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Das Gesetz, daß die Volksseele sich immer wie­der über politische Bedrängnis erhebt, wird sich auch hier an der Saar bewahrheiten, und das verbot der Abhaltung dieses Gaufestes in Saarbrücken wird den Saarsängern der stärkste Ansporn sein, diesem Gesetz durch verdoppelte Arbeit zum Durchbruch zu verhelfen durch alle Widerstände. Denn die Saarfrage wird nicht von der Auhenperipherie her entschieden, in der die Abstimmungs- und die Regierungskommifsion stehen, sondern von dem unzerstörbaren inne­ren Zentrum, das im natürlichen, sittlichen und kulturellen Leben besteht, in dem alles Deutsche gerade an der Saar geschlossen steht.

Don diesem wesentlichen und deshalb entscheiden' den Gesichtspunkt her muß also mit a u f r i ch t i- gern Bedauern festgestellt werden, daß eine Der ersten Taten der Abstimmungs- k o m m i s s i o n in völligem Einvernehmen mit der Regierungskommission darin besteht, ein Sän­gerfest im Saargebiet zu unterbin. den, das ein h o ch k ü n st l e r i s ch e s Gesicht hat, das niemand im (Saargebiet Anlaß zu berech­tigtem Anstoß geben könnte, das allerdings deutsch ist von der tiefsten Wurzel her. 3n Saar- brücken wäre dieses Sängerfest natürliches und tiefes Bekenntnis gewesen. Wenn es letzt über dieses Bekenntnis hinaus leiden- fchaftlicher Protest wird, dann ist das nicht unsere Schuld.

Gammeleinreisen ins Gaargebiei verboten.

Saarbrücken.11.August (DAV. Funkspruch). Die Regierungskommission hat den zu­ständigen Stellen einen Erlaß zugeleitet, in dem sie ein grundsätzliches verbot von Sammel­einreisen ins Saargebiet ausspricht. In der betreffenden Verfügung heißt es:3m Ein­vernehmen mit der durch den Völkerbundsrat in Genf eingesetzten Volksabstimmungs - f o m m I f f i o n wird hierdurch mitgeteilt, dah es angesichts der bereits stattslndenden Vorbereitungen für die Abstimmung nicht möglich ist. Sammel- elnreisegenehmigung für Personen, die an öffentlichen Veranstaltungen teil- nehmen wollen, oder als Mitglieder eines Vereins in das Saargebiet einzureisen beabsichtigen, zu er­teilen."

Oer neueGaarbevollmächiigie

Neustadt a. d. ch., 10. Aug. (DNB.) Der F ü h. rer und Reichskanzler hat den pfälzischen Gauleiter Joseph B ü r ck e l anstelle des zum Deut- schen Gesandten in Wien ernannten Herrn von Papen zum Saarbevollmächtigten der Reichsregierung ernannt.

Sowjeinißland sabotiert christliche Aächstenhilse.

Das deutsche HilfswerkBrüder in Hof* ist den sowjetrussischen Machthabern verhaßt.

erfolgen von Amts wegen. In Zweifelsfällen wird der Betroffene im übrigen von der Staats­anwaltschaft gehört werden.

Bei Freiheitsstrafen bis zu 3 Monaten und Er­satzfreiheitsstrafen für Geldstrafen bis zu 500 Mark sind diese durch das Gesetz ohne Rücksicht auf die Art der Straftat und auf die Vorstrafe des Täters zu erlassen. Bei Verurteilten, die solche Strafen verbüßen, haben die Gefangenenanstalten die Strafen alsbald zu unterbrechen und hiervon der Vollstreckunasbehörde Anzeige au machen. Die Dollstreckungsbehörden haben den Eintritt des Straferlasses durch Verfügung festzustellen und un­abhängig von den den Gefangenenanstalten ob­liegenden Maßnahmen die Vollstreckung von Frei­heitsstrafen sofort zu unterbrechen. In Zweifels­fällen ist umgehend die Entscheidung des Gerichts (§ 458 Strafprozeßordnung) herbeizuführen.

Die Landesjustizverwaltungen werden ersucht, die Fälle des Straferlasses zu zählen und das Ergeb­nis bis zum 1. Oktober 1934 mitzuteilen.

Erweiterung der Verordnung gegen Preissteigerungen.

Berlin, 10. Aug. (DNB.) Nach der Verord­nung gegen Preissteigerungen vom 16. Mai 1934 dürfen bekanntlich Verbände und sonstige Zusam­menschlüsse Mindestpreise und Mindesthandelsspan- nen nur mit Einwilligung der Preisüberwachungs­stellen neu festsetzen, verabreden oder empfehlen, oder gebundene Preise zum Nachteile der Abnehmer verändern. Durch eine im Reichsgesetzblatt ver­öffentlichte Verordnung des Reichswirtschaftsmini, sters wird nunmehr das Anwendungsgebiet der Verordnung, das sich bisher auf wich­tige Gegenstände des täglichen Bedarfs und lebens­wichtige Leistungen zur Befriedigung des täglichen Bedarfs beschränkte, auf alle Güter und ge-

werblichen Leistungen ausgedehnt. Damit sind die etwa möglichen Zweifel über das Anwendungsgebiet der Verordnung eindeutig dahin geklärt worden, daß alle verbandsmäßigen Neufest­setzungen von Preisen und die Erhöhung Verbunds- mäßiger Preise ohne Einwilligung der Preisüber­wachungsstellen unzulässig und strastbar sind. Äusgenomen sind, wie bisher, die in Para­graph 5 der Verordnung gegen Preissteigerungen aufgeführten Gebiete, vor allem das zur Zustän­digkeit des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft gehörende Gebiet.

Hur eine Art vonArdettsdienstpaß

Berlin, 10. Aug. (DNB.) Die Reichsleitung des Arbeitsdienstes hat eine Verordnung heraus- gebracht, die ihrer Wichtigkeit wegen die breite effentlichkeit interessiert. Nach dieser Verordnung erhalten von jetzt ab den Arbeitsdienstpag ausgehändigt:

Nach halbjähriger Dienstzeit, d. h. nach 26 Wo­chen, diejenigen Dienstwilligen, die vor dem 1. Ja- nur 1915 geboren worden sind.

Alle anderen, d. h. also alle Arbeitsmänner (Dienstwillige), die nach dem 31. Dezember 1914 aeboren wurden, müssen eine einjährige Dienstzeit (52 Wochen) hinter sich haben, ehe sie den Arbetts- paß ausgehändigt bekommen.

Durch diese Neuregelung wirb, was sehr wesent­lich ist, Feine Aenderung in Bezug auf den Arbeits­dienstpaß selbst eintreten. Es ist nur eine A r t von Arbeitsdienst paß für die beiden Altersklassen. Irgendwelche besonderen Kenn­zeichen des Arbeitsdienstpasses sind streng unter- sagt.

Auf die bereits mit dem Arbeitsdienstpaß Ent­lassenen hat die Verordnung keine rückwirkende Kraft.

Berlin, 10. Aug. (DNB.) Die Sowjet- regierung hat bekannt gegeben, daß die Sen­dungen der R e i ch s s am mlungBrüder in No t" nach der Sowjetunion nicht mehr zu- lässig sind. Sie hat sich hierbei darauf berufen, daßBrüder in Not" eine a n t is o w j e t i st i s ch e Organisation sei?

Das deutsche Hilfswerk bedauert außerordentlich, daß feine rein karitative Tätigkeit, an der es stets festgehalten hat, auf diese Weise zum S t i l l st a n d kommen wird. Die Bemühungen, die Sowjetregierung zu einer Aufgabe ihrer ab­lehnenden Haltung zu veranlassen, sind leider er­folglos geblieben. Unter diesen Umständen läßt sich zur Zeit keine Garantie für die Durchführung karitativer Waren- und Geldsendungen nach der Sowjetunion übernehmen.

Die unter Ausschöpfung sämtlicher verhandlungs­technischer Möglichkeiten durchgeführten Versuche, das HilfswerkBrüder in Not" zu retten, find fehlgefchlagen. Die fowjetruffifchen Dienststellen haben es endgültig a b g e l e h n t, die Unterstützung des notleidenden deutschen Volkstums in Rußland zu­zulassen. Damit ist die Fortsetzung dieses großen karitativen und religiösen Hilfswerkes unmöglich gemacht worden. Die Reste des Deutschtums in Sowjetrußland sind damit der Vernichtung preisgegeben. Kein Ausdruck ist zu stark, um die unbarmherzige und sinnlose Einstellung der

sowjetrussischen Machthaber zu kennzeichnen. Daß die katastrophalen Verhältnisse in Sowjetrußland immer mehr zugespitzt werden, ist allmählich gedank­liches Gemeingut fast der ganzen Welt geworden. So wandte sich jüngst erst der Bischof von Canterbury aufs schärfste gegen die furcht­baren sozialen Zustände, besonders in Südrußland. Es ist bekanntgeworden, daß in einer Stadt von 250 000 Einwohner nicht weniger als 4 4 000 Menschen aus Hunger ober aus an» deren Ursachen gestorben sind. Von großen ausländischen Zeitungen beschäftigten sich in letzter Zeit u. a. folgende Blätter mit der Hungers­not in Sowjetrußland:New Jork Times", Chikago Tribüne",Times" sowie vor allem auch der doch wirklich nicht in dem Verdacht allzu großer Deutsch­freundlichkeit stehendeDaily Expreß". Neben dem HilfswerkBrüder in Not" sind auch persön­liche Hilfeleistungen deutscher Volksgenossen für ihre in Sowjetrußland lebenden hungernden Verwandten und Familienangeörigen unter­bunden worden. Es sind erschütternde Fälle be­kannt, in denen Unterstützungen von Kindern an ihre Eltern, von Eltern an ihre Kinder und der­gleichen mehr nicht nur ihr Ziel verfehlten, sondern sogar zu nichtswürdigen und höhnischen Entgeg­nungen mißbraucht wurden, die die Unterstützungs­empfänger offenbar unter dem Druck ihrer Gewalthaber geschrieben haben, obwohl authentisch bekannt war, daß sie dem Hungertode und der körperlichen Vernichtung nahe sind.

Oer Erfolg des Gilberblocks.

Neben dem Goldblock gibt es jetzt auch einen Silberblock. Er besteht freilich zunächst nur in den Vereinigten Staaten und umfaßt diejenigen Parlamentarier und Wirtschaftspolitiker, die dem Silber neben dem Gold wieder eine

sieht man in her Verstaatlichung des Silbers übri­gens nicht unbedingt einen Hinweis auf eine neue Entwertung des Golddollars.

Üoofeoelt wieder in Washington.

' Wf Fxr?rnrrV^ fonbere Gesuche seitens ber Betroffenen Fi"°nz?KnIsind'nicht erforberlid). Sie Amnestierungen

In Pariser Finanzkreisen wirb bie Ver- staatlichung ber Silberbestände in ben Vereinigten Staaten von Amerika mit Ruhe ausgenommen, obwohl man biefe Maßnahme jenseits bes Ozeans teilweise als eine Bebrohung ber Wäh - rungssysteme ber ßänber mit Gold- währun g hinstellte. In Paris glaubt man nicht daran, daß sich bie amerikanische Währungsmaß­nahme auf bie französische Währungspolitik, ober auch nur auf bas System ber internationalen Zah­lungen ber Länder mit Golbwährung auswirken wirb. Die Goldbestände, bie Frankreich in ben Vereinigten Staaten liier ordentlich gering fein. In 7 .

Washington, 10. Aug. (DNB.) Nach einer Abwesenheit von 41 Tagen kehrte Präsibent Roosevelt am Freitagmittag nach W a s h i n g- t o n zurück. Aus bem Bahnhof würbe er von einer taufenbköpfigen Menge begeiftert begrüßt. Sofort nach bem Eintreffen im Weißen Hause be­faßte sich Roosevelt' mit verschobenen bringenden Fragen, wie der Hilfe für die Dürregebiete, den Streikunruhen usw. Am Freitagnachmittag hatte er eine längere Besprechung mit Staatssekretär Hüll.

Oeutsch-fowjetrufsisches Wirischastsprotokoll.

Berlin, 10. Aug. (DNB.) Im Reichswirtschaftsmi­nisterium haben auf Grund des beutfch-fowjet- ruffifchen Wirtfchaftsprotokolls vom 20. März ds. Js. mit Vertretern der Handelsver­tretung ber UdSSR. Derhanblungen über bie A b - nähme sowjetruffifcher Waren stattge- fungen. Diese Derhanblungen haben zum A b schluß eines Protokolls geführt, welches am 8. August unterzeichnet worben ist.

Oeulsch-englisches Zahlungs­abkommen

Berlin, 10. August (DNB.) Das beutsch- englische Zahlungsabkommen für kaufmännische Derbinblichkeiten ist Freitagnachmittag in Berlin unterzeichnet worben. Das Abkommen bezieht sich auf Verpflich­tungen aus bem Warenverkehr, bie künftig ent­stehen, soweit es sich um Waren hanbelt, bte auf Grunb ber allgemeinen Devisen-Genehmigung von bem einzelnen Exporteur be^lt werben können. Beschleunigte Durchführung der Amnestie.

Berlin, 10. Aug. (DNB.) Zu dem aus Anlaß ber Vereinigung bes Amtes bes Reichspräsidenten mit dem be® Reichskanzlers beschlossenen Gesetz über bie Gewährung von Straff rei­ft e i t vom 7. August 1934, bas am 10. August 1934 in Kraft tritt, hat ber Reichsiustlzmimster ,etzt bie Durchführungsanweifungen erlassen, bie sich in ber Aaup fadje mit Bestimmungen technischer Art für bie Justizbehörden befnssen Darm wirb aus- geführt, daß da- G-setz beschleunigtdurch. ?uführ en ist, nötigenfalls unter Zuruckstellung minder wichtiger Sachen. Vorweg sind solche Sachen zu bearbeiten, in denen 8-kiheltsstrafen rwllstreckt werden ober Untersuchungshaft besteht. Set den Anhängigen Verfahren entscheidet tue Staatsanwalt, lcktalt nach Lage der Akt-m Ist die zu erwartende Arast" hoher als im ersten Te l des Gesetzes an. »führt ist, so kann bie Amnestie nicht eintreten.

gleichberechtigte Stellung als Wäh­rungsmetall eingeräumt wissen wollen. Dieser Silberblock hat einen neuen, bebeutungsvollen Sieg errungen. Präsibent Roosevelt hat eine Sßerorb- nung erlassen, nach ber sämtliche Silberbestänbe in ben Vereinigten Staaten Eigentum bes Staats wer­ben sollen, um zu Silbermünzen verarbeitet zu wer­ben. Das amerikanische Währungsmetall soll künftig nur noch zu 75 Prozent aus Golb, zu 25 Prozent aber aus Silber bestehen. Zweifellos bebeutet dieser Beschluß einen großen Erfolg der Anhän­ger einer Silberwährung, ober wenigstens einer Doppelwährung. Man braucht freilich nicht [o weit zu gehen, wie Der Senator Thomas, einer ber überzeugtesten Anhänger der Silberwährung. Die Vorkämpfer ber Wieberzulaffung bes Silbers als Währungsmetall verkünden bereits siegesbewußt bas Enbe ber Weltherrschaft bes Golbes unb ben Wie­derbeginn einer neuen Prosperität, deren Grundlage ber verstaatlichte Silberschatz sein soll. Tatsache ist jebenfalls, baß bie internationalen Silber­preise infolge ber amerikanischen Aufkäufe schon kräftig angeaogen haben. Auch eine inter­nationale Währungsverstänbigung wirb vielleicht burch bie Heranziehung bes Silbers zur Deckung bes Papiernotenumlaufs erleichtert werben. Man spricht sogar von ber Einberu­fung einer neuen Weltwirtschaftskon­ferenz, nachbem bie erste bekanntlich infolge ber Unmöglichkeit, eine Einigung in ber Währungsfrage herzuftellen, kläglich gescheitert ist. Man wirb erst abwarten müssen, ob auch anbere Länber bem Bei­spiel ber Vereinigten Staaten folgen unb bas Silber mieber als Währungsmetall zulafsen werben. Zu­nächst wirb man sich also mit ber Hoffnung begnü­gen müssen, baß Die Verbreiterung ber Währungs- bafis in ben Vereinigten Staaten neue Wege zu einer Lösung ber internationalen Währungswirren bahnen wirb.

Einberufung einer internationalen Währungsstabilisierungs-Konferenz?

Paris, 11. Aug. (DNB. Funkspruch.) Nach einer Meldung berChicago Tribüne rechnet man wegen ber Verstaatlichung ber Silber- Vorräte in Amerika mit ber balbigen Einbe­rufung einer internationalen Konferenz zur Prüfung ber Währungsstabili- f i e r u n g.

Aus aller Welt.

Polnisches Marineflugzeug bei Pillau gelandet.

Am Freitag um 17 Uhr lanbete in Neutief bei Pillau wegen Benzinmangels ein polnisches Marineflugzeug. Das Flugzeug liegt bei Neutief vor Anker unb wirb von Zollbeamten be­wacht.

Lin alter SA.-Kämpfer an feiner Verwundung von 1930 gestorben.

Nach fast vierjähriger Leidenszeit ist am Freitag Wilhelm Kurrle aus Pfullingen (Oberamt Reut­lingen), ein alter Kämpfer der SA., gestorben. Kurrle war im September 1930 bei einer Saal­schlacht in Ehningen bei Reutlingen von Kommu­nisten so schwer verletzt worben, baß er völlig ge­lähmt wurde. In ber Klinik in Tübingen ist er jetzt seinem schweren Leiden erlegen. Der Führer unb Reichskanzler Adolf Hitler hatte noch vor 14 Tagen Kurrle sein Bild übersandt.

Geschwindigkeitsweltrekord

der französischen Fliegerin Boucher.

Die französische Fliegerin Hslene Boucher hat wieder einen Rekord aufgestellt. Sie hat den G e» schwindigkeitsweltrekord für weibliche Flugzeugführer auf 428,223 Stdkm. verbessert.

Furchtbare Bluttat eines Geisteskranken. Zwei Tote, zwei Schwerverletzte.

In einer der letzten Nächte bekam der als Harrn- los geisteskrank bekannte Fleischer Max Lübeck aus Christbürg (Ostpreußen) einen Wahn- finnsanfall. Er drang in das Zimmer des Fleischerlehrlings Erich B o r c e ck ein, dem er im Schlaf bie Kehle Durchschnitt. Seinen bin- zukommenden Bruder verletzte er burch Messer­stiche am Kopf unb an den Armen sehr schwer. Er eignete sich bann ein im Hause befindliches Gewehr an, mit bem er auf ber Straße gegen Morgen ben in ber Nachbarschaft wohnenden Landwirt August Rehm, der aufs Felb fahren wollte, durch einen Bauchschuß schwer verletzte. Rehm ist inzwischen gestorben. Die in der Nachbarschaft wohnende Frau des Pfarrers Moritz, die nach ber Ursache des Lärms sehen wollte, wurde durch einen Knie- chuß schwer verletzt. Darauf nahm sich ber Gei- teskranke aus dem väterlichen Stall ein Pferd, mit dem er in Richtung Pachollen davonritt. An der Brücke kurz vor Pachollen hat er das Pferd durch

Messerstiche schwer verwundet. Er ist darauf in die Felder gelaufen, in denen er zur Zeit durch ein Ueberfatlfommanbo der Schutzpolizei Elbing und durch Landjägerei gesucht wird.

Wettervoraussage.

Die Nordseestörung hat sich noch stärker entwickelt und greift mit ihrem Ausläufer bis auf das Fest­land vor. Da durch sie vorwiegend westliche Winde erzeugt werden, wird sich das Wetter wechselhaft gestalten, so daß bei vorübergehend stärker bewölk­tem Himmel schauerartige Niederschläge zu erwar­ten sind. Zwischendurch tritt aber Aufheiterung ein. Dabei bleibt es im allgemeinen für bie Jahreszeit ziemlich kühl.

Aussichten für Sonntag: Wechselnd wolkig mit Aufheiterung, mäßig warm, einzelne schauerartige Nieberfchläge, um West brehenbe Winbe.

Aussichten für Montag: Weiterhin wechselhaftes Wetter.

Das Wetter vom 11. bis 20. August.

Das Wetter wird in ben nächsten brei bis fünf Tagen bei maritimer unb polarmaritimer Luftzu­fuhr unbeftänbig, ziemlich kühl unb zu Regenfällen geneigt fein, zuweilen sogar unsreunbliches Ge­präge annehmen. Die Nieberschläge werben an manchen Orten, besonbers im Westen bes Reiches unb am Norbranbe ber Gebirge recht ergiebig sein.

Dann wirb zunächst im Westen, später auch im Osten eine vorübergehenbe Aufheiterung mit ein bis brei trockenen Tagen eintreten. Zuletzt wirb mit Erwärmung neuerbings Verschlechterung bes Wetters einsetzen.

Diese Voraussage ist bie letzte ber biesjährigen 10-Tage-Dorhersagen.

Hauptschriftleiter: Dr. Friebrich Wilhelm Lange. Stellv. Hauptschriftleiter: Ernst Blumschein. Ver­antwortlich für Politik: I. V.: Ernst Blumschein, für Feuilleton: Dr. Hans Thyliot für ben übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für ben Inhalt ber Anzeigen: Theobor Kümmel. DA. VII. 34: 10100. Druck unb Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und (Steinbruderei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.

Gewlnnauszug

5. Klasse 43. Preußisch-Süddeutsch» (269. Preuß.) Staats-Lotterie Ofme Gewähr Nachdruck verboten

2. Ziehungstag 9. August 1934

3n der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen

Auf

jede gezogene Nummer sind zwei gleich

hohe

Gewinne gefallen, und zwar je

einer

auf

die Lose gleicher Nummer in den Abteilungen I und II

beiden

10 Gewinne zu 3000 M.

85506

108476

184932

202712

346115

24 Gewinne zu 2000 TL

940

112655

141306

148470

155244

179770

298742

303760

319950

357083

362012

387056

30 Gewinne zu 1000 TL

14058

15955

35018

45748

66558

202950

218855

221847

222730

250867

266626

268014

305799

313096

399478

82 Gewinne zu 500 TL

31843

53071

60399

68315

101659

137587

140202

146389

150360

165301

178194

184198

188441

207542

217161

223995

226871

235303

239963

253076

256018

263491

265853

279613

292878

295884

298818

299141

302808

303485

306674

317048

325890

337706

338949

355787

358415

360375

378204

390572

393697

436 Gewinne zu 300 TL

1607 1986 2387 4997

6389 9248 9699 10240 10347 12451

23095

24850

28769 29109 34655 37563 37821

39854

40158

40570 41010 42592 44167 49325

49553

50464

51401 52712 53594 53615 57036

57790

57834

59828 61750 62085 62870 65279

68099

68624

69049 69149 72351 75285 75322

79004

88230

88653 90738 90776 90894 90956

92430

93107

93786

94931

101798

102544

105639

107694

108848

115059

116026

121511

122062

122447

123139

131268

132754

135241

137770

137834

143604

144265

146568

148022

148657

153458

153677

154597

159652

160871

164885

166336

166731

169823

170231

170326

171465

172672

172733

173957

177071

178341

181392

181929

182712

184264

184400

185589

185852

198686

199080

200024

204674

205446

208694

211057

216370

216469

218332

218724

218791

221142

221310

221924

224139

224622

224873

225402

230487

230541

232908

236372

236385

238571

238817

242822

249776

252171

253395

255413

255612

264489

267228

267806

270322

273263

274034

274876

275119

277487

277939

278023

278495

280266

282962

287973

288705

293198

293419

296680

297737

300141

303786

304911

307581

308856

309577

309681

311404

317991

320144

320228

324134

325267

327768

330809

333253

334440

335011

335646

335995

338059

339565

339570

342074

342612

343571

344129

346641

349285

353096

353213

353862

354083

355219

358017

359297

359383

360703

361358

361799

362823

364358

364666

368439

372587

369367

370303

370868

370929

371257

373542

374952

376110

381063

381468

381855

382755

384465

385939

389946

391307

394753

395081

395901

398417

356413

271770

86 Gewinn« zu 500 M.

20 Tagesprämien.

22058

165060

135668

166779

252385

299662

342529

243480

235122

263539

14206

161124

126066

141415

208780

267259

325236

376154

135036 147554 221435 295558 327614

11159 119414

147451 306153

234805

31549

102358 120424 138725 151739 157560 166802

181338 193482 205089 220246 231550 236585

244152 251590 274167 281773 290253 313223

322820 338102

350789 377877

12570 157019

54569

120029

201346

330051

73754 124474

240107 342733

131029

144297

214178

274039

326633

395098

104885 123089 144780 153154 159234 174973 183817 199710 211253 220827 233527 240502 246821 266556 274483 282882 294907 315785 327563 341998 363876 380090

10162 25368 37400 59193 70423

89313 99416

116565 127617 149184 157076 165109 178146 191374 203655 218951

229322 236323 243706 250519 272904 279908 287545 312587 322612

336273 346903 373754

125662 141106

193857 262870 306305 369673

102712

121831 143536

152983

158555

168521 183556 199150 211051

220617

232086

239692

245804

253745

274351

282561

293613

315259

323350

339359

354047

379153

135852

187986

256293

300119

344925

104956 124118 146134 154468 162249 175554 188591 201305 216716 226125 234163 241785 246875 269144

275328 283630 301948 318241 329143 344919 370048 382860

2 Gewinne zu 20000 M. 154532

6 Gewinne zu 10000 M. 154035

8098 24700 37395 54626 70374 85853 . 98205

105304 126204 148215 154958 163002 177734 191193 203617 217911 229271 234285 242671 246957 270590 275499 284347 304853 319451 331444 346709 373429 388419

--------v------ 2546 5521 29518 43513

46682 46776 69242 70380 83257 93051 ------

4 Gewinne zu 5000 M.

10 Gewinne zu 3000 M. 292110 294207

20 Gewinne *u 2000 M. 45441 83001 128901

327036

44 Gewinne zu 1000 TL 74408 74485 77229

131797 144100 145424 241151 248330 287836 367709

3n der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen

Auf jede gezogene Nummer sind zwei Prämien zu je 1000 RM gefallen, und $roar je eine auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II: 9510 17847 35542 39511 53877 74322 120303 264824 308343 384575

Im Gewinnrabe verblieben: 660 TageSprämien zu 1000 M. ferner 2 Gewinne zu lOOOOuO, 2 zu 800000, 2 zu 100000, 2 zu 75000, 4 zu 50« XX), 6 zu 80000, 10 zu 20000, 42 zu 10000, 188 zu 5000, 368 zu 8000, 912 zu 2000, 1852 zu 1000, 4602 zu 500, 18482 zu 300 M.

354 Gewinne zu 300 TL 1026 6418

10466

12903

13148

16615

19456

27317

27406

27438

27626

33220

37958

45203

49391

52346

53228

59810

60726

65233

66489

66596

70962

73455

78420

80727

81296

89701

89848

91698

91733

96996