f lieber
' Seit in
wie ein
••• Nitz
i grinf®
Sie wandte sich ab und griff nach dem
sollte.
Allee, einige
lulte m) n in di.
en lernt: t meinen
Meine Erkerfenster umbuschen Blumen neben Blumen und schlafen am schwarzen, tauigen Glas
— während ich spät in der Nacht für die schicksalgeschlagene Welt noch sorge und sinne.
Du sollst mit der Gesellschaft bekannt da, die du kennst."
'Oie Blumen.
Von Leo Sternberg. Blumen stehen norm Fenster und schauen mit stillen Augen durch die Scheiben herein — wenn Freunde in der Ferne in Gedanken bei uns weilen.
die Woge, die ihn lösen Parasol.
„Wir wollen in die werden. Es sind ja schon
Karlsbader Novelle.
Von Erwin Guido Kolbenheyer.
Copyright by Verlag Georg Müller, München.
(Fortsetzung.)
In ihren Augen schimmerte es, er stürzte zu ihr hin, fotzte, tief gebückt, ihre Hand und bedeckte sie mit Küssen.
„Du findest das natürlich hart, brutal", meinte sie mit trockener Stimme. „Du hast ein schönes Talent zum Familienvater, Goethe. Ich aber weih, was ich mir zutrauen kann."
Er lieh ihre Hand behutsam sinken, als wolle er sie in ihren Schoß betten.
„Dir blei . ein Recht, so zu reden, Lotte, denn man will zu viel von dir. Ich wünsche deine ganze Seele, dein ganzes Herz, ich wünsche — und die andern können das fordern. Ich werde nicht ohne deine Liebe leben. Ich habe es dir hundertmal gesagt, und es scheint mir zu wenig ost."
Sie stand aus und ging vor den Spiegel, um das Fichu zu ordnen.
Er hatte sich von ihr entfernt.
Sie sagte: „Ja, du wiederholst dich, mein Freund."
Er stand still.
„Und du wolltest es nicht hören, nicht immer wieder wissen?"
„Doch, ich will es hören und wollte es auch wissen."
Er näherte sich rasch, aber sie hatte den Blick, der ihn anhielt, bester als es stolze, kühne, wehrende Augen vermocht hätten. Ein« fast schutzlos preisgegebene Sanftmut, die jedes Maß der Liebe erschöpft hat, deren sie fähig ist! Es war unmöglich, über diese Frau mit der erlösenden Gewalt einer Leidenschaft hinwegzukommen. Zehn Jahre! Er hatte sie! vom ersten Blicke an geliebt und war im ersten Blicke an ihrer innersten Unantastbarkeit gestrandet. Da lag er wieder über stockendem Kiel und ersehnte
„Du hast von den Frankenbergs aus Gotha und den Ziegefars geschrieben."
„Und die Lengefelds; sonst noch sächsischer Adel, Polen. Die Brühls, sie hätten sich hier bester befunden als in Jena ... du mußt mir erzählen. Wie lange wird das linde im Weimarischen aushalten?"
„Sie trägt sich stets abenteuerlicher. Wieland hat ihr auf den Kopf zugesagt, datz er sie abgeschmackt finde. Der Herzog hat ihre Ueberspannt- heiten satt; sie ist auch entsetzlich mager geworden."
„Komm also. Wir wollen dann hinter der Allee auf den Chotekschen Weg zum Freundschaftssitz und zum Altar, den die gute Tina der Hygiea errichtet hat. Du weißt, was sie in den Altarslein hat hauen lassen: Ohne Gesundheit ist Schönheit nichts. — Vielleicht hat sie auch die Schönheit der Seele gemeint."
„Es ist zu vermuten. Sie ist trotz alledem nicht dumm."
Sie gingen und säst noch unter der Tür des .Goldenen Straußen' wurde Goethe einigen Bekannten oorgestellt. Man wußte von ihm und zeigte sich sehr zugetan; er fühlte, daß er Eindruck mache. Und das umfing ihn vertraut und belebend. Seine Schwere wich, er sand sich in der Anmut und Heiterkeit des vorigen Jahres wieder.
Sie gerieten sogleich in eifrige Unterhaltung. Eine kleine, lebhafte Polin überschüttete ihn mit Schwärmerei und Begeisterung im possierlichsten Deutsch; sie liebte natürlich seinen Weither. Charlotte ging mit den Herren voraus, er folgte umgeben von den Damen. Alles bewegte sich gegen die beiden Säle zu. Erft im Schatten der Alleelinden lustwandelte man zielbehäbig auf und nieder. Unter den äußeren Baumreihen wurden Pferde abgeritten; etliche Kavaliere hatten einen Teil ihres Stalles mitgebracht, und man mußte den edlen Tieren Bewegung gönnen. Goethe wurde noch an diesem Morgen mit dem vornehmsten Teil der Kurgesellschast bekannt.
Ihn brannte mehr als je der Durst nach neuen Menschen, an dem er in Weimar elend geworden war, daß selbst die Stimmen der Naturreiche, so wesenerschlossen und beglückend sie seinem Forschergeiste zusprachen, nur kümmerlich hinwegzuhelfen vermochten. Er mutzte Menschen haben können, die er austrinken konnte, sein Selbst zu überweiten. Darin verstand ihn keiner so triebhaft, und vielleicht war das der tiestte Grund ihrer Freundschaft gewesen, als der Herzog. Aber er sättige sich einer an der Seele der andern, ohne die eigene zu verschwenden!
Wusch« jauch in handeln! on „M ) will ein ier Land er Natm>
chi!"
ri er stz b „Nitz Sie ein»
lorida, ii ging ,M >en bigh- iS an bin Mosril°i ) auf L rgen. Ä i könnt!«, ielköpsiM ns üppig* iurdftbrw, Jammer!. Golf W •n NaM« Dellt, ip rüden J«‘ jertrünw weggeb11’ n. DL " rat MO pürbiglb« fen) W” teuorlean? beert «* >er Negb. iqe @<M her 2* Keilenl«’’ Delta de- ien darb, r E uöuiE ;■&
ife r g«E Ln Der#
0t, ST'(!
„> freu3eI1
er
'M
hl V& n U , fli' > ly’V (S w beb i’
quarrenden Ton in tiefstem Baß zum Besten; und wir fühlen es, überfallen von den widrigsten Quälgeistern der Natur, den Moskitos. Der Mann heißt Fey,' jein Vater kam aus Germany, ans der Gegend von Düsseldorf, er spricht kein Wort Deutsch mehr, er ist Eierhändier. — Gut! — Tausend Dank! — Good bye!
Am anderen Tag ersteigen wir eine Terrasse, und da sind wir denn — Robertscove heißt die Siedlung — in einer ziemlich geschlossenen deutschen Kolonie von etwa 40 Familien. Die Leute heißen hier: Hensgen, Heinen, Lennertz, Thewiß, Zaunbrecher, Wirtz, Reiners, Bischoff — nicht wahr, die Namen klingen rheinisch und klingen nach dem Aachener Land. In der Tat, die Einwanderung kam aus der Gegend von Geilenkirchen. Vor 45 Jahren tarnen die ersten hierher, der Antrieb war ein Geilenkirchener Priester mit Namen Thewiß in Neuorleans. Er hatte zu seinem Neffen, einem Knaben, in Deutschland gesagt: Daß du mir nicht Soldat wirst! Und als dann um die gewisse Zeit der Nesse „ziehen" ging und sofort genommen wurde, da riß er aus und kam zu seinem Onkel nach Amerika. Das war der erste. Es folgten weitere. Frau Heinen erzählt, wie sie auf einen Segelfrachter kamen, wie ein Ochscnwagen sie in die Prärie absetzte — so, nun seht zu! Alle wären sie heimgekehrt, alle ohne Ausnahme, wenn sie das Geld zur Heimreise gehabt hätten. Also hals das Jammern nichts. Man schlug im Wald Bäume und machte rohe Bretter, die Siedlergeschichte begann. Und heute sind die Leute fast ohne Ausnahme wohlhabend, der eine, 300, 400, 600, der andere 1000 und mehr „Acker", was drüben etwas mehr-als Morgen bedeutet. Damals kostete der Acker 75 Cent, heute 60 bis 70 Dollar. Den Dollar nach feinem praktischen Wert in diesem Land umgerechnet, gäbe es 120 Mark für den Morgen, der im Rheinland 1000 Mark kostet. So verwundert es uns nicht, als wir den Bruder des Pächters unseres rheinischen Gutes, der im Jahre 1912 aus der Aachener Gegend auswanderte, hier in wenn auch noch nicht ganz freiem Besitze von 400 Acker finden. Freilich, die Kriegskonjunktur ist auch ihm nützlich gewesen. In den Jahren 1918 und 1919 brachte der Sack Reis 10 Dollar, der heute nur drei bis vier bringt; denn Reis baut die ganze Gegend. Auf dieser anscheinend trockenen Land- terrasse? Aber da tagen in der Landschaft allenthalben Holzgerüste aus, Bohrtürme, und darunter befindet sich der mit elektrischer Kraft betriebene Pumpbrunnen, der aus 100 und mehr Meter Tiefe das Wasser herauf- hvlt und es in einem baumdicken Strahl auf das Land wirft. Einen Fuß hohe Dämme werden mit einem einfachen Instrument über die Felder gezogen, und zwischen den Eindeichungen bleibt das Wasser stehn. Und in ihm reift der Reis heran.
Keine Sorge, es geht den Leuten — aber nach harter, harter Arbeit, von der sie mit großem Stolz sprechen — gut in diesem Louisiana. Patriarchalisch wirkt es, wenn Vater Heinen auf der ebenerdigen Galerie seines stattlichen weißen Holzhauses steht und ins Land hinaus weist: hier nebenan wohnt und farmt mein Bruder, etwas weiter meine Schwester, da mein Aeltester, dort mein Sohn Joseph, da drüben mein Sohn Wilhelm, dort drautzen meine Tochter Berta mit ihrem Mann, 6 Meilen von hier mein Sohn Konrad, 20 Meilen von hier meine Tochter Anna — uni» so fort. 10 Meilen von hier, 20 Meilen von hier, das sind in diesem raumreichen Lande die geläufigen Bezeichnungen. Nein, niemand wünscht sich nach Deutschland zurück. Man weiß so wenig von Deutschland, daß sich herausstellt: man hat geglaubt, der Krieg habe 1917 begonnen, als Amerika eintrat in ihn. Die Eltern — sie kamen mit ihren Eltern als Kinder hierher — sprechen englisch und noch deutsch, mit Vorliebe rheinisches Plattdeutsch, ihre Kinder aber sprechen kaum noch Deutsch, und deren Kinder werden kein Wort deutsch mehr verstehen. Wes Brot ich esse, des Lied ich singe: man wohnt im englisch sprechenden Amerika.
Eine Sorge aber bedenken die alten Leute: überall im Kreise farmen Kinder, Vettern und Enkel — wie die Töchter in solchen Sippen und Ber- wandtjchasten verheiraten? So ist es denn hier zwischen all den modernsten Ackermaschinen, elektrischen Pumpen, Benzintraktoren, mit denen die Pflüge, Sämaschinen, Zahn- und Diskuseggen bewegt werden, und den Automobilen, von denen auch der kleinste Farmer eins hat, doch fast biblisch: hier farmt mein Bruder, dort meine Schwester, 3 Meilen von Hier mein Sohn, 6 Meilen von hier meine Tochter...
Und wie alt schmeckt das: auf den Farmen leben in Holzhütten, meist den ersten primitiven Holzhäusern der Farmer, die Neger ihr ,Leden für sich, abseits von den Weihen. Ich frage die Negerfrau, die ihre runde ^Gesundheit zwischen ihren sechs Kindern herumträgt, wie alt sie sei. — iJch weiß es nicht, Mama ist tot, ich glaube 36. — Und dann fragt sie, w>b es auch in meinem Lande Schwarze gäbe, die für den Weißen arbeiten; And als sie hört: nein — wer denn dort die Arbeit für den weißen Mann «verrichte. Und sie kommt aus dem Staunen nicht heraus, als sie vernimmt, Idaß dort der Weiße für den Weißen arbeite. Und dann lacht sie und ist ffroh, gewiß aus glücklichem Temperament, und wohl aud) darüber, daß Wir sie angerebet haben.
Rinderherden gehen auf der Reisstoppel. Ein ruppiges Rindvieh; man üreibt es nicht ein und melkt es nid)t, aber dem Vater Fey find neulich ün einer Nacht 60 Stück feines Viehs davongeführt worden, wahrscheinlich ®on texanischen Rinderdieben; da man sich nicht täglich ums Vieh türm Wert, ward der Diebstahl erst nach Tagen bemerkt — von Rindern und Dieben keine Spur mehr. .
Aus der Farm, auf der wir zu Gast sind, soll der kleine Wilfried rpriigel bekommen, aber er kriecht unter das Haus. Alle amerikanischen ländlichen und viele städtische Häuser, aus Holz erbaut, stehen auf «tein- •jnb Holzpfählen. Keller gibt es nicht, namentlich im Süden. Unter bq§^ Sians aber verkriechen sich auch oft die Schlangen und finden sich schon Wal in einer Schublade, z.B. die todbringende Klapperschlange, und wenn Die Männer zur Flutzeit die Dämme der Felder prüfend abfchreiten, llchlagen sie oft mit der Schippe die gefährliche Mokassinschlange tot.
Der Gastgeber bereitet uns Neulingen „Barbecue“. In einem Erdloch »rennt Holz, über das Loch ist ein Gesiecht von Gartendraht gelegt, Darauf röstet das Fleisch; es wird gewendet und mit einer Brühe von ^enf, Zwiebeln und scharfen Gewürzen bestrichen. Wahncheinuch ein ^Ites Cowboyrezept hier an der Grenze von Texas. Der Barbecue ist an9ft fertig; ick) werde stürmisch gerufen ...


