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Das oberhesffche Handwerk zum 19. August

Handwerksmeister und Gesellen! Nachdem unser Ehrenmeister und Reichspräsident Generalfeldmar­schall v. Hindenburg am 2. August zur großen Armee abberufen worden ist, sind die Funktionen des Reichspräsidenten auf unseren Führer und Dolkskanzler Adolf Hitler laut gesetzlicher Verfügung der Reichsregierung übergegangen.

Unser Führer Adolf Hitler hat nunmehr ange» ordnet, daß durch Volksabstimmung am 19. August 1934 das deutsche Volk seine Zustimmung zu die­sem staatsnotwendigen Akt geben soll. Handwerks­meister und Gesellen, Kameraden der Arbeit!

Es geht um mehr als um einfache Zustim­mung. Es geht um die Friedens- und Aufbau­arbeit einer verantwortungsbewußten Reichs­

regierung, es geht um die friedliche innere Weiterentwicklung der deutschen Ration, es geht um euch selber.

Deshalb rufe ich allen Handwerksmeistern zu, seid euch eurer großen Verantwortung bewußt und tretet am 19. August 1934 in Stadt und Land ge­schlossen an die Abstimmungsurne und gebt freudig euer3a", damit der Welt bewiesen wird, daß das ganze Volk geschlossen hinter seinem Führer steht^ Rimmer wird das Reich zerstört, wenn ihr einig seid und treu! Deshalb einstimmig

Ja.

Heil Hitler!

I gez. Stühler, Vorsitzender.

Das hessische Handwerk für Adolf Hiller

Adolf Hiller besucht die Segelfliegerinnen.

kampfgedanken zu sein, dürfte voll erfüllt worden

sein.

Nachdruck verboten!

14. Fortsetzung.

lebend, icyelte.

Die Ergebnisse: '

Aktive.

Auf dem 1900-Sportplatz kamen am Sonntag die Mehrkampfmeisterschaften des Kreises Gießen zum Austrag. In Anbetracht des kurz anberaumten

Doris aber sagte:

Du jetzt habe ich mich vor dir gefürchtet. An was dachtest du eigentlich?"

Etwas Unangenehmes war es! Aber wir wollen schweigen davon. Wo möchtest du heute abend hin?"

Ich möchte in die Säle, Assen! Ist es dir recht? Er krampfte die Hände zusammen. Da hob et ruckartig den Kopf:

Gut! Ganz wie du willst, Doriane!"

Er nannte sie zuweilen so. Weil er wußte, daß ihr dieser Name gefiel.

Da lächelte Doris strahlend.

Er aber wußte, daß jetzt das Verhängnis wieder begann. Zwei Wochen konnte er dem Spielteufel nicht mehr widerstehen, das wußte er. Hatte er denn nicht bereits Folterqualen ausgestanden während dieser letzten Wochen?

Vielleicht

Vielleicht hielt er sich!

Vielleicht widerstand er?

Nein! _ c ,

Assen Kreloff wußte, daß jetzt das Verderben endgültig kam, und in diesem Augenblick haßte er die Frau, die es ihm so schwer machte. Haßte er sie?

Nein! Nein! Er liebte sie doch! Siebte sie, weil sie ihm wieder zu einem sorglosen Leben verhalfen hatte. Und sie hatte ja recht. Warum sollte er sein Glück nicht noch einmal versuchen?

Oie deutschen Turner für Adolf Hitler.

Für Sonntag, 19. Erntemonds, lst das deutsche Volk nochmals aufgerufen worden, um zu bekunden, ob es mit der Führung von Staat und Volk durch Adolf Hitler einverstanden ist. Dieses

Stimmrecht bedeutet Slimmpflicht.

Deutscher Turner Art ist es, Volkspflichten im vol­len Umfang zu erfüllen. Deutscher Turner Dille ist der Dille zur deutschen Einigkeit, Einheit und Ehre Deutsche Turner und Turnerinnen geben unserem Deutschtum und Turnertum freudigen Ausdruck, in­dem sie einmütig mit

Ja

auf die Frage des Führers antworten, kein deut­scher Turner, keine deutsche Turnerin bleibt aus Lauheit oder Trägheit der Volksabstimmung fern. Alle bekennen sich an diesem Tag zu Adolf Hitler, unserem Führer und Reichskanzler.

Der Führerstab der Deutschen Turnerschaft.

Steding. Toyka. Münch.

Mehrkampftag der Leichtathleten in Gießen.

Der Dresdner Schäfer, der das Rennen im Einer während der Europa-Rudermeisterschaften in Luzern gewann. _____________

Dreikampf (100 Meter, Weitsprung und Kugelstoßen): 1. Dbergren. Rebscher (1. JR. 15), Gießen 1900, 1705 Punkte (100 Meter: 12,1 Sek., Weitsprung: 5,20 Meter, Kugelstoßen: 11,84 Meter): 2. K. Schmidt, Gießen 1900, 1632,55 P.; 3. ---- ~ ~ - * - r-V - 4.

fällig zum Ausdruck zu bringen, daß dieses3a Euch allen ein Herzensbedürfnis ist.

Dir Handwerker haben klar erkannt, daß nur ein Einziger es vermag, unser neues Deutsch­land wieder zur endgültigen Gesundung zu füh­ren. Unser Führer verkörpert in sich all das, was von jeher die Würde eines deutschen Man­nes ausmachte: Ehre, Vaterlandsliebe, Gottver­trauen, eisernes Pflichtgefühl!

Sämtliche Organisationsführer des Handwerks tra­gen die persönliche Verantwortung dafür, daß bis spätestens 12 Uhr mittags des Sonntags der Volks­abstimmung jeder Handwerksmeister einschließlich seiner Familien- und Gefolgschaftsangehürigen seine Stimme dem Führer gegeben hat.

restlos und begeistert dem Führer Euer3a" sagen werdet, ist eine selbstverständliche Ehren­pflicht. 3hr Handwerker sollt jedoch Euer3a" dem Führer s ch o n in den Morgen st unden des Tages der Volksabstimmung geben, um so sinn-

Mit einem der Nachtzüge verlieh Assen Kreloff Berlin.

Doris Feller hätte nicht eine Minute Angst zu haben brauchen. 3n Monte Carlo erwartete er sie pünktlich. Und das schöne paar erregte Aufsehen, wohin es kam. Bekannte traf man nicht! Das war gut! War beiden eigentlich sehr, sehr angenehm. Man verlebte köstliche Stunden. Man ließ sich in Nizza trauen! Kam wieder nach Monte Carlo zu­rück. Glückstage! Heiße, wunderschöne Glückstage.

Vorerst blieb Kreloff fest. Er spielte nicht! Er blieb nur neben seiner Frau stehen und sah zu, wie sie setzte.

Sie hatte ein unerhörtes Glück! Als sie an dem einen Abend hinaufgingen, hatte sie sechzehntausend Franken gewonnen.

Kreloff küßte die blonde Frau. Es war ein un­endliches, dankbares Gefühl, das ihn gegen sie er­füllte, weil sie ihn von einem gefährlichen Wege zurückgeholt hatte durch ihre Liebe.

Du spielst ja gar nicht", fragte sie ahnungslos.

Möchtest du es gern?" fragte er. Aber es war nur, um irgend etwas zu sagen.

Sie lehnte sich an ihn.

Nein! Wie könnte ich wünschen, daß du ein passionierter Spieler bift?»

Da kühte er sie.

,Hch möchte noch ein bißchen weiter mit btr. Vielleicht Rom?"

Und ich möchte gern noch hierbleiben, Assen! Noch zwei Wochen. Es ist wundervoll hier. Und so prickelnd ist es, wenn man am Spieltisch sitzt. Und ich beherrsche mich ja. Wenn ich verliere, höre ich auf und versuche mein Glück lieber an einem anderen Abend/

3a du kannst dich beherrschen. Manche Leute können das aber nicht. Wenn die erst eine Karte angerührt haben, sind sie dem Spielteufel derart verfallen, daß sie nicht aufhören. Und manchmal bedeutet das dann allerdings das finanzielle Ende."

Das mag fein! Aber solch einen haltlosen Men- schen würde ich verachten. Man verspielt doch nicht Geld und Gut, um eine Nacht seiner Spielleiden­schaft zu frönen. Was sollte denn dann aus einem werden?"

Am Sonntag, 19. August 1934, soll das deutsche Volk darüber abstimmen, ob die Rechte und Pflich­ten des Reichspräsidenten mit denen des Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler vereinigt werden sollen. Dieser Abstimmung kommt jebod) darüber hinaus ein weit größere Bedeutung zu, als etwa nur ein Bekenntnis zu Adolf Hitler.

Diese Abstimmung muh zu einer Demonstration vor der ganzen Wett werden!

H andwerker! Diese vom Führer angeord­nete Volksbefragung bietet Euch Gelegenheit, Eure Liebe, Euer unerschütterliches Vertrauen und die grenzenlose Dankbarkeit des gesamten deutschen Handwerks zum Führer zu bekunden. Daß Ihr

Terminen war die Beteiligung als annehmbar zu >2. K. S ch mid t, Gießen 1900, lb«J2,öö j bezeichnen, auch konnten die Leistungen befriedigen. W. Will, Tv. Ruttershausen, 1620,15 P.

Es entspannen sich schöne Kämpfe, und der Haupt- Menges, MTV. Gießen, 1409,75 P.; 5. Pfaff, zweck der Veranstaltung, werbend für den Mehr-1 Gießen 1900, 1343,35 P. ______

Formhals, Harth, Heibertshausen, Klingelhöfer, Lotz, Vsannmüller, Wallenfels und Wallon. Die Gie« ener Mannschaft stand mit: Flach, Heiß, Hill, Kern, Möckel, Sann, Schmidt, Schmier, Seibert, Strack und Weber, Willi.

Deutsche Tennis-Mannschaft gegen England.

Für den Tennisländerkampf gegen England am 14. und 15. August in Hannover hat der Deutsche Tennis-Bund seine Mannschaft jetzt namhaft ge­macht. Die deutschen Farben vertreten: bei den Herren: Henkel II, Denker, Lund, Kuhlmann: bei den Damen: Frl. Äußern, Frl. Horn, Frau Schneider-Peitz und Frau Schomdurgk.

Achttamvf (100 Meter, 800 Meter, Weit- B, Hochsprung, Stabhochsprung, Kugelstoßen, werfen und Speerwerfen): 1. Linden- struth, MTV. Gießen, 4052,59 Punkte (100 Meter: 11,7 Set., 800 Meter: 2:32,8 Min., Weit- sprung: 6,10 Meter, Hochsprung: 1,55 Meter, Stab­hochsprung: 2,49 Meter, Kugelstoßen: 12,03 Meter, Diskuswerfen: 32,04 Meter, Speerwerfen: 40,90 Meter): 2. Strack, MTV. Gießen, 3494,46 P.; 3. Malkomesius, MTV. Gießen, 3044,90 P.; 4. Hasfelbach, Tv. Londorf 2928,16 P.

Fünfkampf (100 Meter, 400 Meter, Weit- sprung, Kugelstoßen und Diskuswerfen): 1. Kilo, Gießen 1900, 3290,61 Punkte (100 Meter: 11,9 Sek., 400 Meter: 58,8 Sek., Weitsprung: 5,25 Meter, Kugelstoßen: 12,55 Meter, Diskuswerfen: 41,35 Meter): 2. A. 3a tob, Wetzlarer Sportv., 3051,14 P.; 3. Franz, Wetzlarer Sportv., 2976,43 P.: 4. Ploch, MTV. Gießen, 2814,83 P.; 5. Bepperling, Gießen 1900, 2782,13 P.

Er schwieg. '

Was hätte er auch sagen sollen? Sollte er ihr jetzt erzählen, daß er einst von seinen Eltern viel Geld geerbt und dieses Vermögen am Spieltisch verloren hatte? Und daß er dann hungerte und sich heimatlos umhertrieb, bis ihm eines Tags der Gedanke kam, sich Geld auf irgendeine Weise zu verschaffen? Und daß er dann allmählich immer weiter auf die schiefe Bahn geriet, bis er eines Tages der elgante Hochstapler wurde? S)otelDieb, Heiratsschwindler, Zechpreller und Urkundenfalscher?

Doris sah ihn entsetzt an.

Er blickte auf, wie aus einem Traum erroai Sah den entsetzten Blick seiner Frau und la.

Alle Herren. .

Dreikampf (100 Meter, Weitsprung, Kugel­stoßen), Altersklasse I: 1. Zerndt, Wetzlarer Sportv., 1516,90 Punkte (100 Meter: 11,6 (!) Sek., Weitsprung: 5,22 Meter, Kugelstoßen: 8,72 Meter): ( 2. W. Schmidt, Gießen 1900, 1265 P.; 3. Henh, Tv. Grohen-Buseck, 701,50 P.; 4. Bald­auf, DsB.-Reichsbahn Gießen, 451,60 P. Alters­klasse II: Spengler, Gießen 1900, 480,70 P.

Frauen.

Fünfkampf (100 Meter, Weitsprung, Hoch­sprung, Kugelstoßen und Speerwerfen): 1. E. Röhrnig, MTV. Gießen, 171 Punkte (100Meter: 14 Sek., Weitsvrung: 4,42 Meter, Hochsprung: 1,26 Meter, Kugelstoßen: 10,11 Meter, Speerwerfen: 25,15 Meter); 2. G. Gu 1 h und R. Livpert, beide Gießen 1900, je 94 P.; 3. E. Schmidt, MTV. Gießen, 78 P.; 4. D. N i ck e l, Gießen 1900, 55 P.

Dreikampf (100 Meter, Weitsprung und Kugelstoßen): 1. E. Bickelhaupt, MTV. Gie- ßen, 114 Punkte (100 Meter: 13,4 Sek., Weit­sprung: 4,35 Meter, Kugelstoßen: 8,97 Meter); 2. L. D i e h l, Gießen 1900, 102 P.; 3. E. Ludwig, MTV. Gießen, 65 P.; 4. E. Seim, MTV. Gie­ßen, 47 P.

10X50-Meter-Staffel für Frauen: 1. Männer-Turnverein Gießen 63,6 Sek.; 2. Spiel­vereinigung 1900 Gießen 65 Sek.

Die 10><'/,.Rundestafsel für Aktive mußte wegen der fortgeschrittenen Zett ausfallen.

Wettkampf im Kleinkaliberschießen.

Post-Sportverein Gießen Schühenvereln Allendorf (Cba).

Zum fünften Male in diesem Sommerhalbjahr traten die Postschützen zum Wettkampf an. Die Elfer-Mannschaft stand unter der Leitung von Herrn Hch. Kern. Die Allendorfer Schützen führte der Kreisobmann der Kleinkaliver-Schützenvereine Herr Förster. Die Bedingungen waren je drei Schuß liegend, kniend und stehend freihändig abzuaeben. 3n ruhiger mustergültiger Weise wurde der Kamp von beiden Seiten ausgetragen.

Es wurde den Postschützen nicht leicht, sich gegen die gut geschulten, durchweg jüngeren Kräfte von Allendorf zu behaupten.

Das Ergebnis war: Allendorf (Lda.) 793 Ringe, Post-Sportverein Gießen 753 Ringe. Allendorf (Lumda) war vertreten durch: Damm, Förster,

Sie blieben!

Und auch Assen Kreloff spielte! Gewann, verlor, hatte eine unbändige Freude am Spiel, küßte droben im Hotelzimmer seine Frau, war übermütig und voll toller Einfälle. Ging man tagsüber mit­einander spazieren, dann freute sich Doris immer wieder, wie sehr man sie beide bewunderte. Ihre eitle Oberflächlichkeit fand darin vollste Befriedi- S Und ja, sie liebte ihren Mann wirklich. Sie e auch von ihm geliebt. Also war sie voll­kommen glücklich. Daß er bettelarm gewesen war, daß das letzte Geld.und die Schmuckgegenstände von Diebstählen herrührten, wußte sie nicht. Sie hielt ihn für reich. Reicher als sie selbst! Und sie hatte ihm die Verwaltung ihres Vermögens über­geben. Sie kümmerte sich um nichts. Rückhaltlos war ihr Vertrauen zu diesem Manne.

Und Assen Kreloff hatte es bisher ja auch noch nie mißbraucht. Und wenn er jetzt spielte, so geschah es ja auch nur mit Doris' vollstem Einverständnis.

Eines Tages begegnete ihnen auf der Promenade eine Dame. Sie blickte, spöttisch lächelnd, auf das Paar und wandte bann den Kopf. Nur Kreloff hatte das spöttische Lächeln gesehen. Doris blickte nur interessiert auf das elegante Kleid der Fremden. Ein wundervolles weißes Kostüm mit schwarzem Perltuch! Dazu die schwarze Mütze mit der flotten weißen Schleife! Wirklich wundervoll!

(Fortsetzung folgt.)

Der Wunsch der Herrin wurde laut. Die Diener­schaft schlich mit gekränkten Gesichtern umher. Denn selbstverständlich wurde man nun wieder prompt entlassen. Höchstens der Gärtner blieb, um den Garten zu pflegen und auf das Haus aufzupasien. Das war doch klar. Und nun hatte man sich doch zuerst so gefreut, daß man endlich wieder eine Stellung hatte.

Aber bann sahen sich die Leute doch mit ganz er- staunten Augen an.

Nanu?"

Die Frage stand auf allen Gesichtern.

Die Gnädige muhte ja ungeheuer reich sein, wenn sie hier alle während ihrer Abwesenheit auf einem faulen Posten bleiben konnten. Nun ihnen konnte es nur recht sein! . .,

So stürzte sich nun Doris Feller mitten in ihre Reisevorbereitungen. Zwischendurch schmiedete sie fieberhaft Pläne, wo sie wohl am besten hmgehen könne. , ,

Paris vielleicht? Oder wohin sollte sie?

Sie fuhr bann noch einmal in bte Oper Unter den ßinben. Unb biefer Besuch würbe ihr zum Der- hängnis. 3n ihrer Loge saß ein eleganter, großer, breitschultriger Mann. Wohl irgenbein Ausländer Er musterte sie diskret; aber Doris hatte doch sofort das Empfinden, daß sie Eindruck auf ihn machte.

Ein lächerliches Manöver! Ihr Handschuh fiel herab. Er hob ihn auf, als hätte er auf diesen Augenblick nur gewartet. Ein paar höfliche Worte, ein Name, der fremd und wohllautend sich der Frau ins Ohr schmeichelte die Beziehungen waren her- gestellt!

Doris Feller fuhr mit dem fremden Manne in eines der vornehmen Lokale, um dort noch zu ^$Aan traf sich noch einige Male. Dann war der Bulgare zum Tee draußen in der Grunewaldvilla.

Nun war er über alles orientiert. Unb sein Liebeswerben würbe heißer, bringlicher. Doris hatte alle Ueberlegung vergessen. Der schöne fremde Mann hatte vollständig Macht über sie gewonnen.

Ich muh noch in die Schweiz. Habe Dringliches zu' erledigen. Aber ich erwarte Sie am 11. Oktober in Monte Carlo!"

Monte Carlo! 3d) wollte langst einmal hin, fügte Doris jauchzend.

Das war alles abgemacht, und Herr Affen Kreloff reifte ab. _ , .,

Nun kannte Dons weiter keine Sorge als die: Wird er mich wirklich erwarten? Wird er dort fein?

MMleMMisl.

Vornan von Gert Gothberg.

Urheberrechtsschutz: Fünf-Türme-Verlag, Halle (S.)

ii n o e n Ritter!

so sinn-1 Der Landeshandwerksführer Hessen: Garner.

Ässen Kreloff aber hatte vor seiner Abreise von Berlin in seinem Hotelzimmer noch eine Unter­redung gehabt. r .

Ist die Sache spruchreif, und wann soll das Ding gedreht werden?"

Der hagere Blonde faule es und schob dabei feine Armbanduhr hin uno her.

Assen Kreloff sah ihn groß an, dann lächelte er.

3hr bekommt jeder fünftausend und verschwindet für immer. 3ch brauche euch nicht mehr. Ver­standen? ,, ,, , ..

Der Kleinere, Dunkle, erhob sich, chob sich, die Hände in die Taschen seines Samtjatetts vergraben, an Kreloff heran. .

Ah, ich verstehe! Du willst uns los fein? Na -- auch recht. Und wenn du uns brauchst, dann genügt Mutter Hikles Adresse. Her mit dem Geld! Wir sind blank." _ m f

Irgendwie war Ekel um den Mund des Bulgaren Aber er sagte kein Wort. Er gab das Geld und sah dann stumm zu, wie die beiden anderen ihre Mantel anzogen. Ein paar kurze Abschiedsworte, unb bann war Assen Kreloff allein. Er brannte sich eine Ziga­rette an unb ging langsam hin unb her Und sein Gesicht würbe immer nachdenklicher. Als er sich endlich mieber in seinen Sessel setzte, murmelte er:

Das Glück kommt noch einmal ju mlrl Noch ein­mal! Das letzte Mal! Diese Dons Feller ist reich! Unb sie ist leichtgläubig unb in mich bereits ver­liebt! Unb vielleicht ist sie p bebauern, daß ie gerade mich treffen mußte auf ihrem Ledenswec e. Nun ich will immer gut zu ihr fein wenn ie mir jetzt die rettende Hand reichtt Denn ftuher oder später wäre doch trotz aller Geschicklichteitmein Weg ins Zuchthaus gegangen. Vielleicht hatte nur sogar Schlimmeres geblüht! Davor bewahrt mich diese Frau. Und schon das genügt, um sie mir liebenswert zu machen. Also sangen wir

ein neues Leben an, alter toller Mffen^Äreloff! Jetzt raffe dich ein letztes Mal zusammen.

Der Bulgare erhob sich klingelte. Er ließ die Rechnung bringen und packte dann. "Upte 'schon, weshalb er seinen Weg über die Schweiz nahm. Er muhte vorläufig auf einige Wochen unsichtbar hin Tenn noch war der W beim Baron «ortens, er* nidht aetläd Und die Polizei hatte da ganz besonder? fähige Leute auf die Spur gesetzt. Also war es gut wenn er einstweilen einige Wochen non der Bildfläche verfchwand.

Man kannte ihn nicht!

' her Seite der rotblonden Frau. Ein ganz neues , Leben wollte er beginnen Aber die spie,le den- schäft, die muhte er auch begraben, die durfte er . als furchtbaren Ballast nicht mit in dieser neue > Leben hinübemehmew