schäft des Habichts und des Wanderfalken als Räuber wegen ihrer „relativen Seltenheit" in Ab, rede. Er ist schon damals der Ansicht gewesen, daß lediglich das Eichhörnchen hierfür verantwortlich zu machen ist. Auch in der „Allgem. Forst- und Jagdzeitung" vom Jahre 1861 findet sich ein Hinweis aus der Feder des alten G l o g e r auf die große Schädlichkeit des Eichhörnchens. „Bloß die Eichhörnchen nicht schonen", heißt es da, „denn in der Tat fügen letztere während der Heckzeit den Bruten kleinerer Vögel durch Verzehren ihrer Jungen nicht viel weniger zu, als die Marder selbst, nur gehen sie allerdings nicht, gleich diesen, auch schon den Eiern nach." Diese Behauptung ist übrigens durch unsere Beobachtung als widerlegt anzusehen.
Da sich in unseren Revieren und Anlagen der Marderbestand gegen früher ganz bedeutend ver- ringert hat und das Eichhörnchen außer durch den Menschen heuzutage kaum eine erhebliche Zurück-
Wer im neuen Staate mitarbeiten will, wird Mitglied der NSV.
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werden eingezahlt auf Konto Nr. 4513 bei der Bezirkssparkaffe Gießen.
schraubuna seiner Dorkommensdichte zu erwarten braucht, besteht die Möglichkeit, daß es sich im Laufe der nächsten Jahrzehnte bis zur Ueberver- mehrung wird fortentwickeln können, wenn ihm nicht rechtzeitig entgegengetreten wird. Dies läßt sich jedoch nicht mit den Belangen des Vogelschutzes und des von uns angestrebten inneren Ausgleiches im Naturhaushalt einerseits, sowie auch mit den Forderungen des Jagdschutzes vereinbaren. Wir halten daher, weil Gefahr im Verzug, ein Ein« greifen des Menschen für dringend geboten. Don der Natur her ist unter den gegebenen Verhältnissen eine Abstellung des Uebels in dem wünschenswerten beschleunigten Verfahren nicht au erwarten, da das von der Vorsehung einst gewollte Abhängigkeitsverhältnis von Angreifer - Beutetier durch die Schuld des Menschen in der vergangenen Zeit zerstört worden ist. Eine sofortige Abdrosselung des Eichhörnchenschadens aber und unverzügliche Niederringung der fortgesetzten, schließlich zu einer unverantwortlichen Massenvermehrung führenden Zunahme ist daher zu einer Grundpflicht des menschlichen Natur- und Selbstschutzes geworden. Die Regierungsstellen aller deutschen Länder sind dahingehend zu informieren, daß die veralteten und zur Zeit noch in Hebung befindlichen Polizeibestimmun« gen über den Schutz des Eichhörnchens auf dem Derordnungsweg unverzüglich außer Kraft gesetzt werden.
In Hessen wird in nächster Zeit sowohl den staatlichen, als auch den kommunalen Stellen ein ausgearbeiteter Bekämpfungsvorschlag von Seiten der staatlichen Vertrauensleute für Naturschutz zugehen. Auch in den Gießener Anlagen erweist sich ein diesbezügliches Vorgehen für dringend geboten, ebenso gegen nachts herumstrolchende Katzen. Daraus ergibt sich, daß hier in nächster Zeit mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln eine Abnahme des derzeitigen Eichhörnchenbestandes herbeigeführt werden muß, um den Naturhaushalt in diesen Dingen wieder auf einen für den Gleichgewichtszustand des Lebensraumes wünschenswerten wohl disziplinierten Stand herabzudrücken. Es versteht sich aus diesen Worten heraus, daß hier also nicht einem Vernichtungsfeldzug mit dem Ziele völliger Ausrottung das Wort geredet werden soll, das mögen sich besonders jene überempfindlichen Zeitgenossen hinter die Ohren schreiben, die schon beim dritten Satz in den Ruf „Oh, die armen Eichhörnchen" ausgebrochen sind. Es versteht sich, daß in Ansehung seiner Bedeutung als Geschöpf in Gottes ferner Natur, seine Existenzberechtigung und auch seine Aufgabe, unser Bekämpfungsvorschlag dementsprechend nicht „restlose Vernichtung" heißen darf, sondern nur Niederhaltung!
Wegen Naffenschändung in Schuhhast.
LPD. D a r m st a d t, 4. Mai. Der jüdische Handelsmann Wilhelm Kahn aus F r i e d b e r g ist in das Konzentrationslagen Osthofen gebracht worden, weil er mit einem arischen Dienstmädchen geschlechtlich verkehrte und auch andere Frauen und Mädchen unter Angebot von Geld zum Geschlechtsverkehr zu bewegen versuchte.
Wirtschast.
* Herabsetzung der Deoisenhöchst- betrüge für Mai auf 25 v. H. Die Reichsstelle für Devisenbewirtschaftung hat angeordnet, daß die allgemeine Genehmigung sowie die Einzelgenehmigungen, die für Auslandzahlungen im Warenverkehr erteilt worden sind, im Monat Mai nur bis zur Höhe von 25 v. H. in Anspruch genommen werden dürfen, nachdem vorerst für Mai 35 v. H. in Aussicht genommen waren. Rembourskredite können bis zu 50 v. H. (gegen 70 v. H. im April) ausgenutzt werden.
Frankfurter Börse.
rNittogsbörse schwächer.
Frankfurt a.M., 4. Mai. An der Börse nahm die Geschäftsschrumpfung weiter zu. Unter dem großen Ordermangel und der Interesselosigkeit der Bankenkundschaft drückten die an sich nur in geringem Umfange vorliegenden Verkaufsaufträge stärker auf die Kursentwicklung, die gegenüber der Abendbörse zwar uneinheitlich, aber doch ganz überwiegend schwächer war. Die Transfer-Verhandlungen veranlassen nach wieoor zur Zurückhaltung, so daß die Kulisse nur auf ganz wenigen Marktgebieten tätig war.
Vor allem war die Neubesitzanleihe wieder rückläufig, und zwar von 16,15 auf 15,50 v. H. Altbesitz lagen dagegen wegen der im nächsten Monat stattfindenden Ziehung widerstandsfähiger und auch im Verlaufe gut behauptet. Reichsmark-Obligationen
befitzanleihe 15,75, Altbesitz 94,90, Gelsenkirchen 59,75, Harpener 88, Phönix 47,25, Rheinstahl 90 bis 90,50, AKU. 59, Betula 128,25, Daimler 43, Scheideanstalt 182, IG. Farben 128,75 bis 128,50, Gesfürel 96,75, Holzmann lagen auf die weitere Dividendenlosigkeit 1,50 v. H. niedriger (64), Schuk- kert 87,50, Zellstoff Waldhof 47,13, Hapag 19, Norddeutscher Lloyd 24,25.
Frankfurter Cb ft» und Gernüjemarkt.
Frankfurt a. M., 4. Mai. Am Gemüse- markt verzeichnete man allgemein reichliche Zufuhren, in Spinat, Spargel und Kopfsalat bestand Heberangebot. Angebot in Kohlrabi, inländischem Kopfsalat, Rettich und Radieschen nicht besonders stark. Die Preise waren bei ruhigem Geschäft allgemein rückläufig. Es erzielten: Blumenkohl, Steige 12 Stück 400 bis 550 holl., Bohnen, Körbchen etwa 8 Pfd. netto 175 ital., Erbsen 12 bis 15 span., Gewürzel gr. Bdl. 40 bis 50, Salat-Gurken (Treib) 20 bis 38, 32 bis 45 holl., Karotten 12 bis 15, Treib Bdl. 20 bis 22, Kohlrabi (Treib) 9 bis 15, Kopfsalat I 12 bis 14, II 7 bis 10, Steige 30 Stück 300 bis 450 holl., Lattich 8 bis 10, Schlüpfer 12, Radieschen Bdl. (Treib) 3 bis 4, Rettich Bdl. 15 bis 30, Römischkohl 15 bis 20, Spargeln I 26 bis 30, II 18 bis 22, III 11 bis 14, Spinat 2 bis 4, Wirsing 8 bis 9.
Bei Obst und Südfrüchte zeigte sich genügendes Angebot in deutschen Aepfeln, in Apfelsinen
und ausl. Aepfeln waren die Zufuhren reichlich. Das Geschäft nahm einen lebhaften Verlauf. Es erzielten: Deutsche Aepfel I 20 bis 28, II 15 bis 18, III 13 bis 15, amerik. Aepfel Kiste etwa 40 Pfd. rote 800 bis 1000, gelbe 1100 bis 1200, Apfelsinen blond 15 span., Blut 13 bis 17 span., Bananen, Kiste etwa 12'/r kg 650 Jam., 600 Kamerun, Erdbeeren (Treib) I 180 bis 250, II 150 bis 170, Erdnüsse 13 bis 14, Zitronen, Korb 50 kg 750 bis 800.
Mainzer Getreidemarkt.
Mainz, 4. Mai. Es notierten (Großhandels- Einstandspreis je 100 Kilogramm loko Mainz) in Mark: Weizen 20,50 (Mühlenpreis), Roggen 17,40 (Mühlenpreis), Hafer 16,75 bis 17, Braugerste 17,75, Jnduftriegerste 17,25, Malzkeime 13 bis 13,25, Weizenklele (grob) 11,40 bis 11,50, (fein) 11, Roggenkleie 11,25 bis 11,75, Weizenfuttermehl 12 bis 12,15, Biertreber 14 bis 14,10, Sojaschrot 15,55, Trockenschnitzel 10,25. Tendenz: bei kleinem Hmsatz ruhig.
Kölner Buttermarkt.
Köln, 4. Mai. Deutsche Markenbutter 126 (zuletzt 126), deutsche feine Molkereibutter 123 (123), deutsche Molkereibutter 119 (119). Landbutter nicht notiert.
Allgäuer Buttermarkt.
Kempten, 4. Mai. Deutsche Markenbutter (Tonnenware) 123 (zuletzt 123), deutsche (Allgäuer) feine Molkereibutter 120 (120), deutsche (Allgäuer) Molkereibutter 117 (117), deutsche Landbutter entsprechend niedriger.
waren geschäftslos, es wurden meist schwächere Kurse genannt. Stahloerein-Bonds gingen um 0,25 v. H. zurück.
Am Aktienmärkte gaben IG.-Farbenindustrie 0,40 v. H., Deutsche Erdöl 0,50 o. H. nach. Elektrowerte lagen durchweg bis auf Bekula, die 0,65 v. H. anzogen, schwächer, und zwar Gesfürel, Licht und Kraft und Siemens um je 1 v. H. und Schuckert um 0,75 v. H. Bergwerksaktien tendierten unregelmäßig, etwas fester eröffneten Mannesmann, Rheinftahl und Harpener, dagegen verloren Gelsenkirchen und Klöckner je 1 o. H., Stahlverein 1,13 v. H., Phönix 1,50 o. H. Erneut schwach waren Schiffahrtsaktien, Hapag bis auf 19 nach 20,50 v. H. und Nordd. Lloyd 0,50 v. H. nachgebend. Im einzelnen lagen AKH 0,50 v. H. fester, während Bemberg 1,13 v. H. nachgaben. Deutsche Linoleum verloren 0,25 v. H., Daimler 0,90 v. H. Gut gehalten waren Zellstoff- aktien, Conti Gummi und Reichsbank.
Im Verlaufe blieb die Stimmung gedrückt und die Kurse bröckelten in den meisten Fällen um weitere 0,25 bis 0,50 v. H. im Durchschnitt ab. Schifffahrtsaktien waren weiter schwach, Hapag erneut minus 1 v. H., auch Nordd. Lloyd 1 v. H. niedriger. JG.-Farben 128,50 nach 129 v. H. Auch die erst später zur Notiz gekommenen Papiere zeigten meist Abschwächungen von 0,50 bis 1 v. H., nur dement Heidelberg zogen 0,25 o. H. an und Reichsbankan- teile waren um insgesamt 1,65 v. H. fester.
Die Neubesitzanleihe erreichte mit 15,15 einen neuen Tiefstandkurs, später waren sie bei etwas lebhafterem Geschäft auf 15,35 v. H. erholt. Altbesitzanleihe und späte Reichsschuldbuchforderungen hielten sich weiterhin behauptet. Am Pfandbriefmarkt gaben die Kurse meist bis 0,25 v. H. nach, auch Stadtanleihen verloren bis 0,50 v. H. Staatsanleihen lagen nur wenig verändert. Von fremden Werten waren türkische und schweizerische Anleihen etwas beachtet.
Tagesgeld war etwas leichter und wurde um 0,25 auf 3,50 v. H. ermäßigt.
Gegen Schluß der Börse war die Stimmung etwas freundlicher, die Hmsatztätigkeit blieb aber minimal. Auf einzelnen Marktgebieten trat eine leichte Erholung ein, vor allem bei Neubesitzanleihe, die bis auf 15,95 v. H. erholt war. An den Aktienmärkten waren Farbenindustrie wieder 129, Gelsenkirchen 60,25 nach 59,50, Hapag 19 nach 18,25, Nordd. Lloyd 25,25 nach 23,50, Metallgesellschaft 80 nach 79,50, anderseits aber Bekula 127,25 nach 128,25, Schuckert 87,50 (88,25), Mannesmann 63 (63,75), Harpener 89 (89,50), AG. für Verkehrswesen 63,50 (64,25).
Abendbörse lustlos.
Die Zurückhaltung dauerte auch an der Abendbörse fort, und die Stimmung war wieder ausgesprochen lustlos. Dem immer noch in geringem Umfange herauskommenden Angebot stand weiterhin kaum Aufnahmeneigung gegenüber. Die am Mittagsschluß eingetretenen geringfügigen Erholungen konnten in den meisten Fällen nicht aufrechterhalten werden. Farbenindustrie gaben insgesamt 0,75 v. H., Daimler Motoren ebenfalls 0,75 o. H., Rheinstahl 0,25 v. H. nach, im übrigen waren die zur Notiz gekommenen Papiere meist nominell. Die erneute Ablehnung Dr. Schachts gegen eind Abwertung der Mark fand zwar Beachtung, bei der herrschenden Geschäftsstille blieb sie aber ohne Wirkung. Im Verlaufe waren Rheinstahl 0,50 v. H. freundlicher, sonst lagen die Schlußkurse meist etwas unter Berlin.
Am Rentenmarkt war das Geschäft bei abbröckelnden Kursen ebenfalls klein. U. a. notierten: Neu-
Achtel mehr auf das Eichhörnchen!
Es ist schlimmer als fein Ruf!
Von Dr. Karl Rudolf Fischer, staatlichem Vertrauensmann für Naturschutz in Kessen.
Unsere heimische Vogelwelt ist durch die menschlichen Kulturbestrebungen noch nicht bedroht genug: ein neuer Feind steht auf, den man seither als solchen nicht erkannte: das Eichhörnchen! Ihm soll daher aus notwendigen Gründen einmal eine vorurteilsfreie Betrachtung gewidmet werden. Die Notwendigkeit hierzu ist um so größer, als einmal alle Maßnahmen im Sinne des Naturschutzes und der ihm dienenden Bestrebungen von der Oeffentlichkeit kennen gelernt, verstanden und nachgeahmt werden sollen.
Zum ersten Male wurden wir auf den hohen Schädlichkeitsgrad des Eichhörnchens in unseren Waldungen im Jahre 1931 aufmerksam. In jenem Jahre war nämlich die akademische Dogelschutzanlage im Gießener Forstaarten ins Leben gerufen worden, eine Beobachtungsstelle, die als Kontrollstation für die Prüfung der biologischen Bedeutung des Vogelschutzes im Allgemeinen und des künstlichen Nist- materials im Besonderen für das Land Hessen eingesetzt war. Schon im ersten Jahre ergab sich bei der in kurzen Abständen vorgenommenen Nachprüfung, daß fast alle Brutstätten in ausnahmsloser Reihenfolge rings um das Flugloch beschädigt waren. Der kranzförmig angelegte Erweiterungsversuch ließ zunächst einen Verdacht auf Gevatter Specht aufkommen, der die Höhlenrinden nach allerhand holzlebendem Gewürm abgesucht hatte. Doch wurde der Fall kriminell, als sich bei näherer Weiterbeobachtung herausstellte, daß nur solche Höhlen beschädigt waren, in denen sich eine Brut befand, während die leer gebliebenen Kästen keine Schadspuren zeigten. Die Mitoder Alleintäterschaft des Spechtes konnte nicht mehr auftechterhalten werden. Wer aber hatte es geschafft? Der Verdacht nahm eine gewisse Verdichtung und Richtung an, als eines Tages bemerkt werden konnte, daß fast alle höhlenbrütenden Singvögel auf das Eichhörnchen „haßten", sobald es sich irgendwie in der Nähe ihrer Höhle zeigte, und daß dann regelmäßig ein richtiggehender Auflauf unter den benachbarten Vögel zustande kam. Zunächst versuchte man, die gefährdeten Höhlen samt der darin geborgenen Brut dadurch zu schützen, daß man Blechbeschläge um die Einflugsöffnung legte, und zwar so, daß die scharfen Kannten nicht den schlüpfenden Vogel schädigten. Jedoch erwies sich dieser Gedanke als aussichtslos, nachdem festgestellt war, daß kurz danach zwei Nistkästen über der Bodensohle durchgebrochen waren und aus dem ovalen, hühnereigroßen Loch die Brut gewaltsam herausgezerrt worden war, so daß das Nistmaterial noch aus der Deffnung hing. Eine sehr genaue Nachforschung nach dem mutmaßlichen Täter lenkte nun endgültig den Verdacht auf das Eichhörnchen, das sich übrigens im Gleichfluß mit der Vermehrung der Singvögel ebenfalls in dieser Zeit zahlenmäßig im Garten ausgebreitet hatte. Es zeigte sich einwandfrei an den beschädigten Stellen, daß es sich um Schleifspuren von Nagezäh - nen handelte, so deutlich ausgeprägt, daß man mitunter einen regelrechten Stählen kränz wahrnehmen konnte, der sich von den wahllosen, unsym-
taube" hin und stellt entschieden die einzige Täter-nachmittag fleidjlofien
Sprechstunden der Redaktion.
11.30 bi« 1230 Uhr. 16 bi« 17 Uhr. Samstag
metrischen Hackspuren, wie sie beim Entfernen von Spänen durch den Specht entstehen, einwandfrei unterscheiden ließ. Ich habe diese Stellen einer Reihe von Fachleuten vorgeführt, die unabhängig von meinem Urteil sofort auf die gleiche Täterschaft schließen konnten.
Abgesehen von der höchst unliebsamen Beschädigung des Nistmaterials und der fortgesetzten Störung der Dogeibruten durch das Benagen der Höhlen ist das Eichhörnchen ebensowenig wie streunende Katzen in Einklang mit den Bestrebungen des Vogelschutzes zu bringen, weil es tatsächlich, wie wir beobachtet haben, Eier und Junge der Vögel nach Raubtierart frißt. Um nun ganz sicher zu gehen und uns ein objektives Werturteil aufgrund von Tatsachen zu bilden, haben wir uns die Mühe gemacht, die wissenschaftliche Literatur durchzusuchen und die anderwärts gemachten Erfahrungen mit unseren Befunden zu vergleichen.
Aus Band VIII (1926) und Band XI (1927) des „Jahrbuches fyr Jagdkunde" ergeben sich folgende Zusammenstellungen: Jung berichtet 1926 vom Ausplündern frei ständiger Jagd-Vogelnester durch Eichhörnchen. Dem Hebelstand wurde durch vermehrten Abschuß abgeholfen, so daß „im nächsten Frühjahr ein Haselhuhngesperre auskam". Also auch regelrechter Jagdschaden kommt vor. 1927 wird von der Plünderung der Legenester im Hühnerstall berichtet, ein andermal wurden fünf Hühnereier im Schlupfwinkel des Eichhörnchens gefunden. Ein Eichhörnchen raubte „die Kücken aus der Bucht". Ein weiteres „springt einen dem Nistkasten zufliegenden Star an, verfehlt ihn aber", wieder eins holt „Eier aus dem Taubenschlag", ein anderes hat eine „Jungdrossel geraubt" und ein letztes das Nest einer „Brutschnepfe zerstört". Von einer Beschädigung der Nistkästen und Ausräube- rung der Höhlen ist nach diesen Quellen allerdings bislang, d. h. in neuerer Zeit, noch nicht bekannt geworden. Wohl aber besteht in der alten forstlichen Literatur ein Hinweis über das Verhalten des Eichhörnchens. Aus der Feder des Altmeisters der deutschen Frostzoologie, Geh.-Rat Prof. Dr. A11 u m. Er schreibt in der „Zeitschrift für Forst- unb Jagdwesen", Jahrgang 1878, über „Eichhörnchen am Nistkasten" etwa folgendes: Er hatte zu Versuchszwecken im Stadtforst von Eberswalde 1868 100 Nistkästen aufgehängt, die allesamt sehr gut besetzt waren. Bis zum Jahre 1875 aber war der Bestand der Höhlenbrüter auf 12 zurückgegangen. Beim Nachforschen nach der Hrsache bemerkte er, daß „von unten her eine schiefe Erweiterung des früher kreisrunden Loches" eingetreten war. Bei genauer Hnterfuchung stellte sich heraus,daß, wie dieNagezahn- spuren im Holz ganz unzweifelhaft bewiesen, bei allen ohne Ausnahme Eichhörnchen als Zerstörer in Frage kamen. Weiterhin erinnerte Altum an die auffällige Erscheinung, daß sich die Höhlenbrüter, „deren Fluglochweite ein Eindringen des Eichhörnchens ins Innere der Höhle gestattet, nur schwach vermehrten". Er verweist auf die stets seltener werdenden Bestände von Schwarzspecht, Blaurake, Hohl-
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse
Die hinter den Papieren angeführlen Ziffern geben die Hohe der zuietzi beschloßenen Dividende an. - Reichsbankdiskoni 4 v. H Lombardzinsfuß 5 o. H.
5,656
47,30
10,44
65,98
81,22
34F
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. HL
3,053 169,87
61,31 57,16 66,02
12,805 0,582 2,499 58,56 21,35 16,54 81,24 34,31 81,80 0,757 0,213 5,676
11,65
Wien.......
Prag.......
BudapeG ... Sofia......
Holland .... Oslo.......
Kopenhagen. Stockholm... London .....
Buenos Aires Neuyorl.... Brüssel.....
Italien.....
Parts ......
Schweiz .... Spante».... Danzig.....
Japan ......
Rio de Ja». . Jugoslawien. Liitaho» ....
~Zrlel 2,467 58,52 57,21 12,79 16,52
169,79
21,32
64,21
Sranttun u. l’l
Berlin
Schluß« hird
Schluß!. Abend» börse
Schluß» hu<
Schlußk Mittag» börse
Datum
3-5.
4.5.
3.5.
4-5-
6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927
94,5
94,5
94,75
94,13
6% cfcem.7% Dt. Retchsanl. v. 1929
99,9
90,25
99,9
100
100
t>¥i% Boung-Anleihe von 1930 ..
Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit
90,25
90,6
AuSlos.-Rechten ..........
94,75
94,9
94,65
94,9
Desgl. ohne Auslof.-Rechte......
6% ehem.8°/, Hess. Bolköstaal 1989
16,15
15,75
16,05
15^8
(rückzahlb. 102%) ..........
93
93
93
92,9
6% Hess. Landesbank Darmstadt
91,25
Gold R. 12 ..........
91,25
M ,25
6y»% Hess. Landes-Hypothekenbank Darmstadt Ltyut.........
90,25
90
Oberhessen Provtnz-Änleihe mü
Auslos.-Rechten .......
Deutsche Komm. Sammelabl. An-
94
94
—
—
leihe Serie 1 mü Auslos.-Rechten 6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank
93,2
93,2
—
93,5
Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935
•% ebem. 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936
91,25
91,25
91,25
91,25
—
—
*
—
654% ehem. *¥i% Franks. Hyp^- Bank-Ltqu.-Dsandbrtese.......
90
90,5
6Vi% -hem. <y,% Rheinische
Hyp.-Bank-Ltau.^Soldpfe.....
<% ehem. 8% Pr. Landespfand» briefanstalt, Pfandbriefe R. 19
90,5
90,25
—
—
94,25
94,25
94,25
94,25
6% ehem. 7% Pr. Landespfand.
briefanstalt. Pfandbriefe R. 10
94
94
94
94
Steuergutfch. Berrechnunaskur» .
97,9
97,9
97,9
97,9
i% Oefterrelchtfche Goldrenle...
22,5
24
23,25
24
4,20% Oesterretchische Stlbcrrenkr
1,15
1
——
0,90
4% Ungarische Goldrente .......
7,25
7,15
7,3
7,15
7,25
7,35
7,5
7,35
4% Ungarische Staatsrenw v. 1910
*Vi% deSgl. von 1913 .......
7,25
7,13
—
7,35
6% abgest. Soldmextkaner von 99
8,13
8,13
8,13
1 -
4% Türkische Zollanlethe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Auleihe
,65
6,75
Cdt 1 -irmtutimiMmi
6,65
6,65
■B
Franklun a. M
Berlin
Frankfurt a. M
Berlin
Schlußkurs
Schlußk. Abend» bU
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Schlußk. Miliag- börse
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Schluß!. Abend» börse
Schlußkurs
Schlußk. Minaa» börse
Datum
3.5.
4-5.
3.5.
4.5.
Datum
3.5.
4.5.
3-5.
4-5.
4% desgl. Seite II .
6,65
6,6
—
6,6
Mansfeld« Bergbau ..
....... 0
69,75
_
68,5
67,25
6% Äumän. vereinh. Rente v. 1903
4,25
4,25
3,75
4,25
Kokswerke ......
....... 0
93,25
48,25
92,25 47
4^%Rumän.oereinh.Rentev.l913
7
7
7,25
Phontr Bergbau .....
Rheinische Braunkohlen
.......0
48,5
47,25
4% Rumänische vereinh. Rente ..
3,8
3,65
—
3,8
..... 10
216
218
215,5
218,4
814% Anatolier .......
30
30,13
—
30
Rhetnstahl........
.......0
90
90,5
90,25
90,25
Bereinigte Stahlwerke.
.......0
40
41
40,25
vamvurg-Amertka-Paker .....o
Hamburg-Südam. Dampfschiff. O
20,5
19
20,4
21
19,4 21
Ctaoi Minen .....
.......0
13,5
103,2
13,65
105,5
13,5
104,5
13,65 105,5
Kaliwerke Aschersleben.
.......6
Hansa-Dampsfchtfs .......o
—
Kaliwerke Westeregeln .
.......6
107
105,5
105,5
105,5
Norddeutscher Lloyd .........O
■ 25
24,25
25,25
24
Kaliwerke Salzdetfurth
.....1Y.
140
137
137,9
AG. für Verkehrswesen Oh. .. ö
64
63
64,13
63
Berliner Handelsgesellschaft ... *
Tommerp und Privat-Bank ... 0
85,25 41
85
40,5
85
41,25
85
40,5
g. G. Farben-Judustrte Scheideanstall........
.......7
....... 9
129,4
182,5
61,5
53
80
128,5
182
60,75
53
80
129,4
129,25
Deutsche Bank und conto»
Goldschmidt .........
.......0
61,5
53
80
60,25
53
80,5
Gesellschaft................o
Dresdner Bant..............o
55
59
52,5 58
55
59
52,5
58
Rütgerswerke ........
Metall gefellschaft......
.......0
....... 0
Retchsbank 12
146,5
147,22
147,25
'BbtltDD fwUmann ....
....... 0
65,5
102
64
102,25
65,75
65,13
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23,65
23,65
23,65
23,4
Zementwerk Heidelberg
......°
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Lickst und Kraft -
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LPn'sche Elektrizität ....... 6
od)udert & Po .
128
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128,25
96
128,13
97,25
128,4
96,25
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115
115
-
-
102,25
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102,25
101,75
Schultheiß Patzenhof«
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—
102,75
100,25
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54
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54,5
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53,5
96,5
Aku (Allgemeine Kunstseide) .. O
Bemberg .................O
58
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59
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59,75
65
59,25
63,75
91,75
—
95,75
—
Zellstoff Waldhof .....
.......0
47,25
47,13
47,5
47
Siemens L Lalsk« ,
89
87,5
89
90,25
Zellstoff Aschaffenburg
.......0
40
40
40
39,75
133
115
132 115
133
117,5
131 116,25
Dessau« GaS .......
....... 7
44,25
55,25
—
122
122
Daimler Motoren.....
Deutsche Linoleum....
....... 0
.......0
43
55
44,13
55,25
43,75
54,75
Buderus ........ n
72,75
111,5
72,13 110,75
59,75 88
73 111,75 61,25
90
71,5 110,25
59,65 88,25 70,13 137,5 110,5 60,25 62,75
Otenftdn & Koppel ...
Leonhard Tietz .......
.......0
62,75
17,9
158,5
173
141
23,25
WM
62 17,65 158,5 172,5 140,25
Deutsche «AM .........4
.......0
18
17,5
158
173
140,5
Gelsenkirchen«............. 0
61
khade...............
.......10
158,5
harpener ........ 0
p°elch Eisen—»dln-Reuessea .. O
Lonri-Gummi .7......
V.V.V.. 0
141,5
Ilse Bergbau ........... g
3lfe Bergbau Genüsse....... 4
110,4
110,65
110,9
63
63,75
I 2 170,5
Klöcknerwerke ................
^"rtmmin-Wfihmr 0
62,5
63,5
61
63
Mainlraftwerke Höchst a.®4
Süddeutsch« LEr ......... 0
170^5
-
170
3. Mai
4.Mai ,
Amtliche Notierung
Geld l 3rie
Amtliche Notierung
Geld | Srie
5,629
47,20
10,41
5,641
47,30
10,43
5,644
47,20
10,42
3,047
3,053
3,047
169,48
169,82
169,53
64,09
64,21
64,19
56,99
57,11
57,04
65,73
65,87
65,88
12,755
12,785
12,775
0,583
0,587
0,578
2,495
2,499
2,495
58,42
58,54
58,44
21,29
21,33
21,31
16,50
16,54
16,50
81,02
81,18
81,08
34,25
34,31
34,25
81,66
81,82
81,64
0,755
0,757
0,755
0,212
0,214
0,211
5,664
5,676
5,664
11,61
11,63
11,63
Bantnoten.
Serlin, 4.Mai
Geld
Amerika»tsche Noten..............
2,447
Belgische Noten..................
58,28
56,99
Englische Noten .................
12,73
16,46
Holländische Noten...............
169,11
Italienische Noten................
21,24
Norwegische Noten ..............
Deutsch Oesterreich, i 1OO Schilling
64,02
Rumänische Noten ...............
—-
Schwedische Noten...............
Schweizer Noten.................
65,72
80,90
Spanische Note,.................
34,11
p "Kusche Stotts__________,,„w


