meter führende Rennen war auf dem Rückwege vom Wendepunkt Brockenturm an ein scharfer Zweikampf zwischen dem inzwischen zur Spitze aufgerückten Kohn und dem Gießener Gerhardt. Das Feld der 106 Teilnehmer hatte bis dahin mit etwa 1000 Meter Vorsprung Steinmetz (Nordhausen) angeführt. Auf dem Abstieg legte der Berliner Polizist ein ungeheures Tempo vor und setzte sich, dicht gefolgt von Gerhardt, an die Spitze, die er bis zum Ziel auf dem Adolf-Hitler- Kampfplatz in Jlseburg nicht mehr abgab. In der neuen Rekordzeit von 1:31:57 beendete Kohn das schwer st e Bergrennen Deutschlands als Sieger mit nur zwei Zehntel-Sekunden Vorsprung vor Gerhardt. Wie schnell das Rennen war, beweist, daß der bisherige Streckenrekord auf 1:37:35 stand. Bemerkenswert an dem Rennen war, daß fast alle Läufer noch äußerst frisch am Ziel ankamen. Im Mannschaftslauf war wieder die Sportliche Vereinigung Osram Berlin erfolgreich. Den gleichzeitig ausgetragenen Jlfethallauf über 6 Kilometer gewann Halb- Huber (Chemnitz) in 22:38,5.
Die Ergebnisse:
Brockenlauf, 20 Kilometer: 1. Kohn (Pol.-SV. Berlin) 1:31:57 (Rekord); 2.Gerhardt (SV. 1900 Gießen) 1:31:57,2; 3. Steinmetz (Preußen Nordhausen) 1:33:45.
SO-Kilorneter-Streckenfahren im Bezirk Gießen des DRV.
Der Bezirk Gießen im Deutschen Radfahrerbund führte am vergangenen Sonntag sein 50-Kilometer- Streckenfahren bei prächtigem Rennwetter durch. Die Teilnehmer starteten in Göbelnrod. Die Strecke führte über Reiskirchen nach Gießen, von hier aus über Steinbach, Lich, Nieder-Bessingen, Münster und Grünberg nach Göbelnrod zurück. Die Radfahrer trafen über die Kaiserallee in Gießen ein und setzten die Fahrt durch die Licher Straße wieder fort. Das Rennen fand zahlreiche Interessenten und nahm in seiner Gesamtheit einen guten Verlauf. Es wurden recht ausgezeichnete Zeiten erzielt. Hofmann (Gießen) mußte leider aufgeben. Das Rennen stellte einen guten Auftakt der diesjährigen Straßenrennsaison dar. 'Das Rennen zeitigte folgende Ergebnisse:
1. Möbus, 1885 Gießen, 1:26,05; 2. Preis, Germania, 1:27,20; 3. Leschhorn, Wölfersheim, 1:29,06; 4. Horn, Steinbach, 1:30,17; 5. Becker, Cransberg, 1:31,03; 6. Göbel, Niedergirmes, 1:31,15; 7. Faust, Germania Gießen, 1:31,27; 8. Roth, Cransberg, 1:33,20; 9. Steinmetz, 1885 Gießen, 1:34,27; 10. Muhl, 1885 Gießen, 1:34,28; 11. Lecke, Wölfersheim, 1:36,20; 12. Kurz, Alsfeld, 1:37; 13. Klappert, 1885 Gießen, 1:42,35; 14. Weber, 1885 Gießen, 1:44,19; 15. Atri, Cransberg, 1:45,34 Stunden.
Die Tabelle der Aufstiegsspiele
zur Bezirksklaste.
Der Stand nach dem 27. Mai.
Naunheim 3 2
Heuchelheim 4 2
Bissenberg 2 2
Schotten 4 0
1 0 12: 4 5:1
1 1 15:13 5:3
0 0 12: 3 4:0
0 4 2:21 0:8
An erster Stelle steht Naunheim, jedoch ist es fraglich, ob sich die Mannschaft weiter durchsetzt, da das Spiel am Sonntag gegen Heuchelheim nur durch Selbsttor Heuchelheims unentschieden ausging. Wenn sich die Mannschaft von Naunheim nicht sehr anstrengt, werben noch Ueberraschungen zu erleben sein. Heuchelheim ist wieder im Kommen, die Krise scheint überwunden zu sein, jedoch darf das Spiel gegen Bissenberq. nicht leicht genommen werden. Bissenberg hat die meisten Chancen, Kreismeister zu werden, die Mannschaft kämpft mit eiserner Energie und Ausdauer. Schotten hat gar nichts zu bestellen; man merkt, daß diese Mannschaft zu wenig Verbandsspiele auszutragen hatte.
Ergebnisse vom vergangenen Sonntag.
Bissenberg — Schotten 8:1; Naunheim gegen Heuchelheim 2:2.
Spielvereinigung 1900 Gießen.
1900 (Liga) unterliegt Rot-Weih Frankfurt nur knapp mit 2:3 (1:0).
Es bewahrheitete sich wieder einmal, daß die Gießener Blauweißen gegen gute Gegner mit ausgezeichneten Leistungen aufwarten. So war es auch im Spiel gegen Reichsbahn-Tum- und Sportverein Rot-Weiß Frankfurt a. M. Die Gäste erschienen mit einem Ersatzmann am rechten Flügel, während die Einheimischen mit Ersatz für Heilmann, Luft, Schlarb und Wilhelmi antraten. 1900 hatte nachstehende Elf mit der Vertretung betraut:
Schmidt
Zeiler Lippert
Langsdorf Roth Heinbach
Ströhla Günther Koch Schmelz Best
Es sei vorausgeschickt, daß Schmidt im Gießener Tor Schlarb ganz glänzend vertrat und einen großen Anteil an dem günstigen Abschneiden hatte. Die Hauptlast der großen Kraftprobe lag auf der Läuferreihe und dem Schlußdreieck der Hiesigen.
Diese Mannschaftstelle waren dem Gegner gewachsen. Anders dagegen der Sturm. Hier gab es im Lager der Gießener Ausfälle, die höchstwahrscheinlich ausschlaggebend auf den Ausgang des Spieles waren. In technischer Beziehung hatten die süddeutschen Gäste ein klares Plus, und sie dominierten auch dementsprechend in der ersten halben Stunde, ohne aber die vorzügliche Gießener Abwehr zu überwinden. Trotzdem fanden auch die Gießener Läufer noch Zeit zum Angriffsaufbau, und hin und wieder wurde es auch vor dem Frankfurter Tor brenzlich. Daß es vorerst auch hier nicht zu Erfolgen reichte, war auf das mangelnde Verständnis und die wenige Entschlußkraft in der Gießener Angriffsreihe zurückzuführen.
Zur größten Ueberraschung schoß 1900 in der ersten Spielhälfte den Führungstreffer. Ein Vorstoß des rechten Flügels wollte ein Frankfurter Verteidiger durch Rückgabe an den Torwart klären. Ehe er aber den hohen Ball beherrschte, war Koch (1900) zur Stelle und schoß flach und unhaltbar ein. Bis zum Seitenwechsel blieb es bei diesem Stand, obwohl auch Frankfurt Gelegenheit hatte, mindestens zwei Treffer zu erzielen.
Nach der Pause ereignete sich zunächst auch nichts. Auf und ab wogte der faire Kampf, bis Rot-Weiß etwas mehr Dampf auffehte. In dieser Drangperiode fielen denn auch drei Gegentore. Beim ersten ging der Ball an den Pfosten und wurde erst im Nachschuß verwandelt. Schmidt lag noch von der tadellosen Abwehrparade am Boden. Beim zweiten warf sich Schmidt ebenfalls nach dem Ball, als ein unversehens dazwischenspringender Frankfurter dem Ball eine andere Richtung gab und damit ins Tor lenkte. Nach schnellem Durchbruch markierte denn der Frankfurter Ditzel an dem herauslaufenden Gießener Hüter vorbei ebenfalls unhaltbar Nummer drei.
Dann kam der Platzverein wieder zu Wort. Die Gießener Angriffe häuften sich und wurden auch wieder sehr gefährlich. Eine genaue Hereingabe von Best schoß Schmelz (1900) kurz entschlossen in die Frankfurter Maschen. Die Blauweißen blieben auch weiterhin gefährlich und nur mit Glück entging Rot-Weiß in der letzten Spielminute dem Unentschieden. Nachdem Günther und Schmelz alles überspielt hatten, hob Letzterer den Ball dem herauslaufenden Torwart über den Kopf ins Tor. Der sicher erscheinende Erfolg prallte aber an der Torlatte ab. Und damit pfiff der aufmerksame Spielleiter, Schiedsrichter Kunze (Hungen) das überaus spannend verlaufene Spiel ab. Die Frankfurter Elf war gleichmäßig gut besetzt.
1900 Gießen II — Teutonia Watzenborn-§telnberg I und II kombiniert 1:2 (0:1).
Die Steinberger erschienen mit sieben Spielern der 1. Elf und 1900 ebenfalls mit sieben Spielern der zweiten. Die anderen waren Ersatz. Steinberg lieferte ein recht gutes Spiel, scheiterte aber an der aufmerksamen Gießener Hintermannschaft. Die Blauweißen hatten ihre Schwäche im Angriff, der sich überhaupt nicht zurechtsand. Die Einheimischen verstanden es nicht, die sich bietenden zahlreichen Chancen zur Genüge auszunutzen und hatten außerdem das Pech, durch ein unglückliches Eigentor, das Rausch bei der Abwehr eines Eckballes verschuldete, knapp mit 1:2 zu unterliegen. In Schiedsrichter R ü s p e l e r (Gießen) stand ihm ein aufmerksamer Leiter vor. Lang (Steinberg) schoß Mitte der ersten Spielhälfte den Führungstreffer. Nach dem Wechsel fiel das Eigentor der Gießener und erst gegen Spielende holte Enders für 1900 einen Treffer auf, während Jäckel den sicheren Ausgleich verschoß und auch sonst noch sehr viel ausgelassen wurde.
DsS.-Heichsbahn Gießen.
BfS. Surhefsen Marburg Liga — vfv.-Reichsbahn Liga 7:3 (4:1).
Die Ligamannschaft kehrte 7:3 geschlagen von Marburg zurück. Die Niederlage ist in erster Linie darauf zurückzuführen, daß die für Ritter Wilhelm und Leutheuser spielenden Ersatzleute den Ansorde- rungen des Spieles in keiner Weife gerecht wurden. Eine Ausnahme davon war Kreß, der seine Schuldigkeit tat und als Verteidiger ein ansprechen, des Spiel lieferte. Während des ganzen Spieles konnte sich die Mannschaft zu keiner Einheit finden. Daran änderte auch das aufopfernde Spiel der einzelnen nichts. Der Sturm in feiner Zusammensetzung war nicht fähig, die sehr unsichere Hintermannschaft der Marburger zu schlagen.
Dem Unparteiischen stellten sich die Gießener in folgender Aufstellung: Schwan, Kreß, Lehrmund, Fenster, Knauß, Fehling, Rullmann, Heß, Haupt, Mattern, Ranft. Die Marburger fanden sich sofort und brachten durch ihre schnellen Flügel, von denen der rechte von Fehling sehr mangelhaft gedeckt wurde, die Gießener Hintermannschaft in Verwirrung. Auffallend war die Unsicherheit des Gießener Torwarts, der feine Fangtechnik unbedingt verbessern muß. Bis zur Halbzeit erzielten die Marburger vier Tore, von denen, da es sich in zwei Fällen um Fernschüsse handelte, die Gießener Torwart zwei hätte halten müssen. Heß erzielte das Gegentor. Ein weiteres Tor, von dem gleichen Spieler erzielt, wurde, trotzdem der gegnerische Tormann den Ball zuletzt berührt hatte, wegen abseits nicht gegeben. Eine in der Halbzeit vorgenommene Umstellung, Fehlina ging zum Jnnensturm, erhöhte die Durchschlagskraft der Mannschaft. In der zwei- ten Halbzeit konnten sie wenigstens ein offenes Spiel bei leichter Feldüberlegenheit der Marburger liefern. Bis zum Schluß erhöhten die Kurhessen auf sieben Tore, denen die Gießener drei entgegensetzen konnten.
VfB.-Relchsbahu — Spielvereinigung Leihgestern.
Der zweiten Mannschaft glückte die Revanche gegen Leihgestern, das mit Ersatz antrat, mit 1:0 Toren. Das Spiel stand auf keiner beachtlichen Stufe. Es wurde während des ganzen Spieles oft hoch und planlos gespielt. Sauer gelang es im Nachschuß den Ball über den Leihgesterner Torwart zu heben.
Die erste Jugend wurde von der körperlich stark überlegenen Jugend von Kurhessen Marburg verdient mit 2:0 Toren geschlagen.
Die erste Schüler mußte sich der technffch überlegenen Marburgern mit 4:1 Toren beugen. Die Gießener ließen die Leistungen ihrer letzten Spiele vermissen.
Sportverein 1920 Heuchelheim.
Raunheim I — Heuchelheim I 2:2 (1:1).
Die Einheimischen weilten am vergangenen Sonntag zum Aufstiegspiel in Naunheim. Es war kein leichter Gang, da Naunheim auf eigenem Platz schwer zu schlagen ist. Die Heuchelheimer Mannschaft stand seit einigen Wochen wieder zum erstenmal komplett und spielte einen Fußball, der sich sehen (assen konnte.
Die Platzmannschaft erzielte den ersten Treffer. Hierauf erfolgte nach kurzer Zeit der Ausgleich. Dor der Pause konnten die vielen blitzschnellen Durchbrüche auf beiden Seiten durch die sicheren Hintermannschaften verhindert werden. Nach der Halbzeit konnten die Heuchelheimer durch einen schönen Kombinationszug ein Tor vorlegen. Die Platzmannschaft drängte mit aller Energie, wobei der linke Verteidiger von Heuchelheim einen siche-
Oie Gaarland-Regaiia
Auftakt und erste Rennen.
Die ausgezeichnet besetzte Saarland-Regatta in Saarbrücken, die mit einigen Vorrennen bereits am Freitag begonnen hatte, brachte am Samstag den ersten Haupttag mit zahlreichen Entscheidungsrennen. Die Strecke war von zahlreichen Zuschauern besetzt. Saarbrücken selbst prangte in reichem Flaggenschmuck. Bei gutem Wetter gab es durch starken Wind bewegtes Wasser, so daß an die Steuerkunst höchste Anforderungen gestellt wurden. Wenn es trotzdem sehr gute Zeiten gao, so ist das ein Beweis für die sportliche Leistung und die Qualität der siegenden Mannschaften.
Im Eröffnungs-Vierer gewann Burch- gart (Undine Saarbrücken) seinen 50. Steuersieg. 3m Ersten Vierer ging die zusammengesetzte Würzburger Mannschaft vor dem sich sehr gut haltenden Berliner Hellas-Vierer, der in gleicher Besetzung „Quer durch Berlin" gewonnen hat. Im Er st en Einer gab es einmal mehr einen Sieg des Rüsselsheimers Georg von Opel, der es nur mit dem Kölner Schneider (CfW.) zu tun hatte und den ihm körperlich überlegenen Gegner sicher nie-
derhielt. Den Ersten Achter gewann der deutsche Meister 1933, Würzburger RV., ganz überlegen gegen Kölner Wassersport und im Saar - Vie - rer gab es einen Sieg des Berliner Hellas gegen den gut rudernden Limburger RK.
Oer Sonntag.
Am Sonntag fand nach dreitägiger Dauer die Regatta ihren glanzvollen Abschluß. Aus allen Tei- len des Reiches waren zu den Schlußentscheidungen zahlreiche Zuschauer erschienen, die den sportlichen Kämpfen mit Interesse folgten und unfern Brüdern an der Saar wieder den Rücken für ihren Kampf um die Rückkehr zum Mutterland stärkten. Der Wind war nicht mehr ganz so stark wie am Vortag und es wurden bessere Zeiten erlieft. Der Würzburger RD. kam im Saarland-Achter vor dem Mainzer RV. zu einem neuen Erfolge. Jrn Stadt- Saarbrücken-Vierer kam der WSV. Godesberg nach Aufgabe der Berliner Hellas zum Siege, während G. v. Opel feinen Siea im Ersten Einer wiederholen konnte und damit oen Ehrenpreis des Reichssportführers in seinen Besitz brachte. Schmidt (Essen) wurde hier wegen Kollision ausgeschlossen.
ren Ausfall ins eigene Gehäuse lenkte. Die (Söffe verloren jedoch den Mut nicht und gingen sofort zur Gegenoffensive über. Ein Erfolg war aber nicht mehr zu erzielen.
Die hiesige erste Jugend schlug die gleiche von Lollar 9:2.
Um die deutsche Handball-Meisterschast
Die Vorschlußrunde der Deutschen Handball-Meisterschaft brachte einige nicht erwartete Ergebnisse. Bei den Herren konnten sich die beiden süddeutschen Vertreter für die am 10. Juni vor sich gehende Endrunde qualifizieren. Die Polizei Darmstadt siegte mit 5:4 (2:2) über die Sportfreunde Leipzia und die SpDg. Fürth war mit 9:5 (5:2) über den Askcmischen TV. erfolgreich. — Bei den Frauen fiel der Sieg des TD. Eimsbüttel mit 11:0 (6:0) über Hessen Preußen Kassel unerwartet hoch aus, aber auch der Sieg des VfR. Mannheim mit 2:1 (1:1) über Fortuna Leipzig war eine Ueberraschung.
OerReichSsportsührerinSchnepfenchal
Der Reichssporfführer weilte in Schnepfenthal, wo zum Gedenken an Turnvater Guts Muths eine Turnhalle eingeweiht wurde. Dabei machte der Reichssportführer beachtenswerte Ausfüh, rungen. Er betonte, daß man nicht zu befürchten brauche, daß die DT. in ihrem Bestand gefährdet werden dürfe. Die DT. stehe jetzt vor einer Schickfals- stunde und die Aufgaben, die sie zu erfüllen habe, seien außerordentlich schwer. Es werde aber niemals dahin kommen, daß die Turnerschaft zerschlagen würbe.
Wirtschaft.
Oie Devisenzuteilung im Juni 1934.
Durch eine am 28. Mai veröffentlichte (RA.) Anordnung der Reichsstelle für Devisenbewirtschaftung ist für den Monat Juni 1934 die Ausnutzung der allgemeinen Devifenkontingente für die Wareneinfuhr auf 10 Prozent des Grundbetrages und die Ausnutzung der Rembourskontingente auf 20 Prozent des Grundbetrages festgesetzt worden. Um die Einfuhr lebensnotwendiger Rohstoffe nicht der glei- chen Beschränkung zu unterziehen, ist die Zuteilung von Devisen für die von den Ueberwachungsstellen bewirtschafteten Rohstoffe: Wolle, Baumwolle, Bastfasern, Häute und unedle Metalle ab 1. Mai 1934 einer besonderen Regelung unterworfen worden. Diese Rohstoffe dürfen in Zukunft nicht mehr im Rahmen der allgemeinenen Devisengenehmigungen bezahlt werden, sondern nur auf Grund der besonderen Anordnungen, die von den Ueberroa- chungsstellen in Verbindung mit den Devisenstellen getroffen werden.
*♦ Hochkonjunktur in den Bielefelder Fahrradwerken. Die Zahl der in den Bielefelder Fahrradwerken tätigen Personen beträgt heute 7000 gegenüber 3380 im Juni 1930 und 5410 im Juni 1933. Trotz dieser Steigerung führte der saisonmäßige Charakter dieses Industriezweiges verschiedentlich in den letzten Wochen zu Ueberarbeit. Es soll nun geprüft werden, wieweit durch Neueinstellungen die Ueberarbeit vermieden werden kann.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 28. Mai. Auftrieb: Rinder insgesamt 1566 (gegen 921 am letzten Montagsmarkt), darunter befanden sich 592 Ochsen, 126 Bullen, 459 Kühe und 389 Färsen, Kälber 727 (301), Hammel 6, Schafe 5, Schweine 3850 (3682). Notiert wurde pro 1 Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen al) 35, b) 33 bis 34, c) 30 bis 52, d) 27
Lis 29. Bullen a) 32 bis 33, b) 30 bis 31, c) 28
bis 29, d) 25 bis 27. Kühe a) 30 bis 31, b) 27 bis
29, c) 23 bis 26, d) 15 Ais 22. Färsen a) 34 bis
35, b) 32 bis 33, c) 29 bis 31, d) 26 bis 28. Kälber Sonderklasse —, andere a) 54 bis 56, b) 50 bis 53, c) 42 bis 49, d) 34 bis 41. Lämmer, Hämmsl und Schafe wegen des geringen Auftriebs nicht notiert. Schweine al) 50, a2) 37 bis 41, b) 37 bis 41, d) 33 bis 39, gl) 34 bis 35, g2) 30 bis 33. Im Preisvergleich zum letzten Montagsmarkt gaben Ochfen und Schweine je 1 bis 2 Mark, Kühe und Färsen je 1 Mark nach, Kälber zogen um 2 bis 3 Mark an, Bullen blieben unverändert. Marktverlauf: Rinder ruhia, nahezu ausverkauft. Kälber, Häm- mel und Schafe ruhig, geräumt. Schweine schleppend, geringer Ueberstand. F l e i sch g r oß m a r kt. Beschickung: 843 Viertel Rindfleisch, 71 ganze Kälber, 1 Hammel, 786 Schweinehälften. Preis für 1 Zentner frisches Fleisch in Mark: Ochsen- und Rindfleisch I 54 bis 59, II 50 bis 54. Bullenfleisch 48 bis 55. Kuhfleisch II 34 bis 44, III 28 bis 34. Kalbfleisch II 75 bis 80, III 68 bis 75. Hammel- fleisch 75. Schweinefleisch I 60 bis 66. Geschäftsgang des Fleifchgroßmarktes: ruhig. Bemerkungen: Bei den Kälbern wurden in der Kl. a 45, b) 127, c) 251 und d) 285 Stück notiert. Von den Schweinen wurden zum Preise der Höchstnotiz und darüber verkauft: a) 30, b) 184, c) 238 und d) 7 Stück.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe dek zuletzt beichlosienen Dividende an. — Relchsbankdiskoni 4 o. H.. Lombardzinsfuß 5 o. H.
Frankfun a. 2JI.
Berlin
Frankfurt a.m.
Berlin
Frankfurt a. M.
Berlin
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enmarft Berlin — Frankfurt a HL
Schlußkurs
Abendbörse
Schluß- fure
mittag, börse
Schluß« kurff
Schluß!. Abend- börse
Schluß- kurv
Schlußk. Mittag bSrse
Schluß» kurff
Schlußk. Abend-
Schluß» fort
Schlußk. Minaa» Mrft
26-Mai
28-Mai__
Datum
26.1.
25.5.
26.5.
28-5.
Datum
26-5.
25-5-
26-5-
28-5-
Datum
26-5-
25-5-
26-5.
28.5-
Amtliche Notierung weid | Srie'
Amtliche Notierung
Geld | Brie
•% Deutsche RetchSanlethe v. 1927 •% ebem.7% Dl. NetchSani. v. 1929 6y,% Doung-Anlethe von 1930 .. Deutsche ölnl.-Ablüs.-Schuld mit AuSlos.-Rechten ............
DeSgl. ohne Äuslos.-Rechte......
6% efjem.8% Hess. Volksstaat 1929 (rückzahlb. 102%)............
6% Hess. Landesbank Darmstadt Gold R. 12.................
6%% Hess. LandeS-Hypotheken. bank Darmstadt Liqui.........
Oberhessen Provinz-Anlelh» mit Auslos.-Rechten ............
Deutsche Komm. Sammelabl. Anleihe Serie 1 mit AuSlos.-Rechten
6% ehern. 8% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935
1% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 16 unkündbar bl» 1986 iy«% ehem. <y.% Franks. Hyp^ Bank-Ltqu^Psandbriese......
»K% ehem. 4y,% Rheinische Hyp.-Bank-Ltqu.-Goldpfe.....
•% ebem. 8% Pr. Landespfand, vriekanstalt, Pfandbriefe R. 19
•% ehern. 7% Pr. Landespfand- Driefonflalt, Pfandbriefe R. 10 Steuergutsch. BerreckmunaSkur»
4% Oesterreich«che Goldrente.... 4,20% Oesterretchtsche SUberrentr 4% Ungarische Goldrente.......
4% Ungarische EtaatSrente v. 1910 4%% deSgl. von 1913..........
6% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Dürkische Zollanleihe von 1911
•Sh** dagdadbahn-Aaleihe
94,65 99,8
91,4
96
17,75
95
10,75
89,75
95.
93,13
90,5
90,25
90,5
94
94
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24,25
1,1
7
6,8
b,8
8,13
6,75
94,65 99,8
91,25
96,5 17,5
94,9
90,75
89,75
95
93
90,5
90,5
90,5
94
94
98,4
24
1,1
6,9
6,75
6,8
8,25
6,75
6,6
95,5
99,8
91,4
96,3
17,65
90,5
93,65
94
98,4
24,5
7,25
6,9
6,95
8
6,75
M5
95,9 99,8
91,4
96,4 17,9
94,25
93
94,25
94 98,4
24,5
1,5 7,45 6,95
7,1
7,8
6,75
4% desgl. Serie 11 .........
6% Rumün. vereinh. Rente v. 1903 4H%Rumän.vereinh.Rentev.l913 4% Rnmüntsche vereinh. Rente ..
9 V*% Anatolier .....
Vamdurg-Amertka-Paket ..... o
Hamburg-Südam. Dampfschiff . o Honsa-Dampfschiff..........o
Norddeutscher Lloyd ......... o
A-G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 4 Commerz- und Prioat-Bank .. 0 Deutsche Bank und Dtsconto-
Gesellschaft................ o
Dresdner Bank............. n
Retchsbank ............... 12
LG.«.......................
Bekula................ q
Zektt. LlefertmgSgesellschaft... 6 Licht und Kraft .... g
Felten & Guilleaume......... 0
^k^^'Nektr.Unternehmiing. 5 Rheinische Elekttizttät ....... 5
Schuckert & (Jo............ 5
SiemensL HalSke....... 7
Lahmever L To.........
Buderus ....... a
S'ÄSäl...............
Gelsenkirchener.......... 0
barpener....................
Hoelch Eisen—LSln^reuefset» .. 0 Ilse Bergbau ...... g
Alse Bergbau Genüsse........e
Kiöcknerwerke ............O
DianneSmann-RSbcni 4
6,7 4
3,45 30,15
21,5
28,25
64,5 84,75 50,75
53 59,25 150,65
24,4 132,75 97,25 103,9
55
95,4
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60,5 92,75
138
63,75 62
6,7 4,1
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22,5
27, §5 64,5
84,75 50,5
53 59,25 150,5
24,25
133
97 103,9 55,4 95,5
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116
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60
91
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6,8 3,8
3,5 30,75
21,65 23,75
27,75
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53
59,25 151
24,25 133,25
98,75
104
55,75 95,65 94,75
90
134 115,75
73,5 116,25 60,25 93,25
71,5
138 109,25 63,25
6L
6,7
4,1
3,6
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22
28
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84,75
51
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59,25
152,4
24,25
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55,75
95,75
94
89
133,5
116,5
73,5 117
59,75
93,4
70,5
109 64
60,65
Marisfelder Bergbau .........0
Kolswerke..............0
Phontr Bergbau.............0
Rheinische Braunkohlen .....10
Rheinstahl .............. 0
Bereinigte Stahlwerke........O
Otovi Minen ........... O
Kaliwerke Aschersleben........5
Kaliwerke Westeregeln........ 6
Kaliwerke Salzdetfurth.....7%
I G. Farven-Industri» ....... 7 Scheideanstall.......... 9
Goldschmidt ................ O RütgerSwerke ........... O
Melallgesellschafk............. O
Philipp Hohmann........... •
Zementwerk Heidelberg ...... O tementwerk Karlstadt...... O
Schulthet» Patzenhofer .......O
Aku < Allgemeine Kunstseide) .. O Bemverg................. O
Zellstoff Waldhof ...... O
Zellstoff Aschaffenburg .......O
Dessauer Gas ......... 7
Daimler Notaren............ O Deutsche Linoleum ...........O
Oren stein & Koppel .......... O Leonhard Die»........ O
khade................-....10
«ru mnlatorrn-Fabrtk........ O
Lonti-Grrwmt.......... O
Griyner.................—. 0
Mainkrastwerke Höchst h ffff ,,, 4
Süddeutsch« Suda.........•
70
47 221
91,25
40,25
14
106,5 106 145
134,75 187
63,25 40,5 79,5
57,5 100
124
55
63
46
41,5
46 60
17,25
165,5 169
151,5
1
47
222 90,75 40,75
14
107
107
144
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186
63 40,65
79.5
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125
55
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46
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17
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169 151,25
08^8
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13,65
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134,9
64
40
79,25
102,75
55,5
64
45,75
41,4
122
46,13
60,13
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3
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46,13
41,75
123
47,13
62,9 60,75 17,65 167,5
169
151,2 !
Buenos Aires Brüssel.....
Rio de Jan. . Sofia......
Kopenhagen. Danzig.....
London .....
HelsingforS.. Paris ......
Holland .... Italien.....
Japan ......
Jugoslawien
Oslo.....:
Wien.......
Lissabon... Stockholm...
Schweiz .... Spanien.... Prag.......
Budapest ...
Neuyork...
Amerikanische Belgische Note Dänische Note Englische Rote Französische N Holländische R Italienische Nr Norwegische N Deutsch Oester Rumänische N Schwedische N Schweizer Not Spanische Nob vuLartsche Rot
0,581
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2,502
Berlin, 28-M Note».......
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0,58 58,6
0,13 3,05
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12,7 5,64
16,5
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2,50
Bantno
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Schilling
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5
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Geld
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Lrlef__
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34£


