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Der ständische Aufbau des Handwerks

Berlin, 17. Mai. (DNB.) Der preußische Staat

Iity 5) u V n UHU V u u i 3 ytytiiuun. D<r.frrtl Bauernzahl stellte Hahn zwei Türme gegen -U". und Läufer von Carls. Die Opfer eines Dau und eines Turmes schlugen ihm aber fehl, 1° , ö er in Zeitnot ein Remis anbot, das Carl annay /

Am 10. Mai 1933 brach zwischen Bolivien und Paraguay der Krieg aus wegen Gebiets- anfprüche beider Staaten in den bisher fast herren­losen Landstrichen des Gran Chaco. Am 20. Mai beschloß der Völkerbund zur Der-

Der Handgranaienanschlag Unter Den Linden vor dem Berliner Sondergericht.

Der Dank für diese geschichtliche Umwälzung ge- bührt allein unserem Führer und Dolkskanzler Adols Hitler. Er hat die machtpolitische Grund­lage dafür geschaffen, daß im Deutschen Reich d i e Autorität des Staates stark ist und die

f Berlin, 17. Mai. (DNB.) Nach dem Gesetz zur 1 Ordnung der nationalen Arbeit ist in allen '^Betrieben der privaten Wirtschaft, in

Hörsing erkannte schließlich die Forderung an.

Kunst und Wiffenschaft.

Das Schachturnier um die Meisterschaft von Deutschland.

schastsbewegung nicht erreicht werden konnte, auf einer neuen, höheren Ebene verwirklicht: a u | der Ebene kameradschaftlicher ver-

nur für meinen Schwindel, die Handgranate habe t-n undI davon/nsgefamt 7 00 0 Start ich Nicht geworfen. war nur eine A N a st. 1 - r st ° t t - t. Die Restfumme ist nunmehr luge von mir. Jetzt liege ich hier drin, keiner glaubt mir, keiner hilft mir, keiner sagt, daß er es war. Wenn ich die Handgranate geworfen hätte, würde ich es zugeben, ich bin in eine Sache ver­wickelt, mit der ich nichts zu tun habe." Schulze erklärte weiter, er hätte lediglich die Detonation

trauensvoller Zusammenarbeit von Betriebsführern und Betriebsgefolgschaft, von Ar­beitgebern und Arbeitnehmern in einer Standes- aemeinschaft. Es wird die vornehmste Aufgabe der Pflichtinnnunaen sein, alle Reibungen, tue durch das tägliche Berufsleben, durch die immerwährende Em- und. Unterordnung von Menschen im Berufs­und Betriebsleben entstehen, zu beseitigen und na- tjonalsozialistische Ehre und Kameradschaft zwischen den im Handwerk tätigen Menschen zu verbürgen. Der zweite Grundsatz des Gesetzes über die Neuordnung der Verhältnisse im Handwerk ist die Durchführun g des Führerprln- z l p s. Damit ist das liberal-demokratische Wahlsystem in den öffentlich-rechtlichen Körperschaften des Handwerks endgültig be­seitigt.

fremde Unterstützung angewiesen sei. Hörstng beaw tragte, das Armenrecht in Anspruch nehmen -u dürfen, worauf ihn der Vorsitzende dahin belehrtt. daß einem solchen Antrag nur dann stattgegeben werden könnte, wenn ein Anspruch aussichtsreich sei. Hörsing erklärte darauf, er sei z a h l u n g s' unfähig, worauf der Vorsitzende erwiderte, MB das Gericht nicht die Zahlungsunfähigkeit, sondern nur die Zahlungsverpflichtung festzustellen habe-

denen in der Regel mindestens 20 Arbeiter und Angestellte beschäftigt sind, vom Führer des Betriebes spätestens bis zum 1.Juli 1934 eine Betriebsordnung zu erlassen.

hatte einen Zahlungsbefehl in Höhe von 2913,56 Mark nebst 4 v. H. Zinsen seit dem 1. Ok­tober 1930 gegen den früheren Oberpräsidenten her Provinz Sachsen und Führer hes Reichsbanner;, Otto Hörsing, erwirkt. Insgesamt batte HörsinL an Wartegeld 10 000 Mark z u viel erhal'

n und davon insgesamt 7 0 0 0 Mark zurück« .. stattet. Die Restsumm« ist nunmehr emgekM worden. Als Grund für die Weigerung zur Zoh' I lung führt Hörsing an, daß er seit dem 10. August 1933 erwerbs - und mittellos und auf

Am dritten Spieltage des Schachturniers um die Meisterschaft von Deutschland 1934 in Aachen wurden zehn Hängepartien der zweiten und dritten Runde beendet. Aus der zweiten Rum) steht nur noch ein Kampf, Hahn gegen Rödl, aus. Die Besucher bekamen wieder span nende Partien zu sehen. Bemerkenswert ist, dop zum ersten Male, und zwar gleich in fünf F"U^ die schwarze Partei siegte. Der Favorit Wety a e r b e r (Saar), der in den ersten Tagen a scheinend nicht in Form war, konnte jetzt gege

Genf, 17.Mai. (DNB.) In der Sitzung des Dölkerbundsrates am Donnerstag, in der der Krieg zwischen Bolivien und Paraguay behandelt wurde, machte Lordsiegelbewahrer Eden im Namen der englischen Regierung den Vorschlag, auf ein s o - fortiges Verbot der Waffenlieferung an die kriegführenden Staaten Bo­livien und Paraguay hinzuwirken. Auch die Vertreter Frankreichs, Italiens, Spaniens und Argentiniens setzten sich lebhaft für diesen Vor­schlag ein. Alle Mitglieder des Völkerbundsrates sind im Grundsatz mit dem englischen Vorschlag, der am Freitag dem Rat zur Beschlußfassung unter­breitet werden wird, einverstanden.

Sir John Simon hat die britischen Vertreter in La Paz und Asuncion beauftragt, nachdrückliche Vorstellungen gegen Ausschreitungen beider kriegführenden Mächte zu erheben. Die Bolivianer werden beschuldigt, unverteidigte Städte in Paraguay mit Bomben beworfen zu haben; die Paraguayer sollen angedroht haben, zur Vergeltung in ihren Händen befindliche bolivianische Gefangene hinrichten zu lassen. Die bri­tische Regierung lätzt beide Regierungen auf die ent- sprechenden Bestimmungen der Haager Kon­ventionen Hinweisen.

während seiner Arbeit gehört, und als er aus dem Fenster sah, Polizeibeamte erblickt, ohne zu wissen, was passiert war. Sein Geständnis vor der Polizei habe ihm ein Zellengenosse angeraten.

In der Beweisaufnahme erklärte der Zeuge Willi N o a ck, der mit dem Angeklagten zu­sammen auf dem Bau gearbeitet hat, daß Schulze hinter ihm gestanden habe, als die Explosion er­tönte. Regierungsrat von Liebermann er­klärt, daß Der Angeklagte im Laufe der polizeilichen Vernehmungen fünf Geständnisse abgelegt habe, die darin gemachten Angaben ständen tatfächlich mit den späteren Ermittlungen in genauem Einklang.

Kriminalkommissar Tre11in, der gemeinsam mit von Liebermann Schulze vernommen hatte, bestätigt im wesentlichen die Erklärungen von Liebermanns. Der Angeklagte erklärte, daß er bei

Amtsgerichtsrat Piper, der Vernehmungs. richter des Polizeipräsidiums, sagte aus, Schulze habe ihm gegenüber gestanden, die Zündschnur aus der Handgranate herausgezogen zu haben; da er nun befürchtet habe, die Handgranate werde auf dem Dachboden explodieren, habe er sie kurzerhand aus dem Fenster geworfen, ohne an die

seiner polizeilichen Vernehmung alles nur auf An­raten eines Mitgefangenen gejagt habe, um bald Termin zu bekommen und Oie Freilassung seiner Frau zu erreichen. Trettin erklärte darauf, er habe den Eindruck, daß, wenn man dem Angeklagten die Gewähr geben würde, daß er mit 10 Jahren luycmcuu mwi ... uv*««« , »>» i-v- h.

Zuchthaus davonkomme, er sofort wieder ein Altmeister Engels einen schönen Sieg Geständnis ablegen würde. Den gestern fen.In einem überaus spannenden Endspiel fwn» vernommenen Zeugen Noack könne man nicht ernst sich Hahn und Carls gegenüber. Bei nehmen, da Schulze sicherlich dem Noack seine " w"

Aussage eingeredet habe, um sich selbst ein Alibi zu verschaffen.

Berlin, 17.Ma-i. (DNB.) Die Reichsregie, rung hatDie erste Verordnung zur Ausführung des Handwerkeraesetzes vom 12. November 1933' verkündet. Vor Pressevertretern machte Reichshand- roerfsführer Schmidt dazu u. a. folgende An­gaben: Wer nur immer von ständischer Verfassung und Ordnung spricht, der nimmt seine Begriffe und seinen Wortschatz aus der Blütezeit des Mittelalters. Damals gab es eine mustergültige Wirtschaftsord- nung, und diese war von der ständischen Ordnung des Handwerks überstrahlt; damals bestimmte die ständische Wirtschaftsverfassung des Handwerks auch ein wohl geordnetes Gemeinschaftsleben des Volks­ganzen. Heute stehen wir an einem Wendepunkt, an dem der nationalsozialistische Staat mit eiserner Hand neue Geschichte schreibt. Der Neuaufbau der Handwerksorganisation in Pflichtinnungen und Kreis-Handwerkerschaften räumt restlos auf mit der liberalistischen - demokratischen Handwerksorganisation, die im System des vergan­genen Zeitalters gesetzlich verankert wurde.

Lines der wichtigsten nationalsozialistischen Ziele und das wesentlichste Fundament natio­nalsozialistischer Weltanschauung ist die Beseiti­gung des Klassenkampfes und die Neuschaffung kameradschaftlicher Volksgemeinschaft. Das alles wird zum ersten Wale durch das neue hand- werkergeseh in der gewerblichen Wirtschaft versucht. Die Innung, und zwar als Pflicht- innung aufgezogen, ist nicht mehr die einseitige Jnteressen-Vertreterorganisation der Handwerks­meister, sondern sie ist die v o l k s g e m e i n - schaftliche S t a n d e s o r g a n i s a t i o n aller im Handwerk hauptberuflich erwerbs­tätigen wenschen. Weister, Gesellen und alle Arbeitnehmer, die im Handwerk beschäftigt sind, einschließlich der kaufmännischen Ange­stellten und auch die Handwerkslehrlinge gehö­ren in Zukunft pflichtmähig zur Innung. Sie gehören vor allem mit gleichen Rechten und gleichen Pflichten dem Stande an.

Neben dem bisherigen Obermeister steht als mitverantwortlicher Standesführer der Gesellen­führer. Er führt die Arbeitnehmer und Gesellen des Handwerks innerhalb der Innung. Er ist da-

Die Verpflichtung zum Erlaß einer Betriebsord­nung trifft also auch Betriebe, für die bisher der Erlaß einer Arbeitsordnung nicht vorgesehen war. Die Betriebsordnung hat gewisse, die Ordnung des Betriebes betreffende Fragen zu regeln, die sich aus § 27 Abs. 1 und 2 des AOG. ergeben. Es sind dies im wesentlichen die Fragen, die schon bis» her in Arbeitsordnungen geregelt wurden, so vor allem die Bestimmung, von Anfang und Ende der regelmäßigen täglichen Arbeitszeit und der Pausen sowie die Zeit und Art der Ge­währung des Arbeitsentgeltes.

Die Betriebsordnung kann auch sonstige die Orb- nung des Betriebes betreffende Fragen regeln; sie kann ferner Bestimmungen über die Höhe d e s Arbeitsentgelts und über sonstige Ar- beitsbebingungen treffen. Durch die Ver­längerung der bisherigen Tarifver­träge als Tarifordnungen wird aller- Stäätsfü'brunabas Gemeinwohl d-sl dinge zunächst die Regelung der allgemeinen Ar- DoNes flAern0 tann Rur In einem solchen beitsbebingungen m der Betriebsordnung eine g-- Machtstaat ist es möglich, wirtschaft-moralische und kann" wenn ihr°Än-'Taüh

ÄÄÄ Ä»n S XÄÄ S&? An U Werben bedingen stiele die n eu - M e nsch e nsi-n rechtzeitig Fühlung mit dem Treuhänder « , ch a f f - n h;r?nwachs-n lasten so tu-b die B-. Arbeit «°n°°rd-n °bde°r aewiltt griffe von Kameradschaft und Treue, von Ehre c,c erforderliche Einschränkung der T ?, M,ä;X£ä s"£

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Neuaufbau mitarbeitenden Standesgenossen des .

deutschen Handwerks auszusprechen. Hörsing sott zuviel gezahltes Warte«

gelb zurückzahlen.

Berlin, 17. Mai. Vor dem Berliner Sonder­gericht hatte sich der 31 Jahre alte Kommunist Erwin Schulze wegen Verübung des Spreng- stoffanschlages Unter den Linden am 21. März d. Js. zu veranworten. An diesem Tage war aus dem Dachgeschoß des Hauses Unter den Linden 76 ei ne Handgranate auf d i e Straße geworfen, wobei der Chauffeur einer vorüberfahrenden Droschke und ein Passant ver­letzt wurden. An diesem Hause wurden damals Bauarbeiten durchgeführt, bei denen der Angeklagte beschäftigt gewesen war. Nach Eröffnung der Sitzung stellte der Vorsitzende zunächst die Persona- llen fest und richtet dann an den Angeklagten die Frage:Haben Sie die Handgranate "geworfen oder nicht?" Der Angeklagte erwidert nach einiger Zeit zögernd: ,Lawoh l . Er schildert dann sei­nen Werdegang, der ihn nach längerer Wanderschaft als Malergeselle Aur Reichswehr führte. Dort ist er dreimal unerheblich mit Mittelarrest bestraft worden. Ein tätlicher Angriff auf einen Vorgesetz­ten vor versammelter Mannschaft trug ihm IVi Jahre Gefängnis und die Entlassung aus dem Mi­litärdienst ein. Der Angeklagte schildert dann, wie er zum Kommunismus gekommen ist. Auf der Arbeitsstelle lernte er ein Mitglied des Roten Frontkämpferbundes kennen, auf dessen Veranlassung er Uebungen und Ausmärsche mitgemacht hat. Auch hat er für die KPD. Plakate geklebt und Zettel ausgetragen. An die Aeußerung, es gehe ihm zu langsam vorwärts, er wolle Taten sehen, kann sich der Angeklagte nicht mehr er­innern.

Ehe der Vorsitzende zur Erörterung der Tat selbst übergeht, ermahnte er den Angeklagten noch ein­mal zur Wahrheit. Nach langem Schweigen ruft der Angeklagte erregt aus:Es ist die Wahrheit, daß ich es nicht getan habe, bestrafen Sie mich

Berlin, 17. Mai. (DNB.) In der Wohnung des Reichsministers Stabschef Röhm fand ein Empfang für einen Kreis diplomatischer und poli­tischer Gäste statt. Unter den Vertretern des diplo­matischen Korps bemerkte man u. a. den aposto­lischen Nuntius, den japanischen Botschafter, den spanischen Botschafter, die Gesandten von Schwe­den, Bolivien, Rumänien, Persien, die Marine- atfad)6s von Italien und Japan, die Militärattaches von Frankreich und Spanien, den LuftattachL von Großbritannien ufro. Von den Mitgliedern des Reichskabinetts waren anwesend die Reichsminister von Blomberg, Frick, Darrö und Gärtner; ferner bemerkte man die Chefs der Heeres- und Marine­leitung und die Staatssekretäre Feder und Dr. Meißner und Angehörige des Führerkorps der SA. und SS.

Oie neue lettische Regierung.

Riga, 17. Mai (DNB.) Die Zusammensetzung der neuen Regierung wird nun in ihrer end­gültigen Form befanntgegeben: Minister­präsident und Außenminister ist U l m a n i s (Bauernbund); Kriegsminister 55 al ob is (Bauern- bunb); Innenminister (9 u I b*i s (Bauernbund); bie anberen Minister gehören verschiedenen Parteien an, aber bas neue Kabinett ist nicht nach dem Schlüssel der politischen Parteien, sondern nach der Eignung der herangezogenen Personen aebilbet worben.

Massenkundgebung gegen den Boykott deutscher

Waren in Amerika.

N euy o r k, 18. Mai. (DNB. Funkspruch.) Die Freunde des neuen Deutschlands, die Vereinigten deutschen Gesellschaften und derDawa" (Deutsch- Amerikanischer Wirtschaftsausschuß) veranstalteten im Madison Square Garden eine große Massen­kundgebung gegen den Boykott deutscher Waren in Amerika. An ihr nahmen über 2000 Führer des Deutschtums in Amerika sowie viele Amerikaner teil. In den Reben wurde darauf hingewiesen, baß durch den Boykott der Wieder­aufbau der Wirtschaft der Vereinig­ten Staaten auf bas schwerste gescha - b i g t würde, ba Deutschland doppelt soviel aus den Vereinigten Staaten einführe, wie die Vereinigten Staaten aus Deutschland bezogen. Der Boykott deutscher Waren, der auch verfassunas- widrig und ungesetzlich sei und gar nicht dem Wesen des Amerikaners entspreche, werde vom ameri­kanischen Arbeiter bezahlt. Als der Name des Führers der jüdischen Boykottbewegung, Samuel Untermeyer, erwähnt wurde, brach die Ver­sammlung minutenlang in stürmische Pfuirufe aus. George Silvester Vered wies in seiner Rede nach, daß hinter der Boykottbewegung sich die dunklen Machenschaften internationaler Genossen verbergen, und daß der Ertrag derDollarfestessen", auf denen Einstein auftrete und die angeblich zugunsten deraus Deutschland vertriebenen Juden" statt- finden, in bie Kassen ber Neuyorker Kommuni st en fließt. Der Redner ber Dawa gab bekannt, daß ber Deutsch-Amerikanische Wirt­schaftsausschuß bereits in allen Staaten der USA. organisiert sei unb bie Errichtung eigener V e r E o* f s ft e 11 e n plane.

Mn Präsident Göring in Athen.

Athen, 17-. Mai (DNB.) Ministerpräsibent Göring ist im Flugzeug in Athen eingetroffen. In feiner Begleitung befinben sich Justizminister Kerrl, die Staatssekretäre Körner und M i I ch, Prinz Philipp von Hessen unb Major Jakobi. Zur Begrüßung ber Gäste hatten sich auf bem Flugplatz u. a. ein Vertreter bes griechi­schen Ministerpräsidenten und General Ja! Istras vom griechischen Luftfahrtministerium eingefunden. Von deutscher Seite war erschienen ber deutsche Gesandte Dr. E i s e n l o h r unb der Leiter ber NSDAP., Gruppe Griechenland, Karl K u b o r f e r. Ein Hitlerjunge überreichte einen Blumenstrauß. Auf ber Fahrt nach Athen würbe Ministerpräsibent Göring von ber griechischen Bevölkerung freubig begrüßt. Die deutschen Nationalsozialisten werden dem Ministerpräsidenten einen feierlichen Empfang bereiten.

Diplomatischer Empfang bei Stabschef Röhm.

votüm. Aber das war von vornherein abge­machte Sache. Die Landesverbände hatten sich schon vor bem Parteitag in ihren Entschließungen Jür ben Verbleib ber rabikalsozialen Minister im Kabinett Doumergue ausgesprochen. Die bieberen Delegierten bes Parteitages hatten nicht bie ge­ringste Neigung, gegen ben Strom zu schwimmen. Sie saßen da in Hemdsärmeln und mit durch­schwitzten Kragen denn in dem dunklen, sticki­gen Saal herrschte eine mörderische Hitze unb ergötzten sich lieber an ben billigen Witzen Herriots, als baß sie in ihrem erschöpften Zustanb noch Auf­merksamkeit für bie ernsthaften Warnungen unb Beschwörungen Dalabiers aufbrachten. Die Kurse ber Staatsrenten steigen doch! Warum soll man ber Regierung Doumergue in ben Arm fallen? Im übrigen ist es höchste Zeit zum Abenbessen unb beswegen nicht wünschenswert, bie Debatte noch zu komplizieren unb baburch zu verlängern.

Eine peinliche Panne.

Diekleine Schokoladensee" spricht an Stelle Herrn Barthous.

Anläßlich einer Gedenkfeier für ben französischen General Lafaye11e, ber sich bei ben amerika­nischen Befreiungskämpfen einen Namen gemacht hat, sollte Außenminister Barthou eine Rede halten, bie burch Runbfunk nach Amerika übertragen werben sollte. Die offiziellen ame­rikanischen unb französischen Persönlichkeiten, bie im Remter in Neuyork versammelt waren, wo anläßlich ber Uebertragung ber Rebe Riesen­lautsprecher aufgestellt waren, hörten anstatt ber Worte bes französischen Außenministers einige Phrasen einer französischen Operette, m ber ein Liebespaar sich zankte. Diese Panne hat natürlich in Amerika unb in Frankreich großes Aufsehen erregt, unb ber französische Postminister hat sofort eine strenge Untersuchung eingeleitet. Es hat sich herausgestellt, baß ein Kühlrohr bes französischen Kolonialsenbers, ber bie Uebertragung vornehmen sollte, geplatzt war. Da ber Sender aber gleichzeitig eine Operette Die kleine Schokolabenfee" auf einer anberen Welle nach Amerika übertrug, hörten bie in Neuyork versammelten Persönlichkeiten einige Stellen aus bieser Operette. Diesex immerhin pein- liche Zwischenfall wirb in ber französischen Presse stark kritisiert, weil er bas Ansehen Frankreichs im Auslanbe schäbige.

Oer Krieg um den Chaco - eine Niederlage des Völkerbunds

. . I Folgen zu benken. .

England erhebt direkte Vorstellungen bei den knegführenden Staaten. M°n. -'n war.

mittlung besKonfliktes die Entsendung einer münblid) als Zeuge bei dem Vertetbiger angeboten Kommission, bestehend aus fünf Mitgliedern: hatte, glaubt, auf Grund von hellseherischen Fähig, je einem Italiener, Spanier, Franzosen, Engländer feiten und Visionen den wahren Tater zu kennen, und Mexikaner. Als Ende Juli die Kommission Er wisse, daß Schulze unsckuldig sei. Er habe im endlich nach Südamerika abreisen wollte, waren Rundfunk gehört, daß ein Attentat oerubt worden sich die Kriegführenden einig, auf sie zu verzich- sei. Der Täter fei ihm vom luben Gott gezeigt t en. Sie schlugen dem Völkerbund vor, bie Ver- worben. Der Täter sei ein Mann im bunflen mittlung an bie Nachbar st aaten, Argen- Anzug, ber auf bem Dach bes Innenministeriums tinien Brasilien, Chile unb Peru zu gestanben unb bie Hanbgranate geworfen habe, übertragen. Der Völkerbunb war gerne einverstan- Ein Zeuge, ber mit dem Angeklagten zusammen den aber bie genannten neutralen Staaten lehn - ^i ber Reichswehr war, erklärte, baß ber Ange- ten nach einigen Wochen ab. So mußte nagte Schulze im Werfen von Hanbgranaten, zum bie Ursprungs gewählte Kommission nach Süb- minbesten mit Uebungszünbern, ausgebildet amerika reisen. Inzwischen war es Oktober gewor- worden sei, was Schulze bisher immer hartnäckig ben, im November traf bie Aborbnung in Monte- ableugnete.

oibeo ein. Kurz vor Weihnachten schlossen Paraguay Der m e b i z i n i s ch e S a ch v e r st a n b i g e und Bolivien einen Waffen st ill st and, ohne Medizinalrat Dr. Schlegel sagt, Schulze habe die Völkerbundskommission zu bemühen. Die Waffen- die Kenntnisse eines Durchschnittsmenschen. Von ruhe lief am 6. Januar ab, der Krieg in Sumpf irgendwelchen Wahnideen, Sinnestäuschungen usw. und Urwald ging weiter. Inzwischen waren sei bei ihm nichts zu erkennen. Es komme daher Mitglieder der Kommission in den feindlichen für ihn der Schutz des § 51 nicht in Betracht. Auch Hauptstädten gewesen, ohne aber eine Grundlage verminderte Zurechnungsfähigkeit sei nicht festzu- zur Verständigung zu finden. Ein von ihnen aus- stellen. Die Geständnisse Schulzes halte er für gearbeiteter Vertrags-Entwurf wurde von Paraguay durchaus ernsthaft. Zu feinem Widerruf fei der abgelebt. So mußte bie Kommission mit leeren Angeklagte wahrscheinlich beshalb gekommen, well Hänben nach Europa zurückreisen. Dort schrieb sie er große Anast vor einer politischen Beurteilung einen 58 Seiten langen Bericht an ben feiner Tat habe. Gerabe biese Furcht aber spreche Völkerbunb. Der Krieg bauert nun schon ein bafür, baß politische Momente tatsächlich eine volles Jahr. Vielleicht ist ihr babei selbst ein Bilb Rolle gespielt haben können. Andererseits hielt es darüber aufgegangen, welches geringe Maß von ber Sachverstänbige auch für möglich, baß Schulze Autorität ber Völkerbunb besitzen muß. an ber Hanbgranate herumgespielt habe unb sie

-------- bann aus Angst bavor, baß sie nun explobieren könne, burch Das Fenster ins Freie beförberte. Am Schluß ber Beweisaufnahme richtete ber Vorsitzenbe noch einmal an ben Angeklaten bie Mahnung, ob er sich nun zu seiner Tat unb zu seinen früheren Gestänbnissen bekennen wolle. Mit . i hochrotem Gesicht unb in großer Erregung rief Nie Ausführung Des HanDwerkergefetzeS.-pfl'chttnnungen und Iuhrerpnnzrp. ber Angeklagte laut in ben Geric^tssaal:Im An-

Neben dem Obermeister der Sesellenführer. un^g@T^°7°mbh

für verantwortlich, daß das marxistische Gedanken- Handgranate nicht g-wars-m Bestrafen gut durch bie nationalsozialistische Weltanschauung Sie mich für meine Luze. aber bie Hanbgranate endgültig beseitigt wirb. Er hat für bie soziale Wohl- habe ich nicht geworfen.

faihrt der Arbeiter zu sorgen. Er leitet mi tdem Ober-

X7naÄm | Erlaß von Beiriebsordn ungen

Damit wirb bas, was im Klassenkampf ber Gewerk-