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Verständigung zwischen Belgrad und Sofia.

Oer südslawische Außenminister in Bulgarien.

Donauländer als klimatische Ergänzung Mitteleuro­pas klar erwiesen. Da die neue deutsch-südslawische Zu­sammenarbeit nicht mit einmaliger Festsetzung von Zollkontingenten und ähnlichen Vergünstigungen für Eier und Dörrpflaumen, Mais und Weizen getan ist, wird von beiden Partnern ein Ausschuß gebil­det, der nicht nur für die Vermehrung des Han­delsverkehrs in bekannten Bahnen sorgen, sondern gleichzeitig produktionstechnische Anpas­sungen an die Marktbedürfnisse anbahnen kann. Deutschland erlangt für sein Entgegenkommen nicht nur die volle Meistbegünstigung bei der Lieferung aller industriellen Erzeugnisse, sondern bei etlichen, die deutsche Wirtschaft besonders interes- fierenden Positionen auch die vertragliche Bindung des Zollsatzes, dazu Beseitigung einiger hinderlicher Formalitäten. Zur Erleichte­rung der Auftauung eingefrorener deutscher Dinar- Guthaben wird außerdem der deutsche Reise­verkehr nach der Küste Dalmatiens und anderen südslawischen Reisegebieten neu geregelt. Wenn auch kaum an eine Rückkehr zu den früheren Aktivsalden Deutschlands im Warenverkehr mit Süd- slawien gedacht werden kann, so ist der neue Ver­trag zweifellos geeignet, das Volumen dieses Wirt­schaftsverkehrs zu vergrößern und vielleicht auch die deutsche Rohstoffversorgung organischer zu ge­stalten.

Der VDA. im deutschen Westen.

ZurPfingsttagung anRhein,Mosel undSaar

Da die Regierungskommission des Saargebietes die Abhaltung der diesjährigen VDA.-Pfingsttagung in Saarbrücken, zu der die Stadt Saarbrücken eingeladen hatte, untersagt hat, ist die Tagung nach Mainz und Trier verlegt worden. In Mainz werden vor allem die Arbeitssitzun­gen, Frauentagung, Lehrertagung, Studenten­tagung und Hauptversammlung des VDA. stattfin­den. In Trier werden die großen Kund­gebungen der Jugend ihren Verlauf neh­men. Höhepunkt der Veranstaltungen in Mainz bil­det ein Festakt im Stadthallensaal, der ein Bekennt­nis aller auslanddeutschen Volksgruppen sowie eine feierliche Kundgebung des VDA.-Reichsführers Dr. Steinacher umrahmt von musikalischen Vor­trägen bringt. Den Höhepunkt der Kundgebungen in Trier bildet die feierliche Morgenfeier mit An­sprachen hoher Geistlicher beider Konfessionen, die daran sich anschließende Dankkundgebung an die Abstimmungsgebiete, bei der Vertreter aller deut­schen. Abstimmungsgebiete zugegen sein werden, und ein Festzug. Am Abend werden die Feuer vön allen Bergen rings um das Saargebiet aufflammen. Eine Kundgebung auf der Feste Mont Ro­yal, dem wieder ausgegrabenenRheinland­drachen" Ludwigs XIV., wird die Tagung beschlie­ßen. Die diesjährige Pstngsttagung erhält ihre be­sonders weitreichende Wirkung auch dadurch, daß die Sonderzüge der Landesverbände auf der Rück­fahrt in zahlreichen Städten bis nach Mit­teldeutschland hinein Kundgebung en abhalten, durch die sie den Geist der Pfingsttagüng, das Ge­löbnis der gesamtdeutschen Verbundenheit, weit ins Land hineintragen.

Achtung! Gaar-Abstimmung!

Ein Aufruf der Reichsregierung.

Berlin, 3.21taL (DRB.) Die Reichsregle- r u n g erläßt folgenden Aufruf:

Der Zeiftmnkt, an dem die Saarbevölke­rung nach den Bestimmungen des Versailler Ver­trages im Wege der Volksabstimmung über ihr künftiges Schicksal ent­scheiden soll, rückt heran. Der genaue Zeitpunkt steht noch nicht fest; fällig ist die Volksabstimmung vom 10. Januar 1935 ab.

Abstimmungsberechtigt ist ohne Unter­schied des Geschlechts, wer am Tage der Unterzeich­nung des Versailler Vertrages, d. h. a m 2 8. I u n l 1919, im Saargebiet gewohnt hat und am Abstimmungstage wenigstens 20 Jahre a l t ist.

An alle im Reich, außerhalb des Saargebiets wohnhaften Personen, die am 2 8. Juni 1919 im S aargebiet gewohnt haben und vor dem 11. Januar 19 15 geboren sind, ergeht die Aufforderung, sich in der Zeit von Donnerstag, den 3. Ifiai, bis Sams­tag, den 12. 2H a i, b e i ihrer Gemeinde­behörde (Einwohnermeldeamt), in den Städten auf den Polizeirevieren ihres jetzigen Wohnsitzes zu melden. Das gilt auch für Personen, die sich schon f r ü h e r als Saar- abstimmungsberechtigte gemeldet haben. Perso­nalausweise und, soweit möglich, Rach - weise über den Wohnsitz am 28. Juni 19 19 (An- und Abmeldebescheinigungen, Beschäf- tigungszeugnisfe usw.) sind mitzubringen. Wo und zu welchen Tageszeiten die Meldungen entgegen­genommen werden, wird durch jede Gemeinde recht­zeitig besonders bekanntgegeben.

Schon heute 93 Prozent der Abstim­mungsberechtigten des Saarlandes in derDeutschen Jront".

Saarbrücken, 7. Mai. <DNA.» Die Deutsche Front teilt mit: Um Unklarheiten vorzubeugen, wird nochmals bekanntgegeben: Rach kaum acht Wochen umfaßt die Deutsche Front 455 174 Mitglieder, wovon rund 92 v. h. ab- stimmungsberechtigt sind und diese verkör­pern heute schon mehr als 93 v. h. der im Saargebiel lebenden Abstimmungs­berechtigten.

Der Sonderkorrespondent desDaily Tele­graph", hillson, sandle seinem Blatte einen Be­richt aus Saarbrücken, in dem dasselbe Urteil ge­fällt wird, zu dem jeder objektive ausländische Be­sucher des Gebietes kommt. Bei der Abstimmung im nächsten Jahre werden die Einwohner ganz unzweifelhaft für eine Rückkehr zum Dritten Reich stimmen. Die Mehrheit wird über­wältigend sein.

Des Führers Dank an Saarbrücken.

Berlin, 7. Mai. (DNB.) Reichskanzler Adolf Hitler hat an den Oberbürgermeister Dr. Nei- ke s in Saarbrücken folgendes Telegramm gerichtet: Die mir durch die Stadt Saarbrücken am Tage der nationalen Arbeit zuteil gewordene Ehrung hat mich hoch erfreut. Ich nehme das Ehrenbürger- re cht d e r S a d t, die sich auch in schwerster Zeit von keiner anderen an deutscher Treue übertreffen

Sofia, 7. Mai. (DNB.) Der südslawische Außenminister I e f t i t s ch ist in Sofia zu einem offiziellen Besuch der bulgarischen Regierung einge­troffen. Der bulgarische Ministerpräsident M u - schanoff gab zu Ehren des südslawischen Gastes ein Essen, an dem Mitglieder der Regierung, Ver­treter des Königs, der Kammer und andere Per­sönlichkeiten teilnahmen. Der Ministerpräsident drückte seine Freude über den Besuch Jeftitschs aus, den er als Ausdruck des Wunsches zweier Völker ansehe, Beziehungen untereinander herzustellen, die ihrer nahen Nachbarschaft, ihrer Stammesverwandtschaft und ihren höheren Interessen entsprechen. Das bulgarische Volk hoffe, daß es in einer Atmosphäre gemeinsamen Ver­trauens möglich sein müsse, ein vollständiges Einvernehmen zwischen Bulgarien und Süd- slawien herzustellen. Außenminister I e f t i t s ch dankte für den herzlichen Empfang in Sofia. Die Herrscher Bulgariens und Südslawiens hätten den Weg gezeigt, den man gehen müsse und der den friedlichen Wünschen der beiden Völker entspreche.

Der Besuch Jeftitschs wird in der bulgarischen Presse lebhaft erörtert. Das Regierungsblatt Sname" bezeichnet den Besuch als einen ersten wertvollen Abschnitt auf dem Wege zu einer Ver­

ständigung zwischen den beiden Brudervölkern. Das bulgarisch-südslawische Verhältnis sei die Kern­frage o e s Balkans. Es fei an der Zeit, von Worten und Wünschen an eine konkrete L ö - s u n g der offenen Fragen heranzugehen. Das der Zankosf-Bewegung nahestehendeSlowo" unter­streicht, daß der Besuch Jeftitschs in Sofia der erste eines südslawischen Staatsmannes seit zwei Jahrzehnten sei. Die Bedeutung dieses Besuches könne man nur dann richtig ermessen, wenn man sich vor Augen halte, welche schicksals­schweren Jahre die Beziehungen der beiden Länder durchgemacht hätten. Es sei aber naiv, zu glauben, daß die großen Hindernisse, die die Geschichte zwi­schen beiden Völkern aufgerichtet habe, von heute auf morgen überwunden werden könnten. Auch die übrigen Zeitungen warnen fast durchweg, über­triebene Erwartungen aus die Aussprache zu setzen. Das BlattM a k e d o n i a", das Organ der maze­donischen Emigrantenorganisationen, richtet scharfe Angriffe gegen Südslawien und die übrigen Partnerstaaten des Balkanpaktes. Das von ihm verösfentlichte Geheimprotokoll zum Balkanpakt rede eine allzu deutliche Sprache für die Einstellung dieser Staaten gegenüber Bulgarien.

Kriegsmaterial fabrikatlon begünstigt und denke an die Schaffung eines besonderen Mi. litäringenieurkorps. Auch stimme' Mar­schall P e t a i n mit dem Heeresausschuß der Kam­mer über die Vorbereitung einer industriellen Mobilisierung überein. Der Konflikt zwischen Weygand und Pstain soll nach demPopulaire" so­weit gehen, daß General Weygand daran denke, den PStainschen Plan der Schaffung eines Militär­ingenieurkorps einfach zu sabotieren.

Zwischen der von dem Abgeordneten Taittin- g e r geleiteten Jugendorganisation der Patrio- t e n l i g a und der von Coty gegründeten Vereini­gungFranzösische Solidarität" wurde ein Abkommen zur Gründung derNationalen Einheitsfront" abgeschlossen.Ami du Peuple" soll die Tageszeitung der Nationalen Front werden.

Kunst und Wissenschaft.

13. Partie im Schachwettkampf remis.

Wie nicht anders zu erwarten war, endete die am Sonntag abgebrochene 13. Partie im Schach- weltmeisterschaftskampf nach insgesamt neunstündiger Spieldauer remis. Der deutsche Meister versuchte zwar seinen Vorteil zur Geltung zu bringen und unternahm einige interessante Ge­winnmanöver, die aber von dem aufmerksam spie­lenden Weltmeister pariert wurden. Dr. A l j e ch i n kam zu einem ewigen Schach, so daß der Kampf mit friedlichem Remis endete. Der 14. Partie am Dienstag werden Kultusminister S ch e m m und Reichsjuftizkommiffar Dr. Frank beiwohnen.

Reichsfingwoche des Kulturamts der Deutschen Arbeitsfront in Potsdam.

Die erste Reichsfingwoche der Deutschen Arbeitsfront und der Deutschen Studentenschaft wurde im Ehrenhof des Potsdamer Stadions mit einer schlichten Feier eröffnet. Aus allen Hoch­schulstädten waren Kulturwarte der Abteilung Musik der OrganisationKraft durch Freude" er­schienen. Nach einer Parade im Ehrenhof und dem Gesang des Horst-Wessel-Liedes marschierten die Teilnehmer in die große Festhalle. Pg. von P e i n e n vom Reichsamt Volkstum und Heimat erklärte in einer Ansprache, daß die neue. K u n st, die nationalsozialistische Kunst, von unten aus dem Volke erwachsen werde. Unter den verschiedenen Möglichkeiten, in der jungen natio­nalsozialistischen Generation Charaktere zu bilden, stehe das gemeinsame Singen im Vordergrund. In der Reichssingwoche solle echtes Volkstum gepflegt werden. Der Lagerführer und organisatorische Leiter der Reichssingwoche Pg. P a l l m a n n wies darauf hin, daß das gemeinsame Singen der Stu­denten mit den Kameraden der Arbeitsfront ein Stück der nationalsozialistischen Erziehung sei. Weil die Studenten das Volkslied als W a f f e erkannt hätten, seien sie von dem festen Willen beseelt, diese Waffe nun in die Hand des deutschen Arbeiters zu tragen. Pg. Geiger, Leiter des Kulturamtes der OrganisationKraft durch Freude", zeichnete ein klares Bild des Be­griffes Vaterland und feierte das große gewaltige Heldentum des deutschen Arbeiters. Er schloß mit dem Wunsch, daß die Teilnehmer an der Reichs­singwoche aus Potsdam die heilige Verpflichtung zum Dienst am ganzen deutschen Volk mitnehmen möchten. Die Feier klang aus mit gesanglichen Darbietungen unter der Leitung von Hänsel- I a n i z c e ck.

Ausbau der Freilichtbühne an der Bergstraße.

Rach einer der letzten Vorstellungen in Auerbach versicherte der Reichsstatthalter dem Darmstädter Generalintendanten P r a s ch, daß er auf Grund der gerade hier in Auerbach bewiesenen Leistungen gewillt sei, dem Landestheater die notwendigen Mit­tel zum vollen Ausbau der Freilichtbühne an der Bergstraße zu sichern.

Der Streit um die Echtheit der Ura-Linda-Ehronik.

Der Frage nach dem Erbaut der germanischen Weltanschauung hat sich seit langem auf die soge­nannte Ura-Linda-Ehronik zugespitzt, ein Buch, das im Jahre 1872 in Holland gegdruckt, kurz danach als Fälschung aber abgelehnt wurde und das der bekannte Professor Hermann Wirth ge­wissermaßen als Germanenbibel wieder neu her­ausgegeben hat. Dadurch ist der Streit um die Echtheit der Ura-Linda-Ehronik erneuert worden, der dieser Tage die bekanntesten Kenner der germanischen Geschichte zu einer öffentlichen wissenschaftlichen Aussprache in der Neuen Aula der Berliner Universität zusammenführte. Auf der einen Seite sprach Hermann Wirth selbst, der sich für die Echtheit der Chronik in ihrem Kern einsetzte. Darin fand er Unterstützung in dem bekannten Münchener Orientalisten, Professor Walter Wüst, der besonders aus dem altindischen Rigweda, Beweise für die Echtheit der Vorstellun­gen, wie sie in der Chronik enthalten sind, heran- uhrte. Auf der anderen Seite sprach zunächst Pro­fessor Neckel-Berlin, der die Ura-Linda-Chronik als ein friesisch-holländisches Sprachgemisch aus sprachkntischen Gründen ablehnte. Weiter Pro- fessor Friesen, der Direktyr des Landes- mufeums in Hannover, der die Chronik aus Man­gel an vorgeschichtlich bestätigenden Funden ab- lernte; dann Dr. Steche vom Kampfbund für Deutsche Kultur und zum Schluß Professor Hüb­ner - Berlin, der die Ura-Linda-Chronik als das Werk eines von den Ideen der französischen Auf- klarungsphilosophie beeinflußten Phantasten be- zeichnete, das keinerlei Quellenwert besitze. Der Leiter der oft stürmischen Aussprache, Professor Neumann-Göttingen, schloß mit dem Hinweis darauf, daß die Fragen erst im Anfang ihrer Losung standen.

Die deutsche Himalaja-Expedition Merkt auf dem Vormarsch.

Dem drahtlosen Dienst in Berlin ist folgender Bericht von der deutschen Himalaja-Expe- dltlon Merkl zugegangen: Am 30. April haben sich die 12 deutschen Teilnehmer der Expe- dition sowie die sie begleitenden zwei englischen Offiziere in Srinagar, der Hauptstadt von Kasch- mir, versammelt. Am 1. Mai wurden 500 Trä- gerlasten zu Schiff nach Sanbipur am Mularsee befördert, am 2. Mai brach Merkl mit 300 Trä­gern nach dem Tragbal-Paß auf, der 3600 Meter doch liegt. Am 3. Mai folgte die Nachhut mit 200 Tragern unter der Leitung der beiden deutschen Bergsteiger Schneider und Wieland Das Wetter ist unbeständig. An den Höhen des Hima- laja liegt sehr viel Schnee, so daß die Ueberschrei- tung der Pässe des Gebirges große Anstrengungen und Muhe kosten wird. Merkl meldet, daß die Teilnehmer und Träger der Expedition bester Stimmung sind, da die Gepäckbeförderung ohne jeden Zwischenfall vonstatten ging.

sein!

Reichskanzler Adolf Hitler!

arm

ließ, mit aufrichtigem Dank an. Das schaf­fende Volk an der Saar kann vom Tage der Wie­dervereinigung ab meiner Fürsorge gewiß

Gleichzeitig wurde dem Herrn Reichsstatthalter ein Oelgemälde des Frankfurter Kunst - malers Fritz Wucherer, Cronberg, eine Mainansicht mit der alten Brücke darstellend, als Geschenk überreicht, mit der Widmung:

Herrn Reichsstatthalter und Gauleiter Sprenger aus Anlaß der Wiederkehr des Tages feiner Ernen­nung zum Reichsstatthalter des Volksstaates Hessen von der Stadt Frankfurt am Main in Treue und Dankbarkeit gewidmet."

Kameradschaft und Treue.

Alfred Rosenberg über die Fundamente der HJ-Arbeit.

Düsseldorf, 6. Mai. (DNB.) Auf einer großen Kulturkundgebung der Hitler-Jugend im Rahmen der westdeutschen Kulturwoche sprach Neichsleiter Alfred Rosenberg über:Die kulturellen Ziele der Hitler-Jugend". Nachdem Ober­gebietsführer West Hartmann-Lauterba­cher über den kulturellen Willen der HI. ge­sprochen und Reichsleiter Rosenberg gebeten hatte, die Schirmherrschaft über eine auf der Golzheimer Heide zu errichtende H e i m st ü t t e der HI. zu übernehmen, die der körperlichen Er­tüchtigung und politischen Schulung der HI. des ganzen Reiches dienen solle, führte Reichsleiter Alfred Rosenberg etwa folgendes aus:Ihr werdet die Pflicht, unserer nationalsozialistischen Weltan- chauung hüten und schützen zu helfen, nur er­füllen können, wenn ihr von Anfang an d i e beiden Ideen von Kameradschaft und Treue nicht nur ausgenommen, sondern durch­lebt und bewiesen habt. Wenn ihr eine Heimstätte echter Kameradschaftlichkeit begründen wollt, so wird sich die ganze Bewegung darüber freuen, weil dadurch ein Ausga n g s punkt für fest ge-

Das preußische Jagdgesetz beispielgebend für das Ausland.

Der internationale Jagdrat ehrt Göring.

Berlin, 7. Mai. (DNB! Ministerpräsident Göring empfing in seinem Jagdhaus Schorf- heide den Generalsekretär des Internatio­nalen Jagdrates (Conseil International de la Chasse) Graf d ' A d i x (Paris) der in Beglei­tung des Vizepräsidenten des C. I. C. Herzog von Ratibor erschienen war. Dem Minister­präsidenten wurde von den Herren als Reichs- jägermeifter im Namen der im Internatio­nalen Jagdrat zusammengefaßten Jäger aller Län­der der Welt mit.einer besonderen Ehrenurkunde ein Ehrenwimpel (Fanion d'honneur) aCs äußeres Zeichen der Dankbarkeit für feine bahn­brechende Arbeit auf dem Gebiete des Jagdwesens überreicht.

Graf d'Adix hab hervor, daß der Internationale Jagdrat mit besonderer Genugtuung und Bewun­derung das preußische Jagdgesetz zur Kenntnis ge­nommen und es allen Staaten der Erde a l s Beispiel für die eigene Gesetzgebung empfohlen habe. Besonders müsse hervorge­hoben werden, daß im Gesetz die Interessen der Landeskultur und der Jagd gerecht gegen­einander abgewogen sind. Das Gesetz stelle die Verwirklichung der Wünsche jedes weidgerechten Jägers und Naturfreundes dar. Es fei ihm daher eine besondere Eyre, in der Schorf Heide, die wie kaum ein anderer Platz Ruhe und Frieden in sich schließe und seit altersher als das M u st e r r e v i e r für die Heranziehung eines wertvollen Wildbestandes gegolten habe, im Na­men des Internationalen Jagdrates in ver­ehrungsvoller Anerkennung dem hochverdienten Schirmherrn des deutschen Wsidwerks den Dank des Internationalen Jagdrats zum Ausdruck zu bringen.

, Ministerpräsident Göring dankte dem Grafen d'Adir für die ihm erwiesene Ehrung. Er nehme die ihm angebotene Mitgliedschaft im Jnternatio- nalen Jagdrat gern an. Die Regelung des Jagd- wesens in wenigen Ländern allein führe nicht zum Ziele, wenn es nicht gelinge, in der ganzen Welt Sjereinbarungen zu treffen, die die materialistische Auffassung tm Jagdwesen durch eine wahrhaft ideelle ersetzen. Auch die Jagd sei wie kaum ein anders Gebiet geeignet, die Völker einander näher zu bringen. Er sei zuversichtlich, daß das Verständ­nis für die Jagd durch das neue Jagdgesetz eine Steigerung erfahren werde, die notwendig sei, um )as hochgesteckte Ziel, die Erhaltung der reilebenben Tierwelt zu erreichen unb o nicht nur ben Jägern, fonbern auch bem Men- cfjen am Schraubstock wie am Schreibtisch bie ebenbe Seele ihrer Heimat zu er- chlleßen unb zu erhalten.

Der japanische Besuch in Berlin.

Vizeadmiral Matsushita vom Reichspräsidenten empfangen.

Berlin 7. Mai (DNB.) Der zu einem offi- Siellen Besuch m Berlin eingetroffene Chef bes zurzeit im Mittelmeer weilenben japanischen Schulschiffgeschwaders Vizeadmiral Matsushita äußerte sich sichtlich erfreut über die herzliche Aus­nahme in der Reichshauptstadt. Insbesondere äußerte er sich sehr erfreut über den Besuch bei b e m Herrn Reichspräsidenten. Die Un­terhaltung berührte bie beutsch-japanischen Be­ziehungen unb insbefonbere ben Aufbau von Heer unb Marine in Japan. Der Reichspräsi­dent kam darauf zu sprechen, daß der erste Organi- ator bes japanischen Heereswesens, ber preußische Oeneral Meckel (noch vor ber Jahrhundertwende) ein personlicher Freunb von ihm ge- wesen sei, unb daß er mit ihm später oft über die Einzelheiten der Reorganisation und die vorzüg­lichen moralischen und physischen Qualitäten der ja­panischen Soldaten und Seeleute gesprochen habe Der Admiral sprach sich über die geistige und löt« perlirfje Frische und das gute Gedächtnis des Reichs­präsidenten sowie über die Herzlichkeit des Emp­fanges bewundernd aus. An dem Empfang nah­men teil der japanische Botschafter N a g a i und Staatssekretär Meißner. Nach Schluß der etwa eine halbe Stunde währenden Unterhaltung ließ ich der Reichspräsident die den Admiral begleiten­den Herren, Kapitän Yen do, sowie den deutschen Verbindungsoffizier vorstellen.

Mensch ober Material?

Tiefgehende Gegensätze in der französischen Heeresfiihrnng.

(DNB Funkspruch.) Die mar- ^istlsche ZeitungLe Populaire" glaubt, über eine uefgehende Meinungsverschiedenheit zwischen dem Kriegsminister Marschall Pstain und dem Due- iräsidenten des Obersten Kriegsrates General Weygand berichten zu können. Weygand sei der Vertreter der sogenannten Effektivthese das heißt, er trete vornehmlich für die ziffern­mäßige Verstärkung des französischen Hee­res durch Einführung der zweijährigen Die n ft 3 e i t ein, während sich Pstai n zum Ver­teidiger der sogenannten Materialthese mache. Petain habe die Vereinheitlichung der

ch lasse ne herbe Männlichkeit gegeben wird. Ich übernehme mit Freuden die Schirm­herrschaft über dieses Jugendhaus und sehe Darin die Verbindung der ältesten Kämpfer der Bewegung mit der ganzen Jugend Deutschlands. Wenn die HI. aber im kommenden geistigen Ringen bestehen will, dann wird sie Leistungen vollbringen müssen. Wenn in diesem Jahr die Aufbauarbeiten auf allen Gebieten bereits sichtbar in Erscheinung treten, so wird eine kommende Zeit von uns eine Zucht fordern und eine Auslese herbei- tifjren, auf die wir uns alle vorbereiten müssen. Deutschland kann in der Welt nur politisch und ultureU bestehen, wenn es geführt wird von Meu­chen, die a u f i h r e m Gebiet eine voll- oertige ßeiftung ausz uweisen haben, und eder von euch, der in die Berufe tritt, wird diese Entwicklungsarbeit mit allen Kräften durchzuführen haben und die Idee der Pflicht als Folge des Kameradschaftsgeistes feiner Jugendzeit ansehen, rSSL®!! gegenüber der Nation ist die Kame- raDschaft des ganzen Volkes. Politisch herrscht der Purh,Dr»n f°dl-!i.5mU3 in Deutschland und sozial und mnu»« smroiri) cr ,einmaI vollwertig herrschen unh Trm T .r??n heMe hier von Kameradschaft spachen wir von unserem an?(FnU r-1" £roir ^kämpft haben und bis ans Ende weiterkampfen werden jener Fundamente sihon aus der deutschen Jugend sichtbar hervorwachsen und die zu festigen es gilt um einmal den kommenden Geschlechtern die Grund- ^ge übergeben zu können, auf denen das körn­ende tausendiahrige Deutsche Reich stehen soll.

Frankfurts Glückwunsch an -en Reichsstatthalter.

LPD. Frankfurt a. M., 7. Mai. Der Oberbür­germeister Staatsrat Dr. Krebs richtete an Den Herrn Reichsstatthalter und Gauleiter Sprenger am ersten Jahrestage feiner Ernennung zum Reichs­statthalter folgendes Glückwunschschreiben:

Hochgeeherter Herr Reichsstatthalter!

Die Stadt Frankfurt am Main blickt heute am er­sten Jahrestag Ihrer Ernennung mit st olzer Ge­nugtuung auf das Werk zurück, das sie unter Ihrer Reichsstatthalterschaft vollbringen konnte. Die Stadt dankt Ihnen für das Wohlwollen und die warme Anteil­nahme, deren Sie sich von Ihrer Seite immer erfreuen durfte. Sie gelobt Ihnen, immer ihre besten Kräfte dafür einzusetzen, daß sie ihre weitere Entwick­lung in vollem Einklang mitJhren Plä­nen nimmt und damit zu einem würdigen Glied im Gesamtaufbau des Reiches wird.

Gestatten Sie mir, mit den herzlichsten Glückwün­schen, die ich Ihnen heute im Namen der von mir geführten Stadt auszufprechen habe, auch meine persönlichen herzlichen Glückwünsche zu verbinden.

Heil Hitler!

Ihr sehr ergebener gez. Dr. Krebs, Oberbürgermeister und Staatsrat.