nfchutz gleich» echsel-
H nur :t ans mffell» reinem Gipfel ig auf rühren e hier Auge, st und
ie daß -ecklen- n, der voller n Ge« i über a, und übend» ndern, imernd
b und ll ent» >ektakel te tobt hatten, nt> als s del» ckelheii
Aermel r Bar» - Tiere , armen
Stunde s Sil» wölbte lernen» nd di«
. Eine mchten, Zuerst runnen n ihrer in und lchweih
>n Besitz zu, chiehen ie auf
ebener flochten
:en die iel ge- mehr, h nicht, bungs» zoldene [gefang r LusS ume —
Schuh, warten er sich hlingen r Herr iln6 so bleibt, kreuzt. : müh» ■gt hat erzählt, vorbei?
ls wir Dackel rsfrau. mnliche sten!>« len mit ch jede schönste
Neue Strömungen in der Medizin.
Von Dr. Emil Lenk und Dr. Hans Zweig, Wien,
Die Medizin befindet sich in den letzten Jahrzehnten in einem Stadium der Krisen Und Umformungen. Bestrebungen und Lehren, die vor kurzem noch als nicht naturwissenschaftlich, ketzerisch, einmütige Ablehnung erfahren hatten, drängen sich immer mehr zur Geltung durch. Neue Richtungen greifen auf die medizinischen Größen des Mittelalters, wie Paracelsus, ja des Altertums, wie Hippokrates, zurück. Um diese Bewegungen verstehen und kritische Stellung zu ihnen gewinnen zu können, müssen wir uns in die Ausgangsstellung der Medizin, wie sie etwa zu Anfang des Jahrhunderts herrschte, zurückversetzen. Nachdem Forschungen von Biologen, wie Schleiden und Schwann, die Zelle als Einheit alles Lebendigen, sozusagen als biologisches Atom, entdeckt worden war, vollzog sich die Ausdehnung dieser Zellenlehre auf die Lehre von den Krankheiten in doppelter Richtung. Einerseits wurde die Krankheit als eine Veränderung an den Zellen, respektive an ihren Verbänden und Gruppierungen zu Geweben und Organen aufgefaßt, andererseits wurde in bahnbrechenden und groh- arttgen Arbeiten als Ursache vieler Erkrankungen, namentlich der mit Fieber einhergehenden Infektionskrankheiten, die Ueberschwemmung des Körpers mit zellenförmigen Lebewesen festgestellt. Diese Entdeckung, Ruhmestaten menschlichen Forschergeistes, die an die Namen von Koch, Behring, Pfeiffer und andere geknüpft sind, waren namenüich ür die praktische Bekämpfung der Krankheiten von weittragender und egensreicher Bedeutung; ihr Mangel bestand nur darin, daß dem ein- eitig aufs erkrankte Organ gerichteten Blick die tieferen, zwischen den einzelnen Organen bestehenden Zusammenhänge verborgen blieben.
Diese Beeinflussung verschiedener Organe untereinander kann sich entweder auf dem Wege des Nervensystems oder durch die Vermittlung des Blutes vollziehen. Wissen wir doch, durch eingehend« Untersuchungen, daß es im Körper zahlreiche Drüsen gibt, als solche mit innerer Sekretion bezeichnet, die ihr Produkt unmittelbar in das Blut ergießen, und so ihren Einfluß überall, wohin das Blut gelangt, ausüben. Der zweite Irrtum der rein bakteriologisch gerichteten Zeit besteht darin, daß die Unterschiede des Krankheitsbildes bei verschiedenen Individuen bloß auf die Verschiedenheiten in der Stärke und Zahl der Erreger zurückgeführt wurden, die wichtige Rolle der Beschaffenheit des Organismus dabei übersehen wurde. Wir wissen jetzt, daß jede Krankheit das Produkt darstellt aus den von außen auf den Körper eindringenden Erregern und den der Krankheit entgegnwirkenden Abwehrkräften.
Diesen geänderten Anschauungen entsprechend, hat sich auch unser therapeutisches Denken und Handeln ganz wesentlich verschoben. In der Blütezeit der Bakteriologie suchte man gegen jedes krankheiterzeugende Lebewesen, bzw. gegen die von ihm im menschlichen Körper abgesonderten Gifte, spezifische Heilmittel. Heute vollzieht sich die unaufhaltsame Verbreitung nicht spezifischer Methoden in der Medizin. Die bloße Bekämpfung der Krankheitserreger mit Hilfe abgetöteter Bakterien- kulluren und Heilserum erreicht oft nicht das gewünschte Ziel, und der Arzt muß trachten, die natürlichen Abwehrkräfte des Organismlls gegen Bakterien und Gifte im allgemeinen zu steigern. So werden Rotlauf, Lungenentzündung, Angina und Gelenkrheumatismus mit Injektionen von Milch und ähnlichen Eiweißpräparaten behandelt und dadurch öfters ein ' Abbrechen der Krankheit oder ein leichterer Verlauf derselben erzielt. Auch akute Vergiftungen werden in dieser Weise behandelt, da man im Tierversuch Ausbleiben von Strychninvergiftungen beobachtete, wenn eine Viertelstunde und nachher eine Milchinjektion verabreicht wurde. Diese um stimmende Therapie wird mit dem größten Erfolg bei allen ’ rheumatischen Erkrankungen, Neuralgien und Ischias angewendet, sie feiert ihre größten Triumphe in der Malariabehandlung der Paralyse.
Eine Abart dieser Methoden ist die ableitende Therapie, wie sie schon vor Jahrhunderten geübt wurde, wo viele Krankheiten mit Abführmitteln und häufigem Aderlaß behandelt wurden und wie sie in der Bienenstichkur bei Rheumatismus, in der Behandlung mit dem Glllheifen durch Bier ihre Auferstehung feiert. An dieser Stelle muß auch das steigende Interesse für die Homöopathie ermähnt werden, das auch auf Vier zurückgeht. Die homöopathische Schule geht vom Grundsatz aus, daß eine kleine Gabe des Stoffs, der imstande ist, eine Krankheit hervorzu- rufen, sie günstig zu beeinflussen und zu heilen vermag. Auf diese Weise gelang es Bier, Lungenentzündungen durch Injektionen von kleinster Mengen Aeiher zu heilen, der in größeren Mengen schädigend auf die Bronchien einwirkt. Vielleicht ist auch das Wesentliche dieser Methodik eine Umstimmung des Körpers, eine Erweckung und Steigerung natürlicher Abwehrkräfte.
Gleichzeitig sehen wir, wie die modernen Heilbestrebungen ihren Blick vom erkrankten Organ weg auf den ganzen Körper richten und die Ein- heits- ober Ganzheitsbetrachtung ist neben der Umstimmung zum beliebtesten medizinischen Schlagwort von heute geworden. Ganz neu ist auch dieser Standpunkt nicht, denn schon 1845 lesen wir ähnliche Ansichten in den Schriften von F e u ch t e r s l e b c n. So ist es uns begreiflich, daß durch die Behandlung eines Körperteils, der für den v Heilerfolg vollkommen gleichgültig ist, oft so gute Erfolge erzielt werden, wie durch die Milzbestrahlung beim Asthma oder durch die Allgemein- bestrahlung des Körpers bei der Tuberkulose. Es sei auch erwähnt, daß bei der Epilepsie jede Behandlung, die eine Aenderung des Körperhaushalts zur Folge hat, sei es nun eine Hungerkur, häufige Aderlässe/ ja, auch eine Blinddarmoperation, ein zeitweiliges Aufhören der Anfälle i' bewirkt. Manche Forscher gehen noch weiter, und auf der Lehre des hippokrates fußend, der die Krankheit als Folge einer fehlerhaften Zu- lammenfetzung der Körpersäfte auffaßte, suchen sie bei den verschiedenen Rrankheitszuständen eine Reinigung und Entgiftung des Körpers herbei- zufuhren.
Es fei noch auf einige Bestrebungen hingewiefen, welche sich mit der allgemeinen Problematik des ärztlichen Berufs beschäftigen und ihn in weologjscher und ethischer Richtung tiefer zu fundieren trachten. Sie
stlminen In der Ansicht Überein, für das erfolgreiche Händeln des Arzte» fei nicht Wissen und Können allein ausschlaggebend, sondern es müsse noch etwas hinzutreten, das von verschiedenen Seiten verschieden bezeichnet wird, entweder als Intuition ober als befonbere Begabung. So stellt Sied Mediziner und Arzt in scharfer Anttthese einander gegenüber, so glauben Sch wenninger, der bekannte Leibarzt Bismarcks und ähnlich auch B l ü h e r, die Medizin müsse sich von der Naturwissenschaft loslösen und wieder in den Schoß der Geisteswissenschaft zurückkehren. Sicher ist, daß die bloßen Kenntnisse allein den Arzt nicht machen, daß gewisse, an die Person geknüpfte Eigenschaften vor allem ethischer Natur, hinzukommen müssen, soll der Arzt seine Ausgabe vollkommen erfüllen. So sind diese Anschauungen geeignet, gegen den unsere Zeit beherrschenden, in alle Berufe vorbringenden Merkantilismus einen Damm aufzurichten. Andererseits dürfen sie uns nicht dazu verleiten, das erlernbare Wissen und Können, das, was Goethe die handwerkliche Beschränkung nannte, zu gering einzuschätzen. Die naturwissenschaftlichen Gesetze sind und bleiben, darüber darf kein Zweifel herrschen, die unerschütterliche und unveräußerliche Grundlage der Medizin. Vielleicht ist es gerade der Beruf der Psychotherapie, zwischen Natur- und ©elftes» Wissenschaft die versöhnende Brücke zu schlagen.
Auf eine Lampe.
• Von Eduard Mörike.
Noch unverrückt, o schöne Lampe, schmückest du, an leichten Ketten zierlich aufgehangen hier, die Decke des nun saft vergess'nen Luftgemachs. Aus deiner weihen Marmorschale, deren Rand der Efeukranz von golbengrünem Erz umflicht, schlingt fröhlich ein« Kinderschar den Ringelreihn. Wie reizend alles! lachend, und ein sanfter Geist des Ernstes doch ergossen um die ganze Form — ein Kunftgedild der echten Art. Wer achtet sein? Was aber schön ist, selig scheint es in ihm selbst.
Die Iudenbuche.
Lin Sitfengemälbe aus dem gebirgigten Westfalen.
Von Annette v. Droste-Hülshoff.
(Fortsetzung.)
„Herein, herein!" sagte er bann barsch; „worauf warten wir?" Man trat in Friebrichs Kammer. Er war nicht da, aber das Bett noch warm. Man stieg auf den Söller, in den Keller, stieß ins Stroh, schaute hinter jedes Faß, sogar in den Backofen; er war nicht da. Einige gingen in den Garten, sahen hinter den Zaun und in die Apfelbäume hinauf; er war nicht zu finden.
„Entwischt!" sagte der Gutsherr mit sehr gemischten Gefühlen; der Anblick der alten Frau wirkte gewaltig auf ihn. „Gebt den Schlüssel zu jenem Soffer." — Margret antwortete nicht. — „Gebt den Schlüssel!" wiederhole der Gutsherr, und merkte jetzt erst, daß der Schlüssel steckte. Der Inhalt des Koffers kam zum Vorschein; des Entslohenen gute Sonntagskleider und (einer Mutter ärmlicher Staat; dann zwei Leichen- hemben mit schwarzen Bänbern, bas eine sür einen Mann, bas andere für eine Frau gemacht. Herr von S. war tief erschüttert. Ganz zu unterst auf dem Boden des Koffers lag die silberne Uhr und einige Schriften von sehr leserlicher Hand, eine derselben von einem Manne unterzeichnet, den man in starkem Verdacht der Verbindung mit den Holzfrevlern hatte. Herr von S. nahm sie mit zur Durchsicht, und man verließ das Haus, ohne daß Margret ein anderes Lebenszeichen von sich gegeben hätte, als daß sie unaufhörlich die Lippen nagte und mit den Augen zwinkerte.
Im Schlosse angelangt, fand der Gutsherr den Amtsschreiber, der schon am vorigen Abend heimgekommen war und behauptete, die ganze Geschichte verschlafen zu haben, da der gnädige Herr nicht nach ihm geschickt.
„Sie kommen immer zu spät", sagte Herr von S. verdrießlich. „War denn nicht irgendein altes Weib im Dorfe, daß Ihrer Magd die Sache erzählte? und warum weckte man Sie bann nicht?" — „Gnäbiger Herr," versetzte Kapp, „allerbings hat meine. Anne Marie den Handel um eine Stunde früher erfahren als ich; aber sie wußte, daß Jhro Gnaden die Sache selbst leiteten, und bann," fügte er mit klagender Miene hinzu, „daß ich fo todmüde war!" — „Schöne Polizei!" murmelte der Gutsherr, „jede alte Schachtel im Dorf weiß Bescheid, wenn es recht geheim zugehen soll." Dann fuhr er heftig fort: „Das müßte wahrhaftig ein bummer Teufel von Delinquenten fein, der sich packen ließe!"
Beide schwiegen eine Weile. „Mein Fuhrmann hatte sich in der Nacht verirrt," hob der Amtsschreiber wieder an; „über eine Stunde lang hielten wir im Walde; es war ein Mordwetter; ich dachte, der Wind werde den Wagen umreißen. Endlich, als der Regen nachließ, fuhren wir in Gottes Namen darauf los, immer in das Zellerfeld hinein, ohne eine Hand vor den Augen zu sehen. Da sagte der Kutscher: „Wenn wir nur nicht den Steinbrüchen zu nahe kommen!" Mir war selbst bange; ich ließ halten und schlug Feuer, um wenigstens etwas Unterhaltung an meiner Pfeife zu haben. Mit einem Male hörten wir ganz nah, perpendikulär unter uns eine Glocke schlagen. Euer Gnaden mögen glauben, daß mir fatal zumute wurde. Ich sprang aus dem Wagen, denn seinen eigenen Beinen kann man trauen, aber denen der Pferde nicht. So stand ich, in Kot und Regen, ohne mich zu rühren, bis es gottlob sehr bald anfing zu dämmern. Und wo hielten wir? dicht an der Heerfer Tiefe und den Turm von Heerse gerade unter uns. Wären wir poch zwanzig Schritte


