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Von Fr. Chopin (aus bet Sonate op. 35) für Schund zu ^klaren Wenn aber der musikalische Janhagel daM ürolt:>;n der Wusm der Sahara ging der.Cohn mit seiner Sarah , dann ist es doch wohl nur durch den Text geschändet. Genau so geht es mn dem ChoralMein erft Gefühl sei Preis und Dank '-dessen letzte Worte in preuß'sch Courant umgewandelt werden. ®te ^0)1196 OuvertüreJphigene in Aulis von Chr. W. Glrick ist von einem Unberufenenen Parodie conngue für zwei Smgstcmmen verunziert, und dem prächtigen Marsch aus der,Stummen von Portici" von D. Auber hat man den blodsmmgen Text unter­legtKommen sie rein, kommen sie rem m dre gute Stube . Wre mancher schöne Tanz und Marsch ist durch törichte ^.extunterlage verdübelt worden, ohne der scheußlichen Zoten zu gedenken, die hier und da bekannt sind! So z. B. Jot. Gungl, Erinnerung, an Peterhof:Ach nur ein einziges Mal macht' ich noch tanzen , Carl Millöcker, Carlotta-Walzer:Mutter, der Manu mit dem Koks ist da", Joh. Strauß Vater, Annen-PolkaDen Hein­rich liebt' ich einst mit Glut",Jos. Gunzel, Kriegers Lust Marsch:Keiner war wohl je so frech wie der Bürgermeister! Tschech", F. v. Suppö, Fatinitza-Marsch: ,L)u bist, verrückt, mein Kind", Regimentskolonne, Marsch: -Mach Mir -keine Wippchen vor", Jos. Lanner, Abendsterne, Walzer:Hast du nicht meinen Aujust gesehn" usw.

Wenn aber vielleicht gar die Wachter des guten Geschmacks den Tanz überhaupt als eine musikalische Verirrung bezeichnen, so müßten Beethoven, Chopin, Liszt, Schubert unb viele andere Meister mit in den Bann getan werden. Wirft man ern, daß deren Tänze keine für vulgäre Drehungen bestimmten Musik­stücke seien, so sage ich: Spielt sie nur in den richtigen Rhyth­men, dann geht es ganz famos. , . .

Mit welchem Recht also will eine kleine Minorität, und sei sie noch so überzeugt von der Richtigkeit ihrer Kunstbestrebungen, eine gewaltige Mehrzahl zu ihrer Ansicht zwingen, deren Be­tätigung doch nur den Zweck haben könnte, Millionen die Freude an der von ihr gepflegten, einfachen Kunstsorm zu rauben? Weiß denn diese jetzt sich an der Spitze dünkende Minorität, wie lange es noch dauern wird, bis auch sie abgetan ist? Die Kerne Ge­meinde der Hypermodernen rümpft schon heute die Nase über die veralteten Richard Wagner, Jos. Brahms und ihre Gefolgschaft. Hat sie denn ganz vergessen, daß Hiller, Lachner, Rasf, Rubin­stein und viele andere Führer einer erst jüngst vergangenen Periode dem Nachwuchs kaum noch dem Namen nach bekannt sind? Heber guten und schlechten Geschmack wird sich immer streiten lassen:, während des einen Leibspeise Kartoffelsalat mit Leinöl ist, liebt der andere Vogelnester und Wildbraten ä la haut-goüt. Von der Musik behaupten Männer, die in anderen Künsten hochgeschätzt sind, daß sie ein mit unangenehmen Geräuschen verbundenes! Unterhaltungsmittel sei. Unsere Modernen haben in den letzten Jahren sür die einfachste Kunstform, das Lied, das geradezu eine einfache Klavierbegleitung fordert, das Orchester als Beigabe herausgestellt. Warum haben alle unsere großen Liederkompo­nisten, wie Franz, Brahms, Lassen, Schubert, Schumanm Hugo Wolf, selbst Loewe und Rich. Wagner darauf verzichtet? Vermut­lich weil sie es für geschmacklos hielten und der Meinung waren, mit einfacheren Mitteln hierbei mehr zu erreichen.

Ausgeschlossen ist es, baß es selbst der mächtigsten Partei gelingen Tann, alle unsere deutschen Komponisten ausnahmslos zu einer Richtung, wie das jetzt angestrebt wird, zu vereinen. Sollte aber doch der Fall möglich sein, so müßte man das Grablied unserer deutschen Komponisten anstimmen. Schon jetzt macht sich das Fremdländische in unferm Konzertsaal, Theater und Sortiment breit, wie jeder weiß, der nur einigermaßen seine Augen offen halt. Dann aber würde uns das Ausland über­schwemmen und der deutsche Komponist den Schaden davon tragen.

Lassen wir also jedem seinen Geschmack und der großen Menge ihr Lieb, ihre einfachen Weisen. Die Musik kennt keinen Schund, weil sie keinen hat. Ernst Challier sen.-Gießen.

vermischte».

kf. Woran erkennt man das Alter speisender Damen? Ein Pariser Gastronom hat einen neuen unb felbft- verständlich nach seiner Meinnng untrüglichen Altersmesser für Damen gestmden. Aut Grund langjähriger Erfahrung bestimmt er das Älter jeder speisenden Dame nach folgenden Grundsätzen: Begnügt sich die Tischdame mit angeregter Unterhaltung, bis das Dessert heramtaht, und greift sie bamt beim Eise, bei bet Schoko­lade, beim Creme und bei den verzuckerten Fruchten zu, so kann man versichert sein, daß sie eine junge Dame ist, die tue 20 noch nicht überschritten hat. Aber beginnt sie nu dem Hors b oenureS, eroöht sie sich an Kaviar, Lachs und ähnlichen Delikatessen und verzichte? bann auf den Rest des Mahles, so ist sie zwischen 20 unb 30 alt unb - verheiratet. Zieht sie allein anderen Geflügel vor labt sie sich an entern Fasanenstiigel, so hat sie das verhängnis­volle 30. Jahr überschritten, aber sie ist noch nicht bei dem für jebe Dame noch unangenehmere» 35. Lebensjahre angelangt. Nach dem 35. Lebensjahreverschlingt sie" Wild, dessen Hautgout lede ^anie dieses Alters besonders liebt. 91ber, und letzt kommt der Schlich- effekt des Ganzen, nimmt die Dame nach Schluß des Mahles Käse zu sich und bevorzugt sie habet denschmackhaften, riechenden" Camembert, so kann jeder ivisseu, ivoraii er ist; er hat es mn einer Dameohne Alter" zu tun, wie die französische Sprache sich höflich ausbrückt. _____________

Bauern aber konnten sich nicht daran gewöhnen, ihre Türen ge- schlossen zu halten, unb wenn sie in den Abendstunden das Haus verließen, würben sie ohnehin gestochen. Nach diesem Mißerfolge ließ die italienische Regierung in den Sümpfen in großem Maßstabe fanitäre Arbeiten vornehmen, die auch darauf abzielten, die Mehrung der Stechmücke zu begrenzen, aber alle diese Versuche erhielten nur sehr dürftige Ergebnisse und man mußte erkennen, daß die Ausrottung der Mücken nicht durchzuführen war. Mit einem Gefühle der Resignation beschloß man nun, durch die Anwendung von Chinin das Hebel wenigstens etwas zu mildern; bald sollte sich zeigen, daß man ans diesem Wege Erfolge erringen konnte, die tatsächlich einer Ausrottung der Malaria fast gleich­kamen. Da Chinin teuer ist, brachte Prof. Celli einen Gesetz­entwurf ein, der die Regierung verpflichtete, Chinin in großem Maßstabe herzustellen und zum Selbstkostenpreise zu verkaufen. Man lieferte das Chinin in gezuckerten 20 Zentigramm schweren Pillen und eine Schachtel mit zehn dieser Pillen konnte für 22 Centesimi geliefert werden. Die Wirkungen des Chmrno, das auf diese Weise nun endlich den breiteren Brtölkerungsschrchten zugänglich gemacht war, übertraf alle Erwartungen, denn die Pillen bewährten sich nicht nur als Heilmittel, sie wirkten auch immunisierend. Prof. Gualdi sorgte dafür, daß etn neues Gesetz angenommen wurde, durch das alle Gemeinden, Behörden uno Unternehmer öffentlicher Arbeiten verpflichtet würden, den Be­amten und Arbeitern das Chinin kostenfrei zu liefern und ote überraschend günstigen Ergebnisse dieser Maßnahmen, deren chitrch- sührung sich auf eine Reihe von Jahren verteilt, liegen letzt vor. Sie geben ein erfreuliches Bild. Es starben an der Malaria im Jahre 1887 21.000 Menschen, 1900 15 800, 190b 4800 und 1909 3500. Die Zahl der in der römischen Campagna von Malaria betroffenen Bauern ist nach den Jllnstrations von 31 der Bevölkerung im Jahre 1900 auf 3,4 Prozent cm -oahre 190b gesunken. Bon den Zollbeamten wurden 1900 65 Prozent des ganzen Personals malariakrank, nach der regelmäßigen Ausgabe von Chinin sank die Zahl 1906 .auf 7,30 Prozent und erreichte 1910 endlich 3,95 Prozent. Um die Krankheit völlig auszurotten, wird nichts weiter nötig sein, als die systematische Erziehung der Arbeiter zur regelmäßigen Benutzimg des Chinins; es t|t rem Zweifel, daß noch haute viele von ihnen aus Mißtrauen oder aus Gleichgültigkeit das Mittel Verschmähen; Wenn diese letzte Klippe überwunden ist, werden in der römischen Campagna die JJialana» fälle zst den Seltenheiten gehören.

Das Ende der Malaria in der römischen Campagna.

Die Malaria, die seit den Zeiten des Altertums Jahr um Jahr in der römischen Campagna unzählige Opfer fordert, scheint nun von der modernen Wissenschaft endgültig besiegt zu sein. . Lange Zeit hindurch hatte man angenommen, daß die Krankheit, wie schon ans ihrem Namen hervorgeht, durch die schlechte Lust (mal aria) hervorgerufen wurde, die dnrch'die Ausdünstungen der Sümpfe entsteht. Diese Theorie wurde vor einigen Jahren durch neue Forschungen widerlegt: es zeigte sich, daß die Malaria durch die Stiche einer gewissen Mückenart weiter verbreitet würbe. Aber das Insekt wurde nicht mit dem Krankheitskeime der Malaria! geboren, die Mücke infizierte sich! erst, wenn sie einen malaria- kranken Menschen stach.

Ans Anregung Prof. Crassisj führte man in der Campagna dann feine Drahtnetze ein, die an den Türen unb Fenstern angebracht wurden, um den Stechmücken den Zutritt zu verwehren. Die mit diesem äußeren Schutzmittel vorgenommenen Versuche hatten das denkbar günstigste Ergebnis. Die Drahtnetze wurden in den Kaser­nen und Bahnhöfen eingefütjrt und auch in Privathitusern; die

Logogriph.

Mitk" ist es ein spitz Gerät, Man kann daran leicht hängen bleiben. Mitf" gar wohl es um dich steht, Kannst du darein gerettet treiben.

Mitb" verkündet es Besitz, Als höchstes Ziel erscheint es Vielen; Mitm" ist es zur Jagd dir nütz, 2)1 itrf" kann man schön brauf spielen» Auslösung in nächster Nummer»

Auflösung des Geographischen Verschiebrätsels m timger Nr.r Baben

Zürich Wivn Breme» Chi»a Jndivn Korea

Redaktion: K. Neurath. Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Hniversitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen.