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Samstag, 4-August 1934

184. Jahrgang

Nr. 180 Erster Blatt

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Sietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Der Geist -er Volksgemeinschaft. Don Michsminister des Inneren

Das Grab des Feldmarschalls.

Tannenberg 19141934.

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Hindenburg und Tannenberg das Ian diesem Erinnerungsmale stets innerer Hader / . -- , r rx........r ttn r. n hör 11 rh Oll O hlP

Reich ; seinem

sind zwei Worte, deren bloßer Klang schon urdeut­sche Herkunft verrat, zwei Worte, die zusammen­gewachsen sind zu einem einzigen Begriff: d . u t sches Heldentum; zwei Worte, die ein Stück Weltgeschichte bezeichnen. Sie umschließen Leben und Tod: das Leben der Nation durch

zerschellen; es sei eine Stätte, an der sich alle die Hand reichen, welche die Liebe zum Vaterlande beseelt und denen die deutsche Ehre über alles geht. Mit bitUm Wunsche öffne ich die Pforte zum Tan- nenberg-Nationaldenkrnal ' Der Wunsch des Gene- ral eldmarschall^ ging in Erfüllung.

Sechs Jahre später! Am 28. August 1933 nahm Hindenburg von Reichskanzler Adolf Hit­ler, dem Führer des nunmehr in allen seinen Ständen und Schichten geeinten deutschen Volkes, den Dank der Nation für seine unvergeßlichen Taten in Krieg und Frieden entgegen. Eine tiefe

nen, als durch den gemeinsamen Vorsatz zur Einigkeit in Liebe und Treue zum V a t e r l a n d e und durch den alten Soldatenruf, der einst auch über dieses Schlachtfeld brauste: Deutschland hurra, hurra, hurra!"

Seitdem ist fast ein Jahr verstrichen. Der Mor- gen des 7. August 1934 dämmert herauf. Die Wahlstatt von Tannenberg empfängt aus den Han- den trauernder Soldaten den großen Toten, der ihr nun für ewig zugehören wird. Drei Hurras steigen zum Himmel empor.

Hindenburg und Tannenberg!

Dienstag eine Minute Vertehrsstille und Arbeitsruhe.

Berlin, Z. Ang. Zn Ehren untere*

toten Reichspräsidenten Generalseldmarfchalls von Hindenburg werden am Dienstag, 7. August, um 11.45 Uhr der gesamte Verkehr und alle Arbeitsstätten im Deutschen Reiche ei ne Minute ruhen. Die Kirchenglocken läuten von 11.45 bis 12 Uhr Trauergeläut

fiter wird Reichspräsident von Hindenburg seine letzte Ruhestätte ftnden.

Das Tannevb erg-Nationaldenkmal, in dem der verewigte R-ichsprästdent und General.

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die Toten bet großen Schlacht. Deshalb indet nun Hindenburg in Tannenberg seine ewige Ruhe. Inmitten seiner gefallenen Sol­daten, die er zum Befreiungskampf ührte , schläft der Feldherr den ewi- ge n Schlaf. Die Wehrmacht, die er dem neuen

zuführte, begleitet ihn in Trauerparade auf letzten VZeg.

Eine klare große Linie führt vom 3afyre 1914, in dem auf den Feldern des vom Feinde heimge- suchten Ostpreußen der Ruhm Hindenburgs begrün­det wurde, zum Jahre 1934, m dem ber ÖJWrr nach nunmehr zwanzig Jahren zum letzten Mal die Stätte aufsucht, die seinen Namen und den Deutschlands groß gemacht hat. Dreimal hat in der Zwischenzeit der große ernste Mann den heiligen Wen bettetet in dem seine Kampfgefährten von 1914 ruhen. Es galt der Errichtung des Natwiwl- denkmats, das die Station dem Andenken der Ge­fallenen des Weltkrieges widmete. »ntenburg bat sich selbst das gewaltige Grab gebaut das als un- vergängliches Mahnmal das deutsche Volk m sein

Reichspräsident von Hindenburg auf dem Totenbett. Hauptleute des Reichsheeres halten die Totenwache.

glückliche Ruhe strömen seine Worte aus, mit denen er dem Führer seinen Dank für die Schenkung des Preußenwaldes und der Domäne Langenau aus­sprach:Heute wird mir auf diesem Schlachtfelde eine Ehrung zuteil, der gegenüber ich zuerst er­klären möchte, nur meine Pflicht getan zu haben. Ich nehme diese Ehrung an, nicht meiner Verdienste wegen, sondern weil ich in ihr ein Symbol für die feste Verbundenheit meiner Per­son und meiner Nachkommen mit dem alten preußischen Heimatboden er­blicke." Und bann zum Schluß wieder die Mahnung des deutschen Helden zur Einigkeit:Ich glaube, daß wir diese Feier nicht würdiger beschließen kon-

Or. Wilhelm Frick.

Mit dem Nationalsozialismus ist keine gewöhn­liche Partei an die Macht gekommen, die aut dem Boden der Tatsachen steht" und alte Gegebenheiten einfach verwaltet; es ist vielmehr eine neue'Jdee zur staatsbeherrfchenden Kraft geworden, die bereit und imstande ist, dem deutschen Volk ein neues Ge­präge zu geben.

Der Nationalsozialismus beschränkte sich nicht auf ein Teilgebiet des Volks- oder Staatslebens, son­dern wirkt sich auf alle Lebensäußerungen, auf die Wirtschaft ebenso wie auf die Politik, auf die Kunst genau so wie auf die Literatur aus.

Eine der grundlegendsten Erkenntnisse oes mensch­lichen Lebens ist die, daß wir in Gegensätzen und Spannungen leben, daß alles Leben Kampf ist. Das bedeutet aber nicht, daß die nationalsozialistische Bewegung etwa Kampf und Krieg um ihrer selbst willen predigen würde; im Gegenteil! Gerade an den Taten des Nationalsozialismus kann man ebenso die Richtigkeit seiner Grundsätze beweisen, wie man bei den Aeußerungen des Marxismus des­sen Irrtümer und Unwahrheiten nachzuweisen Ge­legenheit hatte. Wie war es benn ?

Während der Marxismus vorgab, den Frie- den nach innen und außen zu wollen, führte er den Klaff enkampf und Bürgerkrieg mit Bomben, Schuß- und Stichwaffen, oder mit Streiks und Terror. Arbeiter- und Unternehmerverbände standen in ewigem Krieg und waren bei jedem An­laß bereit, die Betriebe stillzulegen und damit die nationale Produktion um Millionen- und Milliar­denwerte zu schädigen. Wie viel ungezählte Einkom­men der Arbeiter wurden oft wegen geringfügiger Lohndifferenzen aufs Spiel gesetzt, wieviel Haß wurde aufgehäuft! Und das Ergebnis für die Arbei­ter? Wir' kennen es alle, es hieß: Not und Elend, ArbeitslofigkeitundVerzweif- 1 Uj)er Marrismus hat den deutschen Arbeiter um keinen Schritt dem vielgepriesenen Sozialismus ndnnbfleibnabderl Außenpolitik? Gewiß, die Marxisten haben vomFrieden" viel geredet, aber sie hechen mit ihrer Erfüllungspolitik, mit ihrer Zersetzungs­arbeit in Volk und Staat die Feinde des Reiches nur begehrlicher gemacht. Ein schwacher Staat wird immer'die größte Gefahr darftellen, denn er bietet seinen Feinden den größten Anreiz, sich seiner unge- schützten Gebiete oder seiner Bodenschätze zu be-

3U1924betrat^ General,eldm°r,chall zum ersten Mal seit der großen Befreiungsschlacht wieder den Boden von Tannenberg. Sem Harnmerspruch^bel

b?ne®e"ä4tm5te^V'DUrbe®eben6cnn äuT ernsten Mahnung, den kommenden Geschlechtern zur Nach-

Gegner.jj\.\ » ftrieae weisen mir, weist

Sroßten a^^ Schichten einmü- das deu,ch° V°lk "^enl-men ;

kl« zuruckl W fÄU\ani>. Der Krieg war

n7 Ä K1: te-^ü^At-rlanbes^sgezo. hPutfdiV fieer das Schwert geführt. UHrhL?nh ist jederzeit bereit, dies vor Unpartei- iZÄkttern* nachzuweisen! In den zahllosen Gra- Sn deutschen Heldentums sind, bern, welche Zeiten P^teifär-

bungen Sie waren damals einig in der Liebe und Treue Lum gerne injEtz BaterlgB, Darum möge

So war die marxistische Wirtschaftspolitik ebenso wie die Folgen ihrer Außenpolitik nichts anderes als -Schaffung der Voraussetzungen für Klassen­kampf und Bürgerkrieg!

Ganz anders der Natlonal,ozialis° m u s ! Für ihn hat das Wort vom Kampf einen ganz anderen Sinn. Er kämpft für die Bewegung, um mit ihr den Arbeitsfrieden in den Be­trieben zu verankern, er kämpft gegen den S kra­ße nt er ror, um Frieden, Ruhe und Ord­nung auf den Straßen herzustellen, er kämpft gegen die Arbeitslosigkeit, um Arbeit und Brot zu schaffen, und er kämpft für ein starkes und einiges Deutsches Reich, um den Frieden ( d e s Landes zu sichern.

Der Kampf des Nationalsozialismus hat einen positiven Sinn er soll zur E n t falt ung aller Kräfte und zu Frieden fuhren. Er soll die Gegensätze und Spannungen m der Wirtschaft, im Volk, im Geistes- und Kulturleben der Nation, ebenso wie jene zwischen den Volkern, nicht zum Zusammenprallen und vernichten, son­dern zur Steigerung der Kraft im edelsten Wett­bewerb führen. Wie für das Staatsleben und für die Wirtschaft, so gilt das auch für j e b e n ein- deinen Betrieb und jedes Werk!

Es kann niemals zum Segen der Gemeinschaft sein, wenn die Arbeiter auf der einen Seite und die Unternehmer auf der andern Seite sich zusam- menschließen und den nächstbesten Anlaß ergreifen um übereinander herzufallen und in wachen- und monatelangen Streiks oder Aussperrungen sich gegenseitig wirtschaftlich, fozial undseelisch> zu scha diaen! Es ist viel wichtiger und nutzt beiden Tei­len und damit der ganzen Nation viel mehr wenn das was alle Teile ernährt und fordert, geschützt und unterstützt wird: Das Werk, oon dem alle leben und mit deffen Gedeih und Verderb alte verbündens mo.

Es ist der Segen der nationalsozialistischen Re­volution, der erst in kommenden Zellen voll be­griffen werden wird, daß sie dem Wahnsinn des Kampfes aller gegen alle sowohl '" den Parla­menten, wie in den Betrieben und auf den Straßen mit der ganzen Entschiedenheit einer großen Idee ein für allemal ein Ende gesetzt hat.

Die Volksgemeinschaft hat an die Stellt des Kampfes aller gegen alle zu treten. Arbeiter und Unternehmer müssen sich tm Klaren darüber fein daß allein vom G e i st e , in dem das Werk geführt wird, und von dem, vom Betriebsführer bis zum letzten Arbeiter, alle beseelt sein müssen, zu­letzt alles abhängt.

8 (FS ist d e r G e i st, der sich den Körper baut.

Der Geist der neuen Volks- und Betriebsge- meinfebaft ist der Geist, die Idee der nationalsozia­listischen Bewegung. Die wichtigste Grundlage der nationalsozialistischen Idee ist die Erkenntnis, daß das Schicksal alle Deutschen unlöslich miteinander verbinde! Diese Erkenntnis verpflichtet uns zu opaenfeittaer Treue und zur Zufammenarbeit nach dem Leitspruch A d o l f H t 11 e r s:

Alles mit dem Volke, Alles für das

Volk!"