen Personen, die zur See gefahren haben, und die nach ihren körperlichen Fähigkeiten geeignet sind, wieder zur See zu gehen, sich umgehend freiwillig melden. Personen, die bereits in der Seeschiffahrt oder sonst im Vatcriändischcn Hilfs dienst tätig sind, dürfen sich auf diesen Aufruf nicht melden.

Meldungen sind schriftlich unt.'c Angabe von Namen, Wohnort und Wohnuu; zu richten an die

Zcntralftelle für Schiffsmannschaften, ftanibukg, Mönkeckamm u, 1.

Die sich Meldenden erholten von dort aus einen Fragebogen zugcsandt, nach dessen Ausfüllung und Rück­sendung sie die weiteren Mitteilungen der Zentralstelle ruhig abzuwarten haben. Die bisherige Berufstätigkeit dürfen sic nicht aufgebcn, bevor nicht ihre Einberufung erfolgt ist. Außer den zur Sec bcfahrenrn Hilfsdienst pflichtigen können sich auf dem vorstehend gcschilde t n Wege auch Unbefahrene zum Dienste als Kohlcnziebcr oder Jungen für die Seeschiffahrt melden.

KriegSermtstellc Frankfurt a. M.

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