Freitag den 22. Mal,

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(Nachdruck verboten.)

Das Gasthaus am Strande.

Roman in zwei Bänden von Florence Warden.

Autorisierte Uebersetzung aus dem Englischen.

(Schluß.)

Es bedurfte nichts Geringeres als eures Betttuchs, um alle diese Dinge zu fassen; und selbst als der Ser­geant mrt einem riesigen Pack auf dem Rücken die Treppe huiunterstreg, war er keineswegs sicher, hinter sich nichts zurnckgelassen zu haben.

Eine gebeugte Gestalt stand ihm in der offenen Tür des' Speisezimmers gegenüber.

Bin ich- auch- mit in Haft genommen?" fragte der Oberst ruhigen Tons.

Nein, Sir, aber wir müssen das Haus überwachen."

Was haben Sie da gefunden?"

Der Polizeibeamte breitete bei dem trüben Lichte des Ganges fernen Fund still vor ihm ans. Auch der Oberst blrckte sch-wergend darauf hin und zog sich nn- verzuglrch- tn das Zimmer zurück.

Der Sergeant verließ das Haus und begegnete auf dem Heuten Pfade, der zum Tore führte, Clifford: er wtes mtt etner Bewegung des Kopfes zurück nach dem Hause.Bedaure den alten Herrn", sagte er mit ae- Sttmme.'s hat ihn fast niedergewvrfen. Er bläst Trübsal da drinnen allein."

. ,/Jch will gehen und mich- zu ihm setzen, wenn er mrch haben will", sagte Clifford> der sich Borwürfe machte, den Vater statt der Tochter in Verdacht gehabt zu haben.

Tun Sie es, Sir," sagte der Sergeant, der Miß Bostals Vater bewacht zu sehen wünschte und gern darein vnlligte, daß es von freundlicher Seite geschähe.

So ging denn Elifford, nicht ohne Verlegenheit, in das Haus, während der Sergeant seinen Pack in das Gig trug, das ihn am alten Zollhaus erwartete.

- Der Oberst hörte die langsamen Schritte draußen vor der Tür des Speisezimmers und rief:Wer ist das?" Clifford stand in der Tür.Ich bin es, Oberst. Darf ich eintreten?"

., Der alte Mann erhob rasch den Kopf und lächelte ryn hoffnungslos an, indem er die Hand nach ihm aus­streckte.Treten Sie ein! Ja, treten Sie ein!"

. ltnd u achdem er die warme Hand des jungen Mannes etn paar Augenblicke in seiner kalten festgehalten hatte, lteß er sie wieder fallen, und ihn mit einer Gebärde äum Sitzen einladend, versank er wieder in Schweigen.

Clifford fragte ihn, ob- er das Feuer schüren sollte. Es war ein kalter Abend und die äußere Luft hatte von den offenen Fenstern zu den offenen Türen frei dnrch^das- Haus hindurch fegen können.

"'ö®, ja, mein Junge, wärmen Sie sich wenn Sie tonnen. Es würde mehr Fetter, als die Erde umfaßt.

bedürfen, um meine alten Knochen diese Nacht zu er» Wärmen."

Diese furchtbare Traurigkeit seines Tons durch­schauerte Clifford, der ihnr in der Tat wenig Trost spenden konnte. Es wurde ihm schwer, das Feuer neu anzusachen, und als es ihm endlich gelang, fand er, daß der kleine Kohlenbehälter leer war.

Ich will Kohlen holen", sagte der Oberst, der im Begriff, sich von seinem Stuhle zu erheben, von Clifford daran gehindert wurde.

Nein. Sagen Sie mir, wo sie zu sinden sind", sagte dieser rasch den Kohlenkübel an sich reißend.

O gut, wenn Sie wollen. Sie werden draußen hinter dem Hause den Deckel des' Wasserfasses aus der Erde liegen sehen. Wenn Sie ihn aufheben, doch wirklich ich möchte Sie nicht gern bemühen werden Sie den Eingang zu dem unter der Erde befindlichen Kohlenkeller finden."

Dieser etwas seltsamen Weisung entsprechend, ging Elifford durch die Hintertür des Hauses hinaus, hob den Deckel des Wasserfasses in die Höhe, den erfinderischen Geist bewundernd, mit dem der Keller versteckt war, und fing an, die hölzernen Stufen hinab in die Finsternis unten zu steigen. Der Oberst hatte ihn zw-är mit einem Lichte versehen, doch war dieses auf der untersten Stufe plötzlich verloschen, und in demselben Augenblicke wurde er gewahr, daß er nicht allein wäre.

Unwillkürlich stieß er einen kleinen Schrei aus. Eine Hand, die kleine weiche und schlanke Hand, deren er sich so lebhaft erinnerte, deren Eigentümerin er jedoch bisher ttie festzustellen vermocht hatte, wurde ihm rasch auf die Lippen gedrückt.

Holla !" hörte man eine rauhe Männerstimme schreien, die aber vom Garten oben gedämpft unter die Erde kam.

Und Clifford. hörte ein leises Wispern dicht an seinem Ohr:Der Polizeidiener! Schicken Sie ihn unter einem Vorwande fort. Ich- bedarf nur eines Moments, eines einzigen Moments."

Der junge Mann schauderte. Obsch-oit er nicht fürchtete, daß Miß Bostal ihm etwas zu Leide tun würde, lag doch in dem Gedanken, sich allein mit einer Mörderin tief unten in den Eingeweiden der Ende, in der Gewalt der kleinen Hände zu befinden, die solche furchtbare Tat vollbracht hatten, etwas Unheimliches.

Holla! Wer ist das da unten? Sind Sie's, Mr. King?"

Ja", antwortete Elifford.Ich hole hier Kohlen. Würden Sie wohl den Obersten um eine Schaufel oder eine Schippe oder sonst etwas bitten, sie darauf legen zu können."

Der Mann leuchtete noch einmal mit der Laterne in den Keller hinein und antwortete:Ja, Sir, ich kann nicht hineingehen. Doch- will ich ihn rufen."

Er zog sich zurück und gleichzeitig schlüpfte Miß