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Jm^'Boudoir Äy' SibYl^hÄlgk unter Was urö Rahmen ein Bries. Man sagt, dieses unscheinbare Stückchen Papier ser ihr wertvoller, als das unschätzbare Porträt ihrer: Urgroßmutter von Romney. Seine Bedeutung kennt niemand, denn das WM ist gesprenkelt, so daß dem Beschauer der Text unleserlich bleibt, aber wenn die beiden Gatteir hier^zuiammensltzen, was ost vvr- Unmmf da Lord Trelanch seinen Klub vollständig vernachlässigt, dann bleiben ihrt Blicke manchmal an dem kleinen Blättchen hängen. r

lltthi ßtitiitdl feinte ßotb1 2/teIcittCt), ,

Tas ist meines Wissens der erste Hall, Wo durch! einen anonymen Bries das Glück ins Haus kam," Worauf Lady Sibyl lachte und meinte: , t. ,,

Anonyme Briefe schreibt nur ern minderwertiges Subiekt, was Lord Trelancy unbedingt mit einem Kuß bestrafen mußte.

Der stürz Napoleons.

1812 1912 . . Eine Spanne von hundert Jahren blu-

tigen Ringens und heißer Kämpfe trennt uns von der Zeit, wo Napoleons glänzender Siegerlaufbahn in Rußland ein sahes Ende gesetzt wurde. Gleich einem Kometen Ivar feines Glückes Stern aus der mecresumspülten. Insel Korsika aufgetaucht, um nach leuch­tender, reißender Bahn auf den Eisfeldern Rußlands zu verloschen. Der Feldzug nach Rußland war zwar !vohl überlegt, aber die Zaudertaktik der Russen warf alle Pläne Napoleons über den Haufen. Auch gute Truppen standen dem Weltfeldherrn zur Verfügung. Mit einem Wort, der Augenblick war richtig gewählt. Napoleon stand auf dem Gipfel seiner Macht. Das Riesenreich, das er in blutigen, schweren Kriegen unter seiner Hand vereinigt hatte, dehnte sich von der Nordsee bis zum Tiber, von dem Taw bis zur Elbe. Das ganze Festlaiid zitterte vor der Macht des grimmigen Korsen, dessen rohe Horden die Welt mit Greuel und Kriegslärm erfüllten. Nur das meeresgewaltige England und die heißblütigen, vaterlandsliebenden Spanier wagten dem Kriegs- gewaltigen zu trotzen. , .

Napoleon hatte zwar in Spanien ein strenges Regiment em- gefnhrt, das jeglichen Aufstand grausam unterdrückte, aber er kam doch zu keinem endgültigen Erfolge. Auch gegen England hatte er kein oder doch nur wenig Gluck. Er hatte geglaubt, das Jnselreich durch die Verhängung der Kontinentalsperre vernichten zu können. Das war jedoch ein verhängnisvoller Irrtum, der neben anderem seinen Sturz erheblich beschleunigte. Diese Ge­waltmaßnahme führte schließlich zum Bruche mit Rußland.

Da der rassische Handel nämlich durch die aufgedrungene Sperre empfindlich geschädigt wurde, hielt Alexander nur mit Widerwillen die Anordnungen des Franzosenkaisers aufrecht und kam einem Verlangen Napoleons, die Maßregeln noch^ zu ver­schärfen, nicht nach. So trat denn allgemach eine Entfremdung zwischen Paris und Petersburg ein, die durch die Vertreibung des Herzogs von Oldenburg, eines nahen Verwandten des russischen Zaren, noch verstärkt wurde. Alexander sagte sich zuletzt sogar auf Steins Arbeiten hin ganz von dem Kontinentalsystem los, und die unvermeidliche Folge war ein Krieg mit Frankreich. Die französische Armee ging wohl aus der blutigen Schlacht bei Borodino als Siegerin hervor und zog darauf auch unge­hindert in Moskau ein, aber sie mußte cs nach zwei Tagen schon wieder verlassen, da die Rassen die Stadt anzündeten, um den Sieger zum Rückzug zu zwingen. Napoleon hatte in Moskau den Frieden diktieren wollen, doch bei der veränderten Lage der Dinge mußte er sich notgedrungen znm Rückmarsch entschließen, bei dem der größte Teil seines Heeres zu Grunde ging.

Gefangen, geschlagen das große Heer

Aus Rußlands eisigkalten Fluren, Die Trümmer flohen vorm Feind daher Und wurden zersprengt die Kreuz und die Quer< Und Kosaken und Wölfe auf ihren Spuren."

In Lumpen und Fetzen gehüllt kamen die elenden Trümmer der Großen Armee in die Heimat zurück. Gar manch junges Leben war den Schrecken des russischen Winters und der nachsetzenden Kosaken zum Opfer gefallen. Die geradezu entsetzlichen Verluste dieses Feldzuges konnte Napoleon niemals verwinden; die festeste Stütze seines Thrones war ihm in seinem Heere genommen. Der Stern des großen Korsen war im Sinken.

Die unterdrückten Völker aber sahen endlich das Morgenrot der Freiheit anbrechen und blickten froheren Mutes in die Zu­kunft. Jetzt trug die Saat, die Männer wie Stein, Scharnhorst und Gneisenau in selbstlosem Bemühen gesät hatten, die besten Früchte. Nach den furchtbaren Niederlagen bei Jena und Auerstedt waren sie frisch ans Werk gegangen und hatten die Verhältnisse des öffent­lichen Lebens von Grund aus umgestaltet.

Preußen war also bereit, dem gefürchteten Gegner die Stirne zu bieten, wenn auch sein Fürst anfänglich Bedenken trug, den Krieg gegen Frankreich zu erneuern.

Der große Augenblick war da. Jetzt galt es, den geschwächten Feind völlig zu vernichten und die drückenden Fesseln zu sprengen.

Ueberall herrschte kriegerische Begeisterung. Die urwüchsige Kraft des deutschen Volkes zeigte sich niemals herrlicher und schöner als zur Zeit seiner tiefsten Schmach. Mächtig erklangen die Wortq der Dichter nnd Baterlandsfreunde in dem Herzen des deutschem, Volkes, das in bitterem Unwillen das Joch des stolzen Empor­kömmlings trug. Und Arndt, Fichte, Schleiermacher, Körner und anderen vaterländischen Männern ist e§ zu danken, daß die engen­den Banden so rasch gestört werden konnten.

In allen Landen und bei allen Völkern regte es sich. Di« Völker standen auf. Die Stunde der Abrechnung war gekommen und mehr Und mehr zogen sich die Wetterwolken um Napoleouj zusammen. Die erste befreiende Tat war der Abfall des Generals Bork mit den preußischen Truppen in der Konvention zu Tau­roggen. Sie wurde allenthalben mit stürmischem Jubel begrüßt. Bald darauf erließ Friedrich Wilhelm von Preußen denAufruf zur Bildung freiwilliger Jägerkorps". Er wurde mit Begeisterung ausgenommen. Aus allen Gauen Deutschlands strömten Männer und Jünglinge in Scharen zusammen, um ihr Vaterland von der welschen Gewaltherrschaft zu befreien. Die Vorbereitungen waren getroffen und das Volk zum Kampfe bereit. Nach einigem Zögern schloß der Preußenkönig mit Rußland ein Bündnis, dem England, Schweden und später auch Oesterreich beitraten. Ihrer vereinigten Macht konnte selbst Napoleon auf die Dauer nicht standhalten, zumal er seine besten Truppen in Rußland verloren hatte.

Er zog sich fechtend nach Frankreich zurück und mußte schließ­lich, im Unglück von fast allen verlassen, abdanken. ,

Am 10. April 1814 nahm er in Fontaine bleau Abschied von seiner alten Garde nnd ging knrz darauf nach Elba in die Ver­bannung. Nach einem erfolglosen Versuche, seine Gewaltherrschaft abermals zu errichten, starb er im Jahre 1821, von seinem Volke ausgegeben, auf der Insel St. Helena.

vermischtes.

** Nicht der einzige Dummkopf. Der kürzlich ver­storbene berühmte englische Chirurg Lord Lister wurde einmal zur mitternächtigen Stunde, so erzählt derGaulois", zu einem reichen Patienten geholt. Ter Kranke schien dazu zu neigen, sein Leiden immer größer und gefährlicher erscheinen zu lassen als es war; jedenfalls empfing er Lord Lister mit trostlosen Seufzern:Ach, Herr Doktor, mir geht es sehr schlimm, ich glnitbe, ich sterbe." Lord Lister untersucht den Patienten und sagt schließlich unbarm­herzig:Haben Sie Ihr Testament gemacht?"Nein," erwidert erbleichend der Klient,Sie glauben also . . .?"Wie heißt Ihr Notar?"Mr. 3E-, aber lieber Herr Doktor . .*Lassen Sie ihn rufen."Aber ich bitte Sie, Herr Doktor, bei meinem Alter.. ." Lassen Sie ihn rufe», und auch Ihren Vater, imb auch Ihre beiden Söhne ..."Also ich muß sterben?"Nem, aber ich will nicht der einzige Dummkops sein, den Sie heute nacht aus den Federn gejagt haben . . ."

* Geistreich aufgefaßt.Ich sage Ihnen, meine süße Braut müßten Sie sehen, ein Auge eine Hand ein FußJotte doch, bloß ein Auge, eine Hand,

einen Fuß das arme Mädchen ist ja der reine Krüppel!"

*Eingroßer Augenblick.Gestern hat mein Zimmer^ Herr sein erst's Honorar für a Gedicht kriegt, da haltens dabei sein müssen: rechts stand der Geldbriefträger,, links ich, hinten unser Schnauzer! und grad' davor am Schreibtisch hat er ser Quittung unterschrieben mei Lebtag vergeß ich den Augen­blick nimmer!"

Skat-Ausgabe.

Da Vorhand und Mittelhand passen, tourniert Mittelhand in der Hoffnung, wenigstens einen Wenzel zu finden, um dann Grand zu spielen ans folgende Karten:

<7

<2 <2

<2

<2 (2

Sie wendet aber Trefs- und findet noch Pique-König. Spieler wird Schneider. Wie ging das zu?

Auflösung in nächster Nummer.

Der

Auflösung deS magischen Quadrats in voriger Nummer:

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Redaktion: K. Neurath. Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindrnckerei, R. Lange, GteZ«»