Donnerstag, 16. August I93<
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesten)
Nr. 190 Drittes Blatt
Oie alten Soldaten für Hitler
e
Zukunft Hskanz-
Aus aller Welt
Das
Dem Führer die Treue: Za!
Die Durchführung von Ausfuhrauftrügen.
Jeder Ausländer, der das nationalsozialistische Deutschland besucht, stellt mit unverhohlenem Erstaunen das gegen früher veränderte Straßenbild in Deutschland fest. An den Straßenecken stehen keine halbwüchsigen Burschen mehr, Zigarette im Mund, Hände bis zu den Ellenbogen in den Hosentaschen. Niemand wird angerempelt. Keine finsteren Gesichter drohen aus dunklen Haustoren. All diese nieder- ziehenden Bilder des Verfalls find verschwunden. Die Menschen haben wieder Ziele, in ihren Augen steht wieder Zuversicht, sie glauben an sich und ihre Zukunft. Eine Jugend, die noch ein Leben vor sich hat, wurde an den Straßenecken wieder in Bewegung gesetzt und zieht nun die Straße selbst entlang, Lieder auf den Lippen, Haltung in den Knochen. .
Und wenn jeder Besucher des nationalsozialisti- schen Deutschland das sieht und voll Bewunderung feststellt, fühlt er in diesem Augenblick die ganze Größe Adolf Hitlers! Denn das ist alles Hit- 1 e r 5 Tat.
Wo auch immer das neue Leben geformt wird, wo auch immer der Glaube sich anschickt, Berge zu versetzen, wo immer die Idee des Nationalsozialismus sichtbar geworden ist, sehen wir zugleich den Zusammenklang von Idee und Persönlichkeit. Alle Organisationen in Deutschland, sowohl die Gliederungen der nationalsozialistischen Bewegung, als auch die Verbände des kulturellen und wirtschaftlichen Lebens empfangen ihren einzigen Impuls im nationalsozialistischen Deutschland von dem einen Führer, der ihnen allen die gleiche Aufgabe stellte, Deutschland zu dienen, statt Se l b stzw e ck zu sein.
So ist in einem Augenblick, in dem wir an der Schwelle eines neuen Zeitalters stehen, die Erkenntnis notwndig, daß Einheit von Volk und Reich
Belgrad, 15. Aua. (DNB.) Die „Prawda" berichtet aus Warasdin, wo sich ein großes
Die ergreifenden Totenfeiern für die große und ritterliche Rolandsgestalt des alten Deutschland sind vorüber. Das neue Deutschland hat mit diesen Ehrungen gezeigt, wie die besten Eigenschaften des alten Heeres und seines Offizierkorps, fast schon symbolisch verklärt im Feldherrn von Tannenberg, auch Vorbilder der Jugend des Dritten Reiches sein sollen. In- und Ausland wurde damit erneut vor Augen geführt, wohin der Weg des Führers, seiner idealen Bewegung und der neuen Zeit geht. In- und Ausland wird seine Worte ebenso in Erinnerung behalten, wie sein Gelübde am Sarge des großen Friedrich am 21. März 1933. Sie wollen und sollen Taten werden.
Dieser Führer des Dritten Reiches fordert am 19. August Zustimmung dazu, daß er in die Aemter des Reichspräsidenten und Reic,
Frankreich und die Saar
Die Frage der ausländischen Saarpolizei.
eingenommen. Es kann erwartet werden, daß die Folgen des Unfalls in 8 bis 10 Tagen völlig überwunden sind. Die Verletzungen der übrigen Insassen des Wagens sind so unerheblich, daß sie weitere ärztliche Hilfe nicht mehr in Anspruch zu nehmen brauchen. _ M x
Obersalzberg, 15. Aug. (DNB.) Der preußische Ministerpräsident Göring befindet sich werter auf dem Wege der Besserung.
Gesandter von papen in Wien.
Wien, 15. Aug. (DNB.) G-I°ndt°r von Sa- pen traf heute im Sonderflugz«»g um 17-32 Uyr von Berchtesgaden kommend auf dem Flugplatz von Aspern ein. Sn seiner Begleitung befand sich Herr von Tschirschky. Zu seinem Empfang hatte sich der deutsche Geschäftsträger Prin^^Erbach mit den Herren der Gesandtschaft auf dem Nug- platz eingefunden. Nach Begrüßung des Gesandten begab sich dieser sogleich in die deutsche Gesandtschaft, wo er Wohnung nimmt.
Starhemberg in Venedig.
Rom, 15. Aug. (DN».> Vizekanzler Star- h er mb er q hat sich Mittwoch vormittag mit dem Flugzeug nach B e n - d i g begeben, wo er sich voraussichtlich zwei Tage aushalten wird. Ob er von Venedig aus noch einmal M u s > o l, n l in Rwcione aufsuchen wird, ist noch sraglich.
Otto von Habsburg besucht König Gustav.
Stockholm, 15. August (DNB) Erzherzog Otto von Habsburg suhr heute von Stock- Holm nach Kalmar ab, von wo aus er nach dem königlichen Schloß Soll,den auf der In el Oe,and fahrt um König Gustav einen Besuch abzu- tatten Aus Solliden bleibt der Erzherzog bis Donnerstagnachmittag und kehrt dann nach Stockholm zurück.
Oesterreichs Heeresverstärkung bleibt.
L o n d o n , 16. Aug. (DNB. Funkspruch.) Reuter meldet aus Parts: Wie verlautet, sind die fr an-
Wir denken an die Z e r r i s s e n h e i t u n s e r e s Volkes, bevor der Führer kam. Wir denken an die Not der Bauern und die Not der Städter, beide aus derselben Wurzel fremder Rassen- und Arteinflüsse gewachsen. Uns schaudert vor der Zukunft, die uns von feigen Verrätern zugedacht war. Aber der Führer ist Mann und Bürge genug für die Sicherheit des Reiches in den kommenden Tagen. So wird ihm das deutsche Volk am nächsten Sonntag das Ja geben, das er erwarten kann. Aber du, deutsches Landvolk, darfst nicht glauben, daß du mit diesem Ja der Pflicht der Dankbarkeit und Treue genügt hast. f ,
Was der Führer braucht, ist mehr als diese eine Tat. Es ist die Treue des Volkes, die sich im Einsatz der Persönlichkeit jedes einzelnen offenbart. Und was er besonders braucht zum Bau der deutschen Zukunft, das ist die freudige Mitarbeit unseres Landvolkes. Denn der Boden unserer Heimat soll durch unsere engere Arbeit auch den Aermsten unserer Volksgenossen das Brot zum Leben geben.
Den Bauern braucht der Führer, denn das bäuerliche Blut verbürgt die Erhaltung der Volksmasse und die Erhaltung der guten deutschen Art. Den seßhaften Menschen braucht er, der die Scholle liebt, und sie verteidigt bis ^um Tode.
So stehst du, deutsches Landvolk, in unlösbarer Schicksalsgemeinschaft mit deinem Führer. Und so klingt aus der Vergangenheit durch die Gegenwart in die Zukunft das Mahnwort Treue. In der Treue erst zeigt sich die Deutschheit unseres Wesens ganz. Am 19. August soll der Führer sehen, daß die deutsche Erde noch deutsche Bauern, deutsche Männer trägt.
Adolf Hitler hat am 30. Juni durch persönlichen Mut den Aufruhrplan unsauberer und zum Aufbau unfähiger Revolutionäre niedergeschlagen.
3m Sinne Hillers und Hindenburgs soll also das Drille Reich, zu dem auch wir uns bekennen, von den Anständigsten, Charaktervollsten und Fähigsten regiert werden. Für solche Ziele wollen wir am 19. August dem Führer unser vertrauen aussprechen.
Heil Hitler!
Für den Reichsoerband Deutscher Offiziere) Graf v. d. Goltz,
Generalmajor a. D. und Verbandsführer.
Generalfeldmarschall von Mackensen erklärt.
Berlin, 13.Aug. (DNB.) Ein Redaktionsmit- glied der „D A Z." hatte am Sonntag Gelegenheit, mit Generalfeldmarschall von Mackensen zu sprechen. Generalfeldmarschall von Mackensen lehnte zwar jede Erklärung ab, weil es sich um eine hochpolitische Angelegenheit handele; denn er sei Sol« bat und kein Politiker. Er habe sich nie mit Poli« tik abgegeben und gedenkt es auch in Zukunft nicht zu tun. Zu der Tatsache aber, daß das deutsche Volk über die Frage entscheiden solle, ob der Frontsoldat Adolf Hitler in seiner Per- son die Aemter des Reichskanzlers und des Reichspräsidenten vereinigen solle, sagte der Generalfeldmarschall: „Es handelt sich um keinen Wahlkampf. Es gibt keinen Gegner. Das Ergebnis der Volksabstimmung mit einer ganz überwältigenden Mehrheit der „Ia"- ^Stimmen steht heute schon fest.
lers in seiner Person vereinigt.
Für uns alte Offiziere ist Adolf Hitler der Vernichter des Weimarer internationalen und klassenkämpferischen llnterwerfungs - Systems und der friedliche Führer zu Ehre, Freiheit und Gleichberechtigung der Ration. Sein Ziel, die geeinigte wehrhafte Volksgemeinschaft aller Volksschichten ohne Streit der Deutschen untereinander, ist auch unser Ziel. Wir sind Kriegskameraden Adolf Hitlers, die ihn verstehen.
Für uns ist die alte Kameradschaft aller Vaterlandsverteidiger im Schmelztiegel der Schlachten des Weltkrieges erneut und für immer gefestigt worden. Führer aller Grade sind sich der Verantwortung für die Kameraden und der Pflicht der Fürsorge bewußt: Deutschland soll und muß einig und wehrhaft vom politischen Führer und obersten Feldherrn bis zum letzten Kämpfer in Front und Heimat sein!
In den Provinzen Kiangsu und Tschekiang sind viele kleine Flüsse und beinahe alle Bache und kleinen Kanäle a u s g e*t r o d n e t. Die chinesischen Bauern haben mühselig versucht, das Land zu bewässern, aber ohne besonderen Erfolg. Die Reisfelder zeigen zwar oft ein leuchtendes Grün, aber der Boden ist völlig ausgedörrt und die Aehren enthalten keine Körner. Die unerhört hohen Temperaturen dauern an. Die Spekulation macht sich die Notlage zunutze, und die Preise steigen immer weiter an. Es werden umfangreiche Ankäufe im Ausland nötig fein, um den Fehlbetrag auszugleichen
Riesige Ueberschwemmungen in der Mandschurei.— 81 Todesopfer.
Nach einer Meldung aus der Mandschurei sind durch die Ueberschwemmungen in den Provinzen Tsitsikar und Kirin die Eisenbahnlinie Kirin—Keschan und die Eisenbahnlinie nach Lafa unterbrochen worden. Trotz der Anstrengungen japanischer und mandschurischer Truppen sind bisher 81 Todesopfer zu verzeichnen. Etwa 6000 Häuser wurden zerstört. Die mandschurischen Behörden haben eine Hilfsaktion eingeleitet.
Görings Befinden gut.
Weiter auf dem Weg der Besserung.
Berlin, 15. Aug. (DNB.) Zum Kraftwagenunfall des Ministerpräsidenten Göring wird mitgeteilt, daß das Befinden des Herrn Ministerpräsidenten den Umständen nach durchaus gut ist. Erfreulicherweise hat es sich bestätigt, daß es sich lediglich um eine Prellung an der rechten Rückenseite handelt. Innere Verletzungen liegen nicht vor. Deshalb ist auch kein ärztlicher Eingriff erforderlich gewesen. Der Herr Ministerpräsident hat eine gute Nachtruhe hinter sich, ist heute morgen zur gewohnten Stunde aufgestanden und hat das Frühstück in seinem Arbeitszimmer
Idee und Persönlichkeit.
Der Arbeitsdienst und Adolf Hitler.
Don Or. Will Decker, M. d. Ä, Inspekteur des Erziehungs- und Sildungewesens im Arbeitsdienst.
Architekt profeffor Ludwig Ruff f.
In Nürnberg teilte Oberbürgermeister Liebel in der jüngsten Stadtratssitzung mit, daß der bekannte Architekt Professor Ludwig Ruff gestorben sei. Noch vor wenigen Tagen hatte der Verstorbene dem St-adtrat am Modell die großen Gedankengänge erläutert, die in der Erbauung der Riesenkongreßhalle für die Reichsparteitage^ in Nürnberg verwirklicht werden sollen. Liebel führte weiter aus, der Führer, der Professor Ruff als Nachfolger des verstorbenen Professors Tro ost mit der Durchführung des Projekts beauftragt hatte, habe noch viele gewaltige Aufgaben für Professor Ruff gehabt. Nun habe der Sohn die Aufgabe übernommen, die Arbeiten seines Vaters zu vollenden. — Die Stadt Nürnberg bereitet dem Verstorbenen ein Ehrengrab und übernimmt seine Beisetzung.
Schlechte Aussichten für die Reisernte in China.
Aus Schanghai wird berichtet, daß die Aussichten für die R e i s e r n t e infolge der Trockenheit schlecht seien. In Kiangsu sind nach amtlicher Schätzung weniger als zwei Fünftel der normalen Ernteerträgnisse zu erwarten, was einen Verlust von 180 Millionen mexikanischer Dollar bedeutet.
Sammellager von österreichischen Flüchtlingen be°!lionen Dollar beträgt. Man begründet diese inbet, baß noch immer einzelne Gruppen von Auf- erhebliche Steigerung ber Baukosten mit einem An- tänbischen aus Steiermark unb Kärnten in Süd- ziehen ber Materialpreise unb Löhne.
slawien eintreffen. So seien am Dienstag 58 unb I --------
___ Reichswirtschaftsministerium teilt mit: Es barf nicht wunbernehmen, daß die deutsche Deoisenlage manchen ausländischen Kontur» renzfirmen Veranlassung gibt, angebliche Schwierigkeiten deutscher Firmen bei der Durchführung von Ausfuhraufträgen ins Feld zu führen. Da die Aufrechterhaltung und Erweiterung der deutschen Ausfuhr Gegenstand der Fürsorge ber Reichsregierung ist, so hat die Regierung alle Maßnahmen getroffen, um die pünktliche gute Ausführung von Auslandsaufträgen allen anderen Erfordernissen der deutschen Wirtschaft voranzu st el- len. Der Auslandsabsatz der deutschen Industrie beträgt etwa 10 Prozent ihrer Gesamtproduktion. Die Menge an ausländischen Rohstoffen, die für diese Ausfuhr benötigt werden, spielt demnach im Verhältnis zum Gesamtbedarf der deutschen Wirtschaft keine entscheidende Rolle. Einschränkungen des Verbrauchs an ausländischen Rohstoffen kommen nur für denjenigen Test der deutschen Produktion in Frage, ber seinen Absatz auf bem Jnlanbsmarkt finbet. Für bie Ausfuhr werben beshalb vorzugsweise sowohl in zeitlicher als in qualitativer Hinsicht bie erforberüdjen Rohstoffe in erster Linie zur Verfügung gestellt unb irgendwelche Zweifel an ber prompten unb einroanb'freien Durchführung von Auslandsaufträgen ber deutschen Industrie find völlig unbegrünbet. Die Bedürfnisse der Ausfuhr werden in jeder Beziehung dem inländischen Absatz oorangestellt werden.
P a r i s . 16. Aug. (DNB. Funkspruch.) Die Forderung nach einer Verstärkung d e r Polizeistreitkräfte im Saargebiet durch den Präsidenten der Regierungskommission ist von der Pariser Presse zwar mit unverhohlener G e - nugtuung aufgenommen worden, man rechnet aber mit den Schwierigkeiten, die der Erfüllung dieser Forderung entgegenstehen.
„Journal" schreibt am Donnerstag, daß die Rekrutierung einer internationalen P oli- 3 e i für das Saargebiet sicherlich nicht ohne Schwierigkeiten vor sich gehen werde. Der augenblickliche Vorsitzende des Völkerbundes bestnde sich vor einer sehr schweren Aufgabe. Das Blatt richtet dann einen beweglichen Appell an bie Staaten, ihre Pflicht und das vorübergehende Opfer, das von ihnen verlangt wurde, zu verstehen, weil nur auf diese Weise „ein Handstreich vermieden werden könne, von dessen Auswirkung auch sie in Mitleidenschaft gezogen werden würden." (!)
Das „Echo de Paris" greift die französisch Regierung an und erklärt, man hätte besser getan, vom Völkerbund greifbare Sicherheitsmaßnahmen zu verlangen, ehe man den Zeitpunkt für die Abstimmung fest- setzte. Jetzt stehe man vor der Schwierigkeit, 2000 Pvlizeibeamte zu rekrutieren. Diese Ausgabe werde nirgends Begeisterung auslösen.
nur durch Einen gewahrt werden kann: der d i Einheit schuf in d e r Vermählung von Idee und Persönlichkeit.
Wenn im neuen Deutschland die Jugend unseres Volkes nicht mehr an den Straßenecken der Großstädte untätig verkümmert, sondern sich in ihrer Gesamtheit im Arbeitsdienst zu gesunder und stolzer Lebensbejahung und Leistung sammelt, ist das nur Adolf Hitlers Werk. Er gab der deutschen Jugend das Ziel, nicht nur vom Sozialismus zu reden, sondern ihn durch die Tat zu beweisen in der gemeinschaftlichen A r - beit am deutschen Boden und am eigenen Ich. Er setzte zum Wächter über diesen nationalen Sozialismus den alten Parteigenossen. Er gab in allen schweren Auaenblicken der Entwickluna den Männern seines Vertrauens den Mut und die Kraft, die Aufgabe so durchzuführen, daß heute der Arbeitsdienst Erziehungsschule und Leistungsfaktor des neuen Deutsch-
Der deutschen dauern Mnnestreue
Don Michsbauernführer X Walther Oarr6.
Wir haben vom Grade des großen Feldherrn in Tannenberg eine Mahnung mit uns genommen, die schon aus dem ganzen Leben Hindenburgs vielstimmig in seine Zeit hineinklang; die Mahnung heißt: Dienst am Vaterland in Pflicht- erfüllung und Treue!
Wenn wir heute dieser Worte eingedenk und tatbereit umschauen, so sehen wir an der Spitze des Reiches die Mahnung des Toten lebendig verkörpert in der Gestalt unseres Führers. Das Leben Adolf Hitlers ist ein einziger unermüdlicher Dienst am Vaterland in Pflichterfüllung und Treue.
Jetzt hat dieser, unser Führer, das Volk aufgerufen, jetzt gilt es zu zeigen, ob unser Volk der Treue wert ist, ob es F Ü h r e r t r e u e mit Mannestreue vergelten kann. Am 19. August bist auch du, deutscher Bauer, bist auch du, deutsche Landfrau, gemeint. Da heißt es antreten und der Welt beweisen, daß es ein einiges Deutschland gibt.
Eine Abstimmung? Zustimmung wäre das bessere Wort. Vertrauensvotum? Das klänge viel zu schal und fremd für die Gefühle, die das deutsche Landvolk dem Führer entgegenbringt. Wir haben Jahre hinter uns, die uns unlöslich zusammengeschmiedet haben mit Banden der Treue und des Dankes. Und wir haben Jahre vor uns, da einerden anderen nicht entbehren kann, wenn das Deutsche Reich dauern soll.
Wo wäre heute der deutsche Bauer ohne den Führer Adolf Hitler! Wir schauen noch Osten und sehen beispielhaft, was Juden und Kommunisten aus Bauern und Bauernhöfen gemacht haben. Wir schauen nach Westen und sehen die Bauern anderer Länder vor der kapitalistischen Zinsknechtschaft von ihren Höfen weichen.
land ist.
Ohne die Idee des Nationalsozialismus würde der Arbeitsdienst nicht Schule der Volksgemeinschaft sein. Und die Idee wäre nicht Wirklichkeit geworden ohne Adolf Hitler . . .
So sehen wir dankbaren Herzens die Werke eines neuen Geistes wachsen. Und wenn wir Gefolgsleute des Führers durch fein Vertrauen an diesen Werken mithelfen durften, dann empfinden wir heute dankbar ein Leben, in dem ein ganzes Volk in stolzem Willen wieder „Ja" sagen kann zu der eigenen Zukunft. Und dieses ,J a" sprechen wir vom Arbeitsdienst bis zum letzten Mann am 19. August 1934 für den Führer, der mit feinem Vorbild einer heiligen Idee im Arbeitsdienst Leben und Aufgabe gab!
zosische und die britische Regierung über- eingekommen, daß die ö st e r r e i ch i s ch e Armee für ein weiteres Jahr eine Stärke von 30 000 Mann behalten darf. Noten mit entsprechendem Inhalt werden binnen kurzem nach Wien gesandt werden. Dem Vernehmen nach dürfte auch die italienische Regierung den gleichen Schritt tun. Von einem österreichischen Ersuchen um eine weitere Vermehrung des österreichischen Heeres über 30 000 Mann hinaus ist in Paris nichts bekannt.
Die deutschen Studentenheime in Wien aufgelöst.
Wien, 16. Aug. (DNB.) Die Polizeidirektion hat die Deutschen Studentenheime in der Gentzgasse, in der Wurlitzer Gasse und in der Porzellangasse behördlich gesperrt und aufge- l ö st. Die Studentenheime dürfen im Herbst keinerlei Tätigkeit mehr entfalten und keine Studenten mehr beherbergen. Die Verfügung wird damit begründet, daß in diesen Studentenheimen n a t i o» nalsozialistische Propaganda getrieben worden fei.
1389 österreichische Flüchtlinge in Südslawien.
Wettervoraussage.
Der hohe Druck breitet sich weiter aus und lagert mit seinem Kern über dem Festlande. Somit wird im Bereich absinkender Luft mehr aufheiterndes und trockenes Wetter vorherrschen. Die Temperaturwerte erfahren zwischen Tag und Nacht größere Gegensätze, zumal es tagsüber bei ungehinderter Einstrahlung wieder wärmer wird. Eine im Norden befindliche Störung bedingt aber immer noch Zufuhr ozeanischer Lust, so daß es vereinzelt zu Wolken- und Frühnebelbildung kommt.
Aussichten für Freitag: Nach recht kuh- ler Nacht neblig-dunstig, tagsüber vorwiegend heiter und wärmer, trocken.____________________________
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellv. Hauptschriftleiter: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik: I. V.: Emst Blumschein, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. VII. 34: 10100. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei
R. Lange, ,K.-G., sämtlich in Gießen.
am Montag 24 Flüchtlinge wiederum in Warasdin angekommen. Die Gesamtzahl der Aufständischen, die die südslawische Grenze überschritten hätten, betrage 13 89. Davon seien 824 in Warasdin untergebracht.
Japan kündigt das Flottenabkommen.
Tokio, 15. Aug. (DNB.) Wie hier verlautet, sollen die Besprechungen zwischen dem japanischen Ministerpräsidenten Okada, dem japanischen Kriegsminister H a y a s ch i und dem japanischen Marineminister Ozumi dazu geführt haben, daß der japanische Ministerpräsident seine Zustimmung zur Kündigung des Washingtoner und des Londoner Flottenabkommens gegeben hat. Der amtliche Schritt der Kündigung dieser beiden Abkommen soll demnächst durch eine Sitzung des japanischen Geheimen Rats bestätigt werden. Sodann wird die japanische Regierung eine Erklärung herausgeben, in der sie die Gründe für die Kündigung darlegen wird.
Amerikas Aufrüstung.
Washington, 16. Aug. (DNB.-Funkspruch.) Die amerikanische Regierung hatte, wie am Mittwoch gemeldet, zu Angeboten für den Neubau von 24 Kriegsschiffen aufgefordert. Der Voranschlag für die Baukosten betrug etwa 50 Millionen Dollar. Jetzt stellt sich jedoch heraus, daß die Summe der niedrigsten Angebote bereits 7 2 Mil-


