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ikeln sind die Besprechungen so weit gefprberf mor= ^en, daß sie nur noch einer Vertiefung in besonderen Sachverständigen- Au sschusien edürfen, um konkrete Formen anzunehmen. Ander- isits haben die Vertreter der polnischen Landwirt- chaft erklärt, ihrerseits dazu beitragen 311 wollen, baß neben gewerblichen Artikeln auch die Einfuhr von einigen deutschen landwirtschaftlichen Artikeln nach Pillen er- leichtert wird. Ferner wurde ein gemeinsames Sorgehen auf dritten Märkten analog lern Roggenabkommen auch bei anderen Erzeug- tissen empfohlen.
Die bisherigen Verhandlungen haben den Be- aeis ergeben, daß der neue Weg der direkten Der- lanblungen zwischen den landwirtschaftlichen Vertretern durchaus erfolgreich sein kann und geeignet ft, der europäischen Wirtschaft neue Wege zu weisen. L)as neue polnische Kabinett. ( in neuer Kapitän, aber keine Aenderung des Kurses.
Warschau, 15. Mai. (DRV.) Die neue Ro>- , erung Kozlowski wurde vom Staatspräsi- i-nten bestätigt. Es handelt sich um keinen grund- stzlichen Wechsel, sondern um eine „Ablösung, Ze r Wach e". Außer der Neubesetzung des Posens des Regierungschefs sind nur Aende- nngen auf zwei M i n i st e r p 0 st e n erfolgt. 2n Stelle des bisherigen Handelsmini st ers, L s Generals Zarzycki, ist sein bisheriger Un
terstaatssekretär, Hdnrkch R a s ch m a n , Handels- Minister geworden, und zum M i n i st e r für öffentliche Fürsorge ist der bisherige Woiwode von Kielce, Georg Paciorkowski, ernannt worden.
Der neue Ministerpräsident, Prof. Leon Kozlowski, der im 42. Lebensjahre steht, ist seit Jahren tätiges Mitglied im Regierungslager. Er war im Kabinett Prystor Agrarreformminister, im zurückgetretenen Kabinett Unterstaatssekretär im Finanzministerium. Kozlowski, der an deutschen Hochschulen studiert hat und in Tübingen zum Doktor promovierte, ist Professor der Archäologie. Er hat sich in den letzten Jahren besonders auf wirtschaftspolitischem Gebiet hervorgetan. Der neue Regierungschef gilt als Legionär und Freiheitskämpfer, als eine der führenden Gestalten des Regierungslagers in Lemberg und erfreut sich des besonderen Vertrauens der sogenannten Obersten-Gruppe, sowie des Marschalls Pilsudski. Es wird ihm große Sachkenntnis, Energie und staatsmännische Fähigkeit nachgerühmt.
Der neue Handelsminister Rajchman ist im Gegensatz zu seinem Vorgänger als handelspolitischer Fachmann bekannt, der in dieser Eigenschaft Polen bereits bei internationalen Verhandlungen mit Geschick vertreten hat. Der Minister für öffentliche Fürsorge Paciorkowski ist als hervorragender Derwaltungsbeamter bekannt. Er dürfte sich namentlich der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit n'nd der Neuregelung des sozialen Versicherungswesens zuWenden.
Das Einigungswerk der evangelischen Kirche.
Berlin, 15. Mai. (DNB.) Kirchenamt. l ch wird u. a. mitgeteilt: In den letzten Wochen lh t sich in der Deutschen Evangelischen Kirche eine Entwicklung gestaltet, die eine wirkliche k rchliche Einheit sichert. Das bedeutsamste k chliche Ereignis des Jahres 1933 war die Echaffung der Deutschen Evangelischen Kirche, als pr unter einem Reichsbischof zusammengefaßten L ganisation der Landeskirchen. Dabei aber war, nie die mannigfachen innerlichen Vorgänge gezeigt hlben, eine wirkliche Einheit nicht erricht worden. Die 28 Landeskirchen, die als t»che in ihrer äußeren Struktur das geschichtliche klld Deutschlands nach dem Wiener Kongreß 1815 ktgehalten haben, hatten durch die 1933 vollzogene Zusammenfassung ihre Sonderstellung in 'den l sentlichsten Punkten behauvtet. Deshalb ist die i-D jetzt vollziehende wirkliche Eingliederung der । ndeskirchen und ihre Unterstellung unter d e Reichskirchenregierung 'von einer vchrhaft kirchengeschichtlichen Bedeutung. Dabei rrbient besondere Bedeutung, daß die Eingliede- Tng sich auf dem Wege freiwilliger t s ch l i e ß u n g e n der jeweils zuständigen landeskirchlichen Körperschaften vollzieht.
Die freiwillige Eingliederung vollzog zunächst die A t p r e u ß i s ch e Union als die größte deutsche Landeskirche und es folgten dann in kurzen Ab- timben die Landeskirchen Nassau-Hef- (Bi, Freistaat Sachsen, Schleswig-Hol- t in, Thüringen. Mit dem heutigen Tage rorrb die zweitgrößte evangelisch-lutherische Landes- fiiche ihre Eingliederung vollziehen, nämlich j)i n n 0 d e r. Damit sind bereits Dreiviertel aller «v:ingelischen Glaubensgenossen Deutschlands ersaßt uö es liegen schon von weiteren Landeskirchen Mitteilungen vor, daß auch dort dieser Entwicklung mi: freudigem Herzen entsprochen wird.
Diese Einheit der Deutschen Evangelischen Kirche wird aber in keinem Falle das geprägte Eigenleben, wie es in verschiedenen Gebieten Deutschlands gewachsen, verwischen. Kirchliche Gestaltung wird immer von der Voraussetzung ausgehen müssen, daß lebendiges kirchliches Leben aus Bekenntnis und Evangelium hervor- w ä ch st. Die Grundlagen des Volkes sind in Rasse, Blut und Boden gegeben, aus diesen wächst imb wird Volk. Die Grundlagen der Kirche sind Bekenntnis und Glaubensgut. Darum rft in der Botschaft des Reichsbischofs vom 14. April, die gerade angesichts der Eingliederung der Landeskirchen in die Reichskirche besondere Bedeutunzt gewinnt, die Sicherung der Wessns- grundlage der Kirche verbürgt. Es wird die Aufgabe des vorgesehenen Verfassunasausschusses fein, hierfür die kirchliche und theologisch geklärte Form zu finden.
Eine wich tige Folge, die sich aus der Einheit der Deutschen Evangelischen Kirche ergibt, liegt in der Vereinfachung der Verwaltung. Wie weit die sich hier anbahnenden Möglichkeiten, die auch zu Ersparnissen auf verwaltungstechnischem Gebwt führen, sich auswirken, dürfte sich in absehbarer Zeit zeigen. Auf jeden Fall wird gerade die Aufgabe der Reichskirche im Dienst am lebendigen kirchlichen Leben ihre volle Abkehr von der Ver w a l tungsbür0kra- t i e vollziehen, wie sie sich in der vergangenen Epoche sehr oßt ausgewirkt hat. Am wichtigsten bleibt das in her Reichskirchenführung unter dem Rechtswalter der Deutschen Evangelischen Kirche Ministerialdirekto r Jäger erstrebte Ziel der B e - f r i e b u n g , bas- auch durch dieses große evangelische EingliederuLngswerk entscheidenoe Sicherung erfährt.
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Aus aller Welt.
Englischer Dampfer rammt V8^.-Zeuerschiff.
Lrei Tote, vier Vermißte, vier Verletzte.
8ach einer im Neuyorker Büro der White-Star- Liiie eingegangenen Funkmeldung hat der englische ptyHagierbampfer „Olympic" das „Nantucket- fiuer schiff gerammt. Das Feuerschiff ging oj::rt unter Der Dampfer drehte bei, um die Be- i.mg des Feuerschiffes zu retten. Das Nantucket- erfchiff, das 55 Meilen von der Nantucket-Insel in Iber Küste des Staates Massachusetts verankert ug hatte 11 Mann Besatzung. Seine Länge be- mn etwa 36 Meter, seine Breite 10 Meter. Die ^gmpic" hat insgesamt sieden Besatzungsmitglie- •:r aufgefischt; davon ftarben drei an Bord der ,);)mpic", vier liegen mit Verletzungen im äiffshospital. Vier Befatzungsmitglieder werden fmißt. — Die Katastrophe erfolgte bei dich- iit Nebel. Nach einem Funkspruch des Kapitäns ite er sofort den Befehl „Volldampf rückwärts" pben, als er die Kollision kommen sah. Die tömung sei jedoch so stark gewesen, daß die D'ümpic" gegen das Feuerschiff getrieben worden ti. Entgegen anderen Meldungen ist unter den IC Passagieren der „Olympic" keine Panik ausge- rcfl)en. Zwei Küstenwachschiffe haben den Auf- t'i erhalten, sich an der Rettungsaktion zu be- til zen. Da der Nebel jedoch immer dichter wird, »t sich die Suche nach Ueberlebenben äußerst er= ronert.
Diiö englische Schlachtschiff „Nelson- ans Grund gelaufen.
Ins 35 000-Tonnen-Schlachtschiff „Nelson", ui das „Wunderschifs der englischen Flotte" ge- iinnt, ist zum zweiten Male in diesem Jahre a u f i|ru n d gelaufen. Beim Verlassen des Hafens von Hr land stieß die „Nelson" gegen das Kabel einer Eoebo - Prüfungsanlage und geriet auf eine Sh ckbank. Die Besatzung gab sofort Raketensignale il, _im Hilfe herbeizuholen. Nach dreiviertel Stun- )(n gelang es einem Zerstörer und zwei Schlep- pirr, das Riesenschiff flott zu bekommen, das dann us hohe See auslaufen konnte. Am 12. Januar ).? war die „Nelson" 9V2 Stunden lang auf ®imb, als sie den Hafen von Portsmouth zur Itahahme an den Frühjahrsmanövern der engli- 'chr Heimatflotte verließ. Auf der Rückkehr vom ’Ötslmeer stieß das Wunderschiff, das neuerdings 'i;^,Pechschiff^genannt wird, mit einem englischen '3;n|pfer zusammen, wobei seine Panzerung befd)a= i tot: mürbe.
Ütmooner Blättern zufolge wird von amtlicher Bit erkläre, vaß das Schlachtschiff „Nelson tm h'ln von Portland nicht direkt ausgelaufen, sondern |iii Grund nur sehr nabe gekommen sei. Die bsiimmwolken, die beobachtet wurden, feien von di Schrauben des Niesenschifte: aufgewirbelt ttrien. Indessen hat der Vorfall in Marinefach- ßif n große Beachtung gefunden. Der Marine- Ulc-beiter des „Daily Telegraph" sagt, in Marine- kisi n würde schon seit langer Zeit erzählt, daß die
beiden Schwesternschisfe „Nelson" und „Rodney" in den Häfen bei Langfamer Geschwindigkeit besonders schwer zu steuern seien. Die Höhe der Schiffswand und des Kommandoturmes böten dem Winde eine riesige Angriffsfläche und die weit nach hinten _ geschobene Nicwigationsbrücke mache ein Manövrieren unendlich schwer. Wie auch der Ausgang der Abrüstungsverhandlungen fein werde, man könne mit Bestimmtheit erwarten, daß keine weiteren Schiffe der „Nelson "-Klaffe gebaut würden. In der britischen Kriegsmarine werden dy» Schwesterschiffe „Nelson" und „Rodney" mit ihren 35 000 Tonnen nur noch durch den Schlachtkreuzer „Hood" übertroffen, der eine Wasserverdrängung von 41200 Tonnen hat.
Schlagwetterexplosion in einer belgischen Kohlengrube fordert zahlreiche Todesopfer.
Nach einer TNeldung nur- IHons ereignete sich am Dienstag in dem kohleribergwerk von Fief de Lambrechies in Paturages eine Schlagwetterexplosion. Nach den bisherigen Meldungen sind 30 Bergleute ums Leben gekommen. Die Explosion ereignete sich auf der 821-Meter-Sohle mit außerordentlicher Heftigkeit. Die Stollen sind mit Gas gefüllt, und Gesteinsmaffen versperren den Zugang zu den heimgesuchten Stollen. Die Zahl der bis jetzt geborgenen Leichen hat sich auf acht erhöht. Man nimmt aber an, dnh auch die meisten der in der Grube eingeschlossenen Bergleute verloren sind. Die bis jetzt geborgenen Leichen find fast unkenntlich. Die Grube brentöl Die Bergungsarbeiten gestalten sich infolge der Hitze und der aus- strömenden Gase außerordentlich schwierig. Line Stunde vor Ausbruch der Katastrophe hatte noch eine Grubeninspektion stattgefunden, die aber nichts Auffälliges bemerkte. Die Zahl der eingefchloffenen Bergleute beträgt nach neuesten Feststellungen 36.
Aljechin gewinnt die 16. Partie
Wie zu erwarten war, gewann der Weltmeister Dr. Aljechin in Bayreuth kurz nach Wiederaufnahme die angefangene 16. Partie. Der Wettkampf steht somit 10:6 für den Weltmeister. Da die letzten Tage die beiden Spieler über alle Maßen in Anspruch genommen hatten, wird bis zum kommenden Sonntag eine kleine Pause eingelegt, worauf der Kampf in Bad Kissingen am Pfingstsonntag um 15 Uhr weitergeführt wird mit der 17. Partie. In Kissingen werden zwei Partien gespielt.
Das Aachener Turnier
um die Deutsche Schach-Meisterschaft 1934.
In Aachen wurde das Schachturnier um die „M eisterschaft von Deutschland 19 3 4" mit einer schlichten Begrüßungsfeier eröffnet. Zu dem Wettbewerb treten die drei Preisträger des Pyrmonter Turniers von 1933, die zehn Zonensieger Ler Rhemmeister. der Sieger des
Die llngliilkssahri des deutschen Vallons „Bartsch von Sigsseld". Zn Rußland aufgefunden. — Beide Insassen tot.
Moskau, 13.Mai. (DNB.) Der am Sonntag- früh in Bitterfeld gestartete Freiballon „Bartsch von S i g s f e l d", der seit seinem Aufstieg verschollen war, ist Montagabend auf russischem Gebiet gefunden worden. Der Ballon war 20 Kilometer östlich der Ortschaft Sebesch in der Nähe der lettländisch-russifchen Grenze, nordöstlich von Dünaburg, niedergegangen. 3n feiner Gondel fand man den Beobachter Viktor M a s u ch tot auf. Heber die Ursache seines Todes liegen Angaben noch nicht vor, doch erfahren wir weiter, daß der Deutsche Luftsportverband Vertreter nach Sebesch geschickt hat, um die näheren Umstände festzuskellen. Auch die deutsche Botschaft in Moskau hat alle Schritte unternommen, um den Unfall des Ballons aufzuklären. Erst nach der Obduktion wird sich das Geheimnis dieses Todes klären lassen. 3n der Gondel wurden eine Hakenkreuzflagge und eine schwarzweißrote Flagge, sowie drei Sauerstoffflaschen gefunden.
Zu der Auffindung des verunglückten deutschen Freiballons bei Sebesch wird noch bekannt, daß der Ballon nach dem Befunde etwa um 24 Uhr nieder- gegangen sein muh. Die in der Gondel des Ballons befindliche Leiche konnte an Hand der vorgefundenen Papiere sofort als der Beobachter Viktor M a f u ch festgestellt werden. Die Leiche des zweiten 3nsafsen, des Ballonführers Dr.-3ng. Schrenk, wurde 15 Kilometer von dem Auffindungsort des Ballons entfernt gefunden. Die Leichen der Verunglückten werden voraussichtlich zunächst nach Moskau gebracht werden, um von dort nach Deutschland übergeführt zu werden.
Nie Opfer des Unglücks.
Der tödlich verunglückte Führer des Ballons „Bartsch von Sigsfeld", Dr. ing. Schrenk, stand im 37. Lebensjahr. Er wurde 1896 in Bubenorbis in Württemberg geboren. Seit 1925 war er bei der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt in Berlin- Adlershof tätig und seit Dezember 1929 daneben auch als Privatdozent für das Lehrfach Flugzeugbau an der Technischen Hochschule in Berlin. Dr. Schrenk hinterläßt Frau und zwei Kinder.
Der Meteorologe cand. phil. Viktor Masuch, das zweite Opfer des Ballonunglücks, hat mehrere Jahre unter Prof. Kohlhörster, dem Leiter des Höhenstrahlen-Laboratoriums des Potsdamer Meteorologischen Observatoriums gearbeitet. Er war nach dem Kriege mit seinen Eltern aus dem polnisch aewordenen Teil der Provinz Posen 'geflüchtet und hatte unter großen Opfern fein Studium vollenden
können. Am Samstag hatte er in erwartungsvoller Stimmung das Observatorium verlassen, um sich nach Bitterfeld zu begeben und an der wissenschaftlichen Crkundungsfahrt teilzunehmen.
Ein russischer Untersuchungsausschuß.
Nach einer Meldung aus Moskau haben die Sowjetbehörden unter Führung der Gesellschaft „Ossoaviachim" einen Ausschuß zur Untersuchung über b i e Ursachen des Absturzes des deutschen Ballons eingesetzt, der bereits nach Sebesch unterwegs ist.
In Moskauer Luftfahrtkreisen habe niemand damit gerechnet, daß dieser Ballon so weit a b ■ getrieben werden konnte, sonst hätte die russische Regierung ihre Organe davon verständigt und alle notwendigen -Maßnahmen veranlaßt. Aus Sebesch eingetroffene Meldungen lassen darauf schließen, daß die Katastrophe sich mit großer Schnelligkeit abgespielt hat und für die russischen Behörden so unerwartet kam, daß man im ersten Augenblick der Nachricht von der Katastrophe in Moskau keinen Glauben schenken wollte. Erst nach dem (Eintreffen der Bestätigung wurden alle weiteren Maßnahmen veranlaßt.
Wie inzwischen von der Unfallstätte des deutschen Freiballons gemeldet wird, sind die Gondel und die in der Gondel befindlichen Geräte durch den Absturz schwer ^beschädigt worden. Am Mittwoch sollen in Welikije Luki drei technische Sachverständige im Flugzeug aus Berlin eintreffen, um an der Absturzstelle die näheren Umstände des Unglücks durch eine Ortsbesichtigung und anhand etwa erhaltener Instrumente und Aufzeichnungen zu erforschen. Die Moskauer Behörden haben die örtlichen Behörden angewiesen, dafür zu sorgen, daß die Ueberrefte des Ballons in unveränderter Verfassung bleioen. Die deutsche Botschaft in Moskau entsandte einen Beamten an den Ort des Unfalles, um die Ueberführung der Leichen der, verunglückten Ballonflieger nach Moskau zu überwachen. Nach Vornahme der vorgeschriebenen ärztlichen Feststellungen und Ein- fargung nach den dafür gültigen internationalen Bestimmungen erfolgt die Ueberführung nach Deutschland.
Das tragische Ende der deutschen Ballonflieger, die ihr Leben der wissenschaftlichen Forschung zum Opfer gebracht haben, erregt allgemeine Teilnahme. Dem deutschen Geschäftsträger von T w a r d o w s k i hat ein Vertreter des Außen- kommiffariats fein Beileid ausgesprochen. Dem deutschen Militärattache Oberst Hartmann übermittelten das Kriegskommissariat und die Leitung der militärischen Luftflotte ihr Beileid.
Hauptturniers in Altona-Bahrenfeld 1933 und drei Altmeister an. Die Kämpfe Hauern bis Ende Mai. Gleichzeitig werden ein Turnier um die Kreiseinzelmeisterschaft, ein Mannschaftsblitzturnier, ein Städtekampf Aachen-Köln und ein Tombola-Turnier ausgetragen. — In einer sehenswerten Ausstellung künstlerischer Schachspiele erinnert der Vorsitzende des Aachener Schachvereins daran, daß Aachen in den Schachfiguren, die in die goldene Kanzel des Aachener Domes, und zwar in den sogenannten „Ambo", ein Geschenk Kaiser Heinrichs II., als Schmuckstücke eingearbeitet und über 3000 Jahre alt sind, sowie auch in Ausgrabungsfunden aus der Stadtmitte die ältesten Schachfiguren der Welt besitzt.
Berliner Lehrergesangverein singt vor dem Führer.
Der Berliner Lehrergesangverein, der unter Führung seines Leiters ein Doppelquartett nach Amerika entsendet, fang im Kabinettssaal der Reichskanzlei vor dem Reichskanzler Adolf Hi t l e r neue Chöre. Zum Gedenken der Opfer von Buggingen brachte der Chor ein „Bergarbeiterlied" von Baußnern zum Vortrag, ferner u. a. einen Chor von Trunk „Feier der neuen Front". Der Führer dankte dem Chor und gab feiner Freude über die hervorragende Leistung des Berliner Leh- rergefangoereins Ausdruck.
Himmler
Führer des Reichsbundes der Diplom-Landwirte.
Der Reichsführer der SS., Diplomlandwirt Himmler, empfing den Führer des dem Reichsnährstand angegliederten Reichsbundes Deutscher Diplomlandwirte, Dr. Kummer, den Reichs- obman der NS.-Arbeitsgemeinschaften akademisch gebildeter Landwirte, Freiherrn von Zeppelin, und den Reichsgeschäftsführer Dr. Sraemer Himmler nahm die ihm angetragene Führung des RDL. an. Die Uebergabe der Führung ist für das erste Reichstreffen der Diplomlandwirte in Goslar am 1. Juli vorgesehen.
Die Stadt München schenkt das Baugelände für die Errichtung des Deutschen 3agdmuseums.
(Einem Dvinglichkeitsantrag der nationalsozialistischen Stadtratsfraktion entsprechend, beschloß der Stadtrat, das Baugelände für das in München zu errichtende Deutsche Jagdmuseum k o st e n l o s zur Verfügung zu stellen. Außerdem wird sich die Stadtgemeinde an den Kosten der Errichtung des Museums mit einer halben Million Mark beteiligen.
Schweres Schiffsunglück in Finnland. — Heber 30 Todesopfer.
Auf dem Kallavesi-See in der Nähe der finnischen Stadt Kuopio geriet ein Passagierdampfer auf Grund und sank unmittelbar darauf. Die Zahl der Todesopfer übersteigt 30. Unter den Toten befinden sich drei Kinder. Das Unglück entstand dadurch, daß sich die schwere Deckladung infolge eines falschen Manövers verschob, wodurch das Schiff kenterte. 30 Personen konnten gerettet werden.
Französisches Marineflugzeug ins Meer gestürzt. — Dampfer „Dresden" rettet die Besatzung.
(Ein französisches Marine-Wasserflugzeug mit vier Mann Besatzung, bas am Dienstagnachmittag in Dünkirchen aufgestiegen war, um zusammen mit dem Kreuzer „Colbert" und einigen anderen Wasserflugzeugen Manöver durchzuführen, ist südlich von Dünkirchen ins Meer g e st ü r z t. In der Nähe der Absturzstelle befinden sich mehrere Schiffe, darunter auch der deutsche Dampfer „Dresden", *ber durch Funkspruch bekanntgab, daß er versuchen werde, die Insassen zu retten. Wie das französische Marineministerium Mittwoch früh mitteilt, ist die Besatzung des Flugzeuges von dem deutschen Dampfer „Dresden" gerettet worden.
Der unterbrochene Ozeanflug des „Leonardo da Bind“.
Das Flugzeug „Leonardo da Vinci" mit dem Jtalo-Amerikaner Sabelli und dem Amerikaner P o u n d an Bord, das von Nordamerika nach Rom unterwegs war, ist am Dienstag um 20.30 Uhr bei Moy in der Grafschaft Clare (Irland) gelandet. Bei der Landung geriet das Flugzeug in einen Graben, und das Untergestell wurde beschädigt; die Flieger blieben aber unverletzt. Sie erklärten, daß ihr Brennstoff nahezu erschöpft gewesen sei, weshalb sie gelandet seien. Die Ozeanflieger waren 33 Stunden in der Luft. Infolge der ungünstigen Wetterverhältnisse waren sie gezwungen, zweieinhalb Stunden blind zu fliegen. Wegen eines Motorschadens mußten sie landen. Sofort nach der Landung setzten sie sich mit dem Flugplatz Baldonnel in Verbindung, von wo Mechaniker zur Ausbesserung des Schadens nach Moy entsandt wurden.
Vier USA.-2lrmeeflug3€uge abgestürzt. — Drei Flieger getötet.
Wie aus Shreveport (Louisiana) gemeldet wird, sind zwei Armeeflugzeuge in geringer Höhe über dem Red-Fluß abge stürzt. (Eine der beiden Maschinen flog gegen eine über dem Fluß gespannte Telephonleitung und kollidierte dadurch mit der zweiten Maschine. Beide Apparate sind in den Fluß gestürzt. Die Insassen der Flugzeuge, zwei Offiziere, sind ertrunken. — Nach einer Meldung aus San Antonio (Texas) sind zwei Armeeflugzeuge in einer Höhe von 1000 Metern zusammengestoßen und a b- g e ft ü r 3 t. Während sich der eine der beiden Flieger durch einen Absprung mit dem Fallschirm retten konnte, wurde der andere getötet.
Wettervoraussage.
Die neue ozeanische Störung ist sehr schnell ostwärts gewandet und befand sich heute morgen mit ihrem Kern bereits über der Nordsee. Zunächst fließt durch ihre Vorderseite noch Warmluft nach Deutschland, die unter Mithilfe der Sonnenstrahlung zu Temperaturanstieg führt, doch sind über den britischen Inseln bereits kühlere Luftmassen unterwegs, wodurch später wieder Abkühlung einsetzen wird. Dadurch bekommt das Wetter dann wieder mehr wechselhaften Charakter, so daß vereinzelt auch mit dem Auftreten schauerartiger Niederschläge zu rechnen ist.
Aussichten für Donnerstag: Bewölkt mit Aufheiterung, nach anfänglicher Erwärmung wieder kühler, vereinzelt auch Neigung zu Schauern.
Aussichten für Freitag: Etwas wechselhaftes Wetter.
Lufttemperaturen am 15. Mai: mittags 12,6 Grad Celsius, abends 5 Grad: am 16. Mai: morgens 5,6 Grad. Maximum 14,1 Grad, Minimum —0,7 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 15. Mai abends 14,3 Grad, am 16. Mai morgens 9,9 Grad Celsius. Sonnenscheindauer 8% Stunden.
Hauptschriftleiter:' Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. IV. 34: 11 200. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K. G., sämtlich in Gießen.
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