jenen gottbegnadeten gn Q n n geschickt hat, der in seiner einfachen klaren Sprache den Weg in die Herzen unserer deutschen Volksgenossen gefunden, das deutsche Volk aus Schande und Elend gerissen und diesem wundervollen Volk jenen Glauben gegeben hat, der dieses Volk über alles halten wird und vorwärts trägt.
Adolf Hiller ist der erste Erzieher seines Volkes. Er lebt uns alles vor, was wir tun sollen.
Er hat gerade in den letzten Wochen dem Volke gezeigt: Je größer die Not, umso größer der Führer!
Mit einer Trauerkundgebung für den verewigten Reichspräsidenten von Hindenburg und dem Lied vom guten Kameraden fand die Tagung ihr Ende.
Litauen verbietet die Einfuhr deutscher Zeitungen.
K o w n o , 4. Aug. (DRV.) Wie amtlich gemeldet wird, sind auf Beschluß des Direktors des Staatssicherheits-Departements 24 führende deutsche Zeitungen mit sofortiger Wirkung vom 3. August 1934 bis zum' 1. Januar 1935 für die Einfuhr und Verbreitung in Litauen verbaten worden. Begründet wird die Maßnahme damit, daß' die betreffenden Zeitungen dauernd beleidigende, die litauische Oeffentlichkeit aufreizende Nachrichten und Artikel veröffentlicht hätten und eine systematische Propaganda gegen die Autorität Litauens im Memelgebiet geführt hätten; der Inhalt der Zeitungen sei der „Aufbauarbeit des unabhängigen Litauen" schädlich.
Von dem Verbot werden die nachfolgenden Zeitungen betroffen: Völkischer Beobachter, Preußische Zeitung, Königsberg, Königsberger Allgemeine Zeitung, Königsberger Tageblatt, Ermländische Zeitung, Braunsberg, Berliner Tageblatt, Berliner Lokalanzeiger, Berliner Illustrierte Nachtausgabe, Der Tag, Berliner Morgenpost, Kreuz-Zeitung, Frankfurter Zeitung, Hamburger Fremdenblatt, Hamburger Tageblatt, Berliner Börsenzeitung, Neue Leipziger Zeitung, Leipziger Neueste Nachrichten, Sonntagmorgen, Deutsche Wochenschau, Deutsche'Allgemeine Zeitung, Aufwärts, Bamberger Tageblatt, Preußische Lehrerzeitung.
Eine größere Flotte für England.
Forderungen des Admirals Beatth.
London, 6.Ang. (DNB.) Der bekannte Führer der britischen Flotte im Weltkrieg Admiral B e a t t y forderte am Samstag in einer Rede in Portsmouth eine größere Flotte für Großbritannien und eine Befreiung von den „Fesseln des Londoner Vertrages". Die britische Flotte sei heute ungenügend, um den für die Sicherheit und Wohlfahrt des Britischen Reiches notwendigen Schutz zur See zu gewährleisten. Die britische Flotte werde ebenso wie in der Vergangenheit so auch in der Zukunft das wichtigste Instrument zur Wahrung des Weltfriedens sein. Heute sei die Unruhe in Mitteleuropa die gleiche wie vor zwanzig Jahren, „und dieselbe Macht verursache die Unruhe" (!). Während der letzten Wochen sei eine Entwicklung eingetreten, daß ein falscher Schritt ganz Europa in Brand setzen konnte.
Unruhen in Algerien.
Paris, 6. Aug. (DNB.-Funkspruch.) In Con - st a n t i n e (Algerien) kam es am Samstag zu ernst en Ausschreitungen, die durch das Verhalten eines betrunkenen Zuaven verursacht wurden. Nachdem 23 Personen in der Nacht zum Sonntag im Verlaufe der Zusammenstöße verletzt worden waren, glaubte man, daß die Ruhe endgültig wieder hergestellt worden sei. Die Zwischenfälle wiederholten sich aber am Sonntag. Wie jetzt feststeht, handelt es sich um schwere Zusammenstöße algerischer Einwohner und jüdischer Elemente. Algerier haben jüdische Läden .in Brand gesteckt und einige Häuser vollkommen zerstört. Aus Algier wur
den eiligst Seneaaltruppen, Gendarmerieabteilungen und Feuerwehr nach Constantine entsandt. Am Sonntagabend soll die Ruhe wieder hergestellt gewesen sein. Einzelheiten fehlen, doch spricht man von zahlreichen Verletzten und sogar Toten.
Weitere finanzielle Abhängigkeit Oesterreichs von Frankreich.
Paris, 6. Aug. (DNB. Funkspruch.) Der sozialistische „Populaire" will erfahren haben, daß die französische Regierung sich grundsätzlich für die Auflegung einer Anleihe von 3 5 0 Millionen Francs für d i e Stadt Wien
ausgesprochen habe. Die Anleche sei von der Regierung Dollfuß vorbereitet worden, sie solle von einem Konsortium Pariser Großbanken ausgenommen werden. Die Auflegung sei für den Herbst oder Winter vorgesehen.
Kunst und Wissenschaft.
Schillers „Räuber" vom Heidelberger Festspielplan abgeseht.
Wegen der Landestrauer hat die Leitung der Heidelberger Reichsfestspiele die vorgesehenen Aufführungen von Schillers „Räuber" vom Spielplan ab gesetzt.
Aus aher Welt.
„Graf Zeppelin" zur fünften diesjährigen Südamerikafahrt gestartet.
Das Luftschiff „Graf Zeppelin" ist am Sonntagfrüh 5.35 Uhr unter Führung von Kapitän Lehmann zu seiner fünften diesjährigen Südamerikafahrt gestartet. An Bord befinden sich 15 Passagiere. An Fracht werden 111 Kilogramm, an Post 160 Kilogramm befördert.
Ein Bursche Hindenburgs in Pforzheim.
Wie der „Pforzheimer Anzeiger" mitteilt, lebt in Pforzheim (Baden) ein Bursche des verstorbenen Generalfeldmarschalls von Hindenburg, und zw.ar der am 12. Dezember 1845 geborene Robert Seiler, der mit seinen 89 Jahren nach seinen Aussagen noch der einzige Veteran von 1866 aus der Pforzheimer Gegend ist. Der alte Mann ist leider ziemlich kränklich und läßt sich nur mit Mühe etwas über die Jahre, die er mit Hindenburg zusammen war, entlocken. Danach hat er an der Seite „Hindenburgs, der damals „Seconde-Lieutenant" im 3. Garderegiment bei der zweiten Armee des Kronprinzen Friedrich war, die Schlacht bei König- grätz mitgemacht. Nach dem Friedensschluß blieb er weiter bei Hindenburg, als das Regiment nach Hannover versetzt wurde. Auch den ganzen Krieg 1870/71 hat Seiler mit Hindenburg mitgemacht. Einzelheiten aus seinem Zusammenleben mit Hindenburg weiß der Greis jedoch nicht mehr.
Vater und Sohn lot aufgefunden.
Aus Krefeld wird gemeldet: Am Sonntagnachmittag wurde der 13jährige Heyer in Orbroich bei Hüls im Bett erdrosselt aufgefunden. Der Verdacht lenkte sich auf den Vater des Erdrosselten, der seit der Tat verschwunden war. Am Sonntagnachmittag fand man ihn am Hülser Bruch e r - hängt aus. Ueber den Grund der Tat ist nichts Genaueres bekannt; jedoch wird angenommen, daß der Vater aus Gram über den vor einigen Tagen erfolgten Tod seiner Frau die Tat begangen hat.
Wiesbadener Gotdwarenhändter von Franzosen verhaftet.
Französische Zollbeamte haben auf dem Bahnhof Diedenhofen den Wiesbadener Goldwarenhändler Karl Krasnobowski verhaftet.
Der Führer •
des französischen Flugzeugs „Regenbogen" zum Kommandeur der Ehrenlegion ernannt.
Der Führer des französischen Ueberseeflugzeuges „Regenboge n", M e r m o z , traf in Le Bour- get ein, wo er vom Luftfahrtminister General D e - na in persönlich empfangen wurde. Der Minister teilte ihm bei dieser Gelegenheit seine Ernennung zum Kommandeur der Ehrenlegion mit.
Eisenbahnunfall in Amsterdam. — Zwölf Personen verletzt.
In der Nähe des Weesperportbahnhofes in Amsterdam überfuhr ein Dieselmotorenzug ein Haltesignal und stieß mit einem in voller Fahrt einlaufenden Dampfzug zusammen. Einer der Dieselmotorenwagen wurde in der Flanke von dem Tender der Lokomotive erfaßt und vollständig aufgerissen. Verschiedene Abteile wurden ineinandergeschoben und die Reisenden durcheinandergewirbelt.
Zwölf Personen wurden verletzt, darunter sieben schwer. Die meisten der Verletzten haben Beinbrüche erlitten. Daß die Zahl der verletzten Personen nicht hoher ist und keine Toten zu beklagen sind, wird auf die solide Stahlkonstruktion des Dieselzuges zurückgeführt.
Drei Italiener in Brüssel von Kommunisten überfallen.
In Brüssel wurden drei italienische Staatsangehörige von Kommunisten überfallen und schwer verletzt. Die Italiener hatten als Mitglieder einer italienischen Wohlfahrtsorganisation eine Gruppe von italienischen Kindern, die zur Erholung an die belgische Küste geschickt worden lind, an den Bahnhof in Brüssel geleitet. Nach der Abfahrt des Zuges überfiel eine Bande von Kommunisten unter dem Geschrei „Nieder mit dem Faschismus" die drei italienischen Herren, die zur Stadt zurückkehren wollten. Als die Polizei eintraf, ergriffen die Kommunisten die Flucht. Die drei Italiener wurden in schwerverletztem Zustande ins Krankenhaus eingeliefert.
Steinlawine verschüttet den Schienenstrang.
Auf der Eisenbahnstrecke Aosta—Turin ging in der Nähe von Arnaz eine Steinlawine nieder, । die den Bahnkörper in einer unübersichtlichen Kurve 1 in kurzer Zeit unter Felsblöcken, Steinen und Erdmassen völlig begrub. Wenige Minuten später näherte sich in voller Fahrt ein auf der Strecke verkehrendes Schienenautomobil, das stark besetzt war. Einige Meter vor der Unglücksstelle brachte ein Bauer den Wagen zum Halten und verhinderte so ein schweres Unglück. Der Steinschlag war durch dauernde Regengüsse der letzten Tage verursacht.
Französische Ortschaft eingeäfchert.
Die Ortschaft La Haie-en-Crossac in der Bretagne ist durch ein Großfeuer vernichtet worden. Die Feuerwehren konnten des Brandes nicht Herr werden, da kein Wasser zur Stelle war. Vier Personen wurden bei den Rettungsversuchen verletzt. Ein großer Teil des Viehbestandes und der Getrside- und Strohvorräte ist ein Raub der Flammen geworden. Die Feuersbrunst soll durch einen Schornsteinbrand entstanden sein, der sich auf das Strohdach des Hauses übertragen hatte.
Eine Mutter mit ihren sechs Kindern verbrannt.
In Graul in der spanischen Provinz Huesca singen mehrere Filmrollen in einem Wagen eines Wanderzirkus Feuer, das schnell den ganzen Wagen erfaßte. Eine Mutter mit sechs Kindern kam in den Flammen um, da die Tür versperrt war. Die Mutter hätte noch durchs Fenster flüchten können, doch bemühte sie sich um die Rettung der Kinder, bis auch sie ein Opfer der Flammen wurde.
Unwetter über Dänemark.
In verschiedenen Gebieten Dänemarks ging schwerer wolkenbruchartiger Regen nieder, der große Verheerungen und Ueberschwemmun- g e n anrichtete. Am stärksten ist die Stadt Nakskov in Laaland betroffen, wo in den niedrig gelegenen Stadtteilen die Straßen unter Wasser gesetzt wurden. Das Gaswerk sowie verschiedene andere Betriebe wurden sehr in Mitleidenschaft gezogen. In
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einer Reihe von Geschäften sind große Warenmengen durch die Wassermassen unbrauchbar gemacht roorben.
Riesige Ueberschwemmungen in Persien. — 300 Todesopfer?
Die Londoner Blätter berichten aus Teheran über riesige Ueberschwemmungen in der Nähe von Firuzkuh an der Straße Teheran—Mesched. Heber 300 Menschen seien ums Leben gekommen. Ebenso seien in der Stadt Täbris große Verwüstungen zu verzeichnen.
Große Ueberschwemmungen in China. — Bisher 200 Todesopfer.
Der Fluß Pungting hat weite Gebiete der chinesischen Provinz Hupeh überflutet. Die erst? Totenliste ist nunmehr veröffentlicht worden. Danach wurden bisher 2 0 0 Leichen geborgen. Durch die Überschwemmung wurden 21 Städte unter Wasser gesetzt und insgesamt 100 000 Häuser zerstört.
Bisher 16 Tote im amerikanischen Unwettergebiet.
Die ungewöhnlichen Wolkenbrüche und G e - Witter st ürme haben in den betroffenen Gebieten Millionenschäden verursacht. Auch Verluste an Menschenleben sind zu betfagen. «In Ohio zählt man bisher 15 Todesopfer, in Wsstpennsyl- vanien einen Toten. Mehrere Städte sind ohne Licht.
Wettervoraussage.
Zwischen dem Polentief und der neuen Störung über den britischen Inseln befindet sich ein flacher Hochdruckrücken, der auch unseren Bezirk in seinen Bereich nimmt. Absinkende Luftbewegung führt daher zunächst noch zu aufheiterndem und warmem Wetter. Da aber die westliche Störung weiter fortschreitet und somit wieder kühlere Luft heranbefördert wird, ist späterhin mit dem Auftreten lokaler Gewitterstörungen zu rechnen.
Aussichten für Dienstag: Teils aufheiternd, teils Bewölkungsaufzug, warm, meist trocken, doch Neigung zu Gewitterstörungen.
Lufttemperaturen am 5. August: mittags 22,5 Grad Celsius, abends 13,8 Grad; am 6. August: morgens 12,2 Grad. Maximum 23,3 Grad, Minimum 7,6 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 5. August: abends 20,1 Grad; am 6. August: morgens 15,6 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 10,8 Stunden.
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellv. Hauptschriftleiter: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik: I. V.: Emst Blumschein, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den üorigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. VII. 34: 10100. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei
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