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Friedberg schlägt sich tapfer.

VfB. Friedberg Wormatia Worms 3:3 (1:1).

Dieses Spiel bildete den Abschluß der Jubiläurns- feierlichkeiten des DfB. 2000 Zuschauer erlebten einen spannenden Kampf, in dem die Einheimischen einen gleichwertigen Gegner abgaben. Wormatia ging durch Gölz in der 10. Minute in Führung, fünf Minuten vor Halbzeit glich Weller für Fried­berg aus. Nach dem Wechsel erreichte das Spiel seinen Höhepunkt. Innerhalb drei Minuten fielen drei Tore. Busam brachte Worms abermals in Führung und wenig später erzielte Sautier das zweite Tor für Friedberg. Durch Lehr kamen die

Wormser zu einem weiteren Treffer. Friedberg, das in der letzten Viertelstunde groß in Fahrt war, ge­lang durch Kunze der verdiente Ausgleich. Kunze- Hungen leitete gut.

Gchmeling-Paolino unentschieden.

Der mit Spannung erwartete Kampf der beiden nach Primo Carnera besten Schwergewichtsboxer Europas, Max Schmeling und Paolino Uczedun, in Barcelona endete nach zwölf Run­den unentschieden. Nur 35 000 Zuschauer waren in dem riesigen Mont-Zuift-Stadion erschienen, so daß die Veranstalter einen Schaden von über 100 000 RM. zu tragen haben.

Derby County wieder hoch geschlagen.

Diesmal siegte die deutsche Nationalmannschaft mit 5:0 Toren.

Auch das zweite Spiel des englischen Profi-Liga- Vereins Derby County gegen eine deutsche Aus­wahlmannschaft brachte den Engländern eine hohe Niederlage. Nachdem sie bereits in Frankfurt mit 5:2 geschlagen worden waren, mußten sie sich gestern in Köln sogar mit 5:0 beugen.

Die deutsche Mannschaft spielte diesmal in folgender Aufstellung: Jakob (Jahn Regens­burg); Hundt (Schwarzweiß Essen), Busch (Duis­burg 99); Janes, Bender (beide Fortuna Düssel­dorf), Zielinski (Hamborn 07); Albrecht (Fortuna Düsseldorf), Malik (Beuchen 09), Conen (FV. Saar­brücken), Noack (Hamburger SD.), Kobierski (For­tuna Düsseldorf). Sie bot wieder in allen Teilen ein gutes Spiel. Nach etwas schwachem Beginn wurde in der 10. Minute der erfte gute Angriff eingeleitet, der aber zu keinem Tore führte. In der 14. Minute fiel der Führungstreffer. Kobierski schoß eine schöne Vorlage von Janes unhaltbar ein. Der Beuthener Malik erhöhte in der 20. Mi­nute auf 2:0. Dabei blieb es bis zur Pause. Die Engländer hatten mehr vom Spiel, kamen aber trotz der Unsicherheit, der beiden Verteidiger Hundt und Busch zu keinem Tor, da Jakob und Bender (der wieder als dritter Verteidiger spielte), sehr energisch wehrten.

Nach der Pause hatten die Briten zunächst einige gute Torgelegenheiten, die aber der Sturm nicht

ausnußen konnte. Die deutsche Mannschaft über­nahm allmählich wieder das Kommando. In der 16. Minute erhöht Kobierski auf 3:0, in der 35. Mi­nute schoß Albrecht den vierten Treffer. Das letzte deutscye Tor brachte Noack in der 40. Minute auf sein Konto.

Die deutsche Mannschaft war auch diesmal wie­der den Engländern in der Taktik weit überlegen. Die konsequente Anwendung des V^-Systems brachte Verwirrung in die Reihen der Briten. Erstklassig war Jakob im Tor, die beiden Verteidiger Hundt und Busch konnten nur zeitweise allen Anforde­rungen genügen. In der Läuferreihe gefielen Ben­der (der besser ist als Münzenberg), Janes und ganz besonders Zielinski. Der Sturm spielte schnell und gewandt, überzeugte aber im ganzen genom­men nicht. Die besten Leute waren hier Noack und Kobierski. Conen war im Feldspiel gut, hatte aber mit seinen Schüssen Pech. Malik und Albrecht ver­standen sich nicht besonders.

Die Engländer zeigten keine schlechtere oder bes­sere Leistung als in Frankfurt. Sie hatten dieselben Schwächen und Vorzüge.

Schiedsrichter Fink (Frankfurt) leitete vor 20 000 Zuschauern gut, bei einem Tor gegen die Engländer irrte er sich allerdings, da der Ball von Kobierski in Abseitsstellung ausgenommen wor­den war.

Wirtschaft.

Meldepflicht für unedle Metalle.

Bezugnehmend auf die Anordnungen der Ueber- wachungsstelle für unedle Metalle von 2. Mai 1934 weist der Reichsbeauftragte darauf Hirn daß die im § 2 der Anordnuna 2 aufgeführte Meldepflicht bis zum 5. Mai 1934 befristet war.

Alle Meldepflichtigen, die ihrer Pflicht noch nicht nachgekommen find, werden aufgefordert, dies um­gehend nachzuholen. Aus verschiedenen Anfragen, die bei der Ueberwachungsstelle für unedle Metalle eingegangen sind, geht hervor, daß in weiten Kreisen noch eine gewisse Unklarheit über die Meldepflicht besteht. Es wird deshalb nochmals ausdrücklich dar­auf hingewiesen, daß sich jedermann zu melden hat, der Metallbestände in irgend einer Form besitzt, seien es fertige Metalle, Altmetalle, Bruch, Abfälle oder dergl. Zu melden haben also auch u. a. Me- tallhandelsbetriebe, Altmetallhärfdler, Metallwaren­fabriken, Maschinenfabriken usw.

Verlängerung des Erzabkommens zwischen Sieg,Lahn,Dill und Westfalen

Das Ende d. M. ablaufende Abkommen über die Abnahme von Erz vom Siegerland, von der Lahn-Dill und Oberhessen durch die rheinisch-west­fälischen Hütten, wonach bisher von den letzteren je Tonne Rohstahlerzeugung 135 Kilogramm Sie­gerländer Erze und aus dem Lahn-Dillgebiet ins­gesamt pro Jahr 250 000 Tarnten Erze abgenom­men wurden, ist dieser Tage um ein Jahr verlän­gert worden. Die gestiegene Rohstahlproduktion, so­wie die voraussichtlich weitere Steigerung der Roh­stahlproduktion bei den rheinisch-westfälischen Hüt­ten hat eine wesentliche Erhöhung der Abnahme der Siegerländer- und Lahn-Dill-Erze ermöglicht. Nach dem neuen Abkommen, das übrigens auch eine Neuordnung der Preise einschließt, nehmen die rheinisch-westfälischen Hütten nunmehr 325 000 (bis­her 250 000 Tonnen, die Hütten des Siegerlandes 25 000 () Tonnen und Buderus-Hess.Nafs. Hütten­verein 350 000 (175 000) Tonnen für die Dertrags- dauer ab. Durch dieses Abkommen hofft wenigstens der Bergbau an Lahn und Dill künftig ohne staat­liche Subventionen bei der Erzförderung auszu­kommen. Die Erzförderung ist b'ei einer Kapazitäts­ausnutzung von bereits 70 v. H. auf 650 000 Ton­nen Anfang Mai gegenüber 425 000 Tonnen in der gleichen Dorjahrszeit gestiegen.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 12. Mai. An der Wochen­schlußbörse vermißte man jegliche Anregung, daher herrschte nahezu Stagnation, zumal auch die Kund­schaft mit Aufträgen nach der einen oder anderen Seite nur schwach vertreten war. Die Kulisse übte weitestgehende Zurückhaltung. Indessen war die Grundstimmung nicht unfreundlich, und das Kurs- niveau war im ganzen behauptet. Für einzelne Spezialwerte lag etwas Kaufmeinung vor, so am Chemiemarkt für Scheideanstalt und Farbenindu­strie, die um je 0,50 v. H. anzogen. Goldschmidt waren behauptet, ebenso Rütgerswerke unter Be­rücksichtigung der Dividendenausschüttung. Am Montanmarkt setzten Gelsenkirchen, Klöckner und Phönix unverändert, Mannesmann 0,25, Rhein­stahl 0,65 v. H. niedriger ein. Am Elektromarkt kamen zunächst nur Siemens mit minus 0,75 v. H. und Gesfürel ausschließlich Dividende 0,25 v. H. schwächer zur Notiz. Schiffahrtswerte lagen abge­schwächt, Hapag um 0,75 v. H., Nordd. Lloyd um 0,50 v. H. Reichsbahn-DA. lagen exkl. Halbjahres­dividende gut behauptet. Im einzelnen eröffneten Reichsbankanteile 0,75 v. H., AKU und Bemberg je 0,50 v. H. leichter, Conti Gummi in Nachwir­kung des Abschlusses 1 v. H. fester. Im Freiver­kehr waren Growag-Aktien auf die erstmalige Aus­schüttung von 3 v. H. Dividende und 3 v. H. Bonus auf 60 v. H. nach zuletzt noch 22 v. H. erhöht.

Im Verlaufe hielt die Geschäftsstille bei ziemlich unveränderten Kursen weitestgehend an. Soweit später noch Papiere zur Notiz gelangten, lagen sie zwar uneinheitlich, überwiegend aber etwas fester. So u. a. Schuckert (plus 1,25 v. H.), Gement Hei­delberg (plus 0,50 v.H.) und Deutsche Linoleum (plus 0,65 v. H.), anderseits Mansfelder (minus 0,65 v. H.).

Am Rentenmarkt herrschte ebenfalls Geschäfts­stille. Neubesitz tagen unter kleinen Schwankungen mit 16,25 v. H. um 30 Pf. niedriger, Altbesitz 0,25 v. H. höher, späte Schuldbücher und Stahlver- ein^Bonds 0,13 v. H. bzw. 0,90 v. H. niedriger. Gold- und Liquidationspfandbriefe lagen uneinheit­lich bei Veränderungen von 0,25 bis 0,50 o. H., Kommunal-Obligationen und Stadtanleihen waren gut behauptet. Am Auslandrentenmarkt waren schweizerische Bahnwerte noch etwas fester. Tages­geld uno. 3,25 v. H.

Frankfurter Buttermarkt.

Frankfurt a. M., 12. Mai. Die lebhaftere Nachfrage des Konsums hat eine weitere Zunahme erfahren, fo daß das Buttergefchäft recht befriedi­gend verläuft. Die Zufuhren in frischer Ware sind knapp geworden, so daß man auf die Reserven zurückgreifen mußte. Diese Knappheit ist weiterhin mit der warmen Witterung mit ihrem stärkeren Frischmilchverbrauch zu begründen. Die angebotene Ware besteht zwar überwiegend noch aus Blend- lings-(Uebergangs-)butter infolge des schon früh erfolgten Weideauftriebs, doch waren auch schon erste Sorten reiner Butter am Markt. Auf die festge­setzten Einstandspreise mußte der Großhandel viel­fach Ueberpreise anlegen, um überhaupt zu Ware zu kommen. Per 50 kg notierten: Deutsche und holländische Markenbutter 127, feine deutsche Mol­kereibutter 123 bis 125 RM.

Frankfurter Eiermarkt.

Frankfurt a. M., 12. Mai. Das Geschäft ist recht lebhaft geworden. Die vielseitigen Zufuhren von Frischgemüfen und Salat haben den Eier­konsum merklich gehoben. Die Anlieferungen haben sich stark verringert, da ein großer Teil der Pro­

duktion zum Zwecke der Konservierung direkt ab» forbiert wird. Der Großhandel war in seinen An­schaffungen etwas lebhafter, und« die seither vollen Läger konnten glatt geräumt werden. Obwohl im Auslande die Preise durchweg leicht angezogen haben, nahm man hier von einer Erhöhung Ab­stand, da man auch den bevorstehenden Feiertags- bedarf nicht stören will. Die Preise blieben unoer- ändert und notierten in Pf. pro Stück im Groß- handel wie folgt: Deutsche Frischeier S 93/4, A 9V-, B 8V2 bis 9, C 8 bis 8V2. Holländer S 9% A 9, B 8V2. Bulgaren und Rumänen Kl. B 8V4 bis 8V2.

Frankfurter Schlachtvtehmarkt.

Frankfurt a. M., 14. Mai. Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Dorauftrieb: 1364 Rinder (500 Ochsen, 123 Bullen, 397 Kühe, 344 Färsen), 889 Kälber, 39 Schafe, 4088 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 26 bis 36 Mark, Bullen 25 bis 32, Kühe 14 bis 31, Färsen (Kalbinnen) 26 bis 35, Kälber 30 bis 54, Hämmel 35 bis 37, Schweine: al) fette Speckschweine über 350 Pfund Lebend­gewicht 50, a2) Fettschweine über 300 ^funb, gl) fette Specksauen, g2) andere Sauen 32 bis 43 Mark. Marktverlauf: Rinder ruhig, Kälber, Hämmel und Schweine mittelmäßig.

Vom Wohlfahrtsstaat zum Arbeitsstaat.

Oie Arbeitsschlacht im Bezirk des Landesarbeitsamts Hessen.

LPD. Frankfurt, 12. Mai. Der amtierende Präsident des Landesarbeitsamts Hessen, Ober­regierungsrat Kühne, hielt am Freitag im Reichssender Frankfurt einen Vortrag über die Arbeitsschlacht im Bezirk des Lan­tz e s a r b e i t s a m t s Hessen, dem wir folgen­des entnehmen:

Während im letzten Jahrzehnt Milliarden und aber Milliarden von Volksvermögen völlig un­produktiv für Unterstühungszwecke ausgegeben wurden, hat Adolf Hitler aus dem Wohl­fahrtsstaat wieder einen Arbeitsstaat gemacht in der Erkenntnis der einfachen Wahrheit, daß Arbeit zu allen Zeiten volkswirtschaftlich und moralisch wertvoller ist, als die stets unproduk­tive Unterstützung.

Aus den Arbeitsbeschaffungsprogrammen find in unserem Bezirk aus dem Sofortprogramm für 388 Maßnahmen 19,7 Millionen Darlehns- mittel und rund 730 000 Mark Grundförderungen in Form verlorener Zuschüsse der RA., aus dem Reinhardtprogramm für 476 Maßnahmen rund 19,8 Millionen Darlehn, 4,3 Millionen Grund- förderung und 715 000 Mark Zuschüsse der Oeffa den Trägern bewilligt worden. Zu diesen Maß­nahmen tritt die besondere Entlastung, die unser Bezirk durch die Inangriffnahme der ersten Autobahn st recke erfahren hat. Die Beschäf­tigtenzahlen haben sich hier mit dem Fortschreiten der Strecke mehr und mehr erhöht und betragen zur Zeit 3500. Die Unterbringung der Arbeitslosen bei öffentlichen Arbeitsbefchaffungsmaßnahmen hat zur Folge gehabt, daß damit rund 73 000 Arbeits­lose im Landesarbeitsamtsbezirk Beschäftigung ge­funden haben, von denen über 30 000 auf Arbeiten des städtischen Wohnungsinstandsetzungsprogramms entfallen.

Die öffentlichen Arbeitsbefchaffungsmaßnahmen haben besonders die Lieferindustrie angekurbelk.

Für unseren Bezirk hat sich diese Auswirkung nicht in so starkem Maße geltend gemacht, weil sehr viele Aufträge der Lieferindustrie in das Rhein-Ruhr- Gebiet gegangen fein dürsten. Um so anerkennens­werter ist die Leistung, die die freie Wirtschaft durch die Aufnahme von Arbeitskräften vollbracht hat. Mit einer vorbildlichen Opferwilligkeit haben große Teile der Wirtschaft nicht nur den ganzen Winter bzw. während der faisonstillen Zeit ihre Beleg­schaften durchgehalten, sie haben auch, wo es irgend die Betriebslage zuließ, zusätzliche Arbeitskräfte eingestellt. Nur durch dieses gemeinsame Vorgehen von öffentlichen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und Bereitschaft der freien Wirtschaft sind die Erfolge der ersten Arbeitsschlacht möglich gewesen. Diese Erfolge haben in Hessen ein Ausmaß erreicht, das bei der besonders schwierigen Wirtschaftsstruktur ganz besonders hervorragende Beachtung verdient.

3n unserem Bezirk betrug am Ausgang der Arbeitsschlacht (31. Januar 1933) die Zahl der Arbeitslosen über 332 000, am 30. April 1934 war die Zahl auf 151 800 gesunken, also eine Gesamtabnahme von rund 181000 oder 54,3 v.H.

Allein in der Zeit vorn 1. Januar bis 30. April 1934 hat der Rückgang der Arbeitslosenzahl in un­serem Bezirk über 73 000 oder 32,6 v. H. betragen. Mit dem gegenwärtigen Stand der Arbeitslosen steht der Bezirk um 28 000 unter dem Sommer 1930.Betrachten wir in unserem Bezirk das Gesamt­ergebnis, das durch die öffentlichen Arbeits­beschaffungsmaßnahmen, durch die Belebung der

freien Wirtschaft, durch den Einsatz der Landhilfe erreicht worden ist, so sehen wir eine Entlastung von einem Ausmaß, das auch kein Kenner der Verhältnisse in so kurzer Zeit für möglich gehalten hätte. Erreicht konnte dieser Erfolg nur dadurch werden, daß politische Leitung, freie Wirtschaft, Behörden und Gemeinden im gegenseitigen Ver­trauen zusammengearbeitet haben.

Durch den gewaltigen Rückgang der Arbeits­losigkeit haben die Gemeinden und Gemeinde­verbände eine außerordentlich starke Verminde­rung ihrer Fürsorgelasten erfahren.

Hinzukommt die in ihrer Bedeutung in der Öffent­lichkeit gar nicht genügend gewürdigte Maßnahme, daß im Gegensatz zu früher für alle Notstands- arbeiter, auch die Wohlfahrtserwerbslosen, die Grundförderung von der Reichsanstalt getragen wird, und durch die Verlängerung bei Beschäfti- gungsbauer aus Wohlfahrtsunterstützten für ben Fast neuer Arbeitslosigkeit Unterstützungsempfänger ber versicherungsmäßigen Arbeitslosenunterstützung werben. Auch baburch finb bie Fürsorgelasten ber Gemeinben in ganz außerorbentlichem Maße gesenkt.

Wie stark die finanzielle Entlastung der Ge­meinden ist, mag die Tatsache belegen, daß im Bezirk des Landesarbeitsamts Hessen im April 1934 im Vergleich zum Januar 1933 anWvhl- fahrtsunterstühung 4 737 000 Mark weniger aufzubringen waren. Die Zahl der anerkannten Wohlfahrtsunterftühungsempfänger ist vom 31. Januar 1933 bis 30. April 1934 von rund 137 000 auf rund 55 500, also um über 81 600 oder fast 60 v. h. gesunken.

Bei dieser außerordentlich starken Entlastung der Gemeinden und Gemeindeverbände besteht für das Reich keine Notwendigkeit mehr, in ähnlichem Aus­maß wie im Vorjahre Mittel für öffentliche Ar­beitsbeschaffungsmaßnahmen bereitzustellen, viel­mehr müssen sich die Träger in weit stärkerem Maße auf Selbsthilfe besinnen. Durch die außerordentliche Wirtschaftsbelebung ist für zcrhl- reiche Arten von Facharbeitern be­reits Mangel eingetreten. Anderseits sind un­ter ben Arbeitslosen sehr viel Kräfte, bie nach körperlicher Fähigkeit ober burch bie Dauer ihrer Arbeitslosigkeit für ben eigentlich gelernten Berus praktisch nicht mehr in Frage kommen. Hier wer­ben die Arbeitsämter besonders nachdrücklich mit einer entsprechenden Sichtung der Arbeitslosen und einer Berufsumberatung und -Umschichtung an^u» setzen haben, indem diese Kräfte solchen Berufs­gruppen zugeführt werden, bie für ihre Vermitt­lung aussichtsreicher sind.

Besondere Erfolge sind in der Bekämpfung der Schwarzarbeit erreicht worden,

bie durch unablässiges Ueberprüfen durch die Ar­beitsämter, die hierbei in vorbildlicher Weise durch die SA. und SS. unterstützt werden, in einigen Berufsgruppen, in denen sie früher sehr beliebt mar, so gut wie ausgerottet ist. Erfreulicherweise ist jetzt auch bie Fortführung ber Lanbhilfe entschieden, und es wird dafür gesorgt werden, daß das auf Hessen entfallende Kontingent von 10 500 Landhelfern bis zum letzten Platz ausgenutzt wird. Wenn alle, die mfthelfen können, auch mithelfen wollen, wird das zweite Jahr der Arbeitsschlacht im Bezirk des Landesarbeitsamts Hessen ein neuer Sieg werden.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter ben Papieren angeführten Ziffern geben bie Hohe bei zuletzi beschloßenen Dwibenbe an. Relchsbankblskoni 4 0. H.. Lombarbzinsfuß 5 v. H.

Franksur

a. M.

Berlin

Schluß- kurs

Schlußk. Abend­börse

Schluß» furd

Schlußk. Miltag- börse

Datum

11.5.

12-5.

11-5.

12.5.

% Deutsche RetchSanleihe v. 1927

% cNem.7% Dl. ReichSanl. v. 1929

95

95,5

95,9

96

99,9

99,9

100

99,9

liViA» Doung-Anleihe von 1930 ..

Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit

91,25

91,4

91,5

91,75

LuSlos.»Rechten .............

95

95,13

95

95

DeSgl. ohne AuSIos.-Rechte......

16,55

16,2

16,5

16,05

6% eöem.8% Hess. BolkSstaat 1929

94

94

94

(rückzahlb. 102Ä») ............

6% Hess. Landesbank Darmstadt Bold R. 12..................

94

91

91

91

6ty% Hess. Landes-Hypotheken­bank Darmstadt Liqut.........

JO,75

90,75

Oberhessen Provinz-Anleihe mit

95

95

Auslos.-Rechten .............

Deutsche Komm. Sammelabl. An.

93,1

leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten

93,1

93,4

93

6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank

91,13

Goldpse. 15 unkündbar bis 1985

91

1% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse. 16 unkündbar 6ti 1936

91

91

*y»% ehem. *y,% Franks. Hyp^ Bank-Liqu^Psandbriese.......

90,75

90,5

_

ehem. *y,% Rheinische

Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe.....

91,25

91,25

<% ebem. 8% Pr. Landespfand» briesanstalt, Pfandbriefe R. 19

94,25

94

94

6% ehem. 7% Pr. Landespfand.

briefanstall, Pfandbriefe R. 10

94

94

94

94

Steuergutfch. Verrechnungskurs

98

98

98

98

4% Oesterreich«che Goldrrnte.... 4,20% Oesterretchlfche Sllberrente 4% Ungarische Goldrente.......

23

1

23

1,05

1,1

7,2

23,75

1,05

7,25

7,15

4% Ungarische Staatstente v. 1910

6,95

6,8

7

4y,% deSgl. von 1913..........

7,05

6% abgest. Goldmexikaner von 9k

8,4

8,65

8,6

8,65

4% Türkische Zollanleihe von 1911

4%Türkijch« Bagdadbahn-Anlethe

6,75

6,75

6,7

Gerte!...................

6.65

6,6"

Frankfurt a.M.

Berlin

Gchluß- kurs

Schlußk. Abend- börsc

Schluß» kurs

Schlußk. Mittag- börse

Datum

11-5.

12-5.

11-5-

12-5.

4% de-gl. Serie 11 ............

6,75

6,75

6,7

5% Rumän. veretnh. Rente v. 1903

4,1

4,1

4

4y,%Rumän.veretnh.Rentev.l918

7

7

7

7

4% Rumänische vereinh. Rente

3,65

3,55

3,55

3,25

9%% Anatolier ...........

_

30,25

... ..

vamvurg-Amertka-Paket .....

0

21

20,5

20,9

20,5

Hamburg-Südam. Dampfschiff.

0

21,25

20,5

Hansa-Dampfschifs...........

0

-

Norddeutscher Lloyd .........

0

25

24,5

24,75

24,75

A.G. für Verkehrswesen Akt. ..

0

66

65

65,75

65

Berliner Handelsgesellschaft ...

4

85,25

85,25

85

84,75

Commerz, und Prlvat-Bank ...

0

42,25

41,75

42,25

41,75

Deutsche Bank und DiLconto-

Gesellschaft................

0

55,65

55

55,65

55

Dresdner Bank..........

0

62

61,5

62

61,5

Relchsbank ...............

12

149,25

150,13

149,65

A.S.«......................

25

25

25,13

25

Betula...

132,13

132,13

133

132,9

Elektr. Lieferungsgesellschaft...

6

98,75

98,5

98

98,25

Licht und Kraft .............

6

104

104

103,75

104

Felten & Guilleaume.........

0

56

53,75

54,75

53,75

Gefell ch.s.Elektt.Unternehmuna. 6

98,75

94,75

99,25

95,25

Rheinische E-ektrhltät ........

6

94

94,13

94,5

Schuckert LCo.........

5

87,5

88,5

87,5

89,5

Siemens L Hakske.....

7

132,5

131,75

131,75

LahmeyerLGo........ ....

10

120

119,5

116,5

Buder« ...................

0

73

73,5

72,5

72,9

Deutsche lddbl ..............

114

113

113,4

113,25

Gelsenkirchener.............

o

61,5

61,5

61,5

61

Harpener...................

o

90

89,75

90,5

90

Hoesch EisenKbln-Neuessen ..

0

71,13

70,9

Ilse Bergbau ..............

134,5

134,5

132,5

Hlse Bergbau Genüsse........

6

111,5

i 112

111,75

112

-löcknerwerke ...............

Ci

63,5

63,5

63,75

63

.......

0

Cd

63,75

64,25

63,25

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß­kurs

Schlußk. Abend- börje

Schluß- kurs

Schlußk. Minaq- börse

Datum

11.5.

12-5.

11.5.

12-5.

Mansfelder Bergbau........

. 0]

70

69

70

68,5

kokSwerke .................

. 0

93,75

92,9

Phönix Bergbau............

. 0

48,25

48,13

48,25

47,65

Rheinische Braunkohlen .....

10|

220,25

220,5

220,25

219

Rheinstahl ..............

. 0

90,65

89,5

90,5

90,25

Bereinigte Stahlwerke.......

. 0

41,25

41

41,13

41

Otavt Minen ..............

. 0

13,75

14

13,9

14

Kaliwerke Aschersleben.......

. 6

108,5

108,75

109,5

108,25

Kaliwerke Westeregeln.......

. 6

109,75

110

109,5

109,75

Kaliwerke Salzdetfurth.....

IVi

142

145

142

144,5

3. 9. Farden-Jndustrie......

Scheideanstalt.............

. 7

132,75

132,65

132,9

132,75

. 9

184

184,5

Goldschmidt ..............

. 0

60,65

61

60,25

60,25

Rütgerswerke .............

. 0

53,5

41,5

53,5

41,5

Metällgesellichaft...........

. 0

80

80,25

80

80

Philipp Hol-manu.........

0

63

62

63,13

63

Zementwerk Heidelberg ....

». 0

104,75

105

Xementotti Karlstadt.......

.. 0

Schultheis Payenhofer .....

Aku (Allgemeiue Kunstseide)

.. 0

.. 0

59

58,5

102

59,4

101

58,5

Bemberg.................

.. 0

67,25

66,75

67

68

Hellstoss Waldhof ..........

.. 0

47,5

47

47,5

47,25

Zellstoss Aschaffenburg .....

.. 0

40,25

40,25

40,25

40

Dessauer GaS .............

.. 7

126

125

Daimler Motoren..........

.. 0

45

45

45

45

Deutsche Linoleum.........

.. 0

56

56,65

56,5

57

Orenstein & Koppel ........

.. 0

63,5

63,5

Leonhard Dietz ... ........

.. 0

17,5

17,5

17,5

17,4

rhade ....................

..10

162

162

160,5

0au nral atoreu-Fubrü......

.. 0

169

169

169,5

151,5

Lonti-Gummt.............

.. 0

150,75

151,25

150,75

G ritz n er..................

.. 0

I 23

23,4

Mainkraftwerle Höchst a,M-

.. 4

71,25

71,25

1 w

-

Süddeutscher stucker .......

.. 8

170.75

! 170.5

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M.

Banknoten.

11.Mai

12-Mai

Amtliche Notierung

Amtliche Dotierung

Geld

Brie'

Geld

Brie

Heisings«,..

5,644

5,656

5,649

5,661

Wien.......

47,20

47,30

47,20

47,30

Prag.......

10,42

10,44

10,42

10,44

BudapeB ...

Sofia ......

3,047

3,053

3,047

3,053

Holland ....

169,43

169,77

169,53

169,87

OSlo.......

64,09

64,21

64,19

64,31

Kopenhagen.

56,94

57,06

57,04

57,16

Stockholm...

65,78

65,92

65,93

66,07

London .....

12,755

12,785

12,775

12,805

Buenos Aires

0,575

0,579

0,583

0,587

Neuyork....

2,496

2,500

2,498

2,504

Brüssel.....

58,37

58,49

58,40

58,52

Italien.....

21,28

21,32

21,29

21,33

Paris......

16,50

16,54

16,50

16,54

Schweiz ....

80,97

81,13

81,02

81,18

Spanien....

34,24

34,30

34,24

34,30

Danzig.....

81,60

81,76

81,58

81,74

Japan ......

0,755

0,757

0,756

0,758

Rio de Jan. .

0,211

0,213

0,211

0,213

Jugoslawien.

Liiiabo, ....

5,664

5,676

5,664

5,676

11,61

11,63

11,63

11,65

Berlin, 12-Mai

Geld

SHeTL.

Amerikanische Noten..............

2,451

2,471

Belgische 9?ntpn. .................

58,24

58,48

Dänische Noten .................

56.99

57,21

12 73

12,79

16,52

Holländische Noten...............

169,11

169,79

Italienische Noten................

21,22

21,30

Norwegische Noten ..............

64,02

64,28

Deutsch Oesterreich, d 1OO Schwing

Rumänische Noten...............

Schwedische Noten...............

65,77

66,03

Schweizer Noten.................

80,84

81,16

spanische Note».................

34,24

Ttnzxarjicf» SRotfll ................