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fluchtsstätte für Tausende von obdachlosen Neu- norkern bildet, ist auf traurige Weise ums Leben gekommen. Ein Restaurationsangestellter namens John Caig, der für die Nacht Unterkunft suchte, hatte an Mister Somner einen Dollar bezahlt. Er behauptete, er habe 50 Cent Wechselgeld zu wenig zurückerhalten. Es gab einen Wortwechsel, der in Tätlichkeiten überging; plötzlich krachten zwei Revoloerschüsse: Somner brach tot zusammen. Die Polizei erklärt, daß Caig zugegeben hat, die Schüsse abgefeuert zu haben.

Verhängnisvoller Irrtum auf der Wildschweinjagd.

Ein Landarbeiter versehentlich erschossen.

In der Gemarkung der pfälzischen Gemeinde Carlsberg ereignete sich ein tödlicher Jagd- Unfall. Der verheiratete landwirtschaftliche Arbei­ter Josef Wolf wurde von dem in Hertlingshausen wohnhaften Georg Noll, der sich auf der Jagd befand, durch einen Schuß tödlich getroffen. Noll spürte seit einigen Tagen einem Wildschwein nach. Als der Arbeiter Wolf am frühen Morgen in die Wiesen gehen wollte, um mit dem Mähen zu be­ginnen, glaubte Noll, das Wildschwein vor dem Gewehr zu haben. Wolf sank sofort tödlich getroffen nieder.

Leichtsinniger Radfahrer tödlich verunglückt.

Immer wieder wird davor gewarnt, daß sich Radfahrer, um schneller vorwärts zu kommen, a n La st wagen anhängen. Ein schwerer U n - glücksfall ereignete sich wieder durch diese Un­sitte in Andernach am Rhein. Mehrere Jungens aus Bad Godesberg, die sich auf einer Ferienrad­tour befanden, hatten sich an den Anhänger eines Traktors angehängt. In Andernach bog der Last­zug an einer Straßenkuroe scharf nach rechts. Da­bei wurde einer der Radfahrer, ein dreizehnjähriger Junge, gegen den Bordstein gedrückt. Er fiel so unglücklich, daß die Räder des schwer beladenen Wagens über ihn hinweggingen. Der Tod trat schon nach kurzer Zeit ein, ehe ärztliche Hilfe zur Stelle war.

Verhängnisvolles Spiel mit dem Papierdrachen. Drei siebenbürgifche Kinder ums Leben gekommen.

In dem fiebenbürgischen Bergwerksort Pe­tr o s z e n i ließ ein dreizehnjähriger Junge einen Drachen [teigen, der an einer Drahtschnur befestigt war. Der Draht/berührte eine Hochspan­nungsleitung. Der Junge und zwei Spielkameraden, die de« Draht in den Händen hielten, wurden vom Strom getötet.

Personenauto rast gegen einen Baum. Ein Toter, zwei Schwerverletzte.

Auf der Staatsstraße PlauenOelsnitz in der Nähe von Oberlosa ereignete sich ein schwerer Kraftwagenunfall. Die Gattin eines Plaue­ner Arztes war mit ihrem Kraftwagen in Be­gleitung ihres Schwagers, dessen Frau und eines Herrn aus Garmisch-Partenkirchen auf der Fahrt nach Bad Elster. Auf der nassen Straße kam der Wagen ins Schleudern und prallte gegen einen Baum. Die vier Insassen wurden auf die Straße geschleudert und drei von ihnen, darunter die beiden Damen, schwer verletzt. Der Schwager der Fahrerin ist inzwischen seinen schweren Verletzun­gen erlegen. Seine Gattin schwebt in Lebens­gefahr. Der Wagen wurde vollständig zertrümmert.

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Rechtsberatungsstelle der Deutschen Arbeitsfront,

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Ein neuer wichtiger Abschnitt in der praktischen Arbeit der Arbeitsfront hat mit Aufnahme der Tätigkeit der Rechtsberatungsstellen ab 1. Mai 1934 begonnen.

Damit ist ein neuer entscheidender Schritt zur Verwirklichung des Zieles der Arbeitsfront, die Arbeitgeber und Arbeitnehmer mit ihren ausein­anderstrebenden Interessen zusammenzuführen, ge­tan. Ist die Zeit der Bewährung der Rechtsbe­ratungsstelle auch kurz, so haben die bisherigen Er­fahrungen doch bereits die Möglichkeit und Rich­tigkeit dieses Weges voll bestätigt.

Während bei früheren Streitigkeiten die Parteien sich auseinanderredeten und so die Gegensätze sich verschärften, sehen die Rechtsberatungsstellen ihre vornehmste Aufgabe darin, in ausgleichender Form nach Möglichkeit eine unmittelbare Bereinigung der Streitfälle zwischen den Beteiligten herbeizuführen. Die Erfolge sind so durchschlagend, daß ein großer Teil der Fälle, die früher vor den Arbeitsgerichten behandelt wurden, bereits durch die Rechtsbera­tungsstellen beigelegt werden.

Die Rechtsberatungsstellen sind allein zuständig für alle Fragen, die das Arbeitsverhältnis oder An­sprüche an die Sozialversicherung betreffen. Sie be­raten und vertreten vor dem Arbeitsgericht und den Instanzen der Sozialversicherung nur Mitglieder der Arbeitsfront, sei es, daß sie ihr korporativ oder als Einzelmitglieder angehören.

Die Rechtsberatung erfolgt getrennt für Be­triebsführer und Gefolgschaftsmitglieder. Es find deshalb an fast allen Rechtsberatungsstellen beson­dere Rechtsberater für Betriebsführer (B.-Vertreter) und besondere Rechtsberater für Gefolgschaftsmit­glieder (G.-Vertreter) vorhanden. Die beiderseitigen Rechtsberater find aber nach Möglichkeit räumlich zusammengefaßt, um jederzeit in gemeinsamen Be­mühungen und durch Zusammenführung der Par­teien in unmittelbarer Aussprache zwischen ihnen Streitfälle gütlich beizulegen.

Der Betriebsführer ist also im gleichen Maße, wie die Gefolgschaft in der Lage, sich in den regel­mäßigen Sprechstunden, oder in dringenden Fällen auch außerhalb der Sprechstunden bei dem für ihn zuständigen Rechtsberater Rat und Auskunft zu holen, oder sich von ihm vertreten zu lassen. So­weit vereinzelt an kleineren Orten Nebenstellen mit nur einem Rechtsberater für Arbeiter und Ange­stellte eingerichtet worden sind, werden die Betriebs­führer dieser Orte von dem B.-Vertreter der nächst­gelegenen Hauptstelle mitbetreut. Diese B.-Vertreter werden auch jederzeit die auswärtigen Betriebs­führer auf Anruf gerne aufsuchen, um ihnen soweit sie nicht in der Sprechstunde erscheinen können, gleichfalls die Rechtsberatung zu erleichtern.

Die Zusammenarbeit zwischen den Rechtsberatern

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für Betriebsführer und Gefolgschaft, wie auch ihre Schlichtungstätigkeit selbst hat sich so bewährt, daß in der Tat die Arbeitsgerichte nur noch in geringem Umfange in Anspruch genommen werden.

Das gleiche ist im einzelnen von der hiesigen Rechtsberatungsstelle zu sagen. Betriebsführer wie Gefolgschaftsmitglieder bedienen sich ihr gleicherma­ßen mit vollem Vertrauen auf sachkundige Beratung und Vertretung.

Die Geschäftsstelle befindet sich m Nieder- Ohmen, Kirschgartnerstraße 15, Tele­phon Mücke 57.

Sprech st unden des Rechtsberaters Pg. Otto Hartmann: Montag bis Samstag, von 15.30 bis 19 Uhr, außer Mittwochs, wo dieselben von 15 bis 18 Uhr auf der Kreisleitung, Luther- straße, stattfinden.

Sprech st unden der Geschäftsführun- gen: Montag bis Freitag von 8.30 bis 13 Uhr und von 15.30 bis 19 Uhr, Samstags von 8.30 bis 13 Uhr.

In dringenden Fällen kann auch während der übrigen oben angeführten Geschäftszeit die Rechts­beratungsstelle jederzeit in Anspruch genommen werden.

Die hiesige Rechtsberatungsstelle ist zuständig für die Kreise Alsfeld und Lauterbach. Ehe jedoch die Rechtsberatungsstellen in Anspruch ge­nommen werden, muß zunächst grundsätzlich im Be­trieb versucht werden, auftauchende Streitigkeiten zwischen Betriebsführer und Gefolgschaft unter Hin­zuziehung des Dertrauensraies zu bereinigen.

Heil Hitler!

Kreisrechtsberatungsstelle der DAF. des Kreises Alsfeld.

Hartmann, Rechtsberater.

Eine tapfere Frau.

Seit zwei Jahren tobt in dem Gran Chac 0 - Gebiet Südamerikas wegen des dort vorhandenen Petroleums ein heftiger Krieg zwischen Bolivien und Paraguay. Eine deutsche Frau, die sich als Krankenschwester auf dem Kriegsschauplatz betätigte, hatte in einem der Blockhäuser, die in dem sogenannten Niemandsland errichtet waren, ein regelrechtes deutsches Feldlazarett eingerichtet, in dem Verwundete oder Kranke der beiden sich be­kämpfenden Armeen ausgenommen und behandelt wurden. Eines Tags erschien ein bolivianischer Unter­offizier, der mit seiner Mannschaft das Blockhaus einfach besetzen wollte, obgleich es an der Roten Kreuz-Flagge als Lazarett zu erkennen war. Er brauchte es, wie er behauptete, als militärischen Stützpunkt gegen die Paraguayer. Als die deutsche Leiterin mit Verhandlungen ihn nicht von feinem Vorhaben abbringen konnte, bot sie ihm vor seine versammelten Mannschaft einige kräf­tige Ohrfeigen gn. Darauf war der Kriegs­mann nicht gefaßt gewesen. Er zog stillschweigend mit seiner Truppe ab und seitdem wurde der Friede des Lazaretts nicht wieder gestört.

Bei den Dominikanern

Es wird nicht nur gewalzt und Geige gespielt in Wien, unter den Praterbesuchern gibt es auch Leute, die keinen Pfennig in der Tasche mehr haben, und denen es von der schmeichelnden Musik irgendeiner Wiener Kapelle recht wehmütig ums Herz wird. Ein solch armer Schlucker konnte neulich abend den Hunger nicht länger ertragen, er tritt an einen Spaziergänger heran und fragt ihn bescheiden, wo man in Wien für umsonst essen kann. Der Angere­dete weiß sogar Bescheid und schickt den hungrigen Mannzu den Dominikanern". Der hung­rige Mann folgt der weisenden Hand und wendet sich nach rechts, nach links, wie ihn der freundliche Herr geheißen hat. Richtig, bald steht er vor einem Schild:D o m i n i k a n e r k e l l e r". Er wundert sich ein wenig über die vornehme Aufmachung, geht aber beherzt durch die prächtig ausgestatteten Räume und läßt sich an einem Tischchen nieder. Zwei Kellner bemühen sich um ihn, empfehlen ihm das Beste vom Besten, und der hungrige Mann sagt strahlend zu allem Ja. Er ißt Suppe, Forelle, Schweinskotelett und Salate, trinkt eine Flasche Rotwein und schleckert schließlich eine wundervolle Schlagsahnentorte herunter.Alles für umsonst" denkt er,die Dominikaner sollen leben!" Dann kommt allerdings ein Kellner und bringt d i e Rechnung. Der Gast protestiert heftig und beruft sich auf den Fremden im Prater. Der Kellner will den Mann aber nicht verstehen und läßt denZech­preller" kurzerhand verhaften. Bei der Verhand­lung erklärt der Richter dem schwer Getäuschten, daß er d i e Haustüren v e r w e ch s e l t habe. Natürlich, die Dominikaner, nämlich die Mönche, geben täglich unentgeltlich an arme Leute Suppe und Brot aus. Er aber, der hungrige Mann, fei an ft att zum Kloster in das Speise- lokal gleichen Namens geraten, das zu seinem Unglück besonders exklusiv sei. Trotzdem sich der Angeklagte einmal satt gegessen habe, ohne etwas dafür zu bezahlen, solle er aber freigesprochen werden, denn er, der Richter, glaube ihm, daß es sich tatsächlich um eine Verwechsung gehandelt habe.

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Und den Besitzer desDominikanerkellers" erinnert der menschenfreundliche Richter an das berühmte goldene Wiener Herz, das doch nicht eines unbe­zahlten Menus wegen einen Sprung bekommen soll und meint, der Betrieb bestünde ja wohl trotz-

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Aussichten für Freitag: Dunstig und bewölkt mit vorübergehender Aufheiterung, mäßig warm, vereinzelt leichte Niederschläge.

Aussichten für Samstag: Noch kein be­ständiges Wetter.

Lufttemperaturen am 29. August: mittags 18,8 Grad Celsius, abends 14,2 Grad: am 30. August: morgens 10,7 Grad. Maximum 20,2 Grad, Mini- mum 8,5 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 29. August: abends 17,5 Grad; am 30. August: morgens 14,8 Grad Niederschläge 0,3 mm,> Sonnenscheindauer 0,3 Stunden._______________

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Sange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. VII. 34: 10100. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.

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