Das interessante Kapitel der Amphibien ober Lurche I wiegend nützlich, da es Insekten, Würmer und den meisten Menschen ein böhmisches Dorf, und ■ Schnecken vertilgt. Merkwürdigerweise kommen
und
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Lützellinden, Großen-Llnden, den 27. Mai 1934.
Die Beerdigung findet Dienstag, den 29. Mai, nachmittags 2 Uhr statt
billig abzugeben
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Einen anderen Grund kann niemand legen, außer dem der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus. 1. Kor. 3 11
erste Froschlurch Laichgeschäft in
Tiere trotz ihres
Erscheinungen in
A. Lyncker, 32i6d Bahnsvediteur.
Prinzip der nationalsozialistischen Staats- Rechtslehre.
Dem Herrn über Leben und Tod hat es gefallen, meine unvergeßliche Frau, unsere treusorgende Mutter, Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante
ist den meisten Menschen ein böhmisches Dorf, und nur hie und da gibt es einen Naturkenner von der fachzuständigen Zunft, der restlos über die Geheimnisse dieser beobachtungsfremden und verborgen lebenden Tiere Bescheid weiß. Und dennoch ist die Beschäftigung gerade mit dieser seither so stiefmütterlich behandelten Tiergruppe so voller intimer Reize, daß es sich verlohnt, ihrem Walten und Schalten einen Augenblick zuzusehen.
Schnecken vertilgt. Merkwürdigerweise kommen bei ihm mehr Weibchen als Männchen vor. Auch seine Paarungszeit fällt in den Mai. Das Männchen klammert sich dabei an den Hüften des Weibchens fest und befruchtet den in Klumpen austretenden Laich. Dieser entwickelt sich schnell in der Heißzeit auf dem Boden des Gewässers, und schon nach neun Tagen kommt die Larve aus dem Ei.
Von den verwandten schwanzlosen Lurchen finden wir weiter bei uns noch den Laubfrosch und recht häufig den grünen W a s s e r f r o s ch und den braunen T a u f r o s ch. Der letztgenannte hält sich nur zur Laichzeit in den Gewässern auf, ansonsten sieht man ihn stets auf Wiesen und im Walde. Im Neustädter Feld, vor allem aber im Schiffen- berger und Bergwerksgelände finden wir beide
Philosophie als bas philosophische Bekenntnis des deutschen Geistes zusammen. Professor Beck e r (Bonn) trug unter besonderer Bezugnahme auf die Philosophie Heideggers eine Kritik am Idealismus vor, die dem Geist den bisher behaupteten Vor- rang gegenüber der Natur bestreiten will. Professor Spranger (Berlin) stellte seinen „objektiven Geist" in Gegensatz zu dem Spekulativbegriff des 19. Jahrhunderts. Volk und Staat bilden nach Professor Koellreutter (München) in ihrer beförderen Nähe zueinander das eigentümliche Kennzeichen der politischen Theorie des Nationalsozialismus. Der Nationalsozialismus sei vom Front- und Kameradschaftserlebnis her erfüllt mit dem Volks- gemeinschaftsgedanken. Demgegenüber behalte der Staat keinen Selbstwert, sondern diene wie Religion, Kunst und Wissenschaft nur als Mittel zur Erhaltung des Volkstums. So sei das Volk oberstes
Wissen Sie noch, wer Jimmy Walker ist? Jimmy Walker, der ehemalige Oberbürgermeister von Neuyork, war eine zeitlang der volkstümlichste und beliebteste Mann der Vereinigten Staaten. Sein Witz, seine Liebenswürdigkeit, seine lustigen Einfälle, seine Beweglichkeit waren von unwiderstehlicher Wirkung. Er war nicht der Bürgermeister, wie man ihn sich gewöhnlich vorstellt. Sein Charme hatte allerdings etwas Wurmstichiges, er liebte mehr die augenblickliche Wirkung als die solide Moral, er war, wenn man so sagen darf, der elegante Konferencier unter den Bürgermeistern in USA.
Wer den Charakter dieses Mannes näher studiert hat, wird sich nicht wundern, wenn er sich wirklich entschlossen hätte, Schauspieler zu werden. Er war ja auch in seiner Eigenschaft als Oberbürgermeister von Neuyork immer ein glänzender Schauspieler, der es vorzüglich verstand, sein wahres Gesicht zu verhüllen, sobald es nötig war. Das Leben, das Walker als Bürgermeister führte, war das Leben eines routinierten Salonlöwen; bei offiziellen Anlässen fand er immer die richtige Mischung von Humor und Würde. Seine „Informationsreisen" nach Europa sind wohl noch allen in Erinnerung. Er hatte eine bezaubernde Art, Ovationen entgegenzunehmen Er zeigte stets das größte Verständnis für Leute, die den Drang fühlten, ihn zu photographieren Er scheute sich nicht, dunkle und undurchsichtige Geschäfte abzuschließen. Er erwarb sich durch seinen „Charme" ein erkleckliches Vermögen. Schließlich beschuldigte man ihn der Korruption und machte ihm den Vorwurf, Unterschlagungen begangen zu haben. Es stellte sich nach langwierigen Untersuchungen heraus, daß Jimmy Walker viel zu liebenswürdig
Jimmy Walker ist unverwüstlich.
Der ehemalige Oberbürgermeister von Neuyork will Schauspieler werden.
Spenden für die NSV.
werden eingezahlt auf Konto Nr. 4513 bei der Dezirkssparkasse Gießen.
Wer kennt die heimischen Linken, Kröten und Frösche?
In tiefer Trauer:
Georg Weber, Landwirt nebst Kinder Familie Gastwirt Schaum
Gießen, den 23. Mai 1934.
Hessisches Amtsgericht.
Gymnastik-Schule
Hilde Plank, Mühlstr. 3
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Gießen 3is»d Dienstag, 29.5., 20 bis nach 22.30 32. Dienst.» Ab. Gewöhn!. Preise (Schülerkarten)
Lanaemarck
Der Opfergang b. deutschen In- ßend. Schauspiel in 6 Bildern von Kahn it. Monato flllllllHIIIIIIIIIIIIIIIIIIII
Frau Marie Weber, geb, Schaum
im Alter von 43 Jahren in ihre himmlische Heimat abzuberufen.
KuE Ettö Wissenschaft.
„Woche des deukschen Buches 1934."
Zur Durchführung aller vorbereitenden Arbeiten der „W oche des deutschen Buche s", die erstmalig in diesem Jahr, und zwar vom 16. bis 22. September 1934, durchgeführt wird, hat sich ein Arbeitsausschuß zur Vorbreitung der „Woche des deutschen Buches" gebildet, dem Vertreter aller in der Reichsschrifttumskammer zusammengefaßten Verbände, Vereine und Gruppen angehören. Vorsitzender des Arbeitsausschusses ist Dr. Günther
Schriftliche Angeb, unter 3201D a. d. Gieß. Anz.
war, um ein guter Oberbürgermeister sein zu können. Man zögerte deshalb nicht lange, seiner Karriere ein Ende zu machen.
Jimmy Walker ist ein unverwüstliches Stehaufmännchen. Er lebt jetzt von den Anekdoten, die man sich von ihm erzählt und von der Erinnerung an seine Unwiderstehlichkeit.' Nachdem er sich eine Zeitlang als Londoner Korrespondent eines amerikanischen Zeitungsunternehmens betätigt hatte, will er jetzt Schauspieler werden. So heißt es wenigstens in der Neuyorker Theaterzeitung „Variety". Walker soll sogar schon einen Vertrag unterschrieben haben. Der Leiter einer großen Bühnenagentur hat sich die Mühe genommen, nach London zu reisen, um mit Herrn Walker zu verhandeln. Walker bekommt angeblich für einen Film 150 009 Dollar, für ein halbjährliches Auftreten auf einer Bühne 240 000 Dollar und für 13 Radiovorträge 65 000 Dollar. In Amerika scheint es noch immer ein glänzendes Geschäft zu sein, wenn man über einen zweifelhaften Ruhm verfügt.
Step-Unterricht
erteilt
Arten noch zu Häuf. Auch einige Krötenarten beritten wir. So zum Beispiel die Kreuzkröte, die gemeine Kröte und die Wechselkröte, lieber das Vorkommen der Knoblauchskröte innerhalb " ' noch unoollkom-
unserer engsten Heimat sind wir men unterrichtet, obwohl sie der ist, der sich im Frühjahr zum unseren Gewässern zeigt.
Leider sind alle die genannten anerkannten Nutzens recht seltene , , unserem heimischen Naturbild geworden, und nur ein Bruchteil des Bestandes von ehedem haust heute noch in unseren heimischen Jagdgründen. Das Zuschütten der Teiche und die Entwässerung der saueren Wiesen, ihre Ueberführung in kultivierte Grasflur, waren schuld daran. Freilich sind diese Meliorationen zur Kulturlandgewinnung nicht zu vermeiden und im Volksinteresse sogar wünschenswert, ebenso das Zuschütten von Tümpeln in der Nähe menschlicher Wohnungen, weil man anders nicht Herr wird über die Schnakenplage. Doch sollte man im Walde und im Oed- gelände die Teiche schonen, um ihnen wenigstens dort eine letzte Heimstatt zu bieten.
Aluco.
Beschluß.
lieber den landwirtschaftlichen Betrieb des Landwirts Wilhelm Klos und der Margarete Klos, geb. Kutscher, Witwe des Friedrich Karl Klos, beide in Beuern, wird das Entschuldungsoerfahren gemäß dem Gesetz zur Regelung der landwirtschaftlichen Schuldverhältnisse vom 1. Juni 1933 heute um 1.30 Uhr nachmittags eröffnet.
Die Landesbauernkasse Rhein - Main » Neckar e. G. m. b. H. in Frankfurt a. M., Bockenheimer Landstraße 25, wird zur Entschuldungsstelle ernannt.
Die Gläubiger werden aufgefordert, ihre Ansprüche bis zum 30. Juni 1934 bei dem unterzeichneten Amtsgericht anzumelden und die in ihren Händen befindlichen Schuldurkunden dem Gericht einzureichen bei Meldung der in § 11 Abf. 2 des Entschuldungsgesetzes angedrohten Rechtsnachteile.
Südwest, Rordheffen, Miielrhein
rüsten für das Ieldbergfest.
nerinnen werden nicht nur das Feldbergfestspiel am Brunhildisfelsen zur Uraufführung bringen, sie werden auch am Festsamstag den deutschen B ergab e n d , bei dem sich die Alt-Mittelrheiner ein Stelldichein geben, mit Volkstanz, Spiel und Sang I zu einem echten Volkstums- und Heimatabend gestalten. Am Festsonntag stellt Friedberg mit Prof. Keller den Redner, während bei der großen Saarkundgebung am Nachmittag Reichsdietwart Kurt Münch sprechen wird.
Dieser Tage weilten Turnkreisführer, Stud.-Rat Thierolf- Friedberg, und der Verfasser des Feldbergspiels, Oberstudiendirektor Philipps- Friedberg, mit dem Führer des Feldbergfestausschusses, Hugo Pfaff- Frankfurt a. M., zu wichtigen Vorarbeiten auf der Bergeshöhe. Die Durchführung des Festspiels und des deutschen Bergabends wurden an Ort und Stelle eingehend beraten.
Allenthalben wird fleißig für das 81. Feldbergfest gearbeitet und gerüstet. So darf man bestimmt damit rechnen/ daß der höchste Taunusgipfel am 16. und 17. Juni eine, große Kundgebung für Tur- nertum, Volkstum und Heimat erlebt, daß das Fest Turnerschaft und weite Volkskreise zusammenführt zu einem gewaltigen Treuebekenntnis zum deutschen Volk und seinem Führer. Des Volkskanzlers wird man in diesem Jahre auf dem Feldberg besonders dankbar gedenken, denn er hat uns erst die große Volksgemeinschaft erkämpft, wie sie vor 90 Jahren (23. Juni 1844 erstes Feldbergfest!) vom Frankfurter Turnvater A. R a v e n st e i n bei Begründung des turnerischen Feldbergfestes ersehnt wurde, wie sie noch früher erträumt worden war von Ernst Moritz Arndt, der bereits am 18. Oktober 1815 zur Erinnerung an die große Leipziger Befreiungsschlacht zum ersten deutschen Volksfeste auf dem Feldberg aufgerufen und bei dieser Feier mit am Bergfeuer gestanden hatte, eine zündende Ansprache haltend.
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Das Feld berg fest, das älteste Bergfest seiner Art, ist in den 90 Jahren seines Bestehens schon immer mehr gewesen, als eine rein turntechnische Veranstaltung. Entstanden aus der Sehnsucht der besten Deutschen nach Einheit und Freiheit, war es immer schon tief verwurzelt in Volkstum und Heimat. Der sagenumwobene Taunusgipfel zog stets Tausende in seinen Bann, und das Feldbergfest wurde so über die mancherlei Staatengrenzen hinaus -zu einer starken Bindung für hie Lande um Main und Rhein.
Das diesjährige Feldbergfest, das 81. in der langen Kette der turngeschichtlich bedeutsamen Veranstaltung, soll überzeugender Ausdruck sein des Bekenntnisses zu dem Deutschland Adolf Hitlers. Der Volkstums- und Heimatgedanke wird noch besonders herausgestellt durch das Bergspiel „Das Völsungenhorn", in dem das Germanisch-Heldische auf der Grundlage der um den Berg spielenden Nibelungensage zeitgebunden lebendig vor Augen tritt.
Die Ausschreibung der D T. - o f f e n e n Wettkämpfe, die —wie immer — durch abwechslungsreiche Gestaltung ausgezeichnet sind und in diesem Jahre dem im' Mannschaftskampf zum Ausdruck kommenden Gemeinschaftsgedanken in besonderem Maße Rechnung tragen, ist in der Fachpresse bekannt gegeben worden, und wird durch den Feld- bergfest-Äusschuß (Turnbruder Hugo Pfaff-Frankfurt a. M., Niddastraße 39) auf Anforderung auch noch unmittelbar' an Turner und Turnerinnen versandt, die an den Einzel- oder Mannschaftswettbewerben teilzunehmen gedenken.
An der festlichen Gestaltung des diesjährigen großen Feldbergtreffens am 16. und 17. Juni wird im besonderen die Turngemeinde Friedberg mitarbeiten, die vor 90 Jahren mit an der Wiege des Bergfestes gestanden und ihm durch die vielen Jahrzehnte hindurch auch immer die Treue gehalten hat. Friedberger Turner und Tur-
Grüne 02767 SWelveeren SU verkaufen. Pfund 15 Pfg. Ä. Kuhnd, SchöneAusficht, Hinterh.
Da ist zum Beispiel unsere Geburtshelfer s- träte, der man in manchen Gegenden auch den klangschönen Namen Glockenunke gab, weil sie in wunderbarer Tonfülle und Reinheit ruft, als sei es eine Silberglocke. Geburtshelferkröte aber heißt sie deshalb, weil das Männchen feinem Weibchen in ganz eigenartiger Form beim Laichgeschäft hilft und die Eischnüre um den Leib gewickelt eine Zeit- lang mit sich herumträgt. In den Tagen unserer Altvordern allerdings gab man dem Unkenruf eine andere Deutung: da waren es die Glocken eines versunkenen Dorfes, das tief unter dem Weiherspiegel liegt, und von dessen Kirchlein die Glocken für das Heil all derer klingen, die da voreinst versanken unter Raum und Ewigkeit. Obwohl kroten- artifl im Aussehen, so ist die Geburtshelferskröte doch ein recht niedliches, zartes Geschöpf, das sich gern unter Geröllschotter feuchtgründiger verlassener Steinbrüche und in anmoorigen einsamen Ge- länden im Nahbereich von Teichen, die sie zum Laichakt brauchen, aufhält und selten zeigt. Nur die Rufe pflegt man zu vernehmen aus dem zerklüfteten Gestein heraus, beginnend bereits in den letzten Tagen des März, den Sommer überdauernd. Freilich rufen nur die Männchen, aber diese konzertieren stets gemeinsam, und es ist dann ein Geläut in der Luft, wie an einem richtigen Kirchenfonntag. Leider ist die Glockenunke, deren Vorkommen sich in unserem hessischen Landschaftsraum bis weit in die Vergangenheit zurückverfolgen läßt, recht selten in unseren Heimatgründen geworden, denn viel hundert Teiche und Laichplätze haben der Kultur weichen müssen. Die Geburtshelferskröte kommt in unserer engeren Heimat hauptsächlich im Hügelgelände des hessischen Berglandes und der Lahngegend vor, sie wird nur drei bis vier Zentimeter groß und ist oberseits aschgrau bis gelblich, unterseits weißlich oder gelblichgrau gefärbt. Vom Kopf nach dem Hinterjchenkel ziehen sich in der bekannten Krötenart eine Reihe von Warzen, in Längsreihe angeordnet, hin. Wie gesagt, hilft das Männchen zur Laichzeit, die übrigens in den Monat Mai fällt, beim Fortpflanzungsgeschäft, und das geschieht in der Weise, daß es mit seinen Fingern am Hinterfuß die auf eine Schnur gereihten Eier herauszieht und sich nach der Befruchtung um die eigenen Schenkel wickelt. Ganze Schlingen trägt es so tagelang mit sich herum, und entledigt sich ihrer erst je nach der Witterung und ihrer Entwicklungsgunst, so um den elften Tag, an dem in der Regel die Kaulquappen zum Vorschein kommen.
Von den beiden in Deutschland heimischen Feuerunken, der B e r g u n k e und der Tiefland- unke, findet sich in unserer Hessenheimat nur die erstere, die man auch die Gelbbauchige Unke nennt. Ihr Rücken ist gelbgrau, bis ins hell olivgrüne Moment hinein ausgetönt, der Bauch dagegen herrlich zitronengelb mit schon dagegen abstechenden blaugrauen bis tiefdunklen Flecken. Finger und Zehen dagegen sind vollends gelb gefärbt. Die Bergunke findet sich nur in Europa, davon in Deutschland hauptsächlich in der Rheinprovinz, in Westfalen, Hannover, Harz, Thüringen, Südwestdeutschland, Hessen und Bayern. Im niederen Berg- und Hügelland West- und Mitteldeutschlands ist sie die einzig vertretene Unke. Dieses unscheinbare, nur 4 Zentimeter große Tierchen nimmt mit jedem Dorfteich, und sei es auch nur ein Schlammbecken, vorlieb und haust hier den ganzen Sommer über. Dann sieht man es im Wasser, ein Stückchen vom Ufer entfernt, mit dem Köpfchen herausgucken. Seinen Singsang läßt es, wie alle Lurche, die doch von Natur aus Nachttiere sind, gegen Abend erschallen, der Ruf ist nicht heiter und leicht wie der des Teichfrosches etwa, sondern schwermütig und traurig, genau wie die Schwermut des eintönigen Moores, das feine ursprüngliche Heimat gewesen sein mag. Wie ein Glasglöckchen klingt er, ganz leise, aber volltönig, doch so entfernt, daß man mitunter überrascht ist, wenn man bei näherem Zusehen auf einmal bas Tierchen ganz dicht vor sich entdeckt Nur drei, vier oder fünfmal ruft das Unkchen in der Minute. Da aber alle Männchen gleichzeitig zu fingen pflegen, so ist es allemal ein ununterbrochenes Konzert. In Gießens Umgebung ist es regelmäßig im Bergwerksgelände und zeitweise auch im Neustädter Feld zu vernehmen. Wird das Tier verfolgt, wenn es sich zufällig auf dem Lande befindet, dann nimmt es augenblicklich eine Schreckstellung ein, indem es die Vorderbeine über dem kopfoberst zurückgebogenen Rücken kreuzt und solange in dieser Haftstellung verweilt, bis es die Gefahr vorüber wähnt. Bei dieser Gelegenheit kommt es dann auch vor, daß das Tier einen seifengischtähnlichen Schaum am Körper absondert, der bitter und auch leicht giftig ist, so daß es von Schlangen aller Art gemieden wird. Dennoch ist es über-
Buntes Allerlei.
3m gläsernen Sarg auf dem Meeresgrund.
Während sich in England ein Kreis von Wissenschaftlern theoretisch mit den verblüffenden Kunst» stücken der Fakire befaßt und sich bemüht, die Zaubereien der indischen Wundermänner als lügenhafte Angelegenheiten zu entlarven, versucht jetzt ein junger Amerikaner den Fakiren mit Experimenten, die er an seinem eigenen Leibe aus» führt, auf den Zahn zu fühlen. Jack Davenport heißt der mutige junge Mann, der die verwegensten Versuche unternahm. Er wollte beweisen, daß man mit Willenskraft alles vermag. Kürzlich legte er sich in einen gläsernen Sarg und ließ sich 100 Meter tief auf den Meeresgrund senken. Dort blieb er drei Stunden lang liegen und wurde währed der ganzen Zeit von einem Taucher kontrolliert. Davenport befand sich in einem scheinbar leblosen Zustand, als man ihn aber wieder an die Oberfläche zog, ihn aus seinem gläsernen Gefängnis befreite und kurze Wiederbelebungsversuche an ihm vornahm, fing er wieder an zu atmen und in feinem Befinden hatte sich nichts geändert.
Keiner will es gewesen sein.
Da hat Charles Frederick W i m b I e im Royal Victoria Hotel in Sr. Leonards an der Walliser Küste ein Dutzend Austern gegessen und mußte sich am nächsten Tag ins Bett legen. Typhus! Natürlich waren die Austern schuld. Mr. Wimble strengte einen Prozeß gegen die Hotelverwaltung an und erreichte, daß sie zu 9000 Mark Schadenersatz verurteilt wurde. Die Hotelverwaltung wollte diesen Schimpf und vor allem die Bezahlung nicht auf sich sitzen lassen, sondern verlangte nach einem weiteren Prozeß die 9000 Mark von dem Austernlieferanten Baker aus Hastings. Mr. Baker dachte jedoch gar nicht daran zu blechen. Schließlich hatte er die Austern nicht selber gezogen, sondern sie von der Seasalter Austernfischer-Gesellschaft gekauft. Nun wurde eine große Anzahl von Austernfischern und Naturforschern mobil gemacht, die sich nach längeren Beratungen dahin einig wurden, daß es auf dem Meeresboden keine typhuskranken Austern gäbe. Bei der Vernehmung eines Fachmannes kamen übrigens sehr interessante Tatsachen aus dem Leben der Austern zu Tage. Zum Beispiel, daß die Austern erst nach dem siebenten Jahr genießbar werden. Jedenfalls hielt der Richter die Austernfischer nicht für ersatzpflichtig.
Haupt, Mitglied des Präsidialrates und ®e« schäftsführer der Reichsschrifttumskammer, Ge- fchäftsführer Buchhändler Hans Höynck, Presse, [eiter Erich Langenbacher, sämtlich in Berlin. Alle Anfragen, Anregungen und Zusendungen, die die „Woche des deutschen Buches" betreffen, sind an nachfolgende Anschrift zu richten: Geschäftsstelle des Arbeitsausschusses zur Vorbereitung der „Woche des deutschen Buches", Berlin W 35, Potsdamer Privatstraße 121 D III; Fernruf: B I Kurfürst 9161.
Tagung der Kantgesellschaft in halle.
Die Tagung der K a n t g e s e l l s ch a f t in Halle begann mit einer geschäftlichen Mitgliederversammlung, die u. a. den amtierenden Vorstand (Professor Menzer, Professor Spranger, Ministerialrat Löpelmann) bestätigte; Frau Dr. h. c. Förster-Nietzsche wurde zum Ehrenmitglied und Dr. Winkler (Berlin) zum fördernden Mitglied ernannt. Professor Menzer leitete den offiziellen Teil mit einer Begrüßung der Gäste und der Behördenoertreter ein. In dankbarer Würdigung seiner Verdienste um die Kantgesellschaft und Kantforschung feierte er dann das Andenken des verstorbenen Gründers der Gesellschaft, Professor Daihingers. Menzer sprach dann über „Deut- sche Philosophie als Ausdruck deutscher Seele". In einer großen Gesamtschau faßte er die deutsche
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