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1877, Mainzer Ruderverein, Godesberg und Lud­wigshafen trifft. Im mit acht Booten besetzten Stadt-Saarbrücken-Dierer starten die erste Mannschaft vom Berliner Hellas, Würzburg, Mainz-Kastel, Godesberg, Etuf Essen, Sturmvogel Leipzig, Saar Saarbrücken und Limburger RE. Hauptbewerber in den beiden großen Einer- rennen sind der an Pfingsten in Ostende star­tende Georg von Opel-Rüsselsheim, Rolf Schneider, Kölner Wafsersport, und Hans Heckes, Germania Homberg.

Die für die Regatta verantwortlich zeichnende Saarbrücker RG. Undine hat bei den zuständigen

Derbandsstellen um die Genehmigung nachgesucht, die Regatta auf den vorausgehenden Freitagnach- mittag ausdehnen zu dürfen, da es nicht mög­lich ist, die große Zahl von Vorrennen in den Vor- Mittagsstunden der beiden Regatta-Tage abzu­wickeln. Die gute Besetzung der Jungmann- und der dritten Rennen, besonders im Achter, läßt er­kennen, daß es an Nachwuchs nicht mangelt. Die Regatta findet nicht auf der inneren Stadtstrecke, sondern auf einer nahe bei der Stadt gelegenen schwächer gekrümmten und vor allen Dingen brückenfreien Bahn statt.

Gau AMeffen Kreisgebiet Gießen DT.

Zugendwanderung und Jugendtreffen auf dem Schiffenberg.

Prächtiger Frühlingssonnenschein begünstigt die Wanderung unserer jüngsten Turner. Es ist eine Lust zu sehen, wie am frühen Morgen Schar um Schar der Jugendlichen mit frischen, roten Backen, mit leuchtenden Augen auf dem Schiffenberg ein- trifft.

Um 9 Uhr ruft das Glöcklein vom Turme der altehrwürdigen Klosterkirche zur Morgenandacht. 500 bis 600 Schüler und Schülerinnen folgen dem Rufe und sammeln sich im Schiff der geräumigen Kirche. Pfarrer Reiner von Haufen halt eine den frischen Jungen und Mädchen angepaßte schone Morgenfeier.

Und dann geht es zum Turnen, Tauziehen, Wett- fprung aus dem Stand, Schockwurf mit dem Hand­ball und 6X50-Meter-Pendelftafette, alles Mann- schaftskämpfe sie füllen den Vormittag aus. Eine schmackhafte Erbsensuppe aus dem aroßen Feld- kefsel erfrischt die Jungen und die Alten in der Mittagspause.

Kurz nach 14 Uhr marschiert unter Führung von zwei Gruppen Spielleuten ein stattlicher Zug von Wettkämpfern wieder auf den Kampfplatz. Drei Gruppen Freiübungen von 500 Jungen und Mäd­chen vorgeführt, bilden den Auftakt zu Volkstänzen, Scherzturnen, Sondervorführungen, zum Völker­ball und anderen Spielen. Mit größtem Eifer geben sich die Jungen und Mädchen besonders dem Völ­kerballspiel hin, und es zeigt sich, daß sich dieses Kampfspiel vorzüglich für die Jugendlichen, be­sonders auch für die Turnerinnen eignet. Einzelne Mädchengruppen, z. B. die von Grüningen, leisteten Vorzügliches.

Gegen 17 Uhr leitet Kreisführer Daupert mit einer packenden Ansprache, für die er reichen Beifall erntete, die Siegerehrung ein. Der Mutter­tag gab dem Redner Gelegenheit, seine jungen Hörer zu mahnen, ihren Eltern, im besonderen der Mutter mit hoher Achtung und größter Liebe zu begegnen, ihr ein treuer Sobn und eine dankbare Tochter zu sein. Die Ansprache klang aus in einem stürmisch aufgenommenenGut Heil!" auf den Reichspräsidenten von Hindenburg, den Volkskanzler A d o l f H it l e r, auf Voll und Vater­land.

Turnwart Georg Hofmann von Gießen, der den Wettkampf gut vorbereitet hatte und unter dessen umsichtiger Leitung sich das ganze glatt ab­wickelte, ehrt die Sieger mit einem dreifachen ,Gut Heil!"

Oie Siegerliste.

6X 50 - m- Pendel staffel.

a) Schülevinnen-Oberstufe:

1. Sieger: Männerturnverein Gießen 47,4 Sek.

2. Turnverein 1846 Gießen 47,7

3. Turnverein Wieseck 51,9

b) Schülerinnen-Unterstufe:

1. Sieger: Tv. Wieseck 49,4

2r Tv. 1846 Gießen 51,6

3. Tv. Grüningen 51,7

c) Schüler-Oberstufe:

1. Sieger: Tv. Watzenborn-Steinberg 46,4

2. Tv. Holzheim 47,0

3. Tv. Wieseck 47,2

d) Schüler-Unterstufe:

1. Sieger: To. Großen-Buseck 49,6

2. Tv. 1846 Gießen 50,5

Z. Tv. Haufen 50,8

Weitsprung aus dem Stand.

a) Schülerinnen-Oberstufe:

1. Sieger: Mtv. Gießen II 11,90 m

2. Mtv. Gießen I 11,68

3. Tv. Staufenberg 10,70

b) Schülerinnen-Unterstufe:

1. Tv. Wieseck 10,63

2. Mtv. Gießen 10,61

3. Tv. Grüningen 10,00

c) Schüler-Oberstufe:

1. Sieger: Tv. Wieseck 12,88

2. Tv. Watzenborn-Steinberg 12,31

3. Tv. 1846 Gießen I 12,06

d) Schüler-Unterstufe:

1. Sieger: To. Steinbach 11,35

2. Tv. Hausen I 11,16

3. Tv. 1846 Gießen I 11,13

Schock ball-Weitwurf.

ä) Schülerinnen-Oberstufe:

1. Sieger: Mtv. Gießen I 113,95

2. Tv. Wieseck 101,70

3. Mtv. Gießen III 99,95

b) Schülerinnen-Unterstufe:

1. Sieger: Mtv. Gießen 87,35

2. Tv. Grüningen 78,15

3. Tv. Wieseck I 75,30

c) Schüler-Oberstufe:

1. Sieger:Tv. Holzheim 137,35

2. Tv. Steinbach I 132,00

3. Do. Wieseck 129,25

d) Schüler-Unterstufe:

1. Sieger: Tv. Holzheim 109,50

2. Tv. Grüningen 107,10

3. Tv. 1846 Gießen 106,90

Tauziehen.

a) Schüler-Oberstufe:

1. Sieger: Tv. Holzheim gegen Steinbach und Wieseck.

b) Schüler-Unterstufe:

1. Sieger: Tv. Großen-Buseck gegen Hausen und Lützellinden.

Wirtschaft.

Gute Beschäftigung in der Baumwoll- induftrre.

Der Gesamtverband deutscher Baumwollwebereien berichtet: In der Baumwollweberei war der Auf­tragseingang im April durchaus befriedigend, wenn auch in manchen Zweigen ein Rückschlag zu ver­zeichnen war. Infolgedessen kam es teilweise zu Reueinstellungen und Aufhebung von Kurzarbeit, wo es noch erforderlich war. Ein großer Teil der Betriebe ist für eine Reihe von Monaten mit Auf­trägen versehen. Geklagt wird immer noch über un­befriedigende Erlöse. Die rückläufige Preisbewegung des Rohstoffes am Ende des Monats brachte keine genügende Erleichterung, um von einer auf der ganzen Linie wiederkehrenden Rentabilität sprechen zu können. Die Auslarchskonkurrenz macht sich im gleichen Maße, ja in manchen Fällen verstärkt bemerkbar, wie in der letzten Zeit. Dagegen leidet die Ausfuhr nach wie vor unter der verschobenen Wettbewerbslage zwischen den hochvalutarischen und niederoalutarischen Ländern, sowie unter den im Ausland noch immer stark vorherrschenden Bestre­bungen, sich gegen die Einfuhr deutscher Waren ab­zuschließen. Bemerkenswert ist, daß sich die Einfuhr von Baumwollgeweben aus dem Ausland im März nahezu verdoppelt hat, und zwar mengenmäßig wie wertmäßig, während die Ausfuhr aus Deutschland im gleichen Monat um ein Drittel gegenüber dem Vormonat gesunken ist.

Der Gesamtverband der deutschen Baumwoll­spinnereien berichtet: Im Monat April hat die gute Beschäftigung der Baumwollspinnereien im allge­meinen angehalten. Der Abruf auf laufende Kon­trakte blieb lebhaft. Als Folge erhöhter Auftrags­eingänge bei den weiterverarbeitenden Gruppen erstreckte sich die Nachfrage nach Baumwollgarnen nicht nur auf kurzfristig zu liefernde Ware, son­dern auch auf spätere Liefertermine. Im letzten Drittel des Berichtsmonates gingen jedoch verschie­dentlich die Umsätze nicht unerheblich zurück. Der vorhandene Auftragsbestand ermöglicht an sich den meisten Betrieben für die nächsten Monate aus­reichende Beschäftigung, allerdinas unter der Vor­aussetzung, daß die Rohstofsbelieferung in genügen­dem Umfange erhalten bleibt.

*

* Neue unverzinsliche Reichsschatz- anroeifungen. Nachdem die bisherige Tranche der sogenannten unverzinslichen Reichsschatzanwei- sunaen ausverkauft ist, wurden neue Abschnitte per 5. November 1935 zu einem Diskontsatz von 4V4°/o aufgelegt.

* Der Automobilmarkt im April. Der starke Aufschwung des Automobilgeschäftes setzte sich im April fort. Nach den vorläufigen Zulaffunqs- ergebnissen wurden in diesem Monat über 12 500 fabrikneue Personenkraftwagen und fast 1700 fabrik­

neue Last- und Lieferkrastwagen abgefetzt. Je Ar­beitstag wurden mehr Personenkraftwagen zuge­lassen, als jemals seit 1928. Auch die Belebung des Lastkraftwagengeschäftes hat weiter erhebliche Fort­schritte gemacht. Die Entwicklung auf dem Kraft­wagenmarkt. ging weit über die Erwartungen hin­aus. Die Fabriken waren nicht in der Lage, der stürmischen Nachfrage zu folgen, so daß bei einigen Firmen erhebliche Lieferschwierigkeiten eingetreten sind. Die im letzten Monat getätigten Verkaufe werden deshalb z. T. erst in den nächsten Wochen und Monaten zur Auslieferung kommen und ent­sprechend in der Zulassungsstatistik in Erscheinung treten. Für den Verlauf der Saison ist mit einem starken Anstieg der Zulassungen zu rechnen.

Frankfurter Börse.

TNitlagsbörse: sehr still.

F r a n k f u r t a. M., 17. Mai. Entgegen den Er- Wartungen im vorbörslichen Verkehr eröffnete die amtliche Börse in sehr stiller Haltung. Die bevor­stehende längere Verkehrsunterbreckung läßt keine rechte Unternehmungslust mehr aufkommen, zumal der Ordereingang seitens der Kundschaft wieder nur minimal war. Da auch aus der Transferkonferenz noch keine Verlautbarungen Vorlagen, war man allgemein auf Abwarten eingestellt. Beachtung fan­den die Ausführungen des Reichskanzlers auf dem Arbeitskongreß und die Rede des Reichsfinanz­ministers in Hamburg.

Bei sehr kleinen Umsätzen war die Kursgestal­tung nicht ganz einheitlich, doch überwogen infolge der Geschäftsstille meist geringe Abschwächungen. Farbenindustrie gaben nach unverändertem Beginn später 0,50 v. H. nach, Rütgerswerke erschienen mit Minuszeichen und verloren 2,5 v. H. Elektroanteile bröckelten von 0,25 bis 0,50 v. H. ab, Bekula lagen gut behauptet. Montanwerte notierten größtenteils niedriger, so u. a. Gelsenkirchen (1,25 v. H.), nur Rheinstahl lagen 0,25 v.H. freundlicher. Von Kali- werten gewannen Salzdetfurth 2,50 v. H. Schiff­fahrtsaktien gaben bis 0,75 v. H., Kunstfeideaktien bis 1 v. H. nach. Im einzelnen eröffneten Cement Heidelberg ausschließlich Dividende etwa 0,50 v. H., Zellstoff Aschaffenburg 1 v. H. höher.

Am Rentenmarkt erfolgten in der Neubesitzan­leihe einige Abgaben, die den Kurs auf 17,50 nach vorbörslich 18 v. -H. und gestern 17,90 v. H. drück­ten. Altbesitz dagegen gewannen 0,50 v. H., Stahl- verein-Bonds 1 v. H. und späte Reichsschuldbuch, forderungen lagen mit 94,63 v. H. behauptet.

In der zweiten Börsenstunde stagnierte das Ge­schäft falt vollkommen, lediglich in der Neubesitz­anleihe sanden bei anziehendem Kurs (17,90 nach 17,40) kleine Umsätze statt, auch Farbenindustrie waren wieder 0,50 v. H. höher. Sonst blieb das Kursniveau ziemlich unverändert. Don später no­tierten Werten lagen Daimler 2 v. H., Rheinische Braunkohlen 1,25 v. H. und ScheideanstaU 1 v. H. schwächer.

21m Rentenmarkt lagen Goldpfandbriefe und Kommunal-Obligationen behauptet, Liquidations­pfandbriefe teilweise etwas schwächer. Staats- und Stadtanleihen lagen ruhig und mir wenig verän­dert. Von fremden Werten waren Rumänen auf den Fortschritt bei den Schuldenverhandlungen ge­sagt und fester. Tagesgeld 3,75 v. H. nach 3,50 v. H.

Abendbörse: Geschäftslos.

An der Abendborfe herrschte angesichts der be­vorstehenden längeren Pause seitens der Kulisse stärkste Zurückhaltung, zumal Anregungen nicht Vorlagen, da auch die Bankkundschaft mit Aufträaen dem Markte fernblieb. Da auch aus der Transfer- Konferenz immer noch jede Andeutung über den bisherigen Verlauf fehlte, war die Unternehmungs­lust sehr gering.

Infolge der Geschäftsstille blieben die Berliner Schlußkurfe in den meisten Fällen nur knapp be­hauptet, teilweise ergaben sich Abschwächungen bis zu 1 v. H., so u. a. bei Daimler-Motoren auf die weiterhin verschobene Sanierung. Außerdem gaben Farbenindustrie und Mannesmann je 0,40 v. H., Schuckert 0,75 v. H. nach. Kunstseide Bemberg waren auf den dividendenlosen Abschluß hin an- weboten und erschienen zunächst mit Minus-Minus- Zeichen. Später tarnen sie schließlich 2 v. H. unter den schon schwachen Berliner Schlußkurs zur Notiz. Im Verlaufe hielt die Stagnation an.

Deutsche Anleihen waren bei kleinsten Umsätzen ebenfalls nachgebend, und zwar Neubesitzanleihe um 10 und Altbesitzanleihe um 15 Pf., während 6 v. H. Stahlverein-Bonds und späte Neichsschuld- buchforderunqen mit 94,50 v. H. behauptet blieben. U. a. notierten: Neubesitzanleihe 17,80, Altbesitz­anleihe 95,40 bis 95,25, 6 v. H. Stahlverein-Bonds 72,50, 5,50 v. H. Franks. Hyp. Liquid. 90, Gelsen­kirchen 60,50, Harpener 89,75, Mannesmann 62,25, Phönir48, Rheinstahl 90,75, Bekula 132,75, Bem- berg 62, Cement Heidelberg 102,50, Daimler 45,75, Scheideanstalt 183,50, IG. Farben 132,75, Gesfürel 95,50, Holzmann 62,50, Schlickert 88,75, Nordd. Lloyd 24,50. Morgen, Freitag, den 18. Mai, fällt die Abendbörse aus.

Frankfurter

Frankfurt a. M., 17. Mai. Auftrieb: Rinder 64 (gegen 91 am letzten Donnerstagsmarkt), darunter befanden sich 19 Ochsen, 3 Bullen, 15 Kühe und 27 Färsen. Kälber 1608 (892), Schafe 37, darunter 24 Hämmel. Schweine 689 (730). Notiert wurde pro 1 Zentner Lebendgewicht in Mark: Kälber a) 50 bis 52, b) 46 bis 49, c) 39 bis 45, d) 30 bis 38. Lämmer und Hämmel bl) Stallmasthämmel 34 bis 35. Schafe nicht no­tiert. Schweine a2) 40 bis 42, b) 40 bis 42, c) 38 bis 42, d) 36 bis 41, e) 35 bis 39. Im Preisver­gleich zum letzten Donnerstagsmarkt gaben Kälber 1 Mark, Hämmel 2 Mark nach, Schweine blieben unverändert. Marktverlauf: Bei allen Gattungen mittelmäßig, ausverkauft.

Fleifchgrvßmarkt. Beschickung: 1124Vier­tel Rindfleisch, 250 ganze Kälber, 2 ganze Schafe, 1024 Schweinehälften. Preis für 1 Zentner frisches Fleisch in Mark: Ochsen- und Rindfleisch I 53 big 58, II 49 bis 53. Bullenlleisch 48 bis 55. Kuhfleisch II 35 bis 44, III 28 bis 35. Kalbfleisch II 72 bis 80, III 65 bis 72. Hammelfleisch 75, Schweinefleisch I 60 bis 66. Geschäftsgang: mittelmäßig. Der nächste Diehmarkt findet am Dienstag, 22. Mai, statt.

Schweinemarkt in Grünberg.

4- Grünberg, 17. Mai. Aufgettieben waren 476 Ferkel. Folgende Preise wurden erzielt: Ferkel bis sechs Wochen alt 17 bis 19 RM, sechs bis acht Wochen alt 20 bis 24 RM., acht bis dreizehn Wochen alt 25 bis 28 RM. Tendenz: lebhaft, Markt fast ausverkauft.

Schwein"^

Butzbach, 17. Mai. Der heutige Schweine- markt in unserer Stadt war mit 383 Ferkeln zum Verkauf beschickt. Es kosteten Ferkel bis zu 6 Wochen alt bis 16 NM., 6 bis 8 Wochen alte Tiere 16 bis 21 RM. Das Handelsgeschäft verlief sehr gut.

Schweinemarkt in Homberg.

-er. Homberg, 16. Mai. Der Auftrieb zum heutigen Schweinemarkt betrug 416 Stück Ferkel. Es wurden für sechs bis acht Wochen alte Ferkel 15 bis 20 Mark, für ad)t bis zehn Wochen alte 18 bis 23 Mark und für zehn bis zwölf Wochen alte Tiere 20 bis 28 Mark bezahlt. Das Geschäft war lebhaft, so daß nur geringer Ueberstand verblieb.

Der deutsche Außenhandel im April.

82 Millionen NM. Einfuhrüberschuß.

Im April betrug die Einfuhr unverändert gegenüber dem Vormonat 398 Millionen Mk. Nach der Saisontendenz war eher eine Steigerung der Einfuhr zu erwarten. Die Rohstoffeinfuhr stieg von 244,7 auf 253 Mill. Mark. Die Einfuhrverbote für eine Reihe von Rohstoffen haben sich somit in der Einfuhr des April noch nicht ausgewirkt. Die Ein­fuhr hat gerade bei einigen der von diesen Ver­boten betroffenen Waren wieder stärker zugenom­men, fo insbesondere bei Wolle und Metallen. Die Einkaufsverbote konnten sich im April noch nicht auswirken, weil regelmäßig zwischen Einkauf und Einfuhr eine Frist von mehreren Wochen oder gar Monaten liegt. Die Einfuhr von Lebensrnitteln und Getränken ist hingegen von 87,5 auf 79 Mill. Mark zurückgegangen. Es ist dies eine Rückwirkung auf die verhältnismäßig starke Zunahme der Lebens­mitteleinfuhr entgegen der Saisontendenz im Vor­monat. Die Fertigwareneinfuhr hielt sich etwa auf der Hohe des Vormonats.

Die Ausfuhr ist mit 316 Millionen Mark um 85 Millionen Mk. gegenüber dem Vormonat, d. h.

um 21 v. H. gesunken. Mit einem Rückgang mar saisonmäßig zu rechnen. Die Verminderung war je­doch mindestens doppelt so stark, wie im Durch­schnitt der vergangenen Jahre. Zum Teil ist die Verminderung als eine Rückwirkung auf die ver­hältnismäßig starke Ausfuhrsteigerung im März zu betrachten. Der Rückgang hat sich besonders stark bei der Fertigwarenausfuhr geltend gemacht. Diese ging zurück von 315,1 auf 239,5 Mill. Mark. Die Ausfuhr von Rohstoffen und halbfertigen Waren sank aleichzeitig von 72,1 auf 65,7 Mill. Mk. und von Lebensrnitteln und Getränken von 13,4 auf 10,4 Mill. Mark. In erster Linie beteiligt waren an dem Rückgang der Ferttgwarenausfuhr Textil­waren, chemische und pharmazeutische Erzeugnisse und Maschinen.

Der Einfuhrüberschuß betrug demnach 82 Millionen Mark. In den ersten vier Monaten des Jahres 1934 betrug der Einfuhrüberschuß 135^8 Millionen Mark. In Gold und Silber betrug in den ersten vier Monaten 1934 der Ausfuhr­überschuß 162,6 Millionxn Mark.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Dte hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. Reichsbankdlskont 4 v. H.. Lombardzinsfuß 5 o H.

Franlsuri a. JJ1.

23erhn

Schluß­kurs

Schlußk. Abend»

Schluß- fürs

Schlußk. Mittag bürst

Datum

16.5.

17-5.

18-5.

17.5.

% Deutsche RetchSanleihe v. 1927

%ehem.7%2>t.8tcld)d<nd.t).i929

95,75

96

96,1

95,9

99,8

99,8

99,8

99,9

6H% Doung.Bnleihe von 1930 .. Deutsche Slnl..Ablüf..Schuld erb

91,9

95

91,9

95,25

91,9

95,4

91,5

iäu4lo|.»3<ed)ten ......

95,4

DeSgl. ohne öluslos.-Rechte......

6% ehern.8% Hess. BolkSstaat 1929

17,9

17,8

93,5

17,75

93,25

17,9

(rstckzahlb. 102%) ...........

94

6%t Hes^ Landesbank Darmstadt

90,75

90,75

91

91,25

6¥i% Hess. LandeS-Hypotheken- bank Darmstadt Llqui.........

90

90

Oberhelsen Provinz-Anleihe etü

öluslos.-Rechteu .............

Deutsche Komm. Sammelabl. An­leihe Serie 1 AuSlos.-Rechten

*

93,13

93

93,4

% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank

Soldpfe. 15 unkündbar bis 1935

% ehern. 7% Franks. Hyp.-Bank

90,65

90,65

90,25

90,75

Goldpse. 16 unkündbar 1936

90,65

90,65

>J£/o Yrankf.

Bank-Ltqu^Dfandbriese...

90

90

_

IH% ehern. <y,% Rheinische Hhp.-Bank-Ltau.^öoldpfe.....

% ehern. 8% Pr. Landeöpfand-

briefanstalt, Psandbriese R. 19

90,5

90,5

94

94

94,25

94,25

% ehern. 7% Pr. «anverpfänd- briefanstalt, Pfandbriefe 8L 10

94

94

94

94

Lteueraulsch. BerrechnunaSkur»

98,13

98,2

98,13

98,2

4% Oesterretchtsche «Soldrenu... 4,20% Oesterreichische Silberreute 4% Ungarische Goldrente ......

23,5

0,90 7

23,25 0,90 6,85

6,4

23,1 1

7

6,7

23,25

6,75

6,55

4% Ungarische Staatsrente v. 1910

4y,% deSgl. von 1913 .....

6,45

6,5

6,7

6,4

6% abgeft. Goldmexikaner von 99

8

8,13

8,13

4% Türkische Zollanlethe von 1911

6,75

6,75

6,75

Türkische Ba-badbahn-Anleihe wCltl i

6,6

Frankfurt a. UL

Berlin

GchluH- hirt

Schlußk. Abend- btzrse

Schluß- fanl

Schlußk. mittag- btzrse

Datum

16-5.

17-5.

16-5.

17-5.

4% desgl. Serie li .............

5% istumän. vereinh. Rente v. 1903

4Zi%RumLn.vereinh.Rentev.lS18 4% Rumänische vereinh. Rente ..

8 V.% Anatolier ...............

vamdurg-Ämertka-Paket .....0

Yamburg-Südam. Dampfschiff. 0

vansa-Dampfschiff........... 0

Norddeutscher Lloyd ......... 0

AG. für Verkehrswesen ött .. 0

Berliner Handelsgesellschaft ... 4

Lammert- und Privat-Bank ... 0 Deutsche Bank und LiSconto-

Gesellschaft................o

Dresdner Bank.......... o

ReichLbaak ................ ie

A.S.G......................o

Bekula.......... o

Slektt. SteferungSgesellschast ... 6

Licht und Draft 6

Selten & Guilleaume......... 0

SelelIsch.s.Eiektr.Untecnehmung. 6

Rheinische SlcktchitLl ........ 5

Schucken L So............... 6

Siemen» L Halsk,...... 7

Lahmever -i So............. 10

6,7

3,5

3,13 30,4

20,75

24,75 65,5 84,75 42,75

53,25

61 150,75

25 132,65

97,5 103,75

54,5 95,5 93,5 89,13

133

115

72,25 114,4 61,9

89

133,5

63,5 634

6,7

3,9

3,6

29,8

20,25

24,5

65 84,5 43,5

53,5

61 150,75

132,75

97 103,5

54

95,5

93 88.75 132,9

116

72,25 114,13

60,5 89,75

136,5 111,9

63,4 62,25

7

3,5

3,35 30,25

20,75 23,13

24,5 65,25 84,75 42,75

53,25

61 150,75

25,5 132,75

98,5 103,75

54,75

95,5 93,25 89,65 132,5

116,25

72,25 114,75

61,65 89,75

72,5 133,65

111,5

63,75

62,75

3,75

6,7

3,55

29,75

21

23

24,5

65.9

85

43,5

53,5

61

150,5

25,13

132,9

96,5

103,5

95,75

93

89,5 131

115,25

72

114,5

60,75

90

71,5

136,5

112,25

63,5

62,61

1

Subern» ........ 0

deutsche «rb« ..............4

Gelsenkirchener..............0

»arpeaer................. o

>oei» EisenSSln^keuesse» .. 0

Me Bergbau ............-

nie Bergbau Genüsse........«

tlocknerwerke .......... o

Ram*»auu*4totmi 0

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß­kurs

Schlußk. Abend» bSrie

Schluß» kurs

Schlußk. Minag- bSrfe

Dalum

16-5.

17-5-

16-5.

17-5.

Maneselder Bergbau ..

.. 0

69,75

68,75

68,5

Solswerke ..........

.. 0

93,75

93,75

Phönix Bergbau......

Rheinische Braunkohlen

.. 0

48,5

48

48,13

48,13

. 10

217,25

216

218,5

216

Rheinslahl ...........

.. 0

90,25

90,5

90,25

90,65

Bereinigte Stahlwerk».

Olavi Minen ........

.. o

41,25

41,25

41

41,4

e e

.. 0

14

14

14,13

14,13

Kaliwerke Aschersleben.

.. 6

109,25

109

106,5

Kaliwerke Westeregeln .

.. 6

110

109

109,5

107

Kaliwerke Salzdetfurth

.....

IVi

142

144,5

144,5

143,25

I. G. yarden-gnbustrie ScheideanstaU........

.....

.. 7

.. 9

132,75

184,5

132,75

183,5

132,75

133,13

Goldschmidt .........

.. O

61,75

60,5

62,5

60,65

Rütgerswerke ........

.. 0

44,65

44,5

41,13

Metallgeiellschaft......

.. 0

79,25

79,25

79

79

Philipp Hotzmann ....

.. 0

62,5

62,5

62,65

62,9

Zementwerk Heidelberg Lewenüverk Karlstadt..

......0

.......0

107

120

102,5

-

Dchutchev Patzenhofer

.. 0

_

102

102,5

Aku <Allgemeine Kunstseide)

.. 0

59,5

58,5

59,75

59,13

Bemberg..........

.. 0

69,4

62

69,75

64

Zell stoss Walvhof .....

.. 0

46,5

46,5

46,65

46,5

Zellstoff Aschaffenburg

.. 0

41,25

41,5

40,75

39,75

Dessauer GaS .......

.. 7

124,5

123

Daimler Motoren.....

.. 0

48,5

45,75

48

46,5

Deutsche Linoleum ...

.. 0

59

58,5

58,75

58,9

Orenstei» L koppel ...

.. 0

64,5

63,25

Leonhard Dietz.......

.. 0

18

17,25

17,65

17,5

Lhade...............

..

161,5

161

161,25

161

Lerumularoren-Fabrü.

.. 0

-

168

168,13

168,5

roach-Guwmt........

.. 0

151,75

151,25

151,75

151

....................oi

Mainkrastwerle Höchst 4

feübbeutidjQ ÜMf-, --------M

71

231

iS I

22 m

Devisenmarkt Berlin Jranffurl a. Hl.

Banknoten.

16-Mai

17-Mai

Amtliche Dotierung

Amtliche Jlotierung

Srie'

Geld

| 2wr _

Helstngfo«» .

5,644 47,20

5,656

47,30

5,644

47,20

5,656

47,30

Prag.......

10,425

10,445

10,43

10,45

Budave» ...

*

Sofia ......

3,047

3,053

3,047

3,053

169,87

Holland ....

169,53

169,87

169,53

Oslo.......

64,14

64,26

64,09

64,21

Kopenhagen.

56,99

57,11

56,94

57,06

Stockholm...

65,83

65,97

65,78

65,92

London .....

12,765

12,795

12,755

12,785

Buenos Aires

0,583

0,587

0,580

0,584

ReuDod ....

2,500

2,506

2,500

2,506

Brüssel.....

58,46

58,58

58,44

58,56

Italien.....

Paris ......

21,28

21,32

21,28

21,32

16,50

16,54

16,50

16,54

Schwei, ....

81,20

81,36

81,18

81,34

Spanten....

34,27

34,33

34,27

34,33

Danzig.....

81,58

81,74

81,58

81.74

Japan......

Rio de Jan.

0,756

0,758

0,756

0,758

0,211

0,213

0,211

0,213

Jugoslawien

5,664

5,676

5,664

5,676

tniabee ...

11,62

11,64

11,61

11,63

Lerlin, 17. Mai

Selb

?rl e_L^

Amerikanische 9toten..............

2,453

2,473

Belgische Noten..................

58,28

58,52

dänische Noten .................

56,89

12,71

16,46

169,11

21,16

57,11

12,77

Französische Noten ...............

16,52

169,79

21,24

64,11

Norwegische Noten ..............

63,92

Deutsch Oesterreich, tz IOO Schilling

Rumänische Noten...............

Schwedische Noten ...............

65,62

81,00

65,88

Schweizer Noten.................

81,32

3447

34,13