r beibe bleibt un Dort) bis Sfuba 'Vjr helft Ole[rf)lrr spülen John»
Mfter Brücke
fon lull <-urt) eure Koje zeigen. Dun ft "
(Es Ist nort) nie oorgekommen, ba|) Flonagan „banke" gesagt hat. Und es ist and) nort) nie uurgelunnnen, das» Mister Smith uon einem Srtjlsss- kurt) < in herrlirtns Abendesten uns ben Tisch geletzt wurde
Und al» Mister Vmith unb die kleine Paula In Havanna von Bord gingen, winkte die ganze Besatzung von der Reling herunter.
Smith war gtllcklick), die kleine Puulu strahlte, und oben aus der stand der grobe Flanogan und luchte.
Ja, bas ist vorgekoniinen.
Oer tebknöe (Kchöppe.
Bon Friedrich Rückert.
In Obern hält man Hvehgericht lieber Heben und Wul, Zwölf Vtühle sind Attgerichs Für die zwöls Schöppen gut. (Eise lind gekommen, Hon ihre Stüht eingenommen.
Der zwölfte Stuhl bleibt unberührt, Niemand braut sitzen bars; Denn'der Schöppe, bem er gehört, Ist ans Abermannedorf; Aber Abermannsdorf ist versunken, Setn Srt)öpp hött OJerirtjt bei ben Unken
Da reitet von ben elfen Ein Bote hinaus zu Rost, Der ben fehlenden zwölften Hereinlaben must. Der Bot behäit's Rost am Zügel, Den linken Fast im Bügel.
Wil dem rechten Fast dreimal Siampst er ans ben Olrnnb, Hub den Schöppen dreimal Rnsl er mit lautem Mund; ,JJu Obern Ist Schäppenarricht, Schöppe, uerfäume blrtj nlrljlr'
Da wird es unter her (Erbe laut Bon furchtbarem Vietas, Der Bot nicht vor- noch rückwärts schaut, Sandern springt aus sein Rust Und must schnell fort süh machen, Sansl i>er(rt)lhiflt ihn der Erbe Rachen.
Maueriiiihibe ui Den Berge«.
Bon Joses F r I e d r I rt> P«r k o n I g.
Streife deine Schuhe ab an der steinernen Schwelle unb tritt ein In ba» Bauernhaus, e» wirb blrtj sogleich die kühle Laube umfangen, laut kunmil der Hall deiner Stimme zurück von bem altertümlichen Gewölbe, unb ob du aus Holz gehst ober Ostrich, aus Stein ober Kotzenküpfen, du wiist immer svüren, das, bn in dem Hanse eines Herrn bist, mag er nun viel ober wenig an irdischem Gut besitzen, er ist ein Herr seiner Familie, ein Herr von Knecht unb Magd, er trügt einen ehrwürdigen Romen weiter zu seinem Sohne, dost die Schnur nicht obreistt zwischen Ahn und O nkel tileileirtjt wird dich der marine Duft bes Rauches empfangen, der von einem Feuer, einer Oil ul kommt, um dich für alle Übrigen Dinge be» Hauses za begriisten, vielleicht Irlilst du im Herbste hier in dem iSIiii zu den Früchien der Werter, Hügeln von Maiskolben und Rüben, Aevseln und Rüssen, unb es sind In einer Orte ble Kürbisse gehäuft, gDibgeto, liiubgrün und sntininnnnisniinn. n« nnnhiesi bu wohl ein wenig bei den Boten des nledersteigenden Jahres verweilen und von dem Bauern vernehmen, wie er hauset liiinltleii von Tieren, Frürtjlen und Dingen.
Sieh um blrtj, und du muht nirtjl erst Bauersleute und Gesinde fragen, deren Uhr weiterlüuft von Augenblick zu Augenblick, und Ist aurt; nur einer versüumt, bringt ihn keine Rene, fein Wunsch wieder zurück. Hier aber ist bei Herd, der Tisch, die Bank, die magst du fragen, ble • wissen dir zu berichten Der »rgrostoater mit dem Irtjneeiuelfjen Haar ist lang gegen sie, sein 11runter war noch nicht geboren, do schnitzte ein Messer die sthlonke Johrzohl in den Trainboum und bas Zeirtjen der heiligen drei Könige C M B, an einem abjeiligen Ort vielleicht auch »In I...... merk......dige Zeirtjen, rtrirtje gekreuzt, Striche gewinkelt, nie»
inund mehr weist, was sie bedeuten, und es mag sie ein völlig Ahnungsloser wohl für ein ileberbteibsei eines verspielten Messers ousehen, wenn Htm nicht ein Kriuzkopf eine seltsame Runde zuraunt.
Bom Aller ist der J rumbaum dpnkelbrouu geworden, hat Ihn nun das Schnihmeffer geschmückt oder her Malerpinsel, es hü Ilgen unsichtbare Gedanken an ihm, Gebete und Flüche, denn unter Ihm, In der grasten Stube, lügst ein gutes Teil des Lebens ab, der lei je Hall der Riten steigt zu ihm empor, unb bas Uhrwerk des Bauernjahre» klapst unter Iljin. Hier In der Stube standen Brautwerber und Hochzeitslader, hier wurde ein Handel elnneleltet ober abgeschlossen, ein Rind träumte In der Wiege, in sein Harles Dasein hinein, und ein Olrel's sonn sich an dem Kachelofen in den Tod Richt umsonst sind Herdstatt und Tlschwiukel heilige Orte wo dos Feuer Jlüflert und ein frommer Mund, wenn er anderen den Rosenkranz vorbetet. Du magst in Haus und Stall und Tenne treten, wohin Immer es dich drängt, ein guter, ein böser Geist Ist vor dir
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seine Borbitder gehabt Ehe er sie feit der gotischen Zeit mit Holz an> täfelte, ehe er die Möbel bemalte unb Zinngefchirr benützte, hat es ihn der adlige Herr auf der Burg und der bürgerliche Herr in der Stott vorgemacht. Unb bis zu dem letzten Bauern hinunter reichten diese GB bräuche überhaupt nicht Die Armut erhielt ihn echter und bäuerll", , erbljaft unb ursprünglich. Der Irdene Krug ist sein Gesäst, der nacku Winket mit bem Heiland auf bem Kreuz ist seine Hauskirche. Es söhnt ber Teusei auch den Bauern auf ben Berg unb zeigte ihm alle Herrlich kett bet Welt (Einige Abtrünnige fielen vor dein Teufel auf die Kni unb beteten Ihn an Das hindert uns nicht zu jubeln: Der Bauer II
ftandhakt geblieben.
(Es ist stets ein guter Engel um ihn, und er hat es in einem frtjmerni, mitunter gefährlichen tieben wohl nötig, feine Frömmigkeit bewahrte iijli vor Unbill und Irrtum, aber er hat Gott nicht nur auf seinen tiippei und In feinem Herzen, er umgibt sich mit seinen Bildern und ben W bem seiner heiligen Helfer, stünden sie nun unter Glas ober wären ft un ble Hauswand gemalt, In tätlichen Gebeten nähert er sich ihnen ar Gichtig, und geweihten Gegenständen gibt er ein Obdach. So ist toi Bauernjahr gleichsam durchtränkt von bem religiösen Kult, unb ble|«t wieder verbräm! von weltlicher Zutat. DaoBerhättnis zwischen Himmi und (Erbe ward oft genug vermenschlicht, sonst wäre ein Borschlag niifi möglich, wie er In einem Spruche aus bem Jahre IH14 ausgesprochen worden Ist, einer bitteren Zelt wohl, wo viele Zweifler unterwegs n* wesen sein mögen, den guten Glauben zu zerstören. Aus einer Mehttrch! sieht zu lesen: „Herr Gott last wachsen vll Korn und Wein, So toerbn wir fromm und zufrieden fein." Warum, dachte sich wahrscheinlich tei Maler ober fein Auftraggeber, worum soll man nicht auch einmal nti dem Himmel ein Geschäft machen?
Bon bem Irdischen hinwiederum fortgewendet ist ein anderer ’titri auf einer Kleidertruhe:
dort gewesen, und er wart» von den Hausleuten längst schon angebfit ober verdammt.
So früh du zu kommen scheinst, bu kommst dennoch immer zu |pu, bezähme deinen Hochmut, vor dir sind Hunderte bagewesen unb hadq eine geheime Spur ihrer Gegenwart Hinterlasten. Mist die Zellen niq mit ber armseligen Spanne deines Hebens, bu wirft schmählich unlei. liegen, denn siehe: nicht wenige bäuerliche Geräte, Dreisust unb tfeue» bock, Kessel unb Kummet, Sense und Sichel, sie sind buchstäblich jch» tauseubhast.
Rur weil dem Bauer so unendliche Zeit gegeben wat, konnte In «eben langsam wachsen zu einer edlen Frucht, öle uns spät bezaubei durch einen seltsamen Gehalt, in dem wir alle Bitterkeit und Sich dieser Welt zu svüren vermögen. Dies Ist das Wunderbarste an bei Wachstum: In Ihm wledecholl sich die sinnvolle Zucht ber Natur; u fehlt auch nicht ein einziaes Glied in der langen Kette, die durch de Jahrtausende geht, und jo brauchen wir die feierliche Ordnung du Dingen unb Werken Im Bauernhaus nicht zu bestaunen, sie konnte nlch anders fein.
Der Bauer hat, als er feine Stuben mit Hausrat anfüllte, natürll
„Sorg nicht allzusehr für mich. Denk viltnehr auch an blrtj, Denn All' da», was bu je besessen, Werden dir einst Motten fressen."
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Ich mag nlt mehr alleine schlosst 61t mich tut meine Liebst angofst
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Hast du nie einen stillen Seufzer In einem dunklen Hause gehörig Einen Wohllaut wie von einem bedrückten Herzen? Die törichten Men schm hoben ble heilige ,(eierftalt, ble Ruhestatt, die Werkstatt gefrtjänM’ do kann der Hausgeist nimmer verweilen unb er nimmt Abschied.
sprach DI), dos Ist ein
Möbeln, die nicht wollen, dost bie Menschen von iiji bas tjortjgeiürmte Broutbelt nicht wie ein Thron und
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Die bäuerlichen Dichter mögen es einmal nicht leicht geljabl ljabn>, al» man ihre Gabe erspürt hotte und sie nützte, reell bie gereimte Inschrift eine Mode geworden war, role zu einer anderen Zeit gcmaltl' Blumen und buntes Gerank, Ornamente und schöne Buchstaben in vieles« Zierat. Wenn sie auch mit erdigen Fingern mühsam den Gänsekiel je.' führt hoben mögen, ja, wenn sie ihre kleine Dichtung dem Maler nur mündlich roeltergefagt hoben follien, das Herz und die Weit haben dies Didjter gleichwohl ausgeschöpft: da lieft man an einem Brautfästchen in Gumpvldsklrrtjen. „A Weibl ohne Monn, o mein, ist grab [o rolas Fafsol öiljnl Wein." Und an einer Presse: „So Ist ble Welt elngericht, vll Bltit und wenig Frlirtjt." Wenige Jnschristen aber haben, so dünkt mich die herbe Sliste de» Sprnckjes an einem Himmelbett:
öel zur Dämmerung in so einer Bauernstube allein, sanft leuchtet dn Srtjnee zu den Fenstern herein ober ein letzter Abendglanz des Sonnen Himmel», unb bu wirft ble (elfen Tritte des Hausgeistes oerneljiuetn wenn er vom Keller zum Dartjboben emvorfteigt und tuieberfeljri. ÖH verweilt an der Truhe, ein Borvater hat sie rot, grün ober blau beinah er verweilt an dem llljrhvften, nirtjl zum altväterlichen Zisserubialt hin' ans, ja, auch ein Uhrengesicht hat seine Runzeln, und au bem Schrani verharrt er gar lange. War es nicht vor diesen gelben Sonnenblumen! vor dem roten Mohn und ben grünen Halmen, reo ein Jüngling b<» Geschlechts, bos nun seit drei ober vier Jahrhunderten in diesem Hous»! wohnt, leinen Arm um ein Mädchen legte und etwas In sein Dl)ii fprartj Dl), do» Ist eine wunderbare Liebe inmitten von ehrivürdigei« Möbeln bie nicht wollen, dost die Menschen von ihnen (ortflerben. 31' do» ljodjgetürmte Broutbelt nicht wie ein Thron und bie Wiege ein ein • geschrumpfter Sarg? Die Slupe will nirtjl sterben, ber Hausgeist fd)är|i dein 01) r, da st bu bas alte Blut in den Adern der Leute brausen hörji: Hub es fitzt auf einer Truhe wieder ein Junges Paar, Mund an Dljr ober Mund au Mund. Seid getrost, ihr toten, euer Name wird nldjl erlöschen.
। tzan» ThyNot, - Druck und Beklag: Brühljch, Untverlttatsdrurteret B.tiange, Gtstzra.


