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dadurch verloren, so daß 'er, geängstigt wie ein scheues Wild, das Ausland eben erreichte, um krank und todesmatt sich niederzulegen. Man hatte ihn in ein Krankenhaus gebracht, wo er seiner eigenen Aussage nach zn sterben fürchtete; denn er klagte; zur gütigen Herrin zu kommen, sehe er keine Aussicht mehr, darum habe er aus denr Krankenbett seinen Auftrag niedergeschrieben, da ein mitleidiger Gefährte, welcher das Hospital verlasse, bei seiner Seligkeit versprochen habe, den Brief der Post zu überliefern. Weiter könne er, der arme Dimitri, nichts thun, welcher nichts sehnlicher wünsche, als mit seinen blöden Augen die gnädige Herrin noch einmal wieder­zusehen, und ihr Diener sein zu dürfen.

In den Hauptpunkten war dies der ganze Anhalt des ziemlich wirren Briefes, dem das Datum fehlte; einzig das der Aufgabe nebst dem Poststempel Breslau gab Aus­kunft über Zeit und Ort. Ohne Zögern reiste darum Clarita dorthin aber nun folgte das Merkwürdige, daß Dimitri nirgends zu finden gewesen war.

Mit angstvollem Mitleid, in das sich unwillkürlich aufsteigende Zweifel mischten, hörte Stefanie der Freundin Schilderung, mit welch' zäher Ausdauer diese sämtliche öffentliche, tote Privat-Kranken-Asyle in Breslau durch­sucht hatte, ohne auch nur auf eine Spur zu stoßen, die einigermaßen Aufschluß hätte geben können. Nirgendwo hatte man während des letzten Jahres einen fremden Kranken _ ausgenommen, auch feinen Sterbefall gehabt, tvob ei Dimitris Name oder nur Claritas Beschreibung zu­treffend erschienen wäre, fo Laß diese endlich ermattet, enttäuscht und verwirrt ihre Nachforschungen aufgeben mußte.

Ich sah mich da völlig ratlos gestand Clarita der Schwester ratlos dem undurchdringlichen Dunkel gegen­über, das mir meinen Weg zu verhüllen strebte, und fühlte mich Labei Lurch körperliche Ermattung unfähig, meinen Vorsatz^ direkt nach Rußland zu reisen, auszuführen."

(Fortsetzung folgt.)

Münzen durch den Tisch zu schlügen.

Der Künstler legt zwei entliehene Thaler vor sich auf Leu Tisch, setzt sich davor, daß sein Oberkörper dem Ttschraude möglichst nahe ist. Er zeigt seine beiden Hände als leer vor und versichert, daß er nur mit den beiden vor ihm liegenden Thalern manipulieren werde, was auch vollkommen der Wahrheit entspricht. Nun nimmt er die beiden Thaler mit den Fingerspitzen bei nach oben gerichteten Handrücken auf, zeigt die rechte Hand mit dem darin befindlichen Geldstücke vor, während die geschlossene linke Hand auf der Tischplatte liegen bleibt. Er bringt dann die rechte Hand unter den Tisch, Kühlt Lis drei, ein Klirren wird hörbar, und die rechte Hand wird vorgezeigt. In ihr sind die zwei Thaler, während sich die linke Hand als leer ausweist.

Es ist dies eines der hübschesten Tischkunststücke, das man wiederholt zeigen darf, ohne es zu verraten, notabene wenn es geschickt ausgeführt wird. Man hat nichts zu thun, als beim Aufnehmen der beiden Thaler, den einen Mit den Fingerspitzen der linken Hand, gedeckt von dem Handteller, auf den Schoß zu schnellen. Dort wird er von der rechten Hand ausgenommen, und mit dem zweiten, schon in der Hand befindlichen Thaler vereint. Dies Stückchen ist außerordentlich leicht, muß aber trotzdem

oft geübt werden, bis es elegant ausgeübt werden kanm Denn nur dann wird es den richtigen Effekt machen. Zu empfehlen ist es, auf dem Schoß ein Tuch auszubreiten, damit der Thaler, der auf den Schoß fällt, nicht zwischen den Beinen zu Boden rutscht, oder erst durch längere Zeit gesucht werden muß. Auch muh dafür gesorgt wer­den, die Kunst so rasch wie möglich auszuführen.

Entnommen ausAllotria", Ein Buch der Gesellschaftskünste von Max Bauer, Verlag von Ullstein & Co., Berlin SW. (Preis gebd. 1, Mark.)

Gemeinnütziges.

DiePflege derLorbeerbänme- Dieselbe macht wenig Arbeit, da ein öfteres Verpflanzen nicht nötig ist, und nur dann vorgenommen wird, wenn die Kübel drohen> auseinander zu fallen- Das tritt bei guten Eichenkübeln erst nach 1520 Jahren ein. Als Verpflanzerde empfiehlt der praktische Ratgeber im Obst- und Gartenbau eine Misch­ung von Mistbeeterde, Kompost, Gartenerde, etwas Lehm, Sand und Holzkohle. Dem Gemisch werden noch grobe Horn- spähne und trockener Kuhdung beigemengt. Im übrigen erstreckt sich die Pflege aus reichliche Bewässerung und häufiges Beschneiden und Reinigen der Krone. Das Gießen der Pflanzen braucht nicht so oft, dann aber muß es durch­dringend geschehen- Ein um das andere Mal gießen wir mit verdünnter Jauche oder künstlichem Blumendünger.; Näheres finden Interessenten in Nr. 1 obengenannter Zeit­schrift, welche auf Verlangen kostenfrei vom Geschäftsamt verschickt wird- Der betreffende Artikel ist reich mit Ab­bildungen geschmückt-

Junge Nelkensenker werden am besten in einem trockenen, frostfreien Mistbeetkasten überwintert- Sobald es die Witterung irgend gestattet, ist zu lüften- Sollte wirklich Frost in den Kasten bringen, was wohl nicht zu vermeiden sein wird, fo hat dieses nichts zu sagen, wenn die Töpfe wieder allmählich auftauen.

Um Tintenfl ecken aus Hellem Holze zu ent­fern en, empfiehlt sich die verdünnte Salzsäure- Ist der Fleck verschwunden, so suche man durch kräftiges Scheuern der befleckt gewesenen Stelle mit Regenwasser (nicht Brunnenwasser oder gar Seife) die Rückstände der Operation zu entfernen-

(Prakt. Wegweiser, Würzburg.)

Wortspiel.

Nachdruck verboten.

Es sind 6 Wörter zu suchen von der unter a angegebenen Bedeutung. Von jedem dieser Wörter ist dnrch Umtausch des Anfangsbuchstabens ein neues Hauptwort zu bilden von der Bedeutung unter b. Sind die rich­tigen Wörter gefunden, so bezeichnen die Anfangsbuchstaben der Wörter unter b etwas Zeitgemäßes.

a b

1. Werkzeug Kleidungsstück.

2. Kirchcnfest Blumen.

3. Verwandte Teil des Gesichts.

4. Uebersicht Soldat.

5. Baum Rückstand.

6. Bauwerk alte Stadt.

(Auflösung in nächster Nummer.)

Auflösung der Schachaufgabe in vor. Nr.:

1. Daßb6, Sbß (c3); 2. Lc3. 1..... Sc5; 2. Sfl +.

1...... beliebig; 2. Dd4.

WooenöenchL üösr KesessschafLsöluserr.

Bearbeitet und mit Abbildungen versehen von der Internationalen Schnittmanufaktur Dresdcn-N. Reichhaltiges Modeualbum und Schnittmusterbuch zu 50 Pfg. daselbst erhältlich.

Die geschmackvolle Bluse nimmt im Reiche der Frauen­mode noch immer eine so bevorzugte Stellung ein, Laß wir es als eine Verletzung der uns als Modeberichterstatter zukommenden Pflichten ansehen müßten, wollten wir dies übersehen- Wir müssen im Gegenteil zugeben, daß ihre Bedeutung für die moderne Kleidung eine so große ist, daß sie einen besonderen Bericht verdient- Er dürfte gerade in der jetzigen Zeit am Platze sein, da für die bevov-- stehenden, gesellschaftlichen Vergnügungen solche Blusen viel­fach getragen werden. Außerdem wird wohl manch schöner Blusenstoff welcher als willkommene Gabe den Weihnachts­tisch^ schmückte, gerade jetzt der Verarbeitung harren- Wir

widmen unsere Ratschläge in erster Linie der rechten An­wendung der Fassung; denn Laß bei der herrschend« Moderichtung die Fassung und Ausstattung eines Kleionngs- stückes fast mehr bedeutet, als der Stoff, ist ja bekannt.; Wer nun da genügend Zeit und Muße hat, die mühsamen Ausstattungsarbeiten selbst zu verrichten, kann durch eignen Fleiß zu einem sehr vornehmen Kleidungsstück kommens für welches das Ausstattungsmaterial nicht sehr kostspielig ist. Als besonders praktisches Material nennen wir in erster Linie den Besatz von schmalem Band ; denn derselbe ist vor­züglich dazu geeignet, Bluse und Rock in Einklang zu bringen, was Erfordernis wahr« Geschmackes ist- Will man z. B.