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schaftllcher Umlväkzungeu und lvtssenschaftkicher Evolutionen ziehen, ohne sich umzusehen, dem Zauberwald zu. Das Geheimnis des Lebens liegt für sie im Suchen nach der Schönheit.

Der Almanach von Karl Schloß, der übrigens,, wenn wir nicht irren, wie George ein geborener Rhcinhesse, ein Alzeyer ist, ist das ausgeprägte Gegenstück zu dem vor 15 Jahren erschienenen Münchener Musenalmanach Brcr- baums, und der Kreis der hier vereinigten Dichter gleicht ein wenig jenem Symposion von Dichtern, das König Maximilian II. von Bayern in seiner Residenz vereinigte, als da waren Geibel, Lingg, Julius Grosse, Bodenstedt, Wilhelm Hertz usw. usw. Was die besondere Art der Bei­träge betrifft, so hat man das Gefühl, daß jeder Autor von seinem Besten zu geben versuchte. Vorherrschend ist die Lyrik, die u. a. Leo Greiner, Will), v. Scholz, E. v. Bod- mann, Karl Schloß, M v. Bernus vertreten. Leo Greiner, ein geb. Mähre, will Brücken schlagen zwischen der ver­gessenen Romantik und dem noch nicht verstandenen Nietzsche:

In dem Wechsel alles. Schwebens, was bereitet doch die Zeit?

Alle Wandrer jetzt ans Erden müssen schauernd Zeuge werden ihrer tiefen Einsamkeit.

In die Wanderschaft der Kreise blühst du aus mtS engem Schmerz: Du auch wirst ein Ring im Ringe alle goldne Saat der Dinge schließt sich reifend um dein Herz."

Den Spuren goethischer Lyrik folgt Karl Schloß in einigen wunderbar abgeklärten und in edelster Form gebauten Gedichten. Die hier mitgeteilte Szene aus dem PuppenspielDer Rattenfänger von Hameln" zeigt einen etwas bizarren Humor, macht aber auf das ganze Stück gespannt. Wunderlich ist. auch die ProsaskizzeWeltuntergang", zeigt aber von tiefer Inner­lichkeit und starker Einbildungskraft.

In dem SchäferspielDie Verkündigung der Hirten" von Georg Fuchs, der bekanntlich aus Beer­felden stammt und lange in Darmstadt gewirkt hat, mischen sich seltsame deutsch-christliche und griechisch-heid­nische Elemente, während doch das Ganze von einer farben- 'ollen Bildlichkeit und Plastik ist.

Von den Prosaarbeiten sind neben vielen anderen wir können hier nur wenige aus dem dicken Bande heraus­greifen zwei Essais sehr charakteristisch, einer von Wil­helm Worringer über Frank Wedekind, ein an­derer von Hermann wein über Knut Hamsun. Den 'Aufsatz über Wedekind wird man nicht ohne Verwun­derung lesen. Mit derartig tollen Paradoxen ist wohl noch selten ein Autor von seinem Kritiker bombardiert worden. Ms die Natur wissen wollte, wie sie ausschaue", heißt es da, da hat sie Goethe geschaffen. Als sie aber wissen wollte, ivie sie sich im Hirn eines Affen male, da gab sie einem solchen Sprache und Intellekt und machte ihn zum Künstler, da schuf sie Wedekind." Dieser , liebenswürdige Vergleich wird dann in aller Umständlichkeit weitergeführt und bildet so­zusagen das Leitmotiv des Essais, bei dem es dem Ver­fasser mehr darauf ankam, zu verblüffen, als zu über­zeugen. Somit ist sein Porträt Wedekinds nichts als eine Karikatur. Eine unbändige Kraft tobt sich auch in Eß­weins Dithyramben auf das Werk Knut Hamsuns aus, die auch mehr dem Subjekt als dem Objekt zuliebe ge­schrieben sind. Der Aufsatz gleicht einem Feuerwerk: Ra­keten, Leuchtkugeln, Strahlengarben zischen auf, glühen und verpuffen. Ein Stil von großer Anschaulichkeit unb. Fülle ringt hier mit einer Reihe von Problemen, bie- nachdenklich machen. Die Art, wie Eßwein Hamsuns Schaffen analysiert, ist neu, kühn und voller Reiz.

Man sieht, der Münchener Almanach gibt, so sagt Alfr. Donnegger sehr richtig im neuesten Heft desLit. Echo", mancherlei Anregungen, und das ist kein kleines Verdienst. Wenn auch der Messias unter den Freunden von Karl Schloß noch nicht ist, so kann, wer hören will, doch die Stimme manches Propheten hören.

Volks- titib Heimatkunde.

Kloster Eugeltal.

Etwa 40 Minuten vom malerisch gelegenen Marktflecken Alten­stadt erhebt sich auf sanft gewölbtem, waldumsäumtem Hügel­lande in stiller Weltabgeschiedenheit das ehemalige Kloster Engel­tal, in früheren ZeitenRomelingshausen" genannt. Nachdem das ehemalige KlosterRodenbach" bedeutungslos geworden war, stifteten dort die Herren von Carben im Jahre 1268 ein Kloster für Nonnen des Cisterzienserordens. Durch zahlreiche Stiftungen der Gründer und anderer Umwohner, sowie durch Ankäufe in seiner Umgebung gelangte das neue Kloster rasch zu erheblichem Wohlstand, so daß schon 1303 Albrecht I. ihm einen besonderen Schutzbrief ausstellte. Durch den Geländeerwcrb bei Aufteilung der Gemarkung Oppelshausen wurden die klösterlichen Besitzungen noch bedeutend vermehrt. Das Gebiet von Oppelshausen gehörte ursprünglich kirchlich und zivilrechtlich zu Florstadt, wurde ;e- doch wesentlich durch das Kloster Engeltal besiedelt. Um, die Mitte des 14. Jahrhunderts war Oppelshausen schon zum größten Teile dem neuen Kloster einverleibt. Nachdem die Burg Fried­berg im Freigericht Kaichen festen Fiiß gefaßt hatte, beanspruchte sie auch über Engeltal Hoheitsrechte. Der erste Zusammen­stoß zwischen Kloster und Brirg endete 1466 mit einem Vergleich. Im Jahre 1532 begab sich indessen das Kloster freiwillig in den Schutz der Burg. Dieser Friedberger Schutz erhielt dann 1544, 1566 und 1580 kaiserliche Bestätigung. Nach einem nn 17. Jahrhundert ausgebrochenen Streite schenkte Gustav Adolf 1632 den Nonnen das Kloster, das int 30 jährigen Kriege ver­wüstet wurde. Unter der 1702 verstorbenen Aebtissin Juliane Schmidt erholte sich das Kloster wieder etwas; 1692 wurde die zerstörte Kirche wieder hergerichtet und 1701 der prachtvolle Hochaltar erbaut. 1803 kam Engeltal an den Grafen, zu Set» ningen-Westerburg und dann an den Grafeii zu SolmK-Wildenfels, der es durch Ausgabe von Losen zu 10 und 20 Gulden ver­spielte. Es fiel in den Besitz des Kaufmanns Petsch zu Frank­furt a. M., von dem es an Kammerdirektor Klenze überging. Dieser gab es 1836 an den Grafen zu Solms-Laubach ab, der es heute noch besitzt und das Gut als Fideikommiß der Standes- herrschaft gegenwärtig durch den Pächter Güugerich bewirtschaf­ten läßt. Im ereignisreichen Jahre 1806, also vor 100 Jahren, kam Engeltal unter Hefsen-Darmstädtifches Oberhoheltsrecht. Außer einem Oekonomiegebäude des Gutspächters umfaßt Ermeltal jetzt imr eine Kirche und ein gemeinsames Pfarr- und Schulhaus. Kirche und Schule dienen den in der Umgegeird zerstreut wohnenden Katholiken. Die Schule zählte int letzten Jahr nur 14 Kruder, gegen 20 in früheren Jahren.

Lebertsregel.

Bescheide dich. Ter Kindheit Spiel, Der Liebe Sehnsucht nach dem Ziel; Der heilge Bund, im Kamps zu zweit Getreu zu teilen Freud und Leid; Was ivert von dir des Lebeiis war, An Kinder, an die Enkelschar Vererbt zu sehn zu höherem Heil: Das ist dein Teil.

Beglückender als Glanz uild Rang Ist das Bewußtsein, Liebe, Fleiß Dem eng iungreuzteii Pflichtenkreis Geweiht $n haben lebenslang. Das tröstet auch im Leide dich. Sei dankbar und bescheide dich.

Wilhelm Jordan.

Magisches Dreieck.

Nachdruck verboten.

In die Felder nebenstehender Figur sind die Buchstaben beeeeeffhoorrrr der»

-1 art einzutragen, daß dieeinanderentsprechenden wagerechlen und senkrechten Reihen gleich­lautend Folgendes bedeuten:

1, Deutschen Volkshelden Oesterreichs.

2. Figur aus dem Kartenspiel.

's. Sagenhaftes Wesen.

4. Ein Fürwort.

5. Einen Buchstaben.

Auflösung in nächster Nummer.

Auflösung des Ergänzungsrätsels in voriger Nummer:

Hoffnung keimt, ein schwaches Hälmchen,

Auch aus kahler Felsenwaud;

Hoffnung leuchtet unter Tränen,

Wie im Wasser der Demant. Gaudi).

Rctatnon: Ernst Heß. Rotationsdruck und Verlag der Brübl'schen Uiiiversttals-Buck» und Steindruckerei. R. Lanae. Gießen.