420
kamen die Redakteure ob der originellen und diffizilen Fragestellung in Nöten. .Hier einige dieser Anfragen: „Welche Farbe hatte Adams Haar? — Wohin geht der Geist, wenn man schläft? — Kann man die Zeit nicht anhalten? — Warum gibt der weiße Rauch der Lokomotioen so schwarze Tunnels? — Warum läuft der Krebs rückwärts, wo doch alle andern vorwärts laufen? — Warum muß der Mensch sterben?" In die größte Verlegenheit mußte der Redakteur jedoch konimen, als eine kleine Wißbegierige darüber Aufschluß haben wollte, „warum der Storch nur Frauen und keine Männer beiße".
* Starke Einbildung. Backfisch (als ein elegantes Automobil vorbeifährt): „dich, Mama, wie riecht das doch vornehm !"
* Eine Mu sterhaus fr a n. „Was machen Sie denn mit all' den leeren Konservenbüchsen?" — „Gar nichts! Ich mache sie nur rein und dann — werfe ich sie fort!"
Reifen.
— Karl B ädeker: Nordo stde utschla n d von der Elbe und der Westgrenze Sachsens au, nebst Dänemark. Leip- zig, Verlag von Kärl Wdeker. Wie praktisch dieses. Reisehandbuch ist, wird schon hinreichend dadurch bewiesen, daß es soeben in der 29. Auflage erschienen ist. In der Tat ist das Wdrk mit solcher peinlichen Genauigkeit ausgearüeitet, daß cs jedem Reisenden als zuverlässiger Führer dienen kann. Daneben ist es außerordentlich reichhaltig und orientiert mit wenigen prägnanten Angaben über alles Wissenswerte. Sämtliche Sehenswürdigkeiten der Natur wie der Kunst werden behandelt und die kleinen eingestreuten historischen Exkurse sind geeignet, das Interesse der Touristen an den von ihnen besuchten Orten noch weiter zu wecken. 42 Karten und 78 Pläne veranschaulichen die Mitteilungen des Textes. Der Preis des Buches) das das gesamte östliche Deutschband umfaßt, beträgt 6 Mk. Das Buch ist so eingerichtet, daß der Regende es nicht ganz mit sich zu tragen braucht, sondern den sirr sie tit Betracht kommenden Teil heraustrennen kann.
. — Griebens Reiseführer. Band 55: Die Ostseebäder 2.— Mk. Verlag von Albert Goldschmidt in Berlin W. Die Ostsee, deren Klima im Gegensatz zur Nordsee die Charaktere des See- und Landklimas vereinigt, hat den Vorzug, daß ihre Ge- Mde von den ostpreußischen Küsten bis zu denen Schleswig-, Holsteins von einem Kiranze herrlicher Laubwälder umsäumt sind. Weshalb pflegen auch Familien mit jüngeren Kindern vorzugsweise die Ostseebader zu besuchen. Um bei der großen Zahl der in Betracht kommenden Badeorte die Wahl zu erleichtern und den Besucher auf einen gediegenen Führer hinzuweisen, sei auf den rn 16. neu bearbeiteter! Auflage erschienenen Griebenschen Rcise- Wrer aufmerksam gemacht. Alle Seebäder, die sich an den und Westpreußens, Pommerns, Mecklenburgs, Lü- vecks, Schleswig-Holsteins und Dänemarks hinziehen, sowie die e.e' •Singft und Bornholm sind eingehend beMcksichtigt. Jeder Badeort weist eine Fülle von Anmerkungen M' die für den Fremden besonders wichtig sind, z. B. Reiseweg, Hotels, Privatwohnungen, Bäderpreise, Badeordnung, Kurtaxe, E«rzte, Unterhaltungen, Spaziergänge und Ausflüge,- auch statistische, geographische und geschichtliche Angaben, Ortsbeschrei- Älx„ Sehenswürdigkeiten fehlen nicht.
42 Kartenoeilagen werben allen Anforderungen genügen.
Gsfimdheitspflsge.
— Wie so ll ma n w a rme Um schlag e m a ch en? Man kann em zusammengelegtes, in heißes Wasser getauchtes und ausgerungenes Flanelltuch direkt anwenden. Besser ist es jedoch kack S SÄ °'1gernngenen Flanell mit einem anderen cin- die 1 gefalteten Flanelltuch zu umhüllen und so auf
d e trocken? K^en. Die Warme braucht nur kurze Zeit, um mäliUR on durchdringen, die Haut gewöhnt sich all-
toen-t La fpnAtt 5ineit höheren Grad ertragen, als
der""nmsMi^feuchtheiße Tuch direkt appliziert wird. Ferner bleibt bunftSJ^mmfnttSQer Ä?' toetl bie «ußere Hülle die Sej> derm tü? LH' angewendete warme Umschläge lin»
mente S8?fÄpSchmerzen, gegen die gewöhnliche Liui- als reiSÄ^ Äe0eI angewendet werden, und sind diesen ais remtlcher und wirksamer vorzuziehen.
zeün bseitig un g von Warzen legt man vier-
Seiie Mn» und abends frisch mit grüner
£ Flanellappen auf. Alsdann sind die
Warzen so erweicht, daß sie sich durch Abschaben entfernen lassen.
Unsere beiden Psingst-Preisraisel
toeibeife'qnM1 imJercn ^ühercn Preisrätseln nur be-
SmW MnnA? Losungen geüinden. Es sind uns nicht einmal hindert Losungen zugegangen. Die Doppelzahl und namentlich der
Rösselsprung mögen über die Kräfte manches sonstigen Preisrätsel sreundes gegangen sein. Trotzdem aber befinden sich wieder einige Poeten unter den Lösern. Einer der Ein ender kleidete seine Ku» schrift in folgende allerliebsten Verse: °
Wertester Herr Redakteur l
Diesnial ivars ans manchen Gründen Wirklich leicht und gar nicht schwer, Schnell des Rätsels Lösung finden. Denn dem dümmsten aller Flegel War es klar, so meine ich, Daß in dieser Bauernregel „Pfingsten" vorkommt sicherlich. Und das; es an Pfingsten regnet In den Sprüchen, weiß man ja.
Nun reimt sich auf „regnet" „segnet": Schwupp, schon ist die Lösung da: „Wenn es an Pfingsten regnet, Wird keine Frucht gesegnet."
Doch des Rösselsprungs Gestaltung, die war leicht schon minder und nach ein'ger Mühewaltung kam ich erst dahinter:
„Wie schön ist's, wenn von alten Zungen Der Jugend muntres Feuer spricht, So reizend männlich ungezwungen Ergötzt der Jugend Lachen nicht.
Erfahrung gibt hier die Gedanken Und muntrer Witz den Ausdruck her, Als ob in einer Lautbahn Schranken Tas Alter und die Jugend wär." Zwar ist es mir klipp und klar, nehm sogar drauf Gift, Daß michs Los, wie's immer war, diesmal auch nicht trifft. Aber wenn ich Sieger wär bei dem heißen Ritte, Dann hält' ich, Herr Redakteur, eine kleine Bitte.
Treffen Sie, drum flehe ich, bitte, die Entscheidung, Daß ich dann die Lieder krieg mit Klavierbegleitung. Wenn ich auch zwar keinen Dunst vom Klavierspiel habe Und bei aller Sangeskunst krächze wie ein Rabe,
Ei, so wünsch ich doch darum gern das Buch mein eigen Und ich will den Grund, warum, Ihnen nicht verschweigen. Hab' ein Liebchen in der Stadt — das gehört dazu so — Das 'ne schön're Stimme hat als der Herr Caruso.
Und mein Schatzerl spielt Klavier, so was gibts nicht wieder. Küßt mich erst, dann singt sie mir frohe Liebeslieder. Wie das durch die Seele klingt, ach, so leicht, so heiter; Doch die Lieder, die sie singt, kenne ich nicht leider.
„Ein bekanntes Siebei noch," bitt ich, „'s gibt so viele." Sie sagt: „Schatz, Dn weißt es doch, daß ich das nicht spiele. Tät's so gern, der Lehrer hat es mir zwar verboten, Doch ich hab', wie schad, wie schad, dafür keine Noten."
Ach, da wärs doch gar so nett, wenn ich Sieger bliebe, Und dann all die Lieder hätt' — tun Sie's mir zn Liebe — Winde Ihnen frank und frei dann zum Dank ein Kränzet Und mein Schatzerl Hilst dabei. Achtungsvoll Karl Wenzel.
Kann man so liebevoller Bitte wiederstehen ? Unmöglich I Herr Wenzel, Sie erhalten den ersten Preis, die „Goldene Leier", Perlen der Tonkunst, herausg. von C. Morena.
Ferner erhallen Preise:
Ludwig G r a v e l i n s in Gießen: Dr. Jos. Lauterer, Mexiko, das Land der blühenden Agaven, einst und jetzt;
Lehrer Groh inAlbäch: Goethe, Die Leiden des jungen Werthsr.-
Pfarrer K a p p e s s e r in E b e r st a d t: Martin Luther als deutscher Klassiker;
Hertha Sauer, Quartanerin in Gießen: E. Engel, Geschichte der deutschen Litteratur des 19. Jahrh. und der Gegenwart;
Dr. Spiegel berg in Herbo r n: Strobl, Der Schipka- paß, Roman
Die Bücher können, sofern sie Gießenern zuiallen, von morgen, Donnerstag, ab von unserer Geschäftsstelle abgeholt werden. Den auswärtigen Gewinnern werden sie durch die Post zugestellt.
Ranren-Zisfernrätfel.
1
8 10 6 5 7 11 2 .weibl. Vorname
2
1 5 12 2 13 14 5 6 männl. „
3
2 15 14 2 1 5 13 2 weibl. „
4
5 6 7 16 17 1 14 männl. „
g
1 11 9 2 4 5 7 16 weibl. „
6
11 18 16 2 6 14 männl. „
7
16 5 17 14 17 6 2 weibl.
8
6 4 2 13 männl. „
9
17 19 16 11 5 weibl. „
1—9 = männl. Vorname. hb.
Auflösung in nächster Nummer.
Auflösung des Rätsels in voriger Nummer: Zoll.
Redaktion: P. Wittko. — Rotationsdruck und Verlag der Brübl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen.


