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ganzen Krone mit Kupferkalkbrühe nicht vergessen, dann soll der Boden umgegraben werden und in rauher Furche liegen bleiben.
Neupflanzungen von Obstbäumen werden gemacht; dabei heißt es: Pflanze nicht zu tief, es ist dein und deines Baumes Schaden. Unfruchtbare Bäume können herausgerissen und gleich wieder gepflanzt werden, das macht sie fruchtbar. Krummstehende Bäume werden gerade gerichtet. Topfobstbäume müssen an einem frostfreien Orte aufgestellt werden, oder sind so tief in den Boden einzugraben, daß die Töpfe mindestens 15 Zentimeter im Boden stehen. Feigen werden niedergebunden und nut Erde bedeckt. Der Weinstock ist zu schneiden. An den Winterschutz für Aprikosen und Pfirsich am Spalier muß man denken.
Mehr noch wie im Obstgarten heißt es im Gemüsegarten graben. Dabei soll das Unkraut gesammelt, das Ungeziefer, als da sind: Eulraupen, Drahtwürmer, Engerlinge, Maulwurfsgrillen rc. getötet werden. Kranke Kohlstrünke sind zu verbrennen. Das Land, auf dem im nächsten Jahre Erbsen und Bohnen stehen sollen, muß Thomasmehl erhalten. Um unseren Gemüseboden nach! und nachl mächtiger zu machen, werden wir Stücke davon rigolen und gleichzeitig Kalk und Dünger unterbringen.
Aussaaten von Karotten, Schwarzwurzeln, Kerbelrüben lassen sich noch machen. Die Lüftung der Gemüsekeller und Gemüsegruben ist eine dringende Notwendigkeit. Das Bleichen von Kardy wird im Keller durchgeführt. Man reinigt seinen Samen und bewahrt ihn gut und trocken auf.
Im Blumengarten sind alle leergewordenen Beete umzugraben und diejenigen, die nicht wieder bepflanzt werden sollen, in rauher Furche liegen zu lassen. Wer noch nicht abgeräumt hat, soll es bald thun. Die Aufbewahrung der herausgenommenen Knollengewächse ist peinlich durchzuführen. Sollen die umgegrabenen Blumenbeete nicht so kahl aussehen, kann man sie mit Tannen- oder Juniperusreisig bedecken. Für tzyacinthen, Tulpen, Crokus, Scilla, Schneeglöckchen ist bald der letzte Termin zum Pflanzen gekommen, daher etwas Eile notwendig. Das Decken der Rosen beginne; Grundsatz sei dabei, trocken zu decken. Wo die Rosen trocken liegen, da kommen sie leicht durch den Winter. Niedrige Rosen kann man einfach mit Erde anhäufeln. Auch andere empfindlichere Pflanzen des Blumengartens verlangen Schutz. Magnolien wollen eingepackt werden, die Alpenrosen, Tritomen, Gunera ebenfalls; auch! die empfindlichen Klematis soll man nicht vergessen. In den Strauchgruppen des Gartens ist der Boden zu graben, alles rauh liegen zu lassen. Düngen thut auch hier gut.
Die Zimmerpflanzen stehen, seitdem draußen alles kahl geworden ist, wieder ohne Konkurrenz da; sie werden nun doppelter Pflege teilhaftig. Diese soll darin bestehen, daß wir den einzelnen Pflanzen die richtige Wärme geben, diejenigen, welche im warmen Zimmer stehen, häufig gießen und mit seinem Wasserverteiler bestäuben. Auch! den Zimmerstaub durch öfteres Waschen fernhalten. Außerordentlich wohlthuend wirkt das öftere Lockern der Erde, tzyacinthen können allmähliche zum Treiben eingestellt werden. Mit den Rosen warten wir noch. Maiblumen, Tulpen vertragen das Hineinstellen ebenfalls. Die Maiblumen verlangen große Wärme. Jeder Sonnenstrahl im November ist den Pflanzen eine Wohlthat, jeder starke Wechsel zwischen Wärme und Kälte benachteiligt sie. Darum ist wohl darauf zu achten, daß die Pflanzen dort, wo keine Doppelfenster sind, bei stärkerem Froste über Nacht in die Stube gestellt werden.
I. C. Schmidt, Erfurt.
Gemeinnütziges.
Mit vielem Geräusch wird in diesem Jahre eine neue „noch nicht dagewesene" Erdbeersorte die „Mammut-Erdbeere" empfohlen, die sich! durch eine besondere Größe und durch köstliches Aroma auszeichnen soll. Wie der Königl. Gartenbau-Direktor Göschke in Proskau in der neuesten stummer des praktischen Ratgebers ’m Obst- und Gartenbau mitteilt, handelt es sich um eine Sorte, die
genau vor 50 Jahren 1850/51 viel Aufsehen erregte, die aber längst abgethan ist, weil sie sich, eine Chili-Erdbeere, als für unser Klima viel zu empfindlich erwiesen hat. „Es dürfte somit", schließt Herr Göschke, „ein ganz müßiges Bemühen sein, solche längst vergessenen Altertümer wieder auszugraben, zumal wir genug andere vorzügliche Erdbeersorten von unzweifelhaftem Werte für die verschiedenen Kulturzwecke besitzen".
Litterari-ehes.
Die Frauenfrage besteht keineswegs blos darin, ob den Mädchen die Universitäten geöffnet werden und ob die Frauen den Männern in allen Berufen als Wettbewerberinnen entgegentreten fallen. Der Erwerb ist wichtig, aber gewiß nicht die Hauptsache; mindestens ebenso wichtig erscheint uns die Frage, wie die Hausfrau in den Stand gesetzt wird, das Heim, das ihr beschiedm, zu einer Stätte des Glücks auszugestalten, und ihre Kinder mit Erfolg geistig und körperlich zu erziehen, mit einem Wort, die Wohlfahrt ihrer Familie zu fördern. Diesen Teil der Frauenfrage sucht als bei weitem wichtigsten die verbreitete Zeischrift „Dies Blatt gehört derH ausfrau!" (Verlag Friedrich Schirmer, Berlin 8 V.) einer befriedigenden Lösung entgegen zu sichren. Die Zeitschrift, die jeder Ehemann seiner Frau, jeder Bräutigam seiner Braut anschaffen sollte, wurde für ihre anerkennenswerten Leistungen auf der Ausstellung für Wohlfahrts- und Gesundheitspflege in Halle mit der goldenen Medaille, auf der Industrie-Ausstellung in Hamburg mit der großen goldenen Fortschrittsmedaille, aus der Ausstellung für volksverständliche Gesundheitspflege in Berlin mit der goldenen Medaille und auf der Ausstellung für Kochkunst re. in Straßburg mit der silbernen Medaille ansgezeichnet. Diese Auszeichnungen (drei goldene und eine silberne Medaille), die int Laufe der letzten Monate erfolgten, beweisen zur Genüge die Unentbehrlichkeit von „Dies Blatt gehört der Hausfrau!" für jede Familie, besonders da es nicht blos der Belehrung dient, sondern auch ausgezeichnete Romane, gute Illustrationen, tadellose Modebilder mit Schnittmustern, neue Handarbeiten bringt, und die Pflege der Kunst im Hause durch Wort und Bild fördert.
Katechismus der Drogueukuude. Bon Dr. M. Pietsch und A.
Fuchs. Zweite, vollständig neu bearbeitete Auflage. In Originalleinenband 3 Mark. Verlag von I. I. Weber in Leipzig.
Das vorliegende Buch beschäftigt sich vorzugsweise mit den Roh- drognen und solchen Präparaten, die auf einfache, meist mechanische Weise durch Auflösen, Ausziehen, Eindampfen, Destillieren u. s. w. aus den Rohdroguen hergestellt werden, und behandelt nur einige, bei deren Darstellung auch einfachere chemische Vorgänge eine Rolle spielen. Der Katechismus vermittelt die Kenntnis des Ursprungs oder der Abstammung der Dcoguen, ihrer wesentlichen Eigenschaften und der Erkennungsmittel ihrer Echtheit und Güte, ihrer Aufbewahrung und Verpackungsart, ihrer Bezugsorte und Verwendung. Bei der Neubearbeitung werden besonders hervorgehoben die Droguen, die in ihren Eigenschaften den Anforderungen des deutschen Arzneibuchs entsprechen und, in den Arzneischatz ausgenommen, offizinell sind. Beigefügt ist ein ausführliches deutsches und lateinisches Sachregister.
Sternrätsel.
Nachdruck verboten.
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Herrscher.
Gefäß.
deutsche Stadt im Norden, alter Gott.
Mineral.
In die Felder der vorstehenden Figur sollen die Buchstaben AA, B, EEE, GG, HH, I, L, MM, 0, P, RRRR, T, UU, ZZ derart geordnet werden, daß die stvagerechten Reihen Wörter von der beigefügten Bedeutung ergeben, während die mittelste wagerechte gleichlautend mit der mittelsten senkrechten ist.
Auflösung in nächster Nummer.
Auflösung der Skataufgabe in voriger Nummer: Kartenverteilung:
B. a, dB; a8; bK, 9; clO, D, 9, 8, 7.
M. cB, aA; cA, K; dlO, K, D, 9, 8, 7.
H. bB, alO, K, D, 9, 7; bA, v, 8; dA.
' Skat: blO, 7.
Spiel:
1. B. bK, aA, bD. 2. B. a8, cA, a7.
Nun muß V erst sehen, wie es mit den Jungen steht; sind sie nicht verteilt, kann er natürlich and; nicht auf's Ganze gehen.
3. B. aB, cB, bB. 4. B. b9, cK, b8.
V braucht nun keinen Stich abzngeben.
Redaktion: E. Burkhardt. — Druck und Verlag )er Brühl'schen UniversitätS-Buch- und Steindruckerei (Pietsch Erben) in Gießen.


