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Meine Beziehungen zu Popow sind sehr kühler Art, und in seiner Schwester verehre ich nur dre Schönheit, bte sich bewundern läßt, nicht aber das Weib, das Empfin- duna besitzt. Ich leugne nicht, meiner Bewunderung für sie in lebhafter Weise Ausdruck gegeben zu, hab en, aber zwischen Bewunderung und Liebe ist doch ein gewaltiger Unterschied. Mso seien Sie unbesorgt, daß ich den Weg, den ich wandele, sehr gut zu beurteilen weiß.

Er stand auf und empfahl sich mit einem Gruße, der so förmlich war, daß Schischkin glaubte, ihn als eine Aufkündigung der Freundschaft deuten zu müssen. .

Acchip Petrowitsch", rief der Advokat,noch em Wort'"

Und?" fragte Glinka, während er sich umwandte.

Ich habe es gut gemeint!"

"Tas bezweifle ich nicht Aber Sie können von einer verletzenden Schärfe sein!" _

Ach was, unter Freunden kennt man keine Scharfe! Er reichte Glinka die Hand, die dieser halb versöhnt er­griff und schüttelte.

(Fortsetzung folgt.)

Merkwürdige Bsote.

Won Arnold Rohde.

(Nachdruck verboten.)

E. C. Rost, dem wir eine Reihe interessanter Reise- Serichte verdanken, veröffentlichte kürzliche imSeientific American" beachtenswerte Mitteilungen über merkwürdige (-ahrzeuge, denen er in verschiedenen Ländern begegnete. Namentlich bietet nach Rost's Schilderung der erste An­lick von Manila, wenn man den Pasig-Fluß auf einer let kleinen Barkassen in der Richtung nach der Mündung Kassiert, ein malerisches! Bild von den vielen Fahrzeugen 4er sonderbarsten Art.

Hier finden wir ungeheure, schwere Boote, welche die Frachtgüter der großen, in der Bucht vor Anker liegenden Dampfer aufnehmen und ans Land schaffen. Diese großen Boote, welche manGasgoes" nennt, sind mit einem zerlegbaren, leicht zu entfernenden Bambusbache versehen. Ueber dem Hinterteil des Bootes ist das Dach beträchtlich erhöht und bildet so eine geräumige Kabine, in welcher der Schiffer mit seiner Familie wohnt. In solchen Booten wurde der größte Teil der amerikanischen Truppen an Land befördert.

Nicht wett von dem Bureau des Hasenkapitäns an her Landungsstelle gelangt die Barkasse auf ihrem Wege jtact) dem Zentralhasen, oder dem alten Hafen von Manila in den Mnondo-Kanal. Aus diesem Kanal werden sehr sonderbare Fahrboote benutzt. Dieselben find klem, aus schweren Holzbalken erbaut, und mit hölzernen, Dielen bedeckt; auf diesen ruht ein Holzgestell, welches em Bam­busdach trägt. Jedes Boot kann etwa 15 Passagiere auf­nehmen und wird von dem einheimischenFletero" (Boots­mann) geschickt mittels einer langen Stange, welche er auf den Grund stößt, fortbewegt. Früher war unter dem Bambusdach eine kleine Blechbüchse befestigt, m welche der Fahrgast eine Kupfermünze zu werfen hatte. Kurz pach Landung der amerikanischen Truppen machte man Aber die Entdeckung, daß gewisse Personen statt einer Münze einen kleinen Stein, Nägel oder bergt m bte Büchse geworfen hatten, und seitdem giebt man der sonst Mühen Methode des Einkassierens den Vorzug. Auf j>em Flusse vier begegnet man auch vielen, mit Gemüsen, Webten, Futtergras usw. beladenen Kanoes, ioelche aus ms gehöhlten Baumstämmeii b estehen und von den Ein­geborenen sehr geschickt mit dem Strom, wie auch gegen die schnelle Strömung mittels Ruder fortbewegt werden.

Rost fand Gelegenheit, südlich von Manila mit Gene­ral Bateson zu reifen, als dieser ohne Blutvergießen den Vertrag mit dem Sultan von Jolo schloß, welcher V/s Millionen Menschen beherrscht, die zu den geschicktesten Philippinenbewohnern gehören sollen. Zuerst legten sie bei Jloilo auf der Insel Panay an; der Ort war von den Eingeborenen verbrannt worden. Die Insel ist als das größte Zentrum des Zuckerexports des Archipels berühmt, hier werden die Fährboote mit doppeltenRuderstützen",

welche außerhalb' des Bootes angebracht sind, verwendet Diese Fahrzeuge gehören zu den größten Seltsamkeiten der Philippinen. Sie sind aus ungeheuren Baumstämmen hergestellt, welche durch Werkzeuge ausgeböhlt ober aus­gebrannt sind. Sie [titb mit Masten und zwei bis vier Segeln ausgestattet. An jeder Seite des Fahrzeuges be­findet sich eine Ruderstütze aus Bambus, wodurch sich dies« Boote von anderen an der pazifischen Küste unterscheiden, )te nur eine Ruderstütze besitzen. Ta das hohle Bambus­rohr im Innern viele Querwände besitzt, so ist es in der That eine Röhre mit vielen luftdichten Abteilungen, und da das Bambusrohr ferner eine außerordentliche Stärke, bis zu 18 Zoll im Durchmesser, erreicht, so sind diese langen luftdichten Röhren int stände, ein bedeutendes Gewicht über Wasser zu halten. Bei großen Booten ist, bisweilen das Bambusrohr aus jeder Seite zu Bündeln zusammengebunden, welche an Querbalken aufgehängt sind und aus dem Wasser ruhen. Es ist fast unmöglich, eins dieser sehr schnell fahrenden Boote zum Kentern zu bringen. Sie würden jedes andere Boot einholen, welches dieselbe Segelfläche besitzt.

Diese Ruderstützenboote werden von den Eingeborenen auch für die Perlenfischerei benutzt, eine Industrie, die nächst der Hanfkultur die wichtigste Industrie dieser süd­lichen Inseln darstellt. Tie Unterthaneu des Sultans von Jolo, dis Moros, sind tüchtige Schiffer und als ein gefährlicher Volksstamm bekannt; denn noch bis vor kurzem trugen diese Inseln aus den Seekarten das WarnungS- zeichnenPiraten". Ter Moro fährt in seinem Ruder- stützen-Boot viele Meilen weit von Insel zu Insel; sem Boot und seine Ruder sind fein wertvollstes Eigentums selbst seine Frau nicht ausgenommen, die in Wirklichkeit nichts weiter als seine Sklavin ist.

Wenn man von Manila etwa 700 Seemeilen über das chinesische Meer fährt, begegnet man nicht nur inter­essanten Fahrzeugen aller Art, sondern man macht auch die merkwürdige Beobachtung, daß fast alle einheimischen Boote von Frauen geführt werden; die Frauen dienen den großen Schiffen, die in den Hafen von Hongkong eittfafrrett, auch als Lots en. Es ist nichts Ungewöhnliches, eine Frau am Steuer zu sehen, welche einen großen, schirmförmigen Hut trägt, während auf ihrem Rücken ein Kind befestigt ist. Diese Boote sind aus Holz und Bam­busrohr erbaut und mit einem Mast und Segeln ausge­stattet. Sie befördern auch landwirtschaftliche Erzeugnisse und Jndustriewaren von Ort zu Ort. Die Familien ber weiblichen Schiffer wohnen auf diesen kleinen Booten, ja, sie verbringen fast ihr ganzes Leben auf dem Wasser. Tas Ruder ist sehr lang und wird in geschickter Weise von den Frauen gehandhabt.

Tie sonderbarsten Fahrzeuge, denen Rost auf seinen Reisen begegnete, waren die ,,Balsas" des Titicacasees in Bolivia und Peru. TiefeBalsas" werden aus einem! im Wasser des Dees wachsenden Gras hergestellt. Dis. Methode, nach welcher sie von den Aimara-Jndianerns erbaut werden, liefert einen Beweis für ihren Scharfsinn., Ein Bündel Heu schwimmt natürlich auf dem Wasser, und je nach der Quantität des zum Baudes Bootes verwendeten trockenen Grases, schließen sie aus bte Tragfähigkeit deS Bootes. Tieselben sind ebenfalls mit einem Mast und Segel ausgestattet unb tragen zuweilen 8 bis 10 Per­sonen. Tie Indianer legen in diesen Booten weite Strecken auf dem großen Binnensee zurück, dessen Spiegel sich be- kauutltch mit dem Gipfel derJungfrau" auf gleiche« Höhe befindet. (

Eauschrätsel,

(Nachdruck verboten.)

Name, Rabe, Ritt, Mahl, Reis, Leier, Halm, Baden.

Bon jedem der vorstehenden Wörter ist durch Umtausch einer Buch« staben« an beliebiger Stelle ein neues Hauptwort zu bilden und zwar derart, daß die neu eingefügten Buchstaben im Zusammenhang gelesen einen Teil des Jahres bezeichnen.

(Auflösung in nächster Nummer.)

Auflösung des Logogriphs in vor. Nr.k Bai, Bau, Bad.

Redaktion! Curt Plato. - Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schm Universitäts-Buch, und Steindrucken! (Pietsch Erben) in Gießen.