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Nösirlfprung.

Redakuon; K. Neurath. Roiaiwnsbruck und Verlag der Brühi'jchen Universtiäts-Buch- und totemöuidetet, R. Lang«, (Sielen.

VlUllUlUliti Hi n. utl VlUHllUCC.

Auflösung des LogogrttU-s t« voriger Nummerr Falke, Falte, zu Falle.

betrage auf gerade diesem Formular ein Scheck ausgestellt werden fünu. Außerdem aber ist die Steile, aut die die 9iamen*imiec- scheikt geseut wird, mit chemischen Stoffen io vorbereitet, dog nur mit einer ganz bestimmten Timenart, deren Herstellung gebe un­gehalten tvird, da, aut qeschrieben n'erden kann. Bei solchen Scheck» ist es also nicht möglich, das; em Uneingeivethter anstelle des recht- mäßigen Ausstellers einen Stauten schreibt.

' D ie Bers ch w öruu g des Kindersegens. Aber­gläubische Handlungen sind bekanntlich s-br schwer ansrottbar, He überstehen ganze Kuitnrpertoden und tauchen, vielleicht tn vcr- ändetter Form, immer tvteder aut, wenn man meint, ste Wien längst dahingeichtvunden. Tte Perschwörung des Kinder egens tll bet den verschiedensten Völkern in der verschiedensten Weise aus- geübt tvorden; im deiufchen Millc-laUet war die gebräuchlich'!« Form daiür, die sich bis iir das vergangene Jahrhundert lnnetn erhalte» hat und vielleicht auch jetzt noch in irgend einem Winket unseres Vaterlandes als geheimnisvolle Kunst alter Weiber toit- lebt, das Neslelkuüvkeu. Tie Person, die einem jungen den Kindersegen verschwören ivoilte, begab sich zur Trauung des Paares in die Kirche und im AugeiibttÄ, da der Plärrer die K'pulationswrinel jvrach, knüv'te sie einen Knoten iStcUel» 'n einen roten Faden und sprach dabei leite den Namen des Vra,tligamS aus Alan nahm auch wohl einen Nunkern, teilte ihn in zwei Mitten und le.,ie diese zu Seiten des Kirchivegs, so da» Brau und Bräutigam dazwischen durchgehen muszien, oder Neckte em Meyer tu die Wand oder die Tür des Brautgemachs. Es herrschte gan, auiierordentliche Furcht vor diesem Zauber, und EhroniUen be­richten, dast Mütter selbst tim ansgenbt hätten, weil iie giaubien, dadurch die Witkung des Nestelknüv'ens durch andere zu beseitige^ ihren eigenen Zauber aber jederzeit auiheben zu können. Natürlich sann man aul Mittel, wie der gestirchtetee Zauber zu jchanüe» gemacht werden könnte, und diese Milt l lvaren benso seltsam, wie die Veischwörung selbst. So sollte es Hellen, wenn man einen »ecat, ohne em Wort zu sprechen oder sich zu räuspern, zu schnauzen uni)., in ein stiebendes Wasser ivarl und der ,nich stromaulwaris chwamm. Tder man nahm ein lriich gelegtes, möglichst noch warmes Ei und verschairte es in einem Ameisenhaulen, nachdem man d>e öfflme et.vas geöffnet hatte. Wenn das Ei verzehrt war, wich der Zauber. Tab auch der Galgen, der Ltiick eines Erbang­ten. der Dolch eines Selbstmörders bet diesem Gegeiizauber eine Rolle spielten, ist erklärlich. Es mochte jo ziemlich scder utmcT« alber ein besonderes Mittel dagegen haben mtd je geheimmsvoller es ivar, desto mehr Verlraueii schenkte man ihm. Aber auch wasch­echte Aerzie des achtzehnten Jahrhunderts glaubten an < te Gewalt des FauberS, und je ehrlicher sie ivaren, desto hiistsser zeigten ne sich ihm gegenüber. Faszie man eme Person heim ^Uelkunp en ab oder geriet sie auch nur in den dringenden Verdacht, ab icent bitt der Familie, aus Stäche ober Missgunst den Zauber verlibt zu haben, fo trat sie der Has; der gesamten Verwandtschajt und tnan riet selbst die Gerichte gegen sie an. Zeitweilig war das Ne el knüp en beinahe ebenso gestirchtet wie der dös« Blick, an den man bekanntlich noch heute tu den verschiedensten schichten der Bevöl­kerung glaubt. ,,

* her Dorfschule. Lehrer:Weshalb haben di« Amphibien, z. B. der Frosch, keine Haare?" Schüler (zöaernd)i Weil sie in ihrer Jugend so viel herumsumpfen.

verinischLes.

kk. Wie sichMillioiiäre gegen N a m eu S l ä lsch n n g Ich ü tz e n. Millionäre l,..ben mitunter ziemlich sinnreich ausge- klüaelte Lysterne, durch ine geldgierigen ©chivmbletn das Hand- iveit gelegt wird. Ter Millionär Johann Peter Sciimidt, so lührt der »Daily Expreß" ein Beispiel aus, kann seine llnteririjuit aal die verschiedensten Arten schreiben, je nachdem er seine Vornamen ausschreibt, mit den An'angsbuchstabei, abkürzt, oder nur bett einen davon ganz ober abgekürzt vor seinen Namen setzt. Für Be­träge unter 100 Mark gibt er etwa die Unterschrilt Johann Peter Schmibt voll ausgeschrieben. Bei Beträgen über LjOO Mark schreibt er Johann P. Schmibt, und so geht es weiter. Das tut er aber nur am Montag. Schon am nächsten Tag werben bie sieben möglichen Arten, au? die er seine Unterschrist geben Eamt, in der Reihenlolge vertauscht und da nur er und die Banken das ausgeärbeitete System kennen, so ist die Fälschung nicht leicht. Ein noch so geschickier Fälscher mag aus der Zahl 100 in Zissertt ober in Buchstaben eine 1000 machen sobald ein Scheck bei dem dies geschehen ist, der Bank vorgelegt tvird, tommt bet Be­trug heraus. Bei 'ÖIHltonäreit lohnt es itämlich ichon, daß die Banken bet jebent Scheck, bet bie Unterschritt ihres Kunden trägt, diese Unterichrtit genau auiehen. In London soll es einzelne Firtuen geben, die sich ausschließlich mit bet Herstellung von Papieren und Formularen litt bett Geeboerkeht beschästtgen, bei betten Namenlälschuttgen uiimöglich sind. Ein Alilliotiär soll sedst einer dieser Firmen ein System angegeben haben, das so leicht nicht versagt; alle Schecklormulare sind mit Wasserzeichen versehen, aus dcueti die Bankbeamten ablcsen löntten, bis zu welchem Höch't-

dnent niedlichen kleinen Erröten zu, tatff ver Dicke lachte wohl- toüterScb-8 mir aber fein Obacht auf die «ne, Herr Nachbar!" rief er dem Doktor zu.I hab halt nur dos vaneMadel

alle Masten gut hatte dem Dr. Reimers Zeit Ieines

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stnnnu die ein so biegsames, gewandtes und belnrztes zzerioitafUi war dast einem edyten Rodel-Ettihttsiaslen wohl das Herz tm Leibe lachen mustte ob des Glückes, sie zur Fahrtgenosjtn zu haben.

c^l nnr mit ihrem Beschützer ersichtlich Nicht weniger zu­frieden als er es mst sinnem Schühltng war Als sie drunten bet der Einmündung in die neue Straße angelangt waren, fragte tr Üb©Sn:mir noch amal auffi, Fräulein Fanny?"

lind sie erwiderte mit lustigem Lachen: , ,.

Wann's Eana g'freut, Herr Nachbar nur ts sch) recht.

Bei der zweiten Abfahrt kamen sie an einem gestrandeten Schlitten vorüber, und Peter erhaschte tm Fluge das Bild seines Freundes Erwin, wie er die ersichtlich stark hlntende schone Un bekannte aus der Fahrbahn heraus tn Sicherheit brachte. Dann aber bekam er ihn im Verlauf dieses für ihn so glücklichen Tages nicht mehr zu Gesicht. Denn er legte die abendliche Heimfahrt wieder in der dritten Wagenklasse zuiNck, die er mit keinem Salonwagen eines Luxuszugeö vertauscht haben wurde, so fern er dabei auf den Anblick von Fräuletn Fannys blauen Augen und auf das süße Geplauder ihres hellen Sümmchens hatte verzichten müssen. Als er sich am Stachus von Vater und Tochter trennte, hatte man sich längst gegenseitig vorgestellt und Peier gtng über» fclia mit einer Einladung für den nächsten Abend nach Hause.

^Eine volle Woche lang ließ Erwin Lewald sich nicht bei ihm blicken. Und als er dann eines Tages erschien, trug er noch die reckte tüHnverwünschten Rodelpartie den Unterarm verstäuchl," gab er auf Peters teilnehmende Frage berdrießchche Auskunft.In deinem ganzen Leben hast du keine dümmere Idee gehabt als die, mich zu diesem zweifelhaften Vergnügen cinzuladeu.

Das tut mir aufrichtig leid," meinte der DoktorUm-- somehr, als mich dieser unvergeßliche Tag zu dem glücklichsten aller Menschen gemacht hat. Ich habe mich nämlich gestern verlobt CnÖtJVcnfcM Doch nicht mit der Tochter des Mchaerineisters?"

Mit derselben nur daß ihr Vater nicht Metzgermeister, sondern Kommerzienrat ist und einer der tüchtigsten, angesehensten Bürger der Stadt. Vielleicht hast du seinen Namen schon mal gehört: Lautenbacher heißt er." , , ,

, Wa was? Doch nicht der Millionär Lautenbacher?

Es wird wohl stimmen, lieber Erwin! Aber du selbst? Deine schöne Unbekannte?"

Erwin machte eine abwehrende Geste.

Äh, reden wir nicht von ihr. Es liegen Verhältnisse vor, die mich bestimmten, unsere Beziehungen alsbald wieder zu lösen. Und ich habe mich verpflichtet, über ihren Namen und Stand Diskretion zu bewahren."

Der glückliche Peter forschte mcht werter. Aber der un- galante Zufall war weniger diskret als sein Freund Erwin. Er ließ ihn schon an einem der nächsten Tage die schone Unbekannte Wiedersehen, und zwar im Cass Luitpold, wo sie ihm nut lteoens- Würdigem Lächeln einen Schwarzen servierte.

Peppi hieß sie.

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