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auf eine enge Taille, nicht aber auf eine gebrauchsfähige Milchdrüse Rücksicht nehmen. Wer büßt die Eitelkeit der Mutter? Das Kind! Nicht genug, daß die Betreffende selbst durch die Eitelkeit geschädigt wird, nein, auch die Nach? kommenschaft muß darunter leiden! Merkwürdig, daß die Eitelkeir so oft aus unnatürliche Dinge sich richtet. Wie praktisch wäre es, einmal darauf eitel und stolz zu sein, daß man gesund ist, im wahren Sinne des Wortes gesund ist. Vielleicht sind die neuen Reformbestrebungen in Kleidung und Lebensweise geeignet, in dieser Richtung Gutes zu stiften. Me Eitelkeit der Männer und Frauen sei auf einen normten, natürlichen, gesunden Körper und Geist gerichtet, und das schließt in sich den Stolz auf eine gesunde Nacht- kommenschaft.
Vermischte».
* Mit dem weiblichen Denken beschäftigt sich ein sehr interessantes Werk des Direktors der Brandenburgischen Provinzialanstalt für Epileptische Dr, Kluge. Die Frau unterscheidet sich danach in ihrer Denkweise schon als Kind wesentlich vom Manne. Der Knabe baut und bastelt iin Spiel. Sein Geist arbeitet und sucht neues zu gestalten. Er hält sich dabei allerdings nur an gegebene Vorbilder, aber er baut sie doch auch weiter aus. Das Mädchen wiederholt in seinen Spielen nur, was es gesehen hat. Es kopiert uns „Situationsbilder", neue Formen und Ideen aber bringt es in seine Spiele nicht. — In der Schule zeigt sich dieselbe Erscheinung. Wo es einfach Gegebenes zu wiederholen und sestzuhalten gilt, in der Geschichte, der Religion usw., ist das Mädchen zur Stelle. In der.Mathematik und allen Fächern, wo es aus bestehenden Gedanken neue Schlüsse ziehen heißt, wo es sich um ein Messen und Wägen, Tarieren und Vergleichen handelt, — hat der Knabe seine Stärke. Das Mädchen denkt oberflächlicher' als der Knabe. In dieser Oberflächlichkeit begründet sich die frühere Reise des Mädchens. Es hat schon Kritik und Urteil, wenn der Junge noch ganz grüner Junge ist. Tas frühe Urteil des Mädchens basiert aber auch wieder nur in seiner oberflächlichen Denkarf, die sich eben bloß an Situationsbilder — an das Aeußerliche, Persönliche — halten kann. Aus ihrem raschen und leichtsinnigen Urteil ergibt sich eine der liebenswürdigsten Eigenschaften der Frau, ihr Mitgefühl und ihr „Gemüt". Sie läßt sich von sedenr äußeren Eindruck mitreißen und schenkt ihre Teilnahme rasch an alles, was ihr solcher wert erscheint. Sie geht freilich auch eben so rasch zu neuen Eindrücken über. Der tiefer denkende Mann, der nicht nur auf das Situationsbild sieht und erst den inneren Gründen der Ereignisse nachforscht, verschenkt sein Mitgefühl nicht so leicht, dafür aber auch dauernder. Neben dem Flattersinn hat auch die Putzsucht der Frauen ihre Grundlage in ihrem oberflächlichen Denken. Sie laßt alles Aeußerliche auf sich wirken, ebenso aber will auch sie selbständig aus ihre Umgebung wirken. Und so behängt sie sich mit buntem Tand oder brilliert mit der Unterhaltung, um im Mittelpunkt der Situation zu stehen. Die Frau denkt subjektiv und daher parteilich. Der Mann ist der objektive Denker. Er vergleicht, prüft und forscht, er scheidet das Für und Wider. Er denkt mathematisch, und so ist sein Denken sachlicher, und er hängt an seinen in schwerer Gedankenarbeit erworbenen Vorstellungen treuer fest. Er ist der Charakter und die Persönlichkeit, während der Gedankenkreis der Frau sich immer nur um das Persönliche dreht. So Herr Tr. Kluge. Er mag im allgemeinen recht haben, die Frauenbewung und das ganze öffentliche Wirken der Frau in den letzten Jahrzehnten haben aber doch gelehrt, daß auch die Frau die Schwächen ihres Geschlechts zu überwinden vermag und ebenso sachlich denken und urteilen kann wie der Mann. '
* Kluge Frauen. Ein Mitarbeiter der „Kölnischen Volkszeitung" erzählt: „Es ist mir lieber, Sie machen die Sache mit meinem Manne ab", sagte die Frau und ging ihren Mann zu rufeu. Während sie dahinging, kam mir mal einemmal zum Bewußtsein, wie klug und dabei echt wewuch diese einfache Frau, die ich lange flüchtig kannte, handelte. Sie hatten ein größeres Geschäft, in dem Mann und Frau tätig waren. Es war unschwer, zu erkennen, daß die Fran die geistige Kraft im Geschäftstriebe war, daß sie, besser als der Mann, die Sache verstand. Trotzdem trat sie, wo es sich um eine Entscheidung von nur einiger Bed eutung handelte, stets bescheiden zurück und überließ
SicbaTtion: 91 u guft Götz. — Rotationsdruck und il erleg der BrI !
es dem Manne, oder veranlaßte ihn vielmehr, diese zu treffen. Es war ein ziemlich, unbedeutender Mensch mit einem unverkennbaren Hang zur Bequemlichkeit. ' Mit großem Geschick verstand es die Frau, seine Mängel der Welt gegenüber zu verdecken, während sie andererseits ihn durch ihre kluge Handlungsweise zwang, diese zu bekämpfen und ihn in seiner Selbstachtung bestärkte. Wenn man selbst glauben mochte, daß es Stolz sei, der sie ihren Gatten den Menschen gegenüber im vorteilhaftesten Lichte erscheinen lassen wollte, so mußte man doch zugeben^ daß nur große Liebe und Geduld es vermochten, mit beharrlicher Ausdauer sich selbst hintanzusetzen, und immer wieder von neuem ihre bessere Intelligenz dem Manne zuliebe zu verleugnen. Der Mann kannte wohl die geistige Ueberlegenheit seiner Frau; da ihm diese aber nie in unangenehmer Weise fühlbar geworden, verehrte er die Frau um ihres Verstandes willen umsomehr, hätte sich ihr vielleicht willig untergeordnet, wenn sie nicht mit ebensoviel Takt als Klugheit ihn in der ihm gebührenden Ueber- ordnung gehalten hätte. So wurde diese Ehe, die bei der Veranlagung des Mannes unter ungünstigen Vorbedingungen geschlossen worden, durch die Klugheit der Frau zu einer selten glücklichen."
* D i e W e i b e r sind schlauer als dieMänner. Im „Globus" ist zu lesen: Die Frage nach der Herkunft des Feuers muß natürlich gemäß sich jedem Volke auf» drängen: daher auch die vielen Sagen über des Feuers Ursprung, zu denen jetzt der englische Missionar H. Cole eine neue, jene der Wagogo in Deutsch-Ostafrika, hinzu- sügt. Auch hier wird das Feuer vom Himmel geholt; sonst, aber zeigt die Sage viele eigentümliche Züge. Der wesentliche Inhalt ist der folgende: Ursprünglich gab es kein Feuer auf der Erde, darum stieg ein Mann in den Himmel, es dort zu suchen. Im ersten Hinnnel traf er nur halbseitige Menschen, über die er lachte; im zweiten Himmel gingen die Menschen auf dem Kopf, und da lachte er wiedk über sie. Immer noch fand er kein Feuer, und so stieg er in den dritten Himmel, wo die Menschen aus den Knien rutschten, und auch diese belachte er. Feuer aber, so berichteten ihm diese, würde er in Mulungns (Gottes) Hause finden, das im vierten Himmel liege. Zu Mulungu gelangt, trug er diesem seine Bitte nach Feuer vor und erhielt die Zusage, morgen solle er das Feuer finden können. Am nächsten Tage führte ihn der Gott in ein Gemach, in welchem eine Anzahl schöner bedeckter Gefäße standen; abseits aber standen zwei unscheinbare gleichfalls bedeckte Töpfe. Unter all diesen Töpfen sollte der Suchende wählen, und er nahm eins der schönen, in dem er aber nur Asch« und Kohlen, aber kein Feuer fand. „Warum hast du auf dem Wege hierher", sprach nun Mulungu, „über meine Kinder gelacht? Gibt es in deinem Lande nichts Lächerliches? Geh nach Hause!" Ein zweiter und ein dritter Mann stiegen dann feuersuchend in den Himmel und machten die gleichen Erfahrungen. Da schickte man ein Weib ab, die es schlauer anfing und bei der. Begegnung mit den verunstalteten Geschöpfen diese lobte, sie besang und vor ihnen*. tanzte. Bei Mulungu angelangt, zeigte auch dieser dem Weibe die Gefäße. „Die schönen sind zu gut für mich", sagte die Schlaue, und wählte einen häßlichen Topf, in dem. sie das längst gesuchte Feuer fand. Mit diesem eilte sie aus die Erde hinab, wo nun groß« Freude war. Jedermann entnahm dem Topfe Feuer und sagte, die Weiber sind doch schlauer als die Männer.
Tauschrätsel.
(Nachdruck verboten.)
Band,.Rost, Bonn, Korn, Eid, Weste, Gram, Fuder, Bern, Zelt, Mais, Bahn.
Von jedem Wort ist durch Umtausch eines Buchstabens an beliebiger Stelle ein neues bekanntes Hauptwort zn bilden und zwar derart, daß die neu eingefügten Buchstaben im Zusammenhang gelesen einen Vorgang in her Statur bezeichnen.
(Auflösung in nächster Nummer.)
Auflösung des Bilderrätsels in vor. Nr.r Siegesfeier.
Auflösung der Schachaufgabe in Nr. 139:
1. Lf6-e7, Df7 2. De5f:. - 1. . ., Ld2: 2. DdBf. — 1. . ., ed 2. DcSf- — 1. . el 2. Lf6f. — l. . beliebig.
2. Lc5f. — _____
fd.cn Universitäts-Buck» und Cteindruckerci. R. Lauge, Gteßen.


