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Vornotizen.

Tageskalender für Donnerstag. Lichtspielhaus (Bahnhofstraße):Schön ist es, ver­liebt zu sein", vorherCarlos schönstes Abenteuer".

** Eine Siebzigjährige. Am morgigen Freitag, 24. August, begeht Frau Marie B o n a - Tiu 5, Krosdorfer Straße 9 wohnhaft, in körper­licher und geistiger Frische ihren. Geburtstag. Die Jubilarin ist seit 1888 treue Bezieherin des Gießener Anzeigers".

** Promenaden-Konzert des Stadt- theater-Orchesters am heutigen Donners­tag von 19.30 bis 20.30 Uhr. Leitung Konzertmeister Franz K e r z i s n i k. Zur Aufführung kommen: Mit Standarten", Marsch von F. v. Blon;Pique Dame", Ouvertüre, von Fr. v. Supp6;Balse Romantique" von Heineke;- zum 60. Todestag des deutschen Komponisten Peter Cornelius Melodien aus seiner OperDer Barbier von Bagdad"; Frühlingsständchen" von Lacombe; Potpourri aus der OperetteDer Zigeunerbaron" von Joh. Strauß.

* Straßensperrungen. Wegen Ausfüh­rung von Pflasterarbeiten wird die Provinzial- stratze Homber o Büßfeld vom 27. Auaust ab für jeglichen Verkehr gesperrt. Die Verkehrs­umleitung erfolgt über SchadenbachDeckenbach. Die Sperre des Ortsausgangs Ulfa im Zuge der Provinzialstraße UlfaNidda wegen Ausführung von Kanalisationsarbeiten ist bis zum 2. September verlängert worden. Umleitung erfolgt über Unter- SchmittenEichelsdorf.

** Zum Treffen der Hitler-Jugend i n F r a n k f u r t a. M. am 1. und 2. September ljat die Minifterialabteilung für Bildungswesen, Kultus, Kunst und Volkstum die Direktionen der höheren Schulen, der gewerblichen Unterrichts­anstalten und die Kreis- und Stadtschulämter er­mächtigt, die zur Teilnahme an dem Gebietsauf­marsch der Hitler-Jugend vorgesehenen Schüler am Samstag, 1. September, vom Unterricht zu befreien.

** Außenfürsorge für Geisteskranke. Vom städtischen Wohlfahrtsamt wird uns mitgeteilt: Personen, die an Geistes- und Gemütsstörungen leiden, sowie deren Angehörige können unentgelt­lich Rat und Auskunft in allen mit der Erkrankung zusammenhängenden Fragen in der für den Kreis Gießen eingerichteten Fürsorgesprechstunde erhalten. Insbesondere werden auch Auskünfte über Ver­erbung, Sterilisation, Eheeingehung, Versorgung, Unterbringung in Anstalten, oder Familienpflege und Arbeitsvermittlung erteilt. Die Sprechstunde wird jeden Dienstag und Freitag von 15 bis 17 Uhr, in der Landes-Heil- und Pflegeanstalt, Gießen,

iefe nach dem Ausland rich­

tig frankieren. Von der Pressestelle der Reichspostdirektion Frankfurt am Main wird mitgeteilt: Es werden immer noch zahlreiche unzureichend freigemachte Postkarten uno Briefe

obgehalten

** Br

nach dem Ausland abgesandt. Die Sendungen sind ost nur mit Freimarken nach den einfachen, oder doppelten Gebührensätzen des Jnlandverkehrs ver­sehen. Da der Empfänger das doppelte des Fehl­betrags zu entrichten hat, entstehen in Fallen, wo eine nachträgliche Ergänzung der Freimachung durch den Absender postseitig nicht veranlaßt wer­den kann, häufig für Empfänger und Absender un- anaenehme Weiterungen. Es wird besonders dar­aus hingewiesen, daß die deutschen Gebührensätze, abgesehen vom inneren Verkehr, nur für Brief­sendungen nach dem Saargebiet, der Freien Stadt Danzig, nach Oesterreich, Luxemburg und nachdem Memelgebiet gelten.

RVH. Hunde bei Hitze. Bei der Hitze ist besonderes Augenmerk auf den Hund zu richten.

Am 1./2. September frifff man sich in Frankfurt am Alain beim Gebietsaufrnarsch der HI.

HI. marschiert HI. stellt aus

HI. treibt Sport HI. spielt am 1./2. September in Frankfurt a. Al.

Besucht die Ausstellung der Hitlerjugend aus dem Frankfurter Alessegelände vom 19. August bis 5. September

Baldur von Schirach spricht am 1./2. September amTag der hunderttausend" in Frankfurt a. Al.

Der Maulkorb muß unbedingt so groß sein, daß der Hund den Fang ganz aufmachen kann. Der Hund transpiriert bekanntlich nicht wie der Mensch durch die Haut, sondern durch die Zunge. Ist der Maul­korb zu eng, so kann sich das arme Tier nicht ab­kühlen. Ein enger Maulkorb ist daher eine Tier­quälerei. In Laienkreisen herrscht immer die Mei­nung vor, daß der Hund Durst hat, wenn er die Zunge aus dem Fang hängen läßt. Diese Annahme ist falsch; denn der Hund hat nur das Bestreben, die heraushängende Zunge abzukühlen. Einem er­hitzten Hunde sollte man kein kaltes Wasser geben; denn es ist ebenso schädlich wie beim Menschen, der stark schwitzend kaltes Wasser trinkt. Manche Hunde­besitzer lassen ihren Hund bei großer Hitze scheren und nehmen ihm damit den einzigen natürlichen Schutz gegen die Sonnenstrahlen. Der menschliche Körper kühlt sich durch die Schweißabsonderungen ab, die aber doch beim Hunde fehlen. Nimmt man dem Hunde sein Haarkleid, so leistet man dem Tier keinen guten Dienst.

Oberheffen

nach

hier

, m s».. einen Gewinn von 16,50 Mark auf. Es wurde be°

ber-Bes lngen 22. .OTn6r^e"rm6rft/ ba6 der Umsatz in der letzten

elfter unseres Ortes wurde G sehr gestiegen ist. Er betrug im Monat Juli

>r ernannt und vervUicmet.Ä 1

* Ober-Bessingen, 22. Aug. Zum Büx

r I r l . . .A /CXti Kn t. »

30 000 Mark.

Friedrich Reitz (Hochelheim), gab einen Rückblick auf die Arbeit der Viehoerwertungsgenossenschaften in den letzten Jahren. Die Viehoerwertungsgenossen­schaft des Kreises Wetzlar, die seit August wieder selbständig arbeitet, früher war sie korporativ Butzbach angeschlossen hat in den letzten Mo­naten einen recht guten Aufschwung genommen.

Kreisstellenleiter Oberreoisor Berg (Wetzlar) erstattete den Geschäftsbericht und die Rechnungs­ablage. Die Bilanz per 31. Dezember 1933 wies

germl , von hier ernannt und verpflichtet,

0 Wetzlar, 22. Aug. Dieser Tage fand , die Generalversammlung der Vieh- verwertungsgenossenschaft des Krei­ses Wetzlar statt. Der Vorsitzende, Landwirt

Schotten gebracht.

Preußen.

Viehverwertungögenofsenschast für den Kreis Wetzlar.

~ (3 rünb er g, 23. Aug. Am Samstag und Sg begingen die Sechzigjährigen eine rsehensfeier. Die Zusammenkunft er« auf die Konfirmanden an Pfingsten 1888 Q»hnhPimird)fPieI Grünberg (umfassend Grünberg, Stangenrod), deren Geburtsdatum R7?fiff\n 1. Oktober 1873 bis 30. September mittlermS den damaligen 62 Konfirmanden s'ud mlttlerw« Derftorben; ba 12 an der leib waren, erschienen 27 zu der hie im Laufe d^>ier Altersgenossen hinzukamen, hera xuaemanbert^it doh auswärts nach Grün- berg SUg^anoeri^ Samstagabend ver-

Cbr Röhm zur^ Vorhaben in der Gastwirtschaft S.mf7r^r^itteV- Ansprachen hielten Bank- Aua Tr^nk^us (Dctzeßen) und Postinspektor gemeinsamer Kirchgang ^dt). Am Sonntag fand ebenfalls ein Sechzigjahn^ Dekan Schmidt Bezug auf die Veranstaltm^ahm m der Predigt Kranzniederlegung auf sieb erschließend erfolgte genossen, die auf dem hlestge^Uern v"" Alters wie auf den Gräbern von Leh^edhof ruhen, so- kan Pull mann, welch letzter e u ß und De- die Konfirmation vornahm. Der Ä^ajre 1888 einigte die Altersgenossen nochm^duttag ver- samem Kaffee in der Wirtschaft gemetiy Gedichtvorträge sowie weitere Slnfpra^^ UJcann empfundene Worte des Bahnbeamtenjg M. tiep ner (Köln) auf die alte Heimat, ließen ^*uh- harmonisch ausklingen. Eine photograph'^^ neier nähme soll die Erinnerung an die schone

den Altersgenossen sesthalten. et

Kreis Büdingen.

co Nidda, 22. Aug. Im Rahmen der vorge­sehenen Verbreiterungs- und Jnstandsetzungsarbei- ten an dem Straßenzug Nidda Schot- t e n schweben zur Zeit Verhandlungen mit der Reichsbahndirektion, den Schienen st rang aus der engen Ortsdurchfahrt von Kohden zu verlegen. Man ist damit von dem ursprüng­lich erörterten Projekt abgekommen, durch eine Umgehungsstraße den Verkehr aus der Dorfstraße abzuleiten. Für den Fuhrwerksverkehr aus dem Dorfe selbst und die Verkehrssicherheit der Bewoh­ner wäre die Gefahrenquelle aber dadurch nicht beseitigt worden. Eine Verlegung des Eisenbahn- weaes käme den berechtigten Wünschen der Ein­wohnerschaft weit mehr entgegen, zumal das un­mittelbar an Nidda sich anlehnende Dorf auf seine Haltestelle verzichten will. Durch diese Maß­nahme könnte auch die Straße zwischen Kohden und Unter-Schmitten, die auf größerer Strecke heute durch die Bahn eingeengt ist, ohne großen Kostenaufwand verbreitert werden. Wie es den Anschein hat, will man die Bahn nicht aus den Ortsdurchfahrten Ober-Schmitten, Ei­ch e l s d o r f und R a i n r o b verlegen.

= Aus d e m Niddatal, 22. Aua. Angereizt durch die günstige Witterung ist bereits oie Grum­met e r n t e im ganzen Tal im Gange. Von einem weiteren Anhalten der Trockenheit kann nur ein Rückgang des an sich spärlichen Grasertrages er­wartet werden. Die Mähmaschinen grasen große Wiesenflächen ab, aber die Grummetwagen füllen sich nicht. Die Futtermittel werden im Winter knapp sein, und doch hofft man, den Viehbestand durch­halten zu können, wenn Futtererbsen und Rüben, die man in die Stoppeln gesät, einiger­maßen gedeihen.

Kreis Schotten.

' * Ulrichstein, 22. Aug. Am vorigen Sonntag stürzte hier ein 11 Jahre alter Junge, der am Zaun des Schulhofgitters hochgeklettert war, in­folge Abrutschens der Hand in die spitzen Eisenstangen des Gitters, die ihm in die Brust drangen und ihn schwer verletzten. Der Junge konnte sich selbst aus seiner gefahrvollen Lage befreien und nach der benachbarten elterlichen Wohnung schleppen, wo er infolge der schweren Wunden zusammenbrach. Beim F r u ch t a b l a - d e n in seiner Scheune stürzte ein hiesiger Land­wirt vom Scheunengerüst in die Scheune hinab und erlitt dabei eine Gehirnerschütterung, Armbrüche sowie Verletzungen im Gesicht. Der be­dauernswerte Mann wurde in das Krankenhaus

Landkreis Gießen.

* Wies eck, 23. Aug. Der Schreinermeister Karl Kreiling von hier zog sich bei der Arbeit eine so schwere H a n d v e r l e tz u n g zu, daß er so­fort in die Chirurgische Klinik gebracht werden mußte.

* Klein-Linden, 23. August. In der letzten Nacht wurden hier zwei Einbrüche verübt. Der ober die Täter drangen in die Wohnungen des Werkmeisters Schneider und des Zugführers Jung ein, wobei sie sich gewaltsam Zutritt ver­schafften. Bei dem Werkmeister Schneider wur­den alle Behälter durchwühlt, da die Spitzbuben anscheinend nach Geld suchten, gestohlen wurden ein Paar Schuhe. Aus der Wohnung des Zug­führers Jung nahmen die Einbrecher Wurst, Eier und Schinken mit. Die behördlichen Ermittlungen sind im Gange.

* Watzenborn-Steinberg, 23. Aug. Hier ereignete sich ein eigenartiger Unfall. Der 21jährige Metzger Karl Burk von hier stieß so unglücklich mit dem Kopf gegen eine Wagendeich­sel, daß er den Unterkiefer beiderseits brach. Der Verunglückte mußte in die Chirurgische Klinik gebracht werden.

(D Bersrod, 22. Aug. Gestern abend wurde im Saale der Wirtschaft Hofmann durch die N S.- GemeinschaftKraft durch Freude" der TonfilmDer Traum vom Rhein" zur Auf­führung gebracht. Eine große Anzahl neuer Rhein­lieder, Melodien von rheinischer Fröhlichkeit, von rheinischem Wein umrahmten die herrliche Spiel­handlung, deren Grundmotiv von einer unbesieg­baren Liebe zur deutschen Heimat getragen war. Im Beiprogramm wurde ein LustspielDer Far- merlehrling^ gezeigt. Ferner wurden markante Redewendungen des Führers zu Gehör gebracht, die durch entsprechende Aufnahmen veranschaulicht 'nrben. Am Nachmittag war ber Film für bie ^ulfinber aufgeführt worben.

Die geprüfte Hausgehilfin.

Man hält im allgemeinen nicht viel von Prü­fungen unb Zeugnissen, am allerwenigsten, wenn es sich um einen so ausgesprochen praktischen Beruf wie ben ber Hausgehilfin, ber Stütze ber vielbeschäftigten Hausfrau, hanbelt. Aber tatsächlich ist bie Nachfrage nach gut ausgebilbeten unb ge­übten Hausgehilfinnen außerorbentlich groß unb kann vielfach nicht befriebigt werben. Das oft sehr umfangreiche Angebot besteht oormiegenb aus An­fängerinnen, ober ungenügenb geschulten Kräften.

Der Ruf nach einer systematischen theoreti­schen unb praktischen Ausbildung von Haus­gehilfinnen, die dann ein Zeugnis über die ordnungsmäßig absolvierte erfolgreiche haus­wirtschaftliche Lehrzeit erhalten, ist deshalb sehr berechtigt.

Er ist es ganz besonders in einer Zeit, in der man einen großen Teil der bisher in Fabriken unb Kontoren tätigen Frauen unb Mäbchen wieber bem hauswirtschaftlichen Beruf zuführen will, um bie Arbeitsplätze für Familienväter unb männliche Jugenbliche freizumachen. Selbstverstänblich kann man biefe häufig ber hauswirtschaftlichen Tätigkeit schon ganz entfrembeten weiblichen Kräfte nicht bem neuen praktischen Beruf als Hausgehilfinnen zu- führen, ohne baß sie vorher grünblich umgeschult unb ausgebilbet worben sind. Auch die Hausfrau sucht heute in erster Linie qualifizierte Kräfte, und nicht jede ist gewillt oder in der Lage, sich ihre Hilfskräfte selbst auszubilden.

Man hat die verschiedensten Vorschläge gemacht, um einem möglichst großen Teil des weiblichen Nachwuchses eine gute praktische unb theoretische hauswirtschaftliche Ausbilbung zu geben. Am weitesten geht wohl bie Forderung nach einem 9. hauswirtschaftlichen Schuljahr für bie gesamte weibliche Jugenb. Sie wirb aber schon aus finanziellen Grünben in absehbarer Zeit keine

Erfüllung finben können. Weit eher kann ein Voi> schlag praktisch verwirklicht werben, ber von bet Reichsgemeinschaft beutscher Hausfrauen zur Erör­terung gestellt worben ist.

Jedes junge Mädchen, das sich künftig dem hausgehilfinnenberuf widmen will, soll zu­nächst ein hauswirlschaftliches Lehrjahr durch­machen, und zwar nicht in irgendeiner Schule oder Vildungsanstalt, sondern im haushalt selbst. Viele Hausfrauen, die heute nicht mehr in der Lage sind, sich eine Hausgehilfin zu halten, würden gern bereit sein, ein junges Mädchen auszubilden und in allen Haushalts­arbeiten zu schulen, die ihnen als Entgelt nur ein wenig Hilfe bei der täglichen Arbeit leisten kann. Zahlreiche Jugendliche und auch zahl­reiche bisher auf anderen Gebieten berufstätige junge Mädchen würden auf diese Weise vor der Arbeitslosigkeit bewahrt und als qualifi­zierte Kräfte dem hauswirtschaftlichen Beruf zugeführt werden können.

Natürlich kann unb soll bas hauswirtschaftliche Jahr nur ben Unterbau bilben für eine noch grünblichere Berufsausbilbung. Ge­prüfte Hausgehilfinnen bebürfen einer zweijährigen Ausbilbung. Wie berichtet wirb, haben schon mehr als 11 000 Hausgehilfinnen biefe Lehrzeit burch- gernacht unb bann bie vorgeschriebene Prüfung mit Erfolg bestauben. Ein internationaler Kongreß ber Hauswirtschaft, ber bernnächst in Berlin zusammen­treten soll, wirb Richtlinien für bie hauswirtschaft­liche Lehre unb bie Prüfung aufstellen, bamit eine möglichst große Zahl von künftigen Hausfrauen in einer hauswirtschaftlichen Lehrzeit für ben künf­tigen Beruf aufs beste vorbereitet werben kann.

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In ber Aussprache betonte Bezirksbauernführer Defch, bie Viehverwertungsgenossenschaft sei ein Instrument bes Bauern. Im neuen Staat werbe sie sich burchsetzen, benn im nationalsozialistischen Staat gehe es nicht mehr nach bem früheren übe» ralistischen Grunbsatz:Angebot unb Nachfrage regeln ben Preis", sonbern im Sinne bes natio­nalsozialistischen Wirtschaftsbenkens liege es, baß bem Bauern ein gerechter unb fester Preis ge­sichert werbe. In ber nationalsozialistischen Markt­regelung werbe bies zur Durchführung kommen. Aufsichtsratsmitglieb Bauer Johannes Schäfer (Hörnsheim) roanbte sich gegen bie Nörgler.

In ben Vorstanb würben wieber- bzw. neu­gewählt: Lanbwirt Friebrich Reitz (Hochelheim), Vorsitzenber; Bürgermeister Langsborf (Groß- Rechtenbach), stellvertretenber Vorsitzenber; Bauer Johannes Schäfer (Hörnsheim). Dem Aufsichts­rat gehören jetzt an: Wilhelm Köster (Oberwetz), Vorsitzenber; Bürgermeister Lotz (Steinborf), Hof­mann (Kinzenbach), H a r b t (Griebelbach), Süß (Nieberbiel), Bork (Lützellinben). Es würbe noch ber Beschluß gefaßt, ben Sitz ber Genossenschaft von Hochelheim nach Wetzlar zu verlegen.

Der Vorsitzende sprach bann über bie Einteilung ber Schlachtwertklassen, bie nunmehr burchgeführt werben solle, währenb sie früher nur auf bem Papier ftanb.

UnterVerschiedenes" wurde aus ber Versamm­lung heraus beantragt, baß ber Vorstanb sich bei ben maßgedenben Stellen bafür einsetzen soll, baß nun enblich ber Montagsmarkt verschwinbet unb einheitlich im Reich ein Markttag eingeführt wirb.

Bezirksbauernführer D e s ch (Oberwetz) betonte, ber genossenschaftliche GrunbsatzVertrauen gegen Vertrauen" müsse bei aller genossenschaftlichen Ar­beit immer wieber im Vorbergrunb stehen.

Mit einem Gruß an ben Führer würbe bie Ge­neralversammlung geschlossen.

Der Trauring im Kuhmagen.

W e ft e r b u r g , 22. Aug. (LPD.) Im Kreisort Hunbsangen hatte bie Ehefrau des Lanbwirts Steinebach vor einem halben Jahr ihren Trauring verloren, ber trotz alles Suchens nicht aufzufinden war. Nun wurde ber vermißte Gold­reif im Magen einer geschlachteten Kuh gefunden, bie ein Metzgermeister aus Limburg von dem Landwirt Steinebach gekauft hatte. Der Ning konnte ber überraschten Eigentümerin wieber zugestellt werben.

Kreis Biedenkopf.

LPD. Biedenkopf, 22. Aug. In einer Wirt­schaft in dem Kreisort Kombach kam es kürzlich im Anschluß an die Abschiedsfeier eines Lehrers zu schweren Schlägereien, an der sich zahlreiche jugendliche Personen beteiligt hatten. Als die Gendarmerie eingriff, wurde diese auf bas schwerste beleibigt. Auf Grunb biefer Streitigkeiten kam bann ein Ermittlungsverfahren in Gang, in bessen Verlauf von ben beteiligten Kreisen Anga­ben gemacht unb burch Eib bekräftigt würben, bie sich später als unwahr herausstellten. Jnfolgebes- sen würben jetzt fünf junge Leute aus Kom­bach von ber (Benbarmerie verhaftet unb in bas Gerichtsgefängnis nach Marburg geschafft. Po­litische Motive liegen biefen Ausschreitungen nicht zugrunde.

Starkenburg.

EinDeutscheSLokomotiv-Bild-Archiv^ in Darmstadt.

LPD. D armstabt, 22. Aug. Die Technische Abteilung des Verkehrszentralamtes ber Deutschen Stubentenschaft in Darmstabt hat in jahrelanger Arbeit einDeutsches Lokornotiv-Bilb- Archiv" geschaffen, bas hinsichtlich seines plan­mäßigen Ausbaues, seiner Güte unb seines Um­fanges eine einzigartige Lokvmotiv-Lichtbilbsamm- lung für wissenschaftliche, geschichtliche unb Lieb­haberzwecke barstellt. In etwa 4000 Abbilbunaen gibt sie einen Ueberblicf über bie Entwicklung oer beutschen Lokomotiven in hunbert Jahren. Die Dampflokomotivgattungen ber Deutschen Reichsbahn unb ber Eisenbahnen bes Saargebiets sinb voll- ftänbig vorhanben, sowie fast alle Gattungen ber ehemaligen beutschen Länberbahnen unb bereu Vor­gängerinnen. Auch bie elektrischen Lokomotiven unb Triebwagen aller Antriebsarten sinb fast voll­zählig vertreten; bazu kommen zahlreiche Lokomo­tiven ber beutschen Privat- unb Kleinbahnen mit ihren oft eigenartigen Kalifornien.

Das junge Archiv finbet bereits in wissenschaft­lichen Kreisen stärkste Beachtung. So bebienen sich z. B. fünf Hochschulen, bas Deutsche Museum in München, bas Verkehrs- unb Baumuseum in Ber­lin, sowie zahlreiche anbere Lehranstalten unb wissenschaftliche Büchereien laufenb bes reichhaltigen Bilbmaterials. Auch für bie Verkehrswerbung wer­

ben bie Aufnahmen, bie bie Eisenbahn im Lanb- schaftsbilb zeigen, nutzbar gemacht.

125. Negimentsjubiliium der 88 er in Mainz.

Mainz, 22. Aug. (LPD.) Im Jahre 1808, also vor 125 Jahren, würbe von Herzog Friebrich August von Nassau bas2. Nassauische In­fanterie-Regiment Nr. 8 8" gegrünbet. Die ruhmreiche Regimentsgeschichte sieht bie Truppe zu­nächst im Dienste Napoleons I. in Spanien kämp­fen. 1820 würbe bie Weltkurstabt Wiesbaben, unb bas sollte 50 Jahre währen, als Garnison bezogen. 1866 kämpften bie 88er gegen bie Preußen, um 1870/71 selbst als neugefügtes Preußenregiment bei Sedan, Wörth, Weißenburg und in anderen Schlach­ten zu streiten. Im Januar 1871 wurde Mainz als Garnison bestimmt, nachdem das erste Bataillon vorher als erste deutsche Truppe in Paris Einzug gehalten hatte. In dem großen Völkerringen 1914= 1918 besiegelten 127 Oftziere, 3934 Unteroffiziere unb Mannschaften bes Regiments ihre Treue zum Vaterlanb mit bem Tob. Nach bem traurigen Enbe 1918 würbe bas Regiment, nachbem es bei Aachen wohlgeorbnet über bie Grenze gegangen war, in Hanau aufgelöst. Am fommenben Samstag unb Sonntag feiert bas Regiment in ber letzten Garni­son unb alten Festungsstabt Mainz in würdigem, aber einfachem Rahmen fein 125. Jubiläum.

Ein großer Fahrradmarder vor Gericht

LPD. Mainz, 22. Aug. Vor ber Großen Straf­kammer stauben sechs Angeklagte, nachbem gegen .fünf anbere Angeklagte bas Strafverfahren auf Grunb bes Gesetzes über bie Straffreiheit einge­stellt werben mußte. Es waren ber Hauptangeklagte vorbestrafte 34jährige Karl Baber, ber ebenfalls vorbestrafte Franz Leser, ber vorbestrafte 25- jährige Otto S) eib, ber 30jährige vorbestrafte Hermann Weiß, ber 21jährige vorbestrafte Her­mann Kaiser unb ber bisher unbestraft geblie­bene Johann K a s ch u b e, sämtlich aus Worms. Baber als Haupttäter hatte 25 Fahrräber, ebenso Strümpfe, Hemden, Photoapparate, eine Wolldecke, einen Rollschinken, Frottierhandtücher unb begleichen mehr, bis in bas Jahr 1930 zurück- liegenb, gestohlen, bie einzelnen Angeklagten, ins­besondere Leser, machten sich der Begünstigung, Beihilfe unb Hehlerei schulbig. Das Urteil lautete wie folgt: Die Angeklagten Heib, Weiß unb Kaschube werben freigesprochen, bzw. gegen sie wirb bas Verfahren auf Grunb bes Amnestie­gesetzes eingestellt. Mangels Beweises wirb ber Angeklagte Kaiser freigesprochen. Leser wirb wegen Beihilfe zum Diebstahl in brei Fällen unb wegen Hehlerei in zwei Fällen zu einem Jahr Ge­fängnis verurteilt. Der Haupttäter Baber erhält wegen einfachen Diebstahls in 37 Fällen unb wegen schweren Diebstahls in einem Fall eine Gesamt- gefängnisstrafe von vier Jahren unb fünf Jahre Ehrverlust. Sechs Monate Unter­suchungshaft sinb anzurechnen.

Die Landstraße ist keine Rennbahn.

Rüsselsheim, 22. Aug. (LPD.) Zwei junge Motorradfahrer veranstalteten nach dem Be­such ber Kirchweih auf der Straße nach Hofschönau eine Art Wettrennen. Beim Ueberholen eines Fuhrwerks erlitt ber eine einen schweren Sturz, wobei er sich Kopf- unb Gesichtsverletzungen unb einen Bruch des rechten Armes zuzog, so daß er ins Krankenhaus gebracht werden mußte. Auch sein Freund stürzte beim Zurückschauen, jedoch kam er noch glimpflich davon.

Büchertisch.

Hans Braun-Bessin:...trotzdem lachen!" Die Geschichte einer Arm-Seligkeit. Brunnen-Verlag G. rn. b. H., Berlin SW 68. (287) Der Kampf eines Schriftsteller-Ehepaares verkörpert den Kampf ber jungen Generation unb gibt einen Ausschnitt bes Weges von ber Armut zum Erfolg, vom Erfolg zur Enttäuschung unb durch bie Enttäuschung zu neuem Schaffen. In keiner Lebenslage verzweifelnb, immer lachenb, je­doch niemals leichtsinnig, nur mit bem unbeugsam festen Willen, sich durchzusetzen, ist bas Buch so recht für unsere Tage geschrieben.

Sie Nibelungen. Des Helbenliebes beide Teile, neuerzählt von Rubolf Herzog. Leipzig, 1934. K. F. Koehler G. m.b.H., Ganzleinen 2.85 Mark. (51) In die 109.Koehler-Reihe" ist auch das Nibelungenepos in der schwungvollen Darstellung Rubolf Herzogs ausgenommen roorben. Der Glanz ber Sprache wetteifert hier mit ber er­schütternden Größe und Menschlichkeit bes Stoffes;' hier haben wir eine populäre Einführung jn bU größte deutsche Heldensage.