M- Jahrgang
Giehener Anzeiger
Zweibrücken (Pfalz) 6. Mai (DNB) Die
-roße Kundgebung der Saardeutschen ist von herr- kchstem Wetter begünstigt. Die Turn- und Festhalle,
ivn deren Balkon Reichsminister Dr. Goebbels
Gegen die falschen Propheten
Treue um Treue!
Entspannung zwischen Danzig und Polen.
Wiederaufnahme der Wirtschaftsverhandlungen.
Danzig, 7.Mai. (DRV. Funkspruch.) Die Pressestelle der Danziger Regierung teilt mit: „Die Zoll- und Wirtschaftsoerhandlungen zwischen Danzig und Pgten werden am Dienstag, dem 8.7Nai, in Warschau fortgesetzt werden. Am Freitag Halle ein Vertreter der Danziger Regierung dem diplomatischen Vertreter Polens, Minister Papse, eine Denkschrift überreicht, die begründete Beschwerden Danzigs wegen verschiedener Zwischenfälle enthielt, die sich in den ersten Maitagen in Danzig ereignet hatten. Daraufhin suchte am Samstag Minister Papee den Danziger Senatspräsidenten Dr. R a u s ch n i n g auf, der ihn zu einer längeren Aussprache empfing, worin die Beschwerden zur beiderseitigen Befriedigung geklärt wurden. Aus dem Wiederbeginn der Danzig-polnischen Dirtschaflsverhandlungen, der in der Aussprache verabredet wurde, ist ersichtlich, daß sich Möglichkeiten für eine Weiterführung der bisherigen Danzig-polnischen Politik ergeben haben.
Eine Seheimklausel des Balkanpaktes gegen Bulgarien.
Sofia, 5. Mai (DNB.) Das Blatt „Makedonien veröffentlichte ein Geheimprotokoll zum Balkanpakt, das am 17. März in Belgrad in Gegenwart von Vertretern der General ft äbe der vier Dertragsländer unterzeichnet worden
Das Reich erwartet von euch, daß ihr in den wenigen Monaten des Kampfes nicht die Verven verliert, besonnen bleibt und davon überzeugt seid, daß das Volk hinter euch fleht. Schenkt den falschen Propheten kein Gehör, gebt vielmehr den Landesverrätern und Emigranten die Quittung eurer Verachtung. Und dann seid überzeugt, daß die kurze Duld- nerzeit, die noch vor euch liegt, überwunden wird, und die Stunde nicht mehr fern ist, wo ihr heimkehrt ins große, einige, deutsche Vaterland! Die Regierung kennt eure Rot und steht ihr nicht untätig gegenüber. Deshalb stehe ich in dieser Stunde hier, um euch den Mut zu stärken und Glauben und Zuversicht über die Grenzen, die Willkür gezogen hat, mitzugeben. Man mag euch die Zeitungen verbieten — das deutsche Wort sieht in euren Herzen geschrieben! (Langanhaltender Beifall.) Man mochte euch am 1. Mai die Teilnahme am Rationalfeiertag eures Volkes und eures Reiches zu unterbinden versuchen — es wehten doch aus jedem Haufe die Fahnen Adolf Hitlers, es wehten doch die Standarten der nationalsozialistischen Revolution! Man mag Abstimmungsberechtigte mit kleinlichen Schikanen zu hemmen suchen und demgegenüber zugewanderten Enllgranten und Landesverrätern jede Möglichkeit zu agitatorischer Auswirkung geben — es nutzt ihnen nichts! Sie kommen zu spät, ihre Zelt ist vorbei. Das Saarvolk will heim zum Reich! (Stürmischer Beifall.) Und das Reich breitet seine Arme aus, um das Saarvolk wieder an sein Herz zurückzunehmen.
Das deutsche Volk an der Saar tritt in Treue zum Reich.
Eine gewaltige Treuekundgebung der Saarländer in Zweibrücken. — Reichsminisier Dr.Goebbels gelobt den deutschen Brüdern an der Saar: Treue um Treue!
Einige von ihnen haben eine gute Witterung gehabt und gingen ein paar Stunden vor dem Eklat unter Mitnahme Licker Bankdepots über die Grenzen. Nun beglücken sie euch! (Lebhafte Zurufe.) Und ihr seid in der Tat wenig darum zu beneiden. Wenn aber eine hohe Regierungskommision diese Emigranten zu ihren politischen Beratern macht, so kann man ihr nur zurufen: Es tut mir in der Seele weh', daß ich dich in der Gesellschaft seh'! (Stürmischer Beifall.)
Die Emigranten haben im Saargebiet als Zu- gewanderte gar nichts zu suchen und es ist schon eine freche Provokation, daß sie dort überhaupt das Wort ergreifen können. Trotzdem aber dürfen sie im Schuhe des Völkerbundes arbeiten, reden und agitieren. Sie stellen sich gar vor die Welt hin mit dem Anspruch, daß sie das deutsche Saarvolk repräsentieren. (Gelächter.) Die deutsche Regierung hat vorläufig kein Mittel, diesen schimpflichen Tatbestand zu beseitigen. Es gibt nur eine Instanz, die darauf eine wirksame Antwort geben kann und diese Instanz se>id ihr! Ihr könnt die Antwort geben, indem ihr den Emigranten mit Verachtung den Rücken kehrt, (Zuruf: Das tun wir auch!) um ihnen dann bei der Wahl einen Denkzettel zu verabreichen, der sie der allgemeinen Lächerlichkeit der Welt preisgeben wird.
Sieger fein, wenn ihr tapfer und zäh, besonnen, klar und zielbewuht euren Weg geht. So wollen wir denn in dieser feierlichen Stunde, da das ewige Deutschland sich mit euch und ihr euch mit ihm verbindet, die Hände und die Herzen heben, wollen rufen und schwören, daß wir zum Reich halten und niemals vom Deutschtum lassen werden. Die Parole für die kommenden Monate sott heißen: Saarland, Tritt gefaßt! Saarland, einig und geschlossen, marschiert in die Zukunft, die nach Rot und Bedrängnis auch wieder die Sonne über dieser ewigen deutschen Provinz aufgehen lassen wird. Einig und geschlossen treten wir den Marsch ins ewige Deutschtum an. Deutsch die Saar immerdar!
Zurück zum Reich!
Des Saarlandes Treueschwur.
Als der Reichsminister geendet hatte, überreichten ihm junge Mädchen im Namen des Saar- volkes eine Schale mit saardeutscher Erde. Dann verlas der Landesleiter der Deutschen Front des Saargebietes, Joseph Pirro einen Aufruf der Deutschen Front in dem es hleß: Wir sind entschlossen, alle Versuche, das Saarland zu einem politischen Handelsobjekt zu machen und
fine Ansprache hielt, liegt quer vor dem Gelände, (uf dem sich die Teilnehmer an der Kundgebung lersammelt haben, lieber die ganze Breite der Festtolle ist ein riesiger Adler mit aus- pebreiteten Schwingen angebracht. Darunter stehen ri meterhohen Buchstaben die Worte „Deutsch ist die Saar!" Links und rechts von der t»alle wehen die Fahnen des Deutschen Reiches an hohen Masten. Der große Platz U von den Teilnehmern Licht übersät. Im Gegensatz u ähnlichen Kundgebungen im Reich überwiegt iie Zivilkleidung; die von der Reichsdeutschen SA. imb SS. gestellten Ordner heben sich durch ihre |Ü niform von den Teilnehmern ab. Seit Stunden □ar das deutsche Saarvolk ununterbrochen nach Zweibrücken zur Kundgebung marschiert. — Zu Beginn der Veranstaltungen sang nach dem Bayesschen Avanciermarsch die Menge gemeinsam die fünfte Strophe des Saarliedes. Nachdem der Badenveiler Marsch verklungen war, begrüßte der Gau- piter der Pfalz, Joseph B ü r ck e l, Reichsminister br. Goebbels, der von den Anwesenden mit großem peifaU willkommen geheißen wurde.
Reichsminister Goebbels spricht zu den Gaardeutschen.
Der Minister überbrachte zu Beginn seiner Ausführungen unter brausenden Heilrufen der Menge iie Grüße des Reichspräsidenten und !es Führers, darüber hinaus aber zugleich cuch biß Grüße bes ganzen beutschen j Holkes, bas sich, wie er betonte, mit ben Saar- I länbern verbunden fühlt und in dieser Stunde vor I c Her Welt bekennt, daß die Menschen an der 'Baar (Bei ft vom deutschen G e i st e sind.
<)ie Zeiten sind vorbei, so fuhr der Minister fort, laß die deutsche Nation der Welt das schimpfliche Beispiel innerer Zerrissenheit und parteipolitischer Zerklüftung bot. Deutschland ift wieder eine ■Nation geworden.
Ihr, meine Volksgenossen und Volksgenossinnen, die ihr hier zusammengekommen seid, um das Bekenntnis zum deutschen Volkstum abzulegen, macht das Wort wahr: Deutsch die Saar, immerbar! (Brausenbe Heilrufe.) Einig und geschlossen stehen wir auf dem VodenunseresRechlsund bekennen vor aller Welt, daß keine Willkür und keine Gewalt uns von diesem Recht und seiner Verfechtung jemals abbringen kann! Gewalt und Willkür konnten nur zum Ziele kommen in einer Zeit, da Deutschland feine innere Geschlos- fenheit verloren hatte. Die Zeiten aber find vorbei, daß Deutschland nur Objekt der internationalen Weltpolitik war.
Wenn die Emigranten behaupten, wir hätten eine Willkürherrschaft gegen ben deutschen Arbeiter aufgerichtet, so möchte ich dem nur entgegenhalten, daß mir Sozialistische Arbeiterpartei nicht nur heißen, sondern es auch sind. Wir haben vier Millionen im Reich wieder in Arbeit gebracht und bann sollten wir es nicht fertig bringen, 40 000 Arbeitslosen von der Saar wieder Arbeit zu geben? Das ist für uns eine Frage der Selbstverständlichkeit und eine Frage des nationalen Prestiges! Das ift nach Rückkehr der Saar zum Reich unsere allererste Aufgabe! Wir wissen, Laß man, wenn das Saargebiet zu Deutschland kommt, die Probleme, die dadurch aufgeworfen werden, ganz großzügig anfassen muß. Und dafür find wir, glaube ich, in der Welt bekannt, Laß wir nicht kleinlich sind, daß wir die Courage haben, etwas zu riskieren. Unsere Stunde kommt! (Stürmischer Beifall.)
Wir haben in unserem Programm ohne Bindung an ein bestimmtes Bekenntnis proklamiert, daß wir auf dem Boden eines positiven Chri- ft e n t u m 5 stehen. Der Staat leiht den Kirchen, wenn sie christliche Gesinnung verfechten, seine starke, schützende Hand und betreibt selbst Christentum d e r Tat, wenn wir im letzten Winter 320 Millionen für das Winterhilfswerk aufbrachten, so- glauben wir, im Sinne unseres göttlichen Lehrmeisters gehandelt zu haben. Wenn wir erklären, daß der Priester auf die Kanzel, nicht aber auf die politische Tribüne gehört, so tun wir damit nicht nur dem Staat, sondern auch der Kirche einen Dienst. Wenn das von den mar- xi st ischen Emigranten umgelogen wird, so kann ich euch nur sagen: Schaut euch die an, die im Schafspelz umhergehen, inwendig aber reißende Wölfe sind! Wir wissen ja, daß diese „tapferen" Arbeiterführer nicht beim Volk bleiben, wenn sie es ins Unglück geführt haben.
Wir planen große Maßnahmen: Erschtte- ßung des Warndt-Kohlengebietes durch Neu - anlegung von Gruben, Instandsetzung der alten Gruben, technische Verbesserungen, Schaffung ausreichender Absatzmöglichkeiten für die Saarkoh 1 e. Die Saar wird in diesem Regenerationsprogramm bewußt eingegliedert in das große Arbeitsbeschaffungsprogramm des Reiches. Die saarländische Landwirtschaft werden wir gleichfalls durch Beschaffung ausreichender Absatzmöglichkeiten wieder lebensfähig zu machen suchen. Das gesamte Saaroolk werden wir eingliedern in das große und umfassende Siedlungswerk des Reiches, unter besonderer Berücksichtigung der im und beim Saargebiet liegenden Möglichkeiten.
So seid denn, Ihr Männer und Frauen von der Saar, gegrüßt von Eurem Volk, von Eurem Führer und von der großen stolzen Volksbewegung, die nicht nur das Volk zu sich selbst zurückführte, sondern auch das Saarvolk zu Deutschland zurückführen wird. Die Fahnen dieser Bewegung sind auch für Euch getragen worden, die 400, die sterbend über diesen Fahnen hinsanken, starben auch für Euch, und die Zehntausende, die die Fahnen mit ihrem Blut benetzten, haben auch für Euch gelitten und geduldet. _
Als Vertreter des deutschen Volkes, als einer von denen, die euren Kampf mit durchgemacht haben, fage ich euch; Ihr werdet die
(Lebhafte Zurufe: Niemals!). Man möge heute mit französischem Geld den saarländischen Grubenarbeiter von sich abhängig zu machen versuchen, möge sich bemühen, seine Kinder unter wirtschaftlichem Druck in französische Schulen.hineinzupressen — die Tatsache läßt sich nicht leugnen, daß vor dem Kriege nur ein halb pro Tausend im Saargebiet ine französische Sprache sprach und daß selbst der ehemalige italienische Ministerpräsident Nitti über die Vergewaltigung des Saargebietes sagte, daß auf 700000 Deutsche noch nicht 100 Franzosen kommen. (Lebh. Hört, Hört!)
Da gehen Männer im Lande herum, die euch Saarländern weismachen wollen, daß im Reich der Terror herrsche und es deshalb das Beste sei, d i e Fremdherrschaft des Völkerbundes auch für die Zukunft freiwillig auf sich zu nehmen. (Lebh. Pfuirufe.) Ich erspare es mir, diese schimpfliche Begründung näher zu charakterisieren. Ich entnehme aus euren Zwischenrufen, wie ihr über Liese Sorte Landesverräter denkt. Ihr schlechtes Gewissen hat sie nun ins Sa a r - gebiet getrieben und Lort versuchen sie, sich eine Domäne zu schaffen. Seit jeher waren sie keine Freunde der Wahrheit und so wie die Katze nicht vom Mausen läßt, so läßt der Sozialdemokrat nicht von der Lüge. (Stürmischer Beifall.) Nach denselben Methoden wie früher im Reich suchen sie jetzt im Saargebiet zu kämpfen. Kämen sie heute ins Reich zurück — die Regierung braucht sich gar nicht mit ihnen zu befassen, sie würden von ihren eigenen früheren Genossen totgeschlagen werden.
die einbeutiae Zugehörigkeit des Landes und Volkes zu Deutschland anzuzweifeln zunichte zu machen. Das Versailler Diktat stellt an uns die unerhörte Zumutung, im Jahre 1935, über die Frage abzustimmen, zu welcher Nation wir Saarländer uns bekennen wollen. Wir wissen alle, daß diese Frage überflüssig und heute mehr denn je mit einem einstimmigen „I a" für Deutschland entschieden ist, und auch jeder Franzose, der einmal an der Saar gewesen ist, weiß genau so, wie wir, daß es nur eine Saarbevölkerung gibt, die rein deutsch denkt, und ist sich klar darüber, daß die Abstimmung mit einer eindeutigen Niederlage Frankreichs enden wird. Diese Gelegenheit, in Uebereinstimmung mit dem ganzen deutschen Volk durch diese Abstimmung zu zeigen, daß das Saarstatut des Versailler Vertrages auf falschen Voraussetzungen beruht, ist uns willkommen. Wir bedauern aber, daß der uns auf- gezwungene Kampf um die Rückgliederung nicht zugunsten einer direkten Verständi - g u n g von Land zu Land überflüssig geworden ist und nach den Worten des Führers das letzte Hindernis einer wahrhaften Verständigung bleiben wird.
Der Wille, zum angestammten Vaterland zurückzukehren, beseelt alle deutschen Menschen an der Saar. Dieser Wille wird durch blutsmäßige und völkische Verbundenheit aller derjenigen, deren Vorfahren feit Jahrhunderten Deutsche waren, bestimmt. Das Saarvolk gehört seit über einem Jahrtausend zur deutschen Nation, und so soll es ewig bleiben! Vor aller Welt bekennen wir: Dieses Land bleibt deutsch!"
Der Treueschwur zur Mutter Germania klang in das Deutschlandlied aus. Zum Schluß sangen die Hunderttausende begeistert das Niederländische Dankgebet, sowie sämtliche Strophen des Saarliedes.
Große Beachtung in Paris.
P a r i s, 7. Mai. (DNB.-Funkfpruch.) Die Pariser Presse schenkt der gewaltigen deutschen Saarkund- gebung in Zweibrücken die Beachtung, die dem Ereignis zukommt, auch wenn sie zum Teil versucht, die Kundgebung zu verkleinern. Trotzdem geben sachliche französische Berichterstatter zu, daß der Zustromzur Kundgebung groß war und der Ordnungsdienst tadellos war und daß der Saartag eine großartige Kundgebung war. Die Rede des Reichsminifters Dr. Goebbels wird vor allem in den Ueberschriften der Berichte kommentiert. „Matin" und „Echo de Paris" kennzeichnen die Rede Dr. Goebbels als „heftig". Der „Petit Parisien" erklärt, die Rede habe nur aus Angriffen gegen die Regierungskommission und gegen die Emigranten bestanden. „Echo de Paris" verlangt, die Volksabstimmung möge aufge- schoben werden, wenn sie „im Jahre 1935 nicht regelrecht und frei vonstatten gehen könne". Der „Figaro" schreibt: Nach der gestrigen Kundgebung habe die französische Regierung etwas zu sagen.
Die nationalistische „Liberia" spricht von der Eröffnung der großen nationalsozialistischen Offensive an der Saar. — Das „Journal des Dubais" bemerkt, daß Deutschland mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln die Abstimmung vor- bereile. — Der „Jntransigeant" erklärt, daß alle Kundgebungen an der französischen Haltung, die bereits feft gelegt sei, nichts ändern könnten. Frankreich wolle, daß die Abstimmung ohne jeglichen Druck vonstatten gehe und habe außerdem berechtigte Interessen zu verteidigen. — „Paris Midi" hat sich von einem Mitglied der Deutschen Front erklären lassen, daß alle Mitglieder der Deutschen Front, deren es über 200 000 gebe, sich für eine Rückkehr z u Deutschland entschieden hätten. Das Blatt bestätigt, daß diese Auf- fassung wahrscheinlich richtig sei, da es sich auch davon überzeugen konnte, daß die Menge in Zweibrücken von Vaterlandsgeist beseelt gewesen sei.
ttr.105 Srftes Blatt M. Zchrgang Mittag, 7.MIM«
tzeimat im Bild-Die Scholle ■ Wg'BM ■ M W HZ M W W W M M ■ MW W W X M ▼ W M W M V W für Anzeigen von 22 mm
Monatr-vezugspreis: W W W W MM |Z W W W / I II ^M WWW W Breite 7 Rpf., für
Mit 4 Beilagen RM.1.95 MM W W M W MM W W M W ^W W W MM W M W M». . W anzeigen von 70 mm Breite
Ahne Illustrierte „ Wf ■ ■ W W M^^< W EL W WWÄ W 60Rpf.,Platzvorschrift oder
Zustellgebühr .. „ ■ W W ▼ W M W ▼ schwieriger Satz 25°/« mehr
KJ V Wt
W-L General-Anzeiger für Merhesfen UM
ndjten: Anzeiger Siehe» v W I • behördliche Anzeigen 6 Rpf.
grantt?rt?mmainii686 Druck unbVerlag: vrühl'sche lluiverfitätrvuch. und Steinbruderei R.Lange in Sieben.Schriftleitung unb Geschäftsstelle: Schulftrohe 1 M-ng-nabschlüff-Staffelb
Sicher ist, daß alle anderen Staaten uns an Was- en überlegen sind. In einer Beziehung aber laßt iie deutsche Nation sich von keiner anderen uber- reffen: in der Entschlossenheit, mit allen Kräften md allen Mitteln ihr nationales Leben der Welt gegenüber zu verteidigen. Dieses Deutschland der Volksgemeinschaft hat seinen inneren Glau- len wiedergefunden, und deshalb ist auch iie Frage eurer Heimkehr ins Reich nicht mehr eine Sache der Parlamente, der Parteien ober der Kabinette, die heute kommen und morgen wieder gehen müssen, sondern sie ist die Sache des ganzer) r o ß e n 6 6 M i 11 i 0 n e n - V o l k e s d e u t s ch e r Ration geworden. Wir haben deshalb allen Grund, in Beruhigung und in gesammelter Krast- eserve der kommenden Entwicklung entgegenzu- ehen. Vor allem ihr saarländischen Ar- »erter, die ihr trotz allen behördlichen Drucks lieber gekommen seid, könnt davon überzeugt sein, neben euch und hinter euch steht nicht etwa nur di° teutsche Intelligenz, st-h-n nicht etwa nur die Adligen oder die Kapitalisten — es steht hinter euch das Millionenheerder de u t s ch e n Arbeiter, di-, da sie wieder zum Deutsch, tum zurückqefunden haben, wie alle anderen guten Deutschen -ntschlosien sind, euch zum R-.ch zurück- zuholen und eure Sache zu der eigenen.zu machen. Wir alle kennen zu euch nur em Gefühl bruöer ltcher Verbundenheit, und
wir wollen euch gegenüber vor aller wett bekennen: Soweit man in anderen Fragen der Außenpolitik auch gehen mag. will oder kann, in der Saarfrage kennen wir kein Zurückweichen und keinen Kompromiß. (Brausende Heilrufe.) Saarland ist deutsch! Saarland wird deutsch bleiben! Wir werden nicht ruhen und rasten, bis die Schran- ken der Willkür, die uns heute noch tnnnen, niedergerissen find und ihr wieder als Bruder des Blutes in den Verband des Reiches zuruck- kehren könnt. Denn Willkür hat euch vom Wutterlande weggerissen. R,emand glaube, daß Schikane und Neinliche Quälerei einem deutschen Wann oder einer deutschen Frau das deutsche Gefühl und Bewußtsein aus der Brust heraus- reißen könnten.


