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Wehr und Waffen

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Oer Pionier des Reichsheeres.

Von Oderstleuinanta. D. Benary.

lerBfeMiglsstellt haben, dessen in der Welt einzig da- iWsteHkffre Stärke auch das gewaltigste natürliche chMHi.ih'.'uis in den Schatten stellt. Auch die franzö- enifitififvfen Küsten bieten keine besonderen Derteid'i- ^chwierigkeiten und werden zudem durch die

staaten Europas. Rings von starken Militärmächten umgeben, mit denkbar ungünstigen Grenzen und ohne die Möglichkeit der gesicherten Verbindung mit Uebersee kann es sein Dasein auf die Dauer nur wahren, wenn ihm eine Verteiüigungswehr zu­gebilligt wird, die in einem gesunden Verhältnis zu den Rüstungen seiner Nachbarstaaten steht. Da- ........ ' ' 1 und hinter ihm steht

Schr)stätt U-Bootslotte der Welt geschützt.

Mi litt l i e n s Landgrenzen im Norden sind ff^sehrseiwer angreifbar, besonders die gegen Frank- ; , feine sehr ausgedehnten Küsten aber, an

Aderihii alle seine großen Städte liegen und die , ?grct|?r Verkehrsadern entlanglaufen, sind außer- ordentlich empfindlich gegen Luft- und ^SeidAgriffe. In England wäre eine Landung ^^feiiMcher Truppen an irgend einem Punkte feiner b^KE ir praktisch erst nach Niederwerfung seiner

Siedlung, gleichzeitig ein neuartiger Sol­datentypus. Japan erklärt, daß esReser­visten" ansiedeln wird. Doch indem es sie auf dieser Wehrsiedlung ansetzt, bleiben sie, bei Licht besehen, aktiv": eine Formation des stehenden Heeres, die allerdings nicht in Kasernen, sondern auf Sied­lungsgehöften untergebracht ist. Es ist sehr wahr­scheinlich, daß sie auch weiterhin unter militärischem Gesetz stehen werden, und nicht etwa nur nach Feierabend, sondern ebenso während der Arbeits­zeit. Soldat und Dauer, eine Verschmelzung von Arbers- und Kriegsdienst so wächst aus dieser Wehrsiedlung wahrscheinlich eine neue menschliche Gestalt; sie wird uns noch manches Rätsel aufgeben.

OiHerheihgeopolttischbetrachtet

-ivon Walther von Keifer, Major a. V.

lorin!3 Otztt beb1-

Ernährungsmöglichkeiten in reicher Fülle im eige­nen Lande, das erheblich schwächer bevölkert ist als Deutschland. Jedenfalls ist Frankreichs Lage auch in dieser Hinsicht die günstig st e von allen gro­ßen europäischen Festlandsstaaten. Rußland liegt gewiß sehr ungünstig zu den Weltmeeren, aber eine völlige Blockade unter gleichzeitiger Absperrung von all seinen Nachbarn hat es kaum zu fürchten, auch ist es so reich an Agrar- und Rohstoffprodukten, daß es bei vernunftgemäßer Wirtschaft auch im schlimmsten Falle sehr lange Zeit durchhalten könnte. Und daß Englands Ernährung und Rohstoffversorgung aus seinem riesigen Kolonial­reiche sichergestellt ist, solange nicht seine Flotte vernichtend geschlagen ist, braucht kaum erwähnt zu werden.

Deutschlands geopolitische Sicherheit ist so­mit die denkbar schlechteste von allen Groß-

Di > allen Sicherheltsfaktoren ist allein die geo- tob p;lit che Sicherheit eines Landes feststehend und im N mujjeMchen unveränderlich. Wer es also wirklich eltritc mit der gleichen Sicherheit für N a i l «Mächte meint, muß bei der Abschätzung der lusl nrlit rischen und politischen Sicherheitsmittel, die Pri iki iiternationalcr Vereinbarung den einzelnen

kleinem Monat waren es tust 70 Jahre b e t188. April 1864! 10 Uhr schlägt es --^DLp.c^er Turm. Da quellen die Sturmtruppen her- 0.® DDi-iis den Parallelen vor den weit das Schles- ^wicMlsteinsche Festland beherrschenden Schanzen, ^KvIW'iT an Kolonne, Kompanie auf Kompanie, ^preWiche Garden und Musketiere aus der Mark

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Stärke der französischen 0-Bootflotte unmöglich voll- für kämpft heute der Führer, ständig blockiert werden; auch hat es Rohstoffe und! ein einiges und geschlossenes deutsches Volk.

allein 25 besitzt, sind aus den Torpedobooten ent­standen, jedoch mit ihren 3100 Tonnen und fünf bis sechs mittleren Geschützen als solche kaum noch zu erkennen. Mit ihrer Befähigung zum blitz­schnellen Zustoßen im Handelskrieg und für Ueber- fälle sind sie ein charakteristisches Merkmal des neueren Seekrieges geworden und machen der eng­lischen Seeverteidigung nicht geringe Sorgen. Rich­tig ist, daß solche Geschwindigkeiten an die Grenze des Zweckmäßigen führen, auch sind diese Schiffe so dünn gebaut, daß ein einziger Treffer die Bord­wand durch den hohen Wasserdruck wahrscheinlich von vorn bis hinten wie Papier aufreißen wird. Die schnellsten Fahrzeuge der Welt sind- jedoch die (französischen) Torpedoschnellboote, die über 50 Knoten (90 Kilometer) auf glattem Wasser entwickelt haben. Solchen kleinen Fahrzeugen von 20 bis 30 Tonnen, die zwar nur bei mäßigem Wetter gebraucht werden können, denen aber die

Neues von den Seekriegswaffen

Von Kontreadmiral a. O. Gadow

den Flugzeugen selber haben sich der Typ des Torpedo-Bombers, des Kampf- und Beobachtungs­flugzeuges als wichtigste her aus-gebildet. Stärker noch, jedoch für die Küste besser geeignet, ist das weitreichende Flugboot, das auf dem Wasser gut landen und eine sehr schwere Bewaffnung von Kanonen und Maschinengewehren führen kann.

Die Artillerie schießt auf See heute auf riesige Entfernungen, 36 bis 40 Kilometer, und ist imstande, dabei noch zu beobachten und zu treffen. Auf mäßigere (Entfernung, gestattet eine hochent­wickelte Optik und Feuerleitung das Ziel selbst bei heftigsten Bewegungen festzuhasten, besonders auch Luftziele, gegen die das eigene Schiff häufig scharf manövrieren muß. Ob der Bomber und Torpedo- slieger heute von der Abwehrartillerie in Schach gehalten werden kann, ist in Friedensübungen nur sehr schwer zu beurteilen. Als überlegen gilt noch der Sturzbomber, der sich mit 500-Kilometer- Stunden herabfallen läßt, also fast 130 Meter in der Sekunde, seine Bomben mit erheblicher Durch­schlagskraft losmacht und wieder schnell verschwin­det. Der Torpedo legt heute unter eigener Kraft 20 000 Meter zurück, wenig Zutrauen verdient die

-schotten und ähnliches mehr.

Bei den Kreuzern sah man das Wesentliche im Ausbau der Geschwindigkeit zu den höchsten Ziffern. Französische Schiffe haben die 36-Knoten-, italienische die 39-Knotengrenze über­schritten, während der englische Schiffbau sich mehr zurückhielt, bei 32 Knoten stehen blieb und jene Schnelläufer mit mißtrauischen Augen betrachtet. Man ist der Meinung, daß sie mit ihrer Häufung von Maschinen und Kesseln nicht mehr genügend Standfestigkeit und Widerstandskraft haben und keine menschenwürdige Unterkunft für lange See­reisen bieten können. Auf letztere legt der Eng­länder großen Wert, während die Mittelmeermächte mit ihren nahe beieinanderliegenden Häfen anders

deutschen, der den Ehrenrock der Pioniere Mikl Todesfarbe am Kragen trägt.

9Mi$r sein schließt eine tiefe Verpflichtung in honier sein heißt sich selber aufgeben, sein 9 Q Sein, sein ganzes Wissen und St ö:'i in. n einsetzen für d i e Schwester- l|em, heißt als Wegbereiter oft still zurück-

treten hinter den Ruhm der anderen. Es gab eine Zeit und sie lag unserer eigenen militärischen Jugend gar nicht so fern, da zuckte mancher ein ganz klein wenig die Schultern, wenn Pioniere des Weges kamen:Pioniere? Halbe Soldaten! Uni­formierte Techniker!" Er hat ihnen, als es hart auf hart ging, alles abgebeten. Er hat im Wirbel der Materialschlacht immer wieder nach dem Pionier, nach Hilfe durch den Techniker gerufen, und der Pionier hat sie ihm nie versagt.

Heber die Flüsse und Seen hat er ihn gestatt und gerudert, über die größten Ströme Europas ihm Brücken geschlagen. Drahtzäune hat er ihm vor seinen Stellungen gezogen, Unterstände zu seinem Schutze miniert und gezimmert oder gar mit Eisenbeton schußsicher gestaltet. Mit kleinen und großen Scheinwerfern yat er das Vorfeld seiner Stellung beleuchtet. Durch des Feindes Hindernisse hat er mit Drahtscheren, Minen und Sprengladun­gen eine Gasse gebahnt, lieber das versumpfte Trichtergelände hat er Laufstege geworfen. Tief in die Erde unter des Feindes Stellung hinweg hat er seine Stollen getrieben, ist er in einem zer­mürbenden Minenkrieg dem Feinde mit seiner Sprengung zuvorgekommen, hat feine Gegenmine abgequetscht. Beim Sturm ist er der Erste, beim Rückzug der Letzte gewesen. Seine Minenwerfer haben die stärksten Brustwehren zertrümmert, seine Flammenwerfer die tiefsten Unterstände ausge­räuchert, seine Sprengkörper dem verfolgenden Feinde die Brücke vor der Nase in die Luft gejagt. Wenig Worte hat er gemacht. Um so entschlossener, um so zielbewußter hat er gehandelt.

Der Pionier des Reichsheeres eifert ihm nach. Sein Dienst tft vielleicht noch viel­seitiger, noch schwerer geworden. Denn seine Zahl ist nur klein. Der Feindbund hat wohl gewußt, was er tat, als er die Stärke der Pioniere auf ein Minimum, auf ein Bataillon für jede Divi­sion zu zwei Kompanien, eine Brückenkolonne und einem Scheinwerferzug beschränkte, als er den Kavallerie-Divisionen keine eigenen Pionierforma-

rem Maßstabe, zwischen den einzelnen Siedlungen Befestigungsanlagen entstehen wie an Der französischen Ostgrenze. Die moderne Zivilisation Im Fernen Osten, von der gelben Rasse ebenso be­herrscht wie von der weißen es wird ein Bild sein, wie man es vor zwei Jahrzehnten kaum für möglich gehalten hat. Und es wird sehr nützlich

gleiche Schule für die Laufbahn des Festungsbau- Feldwebels vor. Fällt doch auch der Bau, die Unterhaltung der wenigen, Deutschland verbliebe­nen Festungen der Pionierwaffe und ihrer Ver­tretung im Reichswehrministerium, der JnspekÜon der Pioniere und Festungen zu.

In der Materialausrüstung muß der Pionier des Reichsheeres sich gleichfalls nach der Decke strecken, die ihm der Feinhbund zugeschnitten hat. Er verfügt nicht über den unerschöpflichen Park geländegängiger Kraftfahrzeuge jeder Größe, über Brückenbau- und Brückensprengtanks, wie seine Waffenkameraden in anderen, in ihrer Rüstung nicht beschränkten Heeren. Er gibt sich zufrieden mit pferdebespanntem Brückengerät. Er verfügt über keine Motorbootsflotte, die mit Fährbetrieb einsetzen kann, wenn der Feind durch Artillerie- und Fliegerfeuer, wie in jenen Tagen des Jahres 1918 an Der Marne, den Bau fester Brücken immer wieder unterbindet. Er freut sich, wenn er hier und da ein Motorboot sein eigen nennen, einen Jnnenbordmotor in ein Ponton einbauen kann.

Dennoch, er verzagt nicht: den Stahlhelm auf dem Kops, die Maske zur Gasabwehr bereit vor der Brust, den schweren Tornister auf dem Rücken, Schanzzeug und blanke Waffe an der Seite, Hand­granaten und Patronen am Koppel, das Gewehr, die treue Waffe des Scharfschützen in der Faust, so steht er da, bereit, seine Pflicht z u tun, w i e es die Väter taten. Er wM, ein höhe­rer Lohn winkt seiner als irdischer Lorbeer und Kreuze, wie es ihm verheißen ist in seinem Kampf­und Trutzlied, in dem Lied, das er immer wieder singt auf dem Marsch und am Lagerfeuer, in dem Lied von dem Pionier aus dem Argonner- w ald :

Und kommt man vor das Himmelstor, Argonnerkämpfer stehn davor.

Argonnerkämpfer, tritt herein,

Für dich soll hier der ewige Frieden feint*

tionen zubilligte, sondern es ihnen überließ, ein paar technisch geschickte Leute aus ihren Eskadronen nebenbei im Pionierdienst auszubilden. Seine Auf­gaben aber haben sich gegen die Vorkriegszeit ver­doppelt und verdreifacht. Wer wußte damals viel vom Tarndienst, vom Nebelgerät und vom Ver­nebeln, von Tankminen und Tankabwehr, alles Dinge, die heute jedem Pionier geläufig sein müssen. Auch über Eisenbahnbau und Eisenbahn­zerstörungen, über Starkstromanlagen, über den Bau und die Beseitigung elektrisch geladener Hin- dernisie muß er Bescheid wissen. Denn er muß ja einspringen für die Eisenbahntruppe und alle die anderen technischen Sonderformationen, die der Feind uns versagte.

Zwölf Jahre, sagt ihr, hat er dafür auch Zeit, sich weiterzubilden. Aber ich sage euch, auch die reichen nicht, ihn in allen Sätteln sicher zu machen. Denn nebenbei will er doch auch noch ein brauch­barer Infanterist, ein sicherer Schütze und Hand­granatenwerfer werden, der sich selbst seiner Haut zu wehren weiß, soll er doch zu einem Lehrer in allen technischen Dingen für die anderen Waffen, zu einem Führer der eigenen Truppe heranwachsen, soll er jede Stunde bereit sein, seinem Volks­genossen im Kampf wider die entfesselten Elemente, bei Feuersbrünsten und Wassersnöten, uns Helfer zu werden.

So bleibt ihm nichts anderes übrig, als sich zu spezialisieren, nach alter Pionierüberlieferung der eine alsPionier", der andere alsPontonier", der dritte alsMineur" zu glänzen. Ein trefflicher technischer Unterricht auf der Heeresfackschule für Gewerbe und Technik, die bei jedem Bataillon er­richtet ist, kommt ihm zu Hilfe. Er dient gleich­mäßig seiner Schulung für einen technischen Zivil-, beruf nach Ablauf feiner Dienstzeit, soll ihm den Meisterbrief als Schlosser oder Elektriker, das Be- ahigungszeugnis zum technischen Beamten ver- chaffen. Die Offizier-Anwärter bildet die Pionier- chule München für ihren verantwortlichen Beruf, )ie technisch besonders beanlagten Unteroffiziere die

japanische Meldung von Torpedos, die mit einem dem Tode geweihten Menschen besetzt sind. Die Mine ist gewaltig verbessert, trägt sechs hohe Sprengladungen und weiß sich sogar gegen ihren Feind, den Otter, zu wehren, das Schneideinstru­ment, das die Schiffe rechts und links neben sich oder auch hinter sich herschleppen, um die - Anker­taue von Minen abzuschneiüen.

Feindliche Annäherung verrät weithin die U n terwasferhorcheinrichtung, die auch den Unterseebooten das Leben erschwert. Diese letzteren sind in einzelnen Exemplaren (Frankreich) bis zu 3000 Tonnen angewachsen und führen zwei schwere Geschütze (kurze 20,3 Zentimeter). Ihre Bewährung steht noch dahin. Mit Scheinwer­fern holt man heute bei dunkler Nacht Ziele bis zu 6000 Meter heran, weitere Beleuchtung im Nachtgefecht geben die Leuchtgranaten. Infra­rote Optik vermag den Nebel zu durchdringen, vorerst noch als Photographie, später vielleicht auch im Sehinstrument

Japans Wehrsiedlung.

Das japanische Kolonialministerium hat be­schlossen, in Mabdschukuo 1 0 0 0 0 Reser- d i ft e n anzusiedeln. Die dortige Regierung hat selbstverständlich zugestimmt und bereits jede Unterstützung zugesagt. Die Siedler, so gibt das japanische Kolonialministerium des weiteren be­kannt, werdenausreichend bewaffnet" zum Schutz gegen Uebersälle". Daraus läßt sich schließen, daß die Siedlungen längs der Grenze gegen China und Rußland an­gelegt werden: insbesondere von dorther wird Japan in Mandschukuo- bedroht. Es handelt sich also um eine ausgesprochene Wehrsiedlung.

Und so hört man denn auch, daß ihre Anlage nach strategischen Gesichtspunkten er­folgen wird. Man erinnere sich dabei, wie im letzten Jahre des Großen Krieges die Front auf­gelockert wurde. Widerstandsnester, verhältnismäßig schwach bemannt, dafür um so stärker bewaffnet, wurden im Trichtergelände eingerichtet, räumlich nicht selten weit auseinander, scheinbar also je nach dem freien Ermessen der Mannschaft und nach der örtlichen Gelegenheit doch auf den Karten der höheren Stäbe sah man die einzelnen Widerstands­nester durch Linien verbunden, woraus sich dann die Einsicht ergab, daß die Zickzacklinie der Front durchaus nicht willkürlich, sondern sehr plan­mäßig entstanden war.

Ebenso planmäßig, wie gesagt: nach strategischen Gesichtspunkten, wird Japans Wehrsiedlung in Mandschukuo angelegt, nur daß hier die Wider­standsnester nicht in Trichtern eingerichtet werden Siedlungsgehöfte treten an ihre Stelle. Wahrscheinlich wird man zur Sicherung gegen Artilleriebeschuß viel Eisen und Beton bei ihrem Bau verwenden, rote sich überhaupt denken läßt, daß hier, wenn auch in anderer Form und fleine-

schlacht, in der drei große englische Schlachtkreuzer nach englischer Darstellung im deutschen Feuerwie »len sanken", sowie die übrigen Erfahrungen ien, Torpedos usw. zu weitgehenden Ver­besserungen im fremden Kriegsschiffbau ge­führt haben. Vor allem wurden die Linien­schiffe durch den Anbau von seitlichen Wulsten stärker vor Unterwassertreffern geschützt, was frei­lich den Nachteil hatte, daß die Dockgelegenheiten sehr vermindert und erschwert wurden, so daß z. B. östlich von Malta nur ein einziges Dock in Singapore für solche Riesenschiffe existiert. Gleichzeitig wurde nach deutschem Muster der innere Schiffbau bedeutend verbessert, Panzerschotten ein­gezogen, die Munitionskammern besser gesichert usw. Die neue Luftwaffe zwang weiter zur Verstärkung des Panzerdecks, zu Splitternetzen und

Flotte denkbar. Freilich, so unbedingt sicher wie in früheren Zeiten kann auch das stolze Albion sich Heute, im Zeitalter der weittragenden Geschütze, die über den Kanal hinüberreichen, und der Luft­bombenflotten nicht mehr fühlen, zumal seine Flotte die Meere nicht mehr so ausschließlich beherrscht wie in früheren Zeiten. Rußlands europäische Grenzen bieten zwar im allgemeinen keinen natür­lichen Schutz, aber seine geopolitische Sicherheit be­ruht in der ungeheuren Ausdehnung und Unwegsamkeit seines Gebietes, die auch dem stärksten Feinde man denke an Napoleon 1812 zur Katastrophe werden kann.

Und schließlich die Lage zu den Welt­meeren. Nie hätte Deutschland im Weltkriege so vollständig niedergerungen werden können, wenn nicht seine ungünstige Lage zu den Ozeanen seine völlige Absperrung von jeder über­seeischen Zufuhr möglich gemacht hätte. Nur das rohstoffarme Italien befindet sich in ähnlich ungünstiger Lage, da auch ihm durch Sperrung des Gibraltar- und des Suezkanals die Verbindung mit Uebersee ahne weiteres genommen werden kann. Frankreichs Küsten können bei ihrer

^unlt) Westfalenlande! Einzelne Gruppen eilen i ihnhi voraus. Aexte, Beile und Drahtscheren in - denVZ:usten, einen Puloersack über der Schulter. . Dei?lwarze Kragen kennzeichnet sie als das,- was - sic Ititi. als Bahnbrecher des Sieges, als Pio- ni i|rci { Im Handumdrehen find sie an den Schan- : 3eru!ii fr-ingen in den Graben. Palisaden hemmen /'dort iiren Weg. Der Leutnant greift schon zur : Axst D:i drängt sich der Pionier Klinke an ihm vorch«:Herr Leutnant, ich werde Luft schaffen!

BeG einer als zehn!" Er schleudert den Pulver- sack7 ctpen die Balkenwand. Er stößt die brennende ! Lu-chi hinein. Ein Feuerblitz, ein Knall! Erdbrocken, ^oM^immer wirbeln empor. Zersplittert liegen reckst !iie Palisaden, verstümmelt, verbrannt links G dkrvfiwende Pionier. Durch die Lücke stürmen die jj Raimrcfoen in das Werk. Die Schanze ist ge- noAnn en. Der Pionier Klinke ist zur Derkörpe- Pioniergedankens geworden. In Spandau, > ber: t,n Pionier-Garnison, steht in Erz gegossen < !eu®ejitmal. Sein Vorbild aber lebt in den Herzen

sind ein echtes Erzeugnis der Motorenzeit.

Der Schiffsantrieb steht zögernd auf der Grenze zwischen Dieselmotor und Dampfturbinen für Höchstdruck. Beide halten sich an Gewicht und Leistung noch etwa die Waage, jedoch haben die Dieselschiffe den Vorzug sparsameren Verbrauchs und daher höherer Seeausdauer. Das beste Beispiel sind die deutschen PanzerschiffeDeutschland" und Admiral Scheer", denen ein Fahrbereich von 15 000 Seemeilen zugemessen wird. Das bedeutet die Möglichkeit eines wochenlangen Aufenthalts in See zum Handelsschutz, oder rein theoretisch eine Seestrecke von Kiel bis weit über Yokohama hinaus oder nach Colombo hin und zurück, zweimal hin und her nach Neuyork. Der Brennstoff ist heute nur noch das Del, obgleich in England eine ge­wisse Bewegung die Entwicklung zurück zur boden­ständigen und schußsicheren Kohle erzwingen möchte.

Die Flugzeugträger, auf deren Deck die auf See gebräuchlichen Flugzeugtypen (mit Lande­gestell) aufsteigen und landen können, machen z.Z. allgemein eine Entwicklung zu kleineren Di­mensionen durch (12 000 bis 20 000 Tonnen), nachdem die riesigen englischen und amerikanischen Exemplare (bis zu 36 000 Tonnen) als zu groß, schwerfällig und exponiert erkannt wurden. Neu ist die Kombinafion Kreuzer mit Flugzeug­deck, wie in Schweden und Amerika. Neb-m D-^n

Man weiß, daß die Ergebnisse der Skagerrak-1 feindliche Artillerie kaum beikommen kann, wird Unrht in hör hroi nrnfco onrtfifrho PirbtnÄtFrpmpr * fyeute für die Abwehr an der Küste und in be- grenzten Meeren hohe Bedeutung beigemessen, sie

Noch größere Steigerung wird jedoch erreicht den französischen und italienischen Flottillen­führern, die bereits 41 und sogar 43 Knoten geleistet haben. Das sind 77 Kilometer in der Stunde, also schon eine recht gute Zuggeschwin- oenen Frankreich

Typen stehen die Flugzeugmutterschiffe für See- i o , , , . , _ ,

flugzeuge, die ihre Flugzeuge nut Katapult av- sein, diese japanische Wehrsiedlung bis in ihre schießen und mit Kran oder mit Hilfe eines nach- ---------------

geschleppten Landesegels wieder einsetzen. Alle größeren Schiffe haben Flugzeuge an Bord. Bei

leid. (SiQticn zugestandeu werden sollen, von der natup i5j greinen geopolitifujen Lage dieser Län- inbb, bür usgehen. Wesentlich sind in dieser Hinsicht für > Yi b Üi Beurteilung der Sicherheit vor allem: das I i r ti um 11 d) e Verhältnis zu den anderen is 8 mil-imischen Mächten des Erdteils, die Länge und ). VLrridigungsfähigkeit der Grenzen, die Lage ntMH !*n Weltmeeren. Nach diesen Gesichts- öypiNten soll einmal die geopolitische Sicherheit Der Mi,cr^iüiscyen Großstaaten geprüft werden.

fib 2° utschlands räumliche Lage in Der Mitte ndk-EiM as, Die so viele Vorteile in oerkehrspolitischer ton&uub ultureller Hinsicht hat, hat zu allen Zeiten elterber »eschichte feine Sicherheit auf das neri*S8| d» e r ft e beeinträchtigt. Fast alle starken gch.Mui: rmächte des Erdteils sind seine unmittelbaren sp^Mcharn, daher wird es von jedem größeren Kon- lanJliüt mitbetroffen, und seine Grenzlande sind von > tre uer der Schauplatz zahlreicher Einfälle seiner !0 ^Nllichurn gewesen, wenn nicht gar, wie im Dreißig- 15 ^-iftlpn Kriege ober zu Napoleons Zeiten, das c ^gcnZiDeutsche Reich von Feinden überflute! wurde. > ftjSir m Versailles erfolgte Neuordnung Europas, n g-iöcar Hem Die Zerreißung Des Deutschen sftariP 0t en s in zwei Teile und Die Zusammendrängung Detsi Kutschen Volkes auf einen viel zu kleinen 3wai> hat Die geopolitische Sicherheit Des Deutschen ieschiBAkb. auf ein Mindestmaß herabge - 1 fjbb irii t, die Möglichkeit feindlicher Uebersälle ver- ideswiÄfcht. Kein anderer europäischer Grohstaat lebt ®o:avi| nur entfernt in ähnlicher räumlich bedingter e KUiWsrheit. Das meerumspülte England hat iummWrtiiupt keinen unmittelbaren Nachbarn, Frank- i Kreit und Italien liegen an Der Peripherie lonit-befli irdteils und brauchen sich nicht wie das ein= ler tfgcgtyjrte Deutschland nach allen Seiten zu schützen. gesi^UW u ß la n d schließlich ist in Europa nur von MoiÄ chwächeren Mittel- und Kleinstaaten umgeben, in sdi'Ü fv»h sind, wenn sie von Den mächtigen Nachbarn ^jtugiwen gelassen werden.

IM Iud hinsichtlich Der Verteidigungsfählg- BMfe'itber Grenzen ist Deutschlands Lage be- fonnbe'5 ungünstig. Die deutschen Landgrenzen sind heyite mehr als doppelt so lang als die FrWn^eichs und zum größten Teil ohne jeden [efc-n ui ii r l i d) e n Schutz. Sie sind im Osten und großen Teil auch im Westen außerordentlich n^kschMi zu verteidigen, und trotzdem ist ihnen in M DesTsolles jeder unmittelbare Festungsschutz, ji# bet lüi der zahlenmäßigen und waffentechnischen jch Schwche des deutschen Heeres doppelt notwendig >n.Kroate, versagt worden. Unsere Nordseeküste IflitUpr infolge der vorliegender^ Inseln und Watten /n|(rj d i di: r angreifbar, ihre wichtigsten Handels- \to'ftam!e, Hamburg und Bremen, liegen über 100 5op Äiibr-ter vom offenen Meere entfernt, auch hat mesr hr beschränkte Küstenbefestigungen gelassen.

,av- ArK Vc Ostsee aber ist das Meer fast überall bis )e'- Dieüt in die Küste befahrbar, und alle größeren A^KMeGtädte bis auf Flensburg, Stettin und Königs- wi bei«® liegen Dort im Bereich moDerner :hi f sgeschütze; Küstenbefestigungen fehlen f fafit olllig.

issrm n k r e i ch s Landgrenzen sind dagegen fast übhc durch schwer zu überschreitende na tür = Ml i hi Hindernisse geschützt, die Pyrenäen, die *" Achei den Oberrhein. An der verhältnismäßig e.M^kuiiize- Strecke seiner Nordvstgrenze, die des natür- Schutzes entbehrt, wird es binnen kurzem M teilten ununterbrochenen Befestigungswall