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In Treviso wurde ein Kind, in der Nähe Bergamo eine junge Mehhüterin vom Blitz schlagen. Der Sachschaden wird auf rund bis fünf Millionen Lire geschätzt.

Acht Gehöfte in Pommern eingeäschert.

Sandgrube bei Wallhausen mit Ausgrabungen be­schäftigt, als plötzlich eine Sandwand nachgab und den Arbeiter unter sich begrub. Bevor noch Hilfe geleistet war, erstickte der Arbeiter, der eine Frau und drei unmündige Kinder hinterläßt.

Geschäft mitheißen Hunden".

Was den Deutschen ihreheißen Würstchen" sind, das bedeuten in ganz Amerika diehot dogs. Morgens, mittags, abends, in der Theaterpause, auf dem Rummelplatz aber als kleine Unterbre­chung im Geschäftsleben immer find dieheißen Hunde", wie der Amerikaner Liese Spezialität nennt, zu haben und werden mit Wonne verzehrt. Und eigentlich müßte Amerika jetzt einen National- Trauertag einlegen, denn der Erfinder derhot dogs ist in diesen Tagen in Neuyork gestorben.

Schuß bei. Alle vier Täter haben bereits Geständnis abgelegt.

In der Sandgrube verschüttet und erstickt.

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Aus Bad Kreuznach wird gemeldet: Ein im ter von 44 Jahren stehender Arbeiter war in einer

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Lange hat man sich in Deutschland ängstlich ge­hütet, führende Männer der Gegenwart auf deut­schen Briefmarken abzubilden. Dem ehemaligen Kaiser war die Vorstellung unangenehm, daß sein Kopf in millionenfacher Produktion, von Poststem- peln undeutlich gemacht, in alle Welt hinausgesandt werden dürfe. Er hielt an der Ansich " * " ' Antlitz eines Menschen nicht von fdji

(erber je 2Vs Punkte, Engels, Dr. Antze, «roh mann, Heinrich Lange und Rhetn- t a r d t je 2 Punkte, Krause und Dr. ßach - n a n n je IVs Punkte, heinicke, Borgardts, (lstner und Hahn je 1 Punkt, Schmitt md Wächter 0 Punkte.

Hauptversammlung

des Vereins Deutscher Ingenieure in Trier.

uit der Motor-SA.-Mann Kempner, beide aus wk'ßenfels, wurden mit schweren Verletz un- |ei dem Krankenhaus zugeführt. Keiner, dem 5i? Halsschlagader durchgeschlagen war, ist bald Iiti। seiner Einlieferung gestorben. Die Ver­engen Pitzschks sind nicht lebensgefährlich, etupner galt unter dem Namen Paulsen in den ihren 1924 und 1925 als Deutschlands b e ft e r utz ball Mittelstürmer. Er hat in ver- Menen Länderspielen mitgespielt. Wegen einer rvetzung zog er sich dann vom Sport zurück.

Li-plosion in einer Fahfabrik. 10 Verletzte, hm Maschinenhaus einer Faßfabrik in heidings- fad bei Würzburg brach Feuer aus. Als die M-rwehr mit den Löscharbeiten beschäftigt war, eri I ob i e r t e ein eisernes Oelfaß, das noch etwa X Liter Del enthielt. Durch das brennende Del eiiftien 10 Personen mehr oder weniger schwere Ve7letzungen. Unter den Verletzten befinden [io zwei Polizeibeamte und drei Sanitäter. Der Sand wurde im Laufe der Nacht gelöscht. Die 1 Nitiehungsursache ist noch nicht bekannt.

Erdbeben in Südfrankreich.

Die Erdstöße, die sich von Zeit zu Zeit im ülpurtement Drome (Südsrankreich) ereignen und i bi iin den letzten Tagen einen immer heftigeren 1 IDd' a(ter angenommen haben, haben die dortige 'Hvilkerüng lebhaft erregt. Nachdem einige be- I mrtte französische Wissenschaftler beruhigende Er- ilrungen abgegeben hatten, waren die Bewohner i» Ortschaften, die teilweise in Zelten übernachtet jt,m, wieder in ihre Häuser zurückgekehrt. In i« Macht zum Donnerstag hatten sie in ihren ! BiHungen geschlafen. Kurz nach 2 Uhr ereignete !ft.jedoch eine heftige unterirdische Deto- iili o n, die von einem langen Beben begleitet

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nit gleicher Aussicht gegenüberstanden. Der Tages- anb nach dem dritten Tag ist: ~

lohn je drei Punkte, Dr. R ö d I

Dortragen ÜberTechnik der Kelterwlrtschaft" und Arbeitserleichterung durch die Technik im Wein­bau" wird gezeigt, wie der Techniker dem schwer um seine Existenz ringenden Weinbau helfen kann und helfen will. Ferner ist eine ganze Reihe von Besichtigungen vorgesehen, so auch in benachbar­ten Jndustriewerken, und eine Besichtigungsreise ins Saargebiet.

Auszeichnung eines Darmstädter Künstlers.

Der in Darmstadt geborene Bildhauer Professor Georg W e ck b a ch, ein Schüler des Mainzer Pro­fessors R. Throll, hat von dem bekanntesten italienischen Bildhauer O. Winkler eine Ein­ladung erhalten, sich an dessen Ausstellung in Paris zu beteiligen. Die Ausstellung steht unter besonderer Förderung der italienischen Regierung. Im Februar d. I. erhielt Professor Weckbach eine Auszeichnung des Ministerpräsidenten Mussolini, aus welchem Anlaß er sich jetzt noch in Rom auf­hält. In Paris wird Professor Weckbach Büsten von Mussolini, mehreren italienischen Ministern und von Reichsminister Dr. Goebbels ausstellen. Da­neben kommen aber auch freie Arbeiten zur Aus­stellung. Diese Ausstellung ist ein Beweis für die freundschaftlichen Beziehungen deutscher und italienischer Künstler. Auf Der Fahrt nach Paris werden Professor Weckbach und Professor Winkler auf Einladung der OrganisationKraft durch Freude" Vorträge über Italien halten.

Der Verein Deutscher Ingenieure Hilt seine diesjährige Hauptversammlung im Juni i» Trier ab. Der VDJ. hat diesen Tagungsort erwählt, um auch seinerseits den Willen der Deut- st) en Ingenieure zum Ausdruck zu bringen, am iampf um d i e Saar, die auch ein wichtiges tnbuftriegebiet ist, in vorderster Front mitzuwir- l n. Es ist mit der hauptversammluna u. a. eine pwße Saarkundgebung verbunden, auf der u. a. md) Kommerzienrat Dr. ing. e. h. Hermann V öchling - Saarbrücken über das Thema .Deutsch bleibt die Saar immerdar" sprechen rirb. Im übrigen werden zahlreiche Vorträge wie Der Städtebau am Rande des römischen Welt- r iches" undAusgrabungen und Funde in der (Stabt Trier" nicht fehlen. Auch das ThemaTech- und Weinbau" kommt zur Erörterung. In

Aber diehot dogs" sind eben schon so sehr National' eigentum geworden, daß man nach dem Erfinder nicht mehr fragt. Harry Stevens hieß der Mann, der zuerst auf den Gedanken kam, mit den Würstchen hier ein Geschäft zu machen. Er war, 'bas dürfte interessieren, von Geburt gar kein Ame­rikaner, sondern Engländer. Ganz jung wanderte er aus und fing in Neuyork als Arbeiter in einer Eisengießerei an. Da er unternehmungslustig war, tat er sich mit einem Deutschen zusammen und be» gründete die erste amerikanischehiot-dog"-Fabrik. Mit diesen Würstchen traf er den Geschmack der Amerikaner, und so blühte das Geschäft, heute ist der Absatz an heißen Würstchen in den Vereinigten Staaten größer als in allen anderen Ländern der Welt zusammen. DerWurstmaxe von Neuyork" starb, 78 Jähre all, als schwer reicher Mann.

Beisetzung des Prinzen Ernst Ludwig von Hessen.

Unter großer Teilnahme der Bevölkerung sand in Barchfeld an der Werra, dem Stammschloß des Landgrafen Chlodwig von Hessen-Philippsthal- Barchfeld, die Beisetzung des vor acht Tagen in der Nähe von Warnemünde ums Leben gefom« menen Prinzen Ernst Ludwig statt. Im Trauerzug sah man den Landgrafen Chlodwig von Hessen, die Landgräfin Eleonore, die Brüder und Schwestern des Toten, den Erbgrohherzoa Georg Donatus von Hefsen-Darrnstadt, den hessischen Oberpräsident Prinz Philipp, sowie Korvetten­kapitän Schenk aus Kiel. Am Grabe sprach Kreis­pfarrer Falk aus Gelnhausen, der ehemalige Hauslehrer und väterliche Freund des Verstorbenen. Reichswehrsoldaten aus Meiningen feuerten Salut über der offenen Gruft.

Boni hessischen Sondergencht.

LPD. Darmstadt, 16. Mai. Vor dem hes­sischen Sondergericht hatte sich heute der 45zährige Georg Mittelstädt I. aus Nieder- Modau, ein früherer Sozialdemokrat, wegen herab­setzender Aeußerungen gegenüber der Reichsregie- rung zu verantworten. Er erhielt drei Monate Gefängnis. Die Schwester des Verurteilten, die Staubte, im Gerichtssaal ihrer Empörung über das rteil Ausdruck geben zu müssen, wurde in eine Ordnungsstrafe von 20 Mk. genommen.

Der 42jährige Karl Becker aus Darmstadt ist bereits dreimal im Konzentrationslager Osthofen gewesen, weil er seinen losen Mund nicht halten fann. Diesmal hatte er ausgerechnet im Parteilokal der NSDAP, in Oberramstabt beleidigende Äuße­rungen getan. Der Angeklagte ist bereits 19mal vorbestraft, jedoch sonst ein fleißiger Arbeiter, der eine neunköpfige Familie zu ernähren hat, fo daß ihn das Gericht nur mit sechs Monaten Ge­fängnis bestrafte.

Da ein Belastungszeuge versagte, wurde der Lud­wig Maul aus Darmstadt von der Anklage der Beleidigung der Regierung freigesprochen, jedoch wegen Nichtablieferung von Kriegswaffen, die er aus Liebhaberei gesammelt haben will, zu 50 Mk. Geldstrafe verurteilt.

Ein aus Thüringen stammender Mann hatte im Arbeitsdienstlager Seligenstadt fortgesetzt die Re- gierung verächtlich gemacht und die Kameraden auf» gehetzt. Er wurde zu vier Monaten Gesäng- n i s verurteilt.

Ein seit 1904 in Deutschland lebender nichtarischer Russe namens Karl Wischniak hatte an feine in Metz lebende Schwester einen Brief mit Greuel- nachrichten geschrieben, wofür er IV2 Jahre Ge­fängnis erhielt. Nach Strafverbüßung erfolgt Reichsoerweisung.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

T Waldgirmes, 17. Mai. Am vorigen Sonntagabend führte der B D M. zu Ehren des Muttertages im Weimerfchen Saale ein Theaterstück und mehrere Reigen auf, die beifällig ausgenommen wurden. Am Montag fand daselbst ein Schulungsabend der NSDAP, statt. Gestern abend ließ die Filiale der Nassauischen Landesbank in Wetzlar hier einen Tonfilm aufführen, in dem in drei humorvollen Bildern auf bas richtige Sparen hingewiesen würbe. Als Zu­gabe liefen die Tonfilme:Das Deutsche Turnfest 1933 in Stuttgart" unbUnsere blauen Jungen, ein Tag auf dem Schiffe Emben". Die Besucher im überfüllten Saale folgten gespannt bis zum Schlüsse.

Kreis Biedenkopf.

LPD. Biebenkopf, 17. Mai. Am Mittwoch kurz vor Tagesanbruch brach in ber Scheune eines ßanbroirts im Kreisort Ober-Hörlen Feuer aus, bas mit rafenber Geschwindigkeit um sich griff unb binnen kurzer Zeit das gesamte Ge­höft mit Stallungen unb Nebenge- bäuben erfaßte. Acht Feuerwehren aus der Umgebung, bie dem Brand zu Leibe rückten, konn­ten nicht verhindern, daß bas ganze Anwesen, so­wie die Scheune eines Nachbarhofes in Asche ge­legt wurden. Das Mobilar, sowie das Vieh konnten gerettet werden, während die Erntevorräte zum größten Teil in den Flammen aufgingen.

Wettervoraussage.

lieber Deutschland hat sich hoher Druck aufgebaut unb wirb zu meist aufheitembem Wetter führen. Die Temperaturen unterliegen ber Ein- unb Aus­strahlung, so daß tagsüber kräftige Erwärmung stattfindet, während nachts stellenweise noch Gefrier­punktsnähe erreicht wird.

Aussichten für Samstag: Meist heiter, tagsüber kräftige Erwärmung, nachts noch Ab­kühlung bis in Gefrierpunktsnähe, trocken.

Aussichten für Sonntag: Fortdauer der Schönwetterlage.

Lufttemperaturen am 17. Mai: mittags 14,5 Grad, abends 6,7 Grad; am 18. Mai: morgens 5,8 Grab. Maximum 15,9 Grab, Minimum 0,6 Grab. Erb- temperaturen in 10 cm £iefe am 17. Mai: abends 16,7 Grab; am 18. Mai: morgens 11,1 Grad Cel­sius. Sonnenscheindauer 10,6 Stunden.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den übrigen Teil: Ernst Blumjchein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt ber An­zeigen: Theobor Kümmel. DA. IV. 34: 11200. Druck unb Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steinbruckerei R. Lange, K. G., sämllich in Gießen.

wald, Herzog Adolf Friedrich von Meck­lenburg und Dr. Ritter von Halt vertreten, die von dem Referenten des Reichssportführers, Graf Schulenburg, sowie den Generalsekretären des Deutschen Olympischen Komitees, Dr. Diehm unb Baron ß e f 0 r t, begleitet waren. Nachbem ber griechische Staatspräsident Zaimis die Eröff­nung des Kongresses verkündet hatte, hieß der Bür­germeister von Athen die Erschienenen herzlich will­kommen. Anschließend sprachen der Präsident des Griechischen Olympischen Komitees D r 0 f [ 0 p u « l 0 s sowie der Präsident des IOK. Graf Bail- lett-ßatour, bie auf bie Bedeutung des Sports hinwiesen. Mit der ersten Sitzung, einer Kranz­niederlegung am Grabe des unbekannten Solda­ten, einem Empfang beim Staatspräsidenten und einem Besuch der Akropolis wurden die Olyrnpi- schen Festtage festgesetzt.

Oer Kopf auf der Briefmarke.

. jmufcigen Post­stempeln entweiht werben dürfe. Bahnbrechend wirkte die Ausgabe der ersten Hindenburg- b r i e f mar f e. Für diese Neuerung konnte sich die Reichspost auf wesentliche Vorbilder berufen. Aller­dings war es das erste Mal, baß ein beutsches Reichsoberhaupt auf einer Briefmarke erschien. Doch folgte man darin nur dem Beispiel anderer fiän- oer, unb selbst ber Herrscher des größten Reiches ber Welt, ber König von England, hat nie ge­zögert, genau wie sein Vater Eduard VII., sein Bild für Briefmarken zur Verfügung zu stellen. Auch bie letzten Herrscher auf dem bayerischen Königsthron hatten keine Bebenken, den Wünschen ihrer Post-

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5m Halle stieß ein Personenkraftwagen mir Straßenbahn zusammen. Die beiben Jn- cjl n bes Kraftwagens, der Staffelführer P i tz s ch k

Neue schwere Explosion im Kohlenrevier von Mons. Insgesamt 53 Tote, 17 Verletzte.

Im Kohlenrevier von Mons hat sich in der Kohlengrube von Paturages eine neue schwere Eich lagwetterexplosion ereignet. Ein Berg­mann, der der Rettungsmannschaft für bie bei ber Katastrophe vom Dienstagabenb verschütteten Ar­biter angehörte, erschien mll allen Anzeichen bes Entsetzens an ber Oberfläche unb berichtete, baß an (jiiiau berfelben Stelle, an ber sich bie Katastrophe ai Dienstagabenb ereignet hatte, eine neue Explo- ji.n erfolgt ist, burch die eine Rettungsmannschaft x>:n 20 Arbeitern und Ingenieuren verschüttet trirbe. Von den verschütteten Bergleuten konnten schs Mann lebend geborgen werben. Die 6 retteten waren jeboch so schwach, baß von ihnen fitne Auskünfte über bas Schicksal ber übrigen L rschütteten zu erlangen waren. Nach den letzten Nachrichten sind noch 15 Opfer der zweiten Ehlagwetter-Explofion in ber Grube eilige- f o» I offen. Man befürchtet, daß eine Rettung er Verunglückten nicht mehr möglich fein wird. Is sechs Bergleute, bie aus bem verschütteten Eracht geborgen werben konnten, haben schwere Niluchverglftungen davongetragen. Sie kennten noch nicht vernommen werden.

Wie ergänzend aus Mons gemeldet wird, hat m:n beschlossen, den Stollen der Unglückszeche, auf dem am Vormittag die zweite Schlagwetter-Explo- ficn sich ereignete, unter Wasser zu setzen. 3i* Rettungsarbeiten, die den ganzen Nachmittag teer schwierigsten Umständen unb unter größter Lwensgefahr fortgesetzt würben, sinb e i n g e ft e 111 iD.irben. Die Bilanz ber grauenhaften Bergwerks- llllastrophe beträgt 5 3 Tote unb 17 Ver- mji n b e t e.

Brandkatastrophe in Windau.

Ein ganzes Stadtviertel bedroht.

Die Stadl Windau in Kurland ist von einer kirchlichen Brandkalasirophe betroffen toccben. Große auf der linken Seile des Windau- fl«les befindliche Sagemühlen flehen feit der Nacht jirn Donnerstag mit allen Holzlagern in Flam- tiu n. Durch die ungeheure Glut haben sich auf der orderen Flußfeite bereits zahlreiche Hauser ent­min bet. Das Feuer greift weiter um sich, da die Feuerwehr am Ende ihrer Kräfte ist. Die Ursache Ke Brandes ist auf das Abbrennen von Säge- pinen zurückzuführen. Ein ganzes Stabt- jin r (e t ist unmittelbar vom Feuer bedroht.

Sieben Todesopfer

beim Pforzheimer Eisenbahnunglück.

Dion den bei dem Pforzheimer Eisenbahn- klfglück Schwerverletzten sind drei weitere lessende, der Maler Ernst K u h n l e unb Frau nia Lang, bevbe aus Eutingen, ferner bie l Jahre alte lebige Kontoristin Hebwig ßerrers (l! Oesisheim (Oberamt Maulbronn) im Kranken- 1186 ihren bei bem Eisenbahnunglück erlittenen gieren Verletzungen erlegen. Das Unglück hat mit bas siebente Tobesopfer geforbert.

Verkehrsunglück in Halle. Ein Toter, ein Schwerverletzter.

Verwaltung in dieser Beziehung nachzukommen. All­gemein bekannt dürften noch die bayerischen Jubi­läumsmarken mit dem Kops bes Prinzregenten ßuitpolb unb die Briefmarken mit bem Bild- nis ßubroigs III. sein. Zweifellos empfindet es die öffentliche Meinung aller Völker nicht als ent­ehrend für einen Menschen, wenn fein Bild auf einer Briefmarke durch einen Poststempel entwertet wirb. Das beweist auch das Beispiel ber italienischen Postverwaltung, bie im Jahre 1926 den Heiligen Franziskus, besten 700. Todestag festlich begangen wurde, durch eine ihm gewidmete Briefmarke feierte.

Eine Löwenfamilie als Geschenk.

Der König von England hatte seinen jüngsten Sohn, den Prinzen Georg, auf eine Reise nach Südafrika geschickt, damit er dort Fühlung mit den englischen Untertanen nehme. Dieser Tage ist der Prinz nach London zurückgekehrt, beladen mit Eindrücken von zahlreichen offiziellen Vorstel­lungen, Besichtigungen unb Hulbigungen. Ja, Prinz Georg wirb viel zu erzählen haben. Aber ber königliche Papa unb mit ihm ganz Lonbon wird Augen machen, wenn ber Prinz erst seine Geschenke auspackt! Da ist zunächst eine I e b e-n b e L ö w e n f a m i l i e, bie ber Gouverneur von Süb- rhobesien, Sir Cecil Robwell, dem Prinzen verehrt hat. Nun, bie Löweneltern werben wohl aleich in ben Lonboner Zoo wanbern, unb bie Löwenkinbercken finben vielleicht zunächst als Haus­tiere Verwendung, bis man sie nicht mehr auf ben Schoß nehmen kann. Zweifellos werben sich die enalischen Reporter die Gelegenheit nicht entgehen lassen, den Prinzen zu fotographieren, wie er mit ben kleinen Löwen spielt. Dann bringt ber Prinz noch eine herrliche Sammlung von Eingeborenen­waffen aus alter unb neuer Zeit nach Hause, bie jebes Afrikajägers Herz erfreuen würben. Drei kostbare Edelsteine, bie eines Königssohnes wohl wert sinb, hat Prinz Georg gleichfalls als Geschenk erhalten. Als er eine bekannte Golbmine Sübafrikas besuchte unb 7000 Fuß tief hinabgefahren war, überreichte ihm ein Golbgräber eine golbene Tafel, auf ber bie Minenanlagen unb das Datum des Besuchstages eingraoiert waren.

Zuchthausstrafe wegen Bestechung für einen marxistischen Bürgermeister.

Die Große Strafkammer Aurich verurteilte den früherenen Bürgermeister und Finanzdezernenten der Stabt Emben Harbing zu zweieinhalb Jahren Zuchthaus unb fünf Jahren Ehrver­lust wegen passiver Bestechung. Harbing hatte seit 1926 die Stadt Emden mit Hilfe der demokratisch- marxistischen Mehrheit in eine Schuldenlast von 21 Millionen RM. gestürzt. Von ins­gesamt 53 Anleihen, die bie Stabt erhalten hat, waren 35 nicht von ben Aufsichtsbehör­den genehmigt worden. Harbing hatte dabei ber Berliner Bank Jaffa unb Lewin unver­hältnismäßig große Vorteile zukommen lasten. Außerbem ging ein größerer Betrag verloren, als bie Firma, beren Inhaber sich jetzt im Auslanbe befinben, in Konkurs geriet. Erst nach ber Machtübernahme burch bie NSDAP, gelang es, eine Untersuchung burchzuführen, bie zu bem Ergeb­nis führte, daß bei der Firma Jaffa unb Lewin ein Deckkonto auf ben Namen ber verheirateten Tochter Harbinas geführt würbe, über bas der An­geklagte 20 000 R M. Bestechungsgelder erhalten hatte.

Die THörber des Dergwerksdireklors Wiederhold festgenommen.

Der Mord an bem Bergwerksdirektor Wie­de r h o l d aus Bitterfeld ist von ber Kriminal­polizei rasch aufgeklärt worden. Die Täter sind in Dessau festgenommen worden. Es handelt sich um vier junge Leute im Alter von 18 bis 23 Jahren aus Dessau. Sie haben den im Kraftwagen baher- kommenden Wiederhold angehallen und um Feuer gebeten. Dabei brachten sie ihm den tödlichen

In einer ber letzten Nächte brach in Sollnitz (Kreis Neustettin) ein Feuer aus, bas infolge bes starken Sturmes unb ber Trockenheit mit rasen­der Schnelligkeit um sich griff. Dem Feuer sind acht Gehöfte mit insgesamt 15 Gebäuben zum Opfer gefallen. 10 Familien sinb obbachlos geworben.

Trauriges Ende eines Fafchingsfcherzes..

Vor bem Koblenzer Schwurgericht hatte sich ein Koblenzer Einwohner wegen Körperver­letzung mit löblichem Ausgang zu Der- antworten. Am Karnevalssonntag d. I. hatte ein im Alter von 59 Jahren stehenber Mann seine bei­ben Kinder in Bärenmasken gesteckt unb zog mit einer in seinem Haushalt wohnenben weiblichen Person als Zigeuner unb Bärentreiber von Wirtschaft zu Wirtschaft, um sich mit ben Vorführungen Gelb zu verdienen. Jrn Laufe des späten Abends sah ber Angeklagte, daß bie beiben Kinber übermübet waren unb keinen Gefallen mehr an ben Aufführungen fanben. Er verlangte sofort bie Entfernung ber Masken von ben Kinbern unb beren Heimbringung. Als hierburch ein Wortwechsel zwischen bemBä­rentreiber" unb bem Angeklagten entftanb, kam es auch zu tätlichen Angriffen, wobei ber Angeklagte benBärentreiber" aus bem Lokal wies. Der Bärentreiber" kam durch einen Stoß rücklings zu Fall. Bei bem Sturz zog sich ber 59jährige Mann so schwere Verletzungen zu, daß er am andern Tage verstarb. Das Gericht nahm mil­dernde Umstände an und verurteilte ben Angeklag­ten zu ber gesetzlichen Minbeststrafe von brei Mo­naten Gefängnis.

Das Große Los.

In der gestrigen Ziehung ber Preußisch-Sübbeut- schen Klassenlotterie fiel ein lOOOOO-Mark- Gewinn auf die Nummer 59012. Das Los wirb in ber ersten Abteilung in Achteln in Berlin, in ber zweiten Abteilung, ebenfalls in Achteln, in Hessen- Nassau gespielt.

Schwerer Einbruchsdiebstahl In Nürnberg.

In Nürnberg wurden im Verwaltungsgebäude ber Tucherschen Brauerei aus einem fachmännisch aufgeschweißten Gelbschrank über 11 000 Mark, dar­unter 3000 Mark in Silber unb 5000 Mark in ge­bündelten Zwanzigmarkscheinen, gestohlen.

Schreckenskal eines Farmers in Veracruz. Seine Frau an einen Baum gebunden und verbrannt.

Nach einer Meldung derAssociated Preß" aus Veracruz hat dort ein Farmer feine Frau an einen Baum gebunden und verbrannt. Die Nachbarn bes Farmers haben darauf den Mörber an benselben Baum gebunben unb ihn auf bie gleiche Art ums Leben gebracht. Dies ist ber erste Fall von Lynchjusttz in dem Staate Veracruz.

Der Aukotunnel unter dem Hudson-Fluß.

In feierlichem Rahmen fand, wie aus Neuyork aemelbet wirb, der erste Spatenstich für ben neuen Zweibahn - Kraftwagentunnel unter dem Hubson-Fluß statt. An ber Feier nah­men bie Gouverneure von Neuyork und Neujersey, zahlreiche weitere Vertreter ber Behörden und eine Ehrenkompanie bes Bundesheeres teil. Der Tunnel verbinbet die 83. Straße in Manhattan mit Wee- havken (Neujersey). Die Kosten bes Baues werden auf 75 Millionen Dollar veranschlagt, wovon die Notstandsarbeitenverwaltung bie Hälfte übernimmt. 8000 Arbeiter erhalten burch ben Tunnelbau vier Jahre lang Beschäftigung. Später soll ein Parellel- tunnel gebaut werben. Beide Tunnels sollen bann einbahnig befahren werben.

Olympische Festtage in Athen.

In Athen würbe die 31. Vollsitzung des Inter­nationalen Olympischen Komitees in ber Athener Akabemie feierlich eröffnet. Deutsch­land war durch Staatssekretär z. D. Exzellenz ße -1

war. Weniger starke Erdstöße folgten gegen Morgen. In der Ortschaft Roussas, wo bie Kirche von ben letzten Erdstößen bereits mehrere Riste aufwies, haben sich die Risse wesentlich verbreitert. Ein Teil ber Schornsteine ber Schule ist abgestürzt. Auch anbere Gebüube haben Schöben baoongetra» gen. Der Schulunterricht wirb zum Teil auf freiem gelbe erteilt. Die Militärbehörben haben 100 neue Zelle geschickt, ba bie Bevölkerung nicht in bie Häuser zurückkehren will.

Große Ueberschwemmungen In Norditalien.

In ber Gegend von Navarra im nördlichen Ita­lien richteten Sturm unb Wolkenbruch große Schüben an. Die Reis- unb Getreidefelder sind weit­hin in einen See verwandelt. Diele tiefliegende Ortschaften sind vom Wasser völlig eingeschlossen. Häuser und Ställe stehen bis zur Hälfte im Wasser. Auf ber Strecke NovarraVarallo würbe auf 500 Meter der Bahndamm völlig zerstört. Alle Ge­birgsflüsse führen Hochwasser unb haben an den anliegenden Straßen und Feldern große Verhee­rungen angerichtet. Zahlreiche Brücken sind fortge- schwemmt. Miliz, Polizei unb Pioniere sind aufge­boten, um ber Bevölkerung bie erste Hilfe zu leisten.