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Sprache erklärt und das Berftändniß durch zahlreiche inftructive Abbildungen unterstützt. Es ck für alle Lernenden von großer Zweckmäßigkeit und für alle Könnende ein Nachschlagsbuch von beträchtlichem Werth. Ueber die Bielseltlgkett des Buches mag d,e nachfolgende gedrängte Inhaltsangabe orientiren: Das Zuschneiden, das Füttern des Rocks die verschiedenen Nahte der Rockschweif der Rockbund. - Das -iuschneiden des Futters, des Oberstoffes, das Aufheften, die Anprobe, das Ausarbeiten der Nahte, das Platten, das Emfugen des SischbeinS der Haken-, Knopf- und Schnürverschluß, Taillenband, Kragen, A-rmel. - Die englische Taille. — Das Werkchen durfte seine ufgabe ein wirklich nützlicher Rathgeber für die practische Schneiderin ,u sein, zur allgemeinen Zufriedenheit erfüllen.
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Trockene und verdorbene Käse schmockhaft rn mache«. Guter Wein wird so lange über gereinigtes Weinfteinsalz gegossen, bis die Mischung nicht mehr aufbraust, dann werden mit derselben leinene Tücher benetzt, diese um die Käse geschlagen und selbige in den Keller gelegt. Nach 24 Stunden befeuchtet man die Tücher von Neuem, kehrt die Käse um und fährt damit nach Beschaffenheit der Käse vier Wochen lang fort.
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Kleitte Hand käse mürbe «»d wohlschmeckend zu mache«. Man nimmt eine genügende Portion Heu, kocht diese» in reinem Wasser tüchtig durch, läßt dann das heiße Wasser ablaufen, doch nicht zu viel, und verpackt die Käse sofort in ein passendes Gefäß mit dem warmen Heu. Hierbei bringe man das Heu in Schichten von mehreren Lentimeter Dicke zwischen jede Lage Käse. Nach drei Wochen haben letztere einen äußerst angenehmen Geschmack erlangt. Sollte dieser noch nicht nach Wunsch eingetreten sein, so verfahre man nochmals nach der angegebenen Weise.
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Reeept »« eine« gute« Leberwurst. 1 Kilo gekochter in Würfelchen geschnittener frischer Speck, l‘/2 bis 2 Kilo gekochtes und dann fein gewiegtes mageres Schweinefleisch nebst der roh erhitzten und dann fein gewiegten Schweinsleber, sowie Salz, feiner weißer Pfeffer, Nelken Pfeffer, gestoßene Nelken und geriebene Muskatnuß je nach Geschmack werden innig mit einander vermengt und in gut gereinigte Schweinsdärme gefüllt. Kochen soll man diese Wrrrst am besten gleichzeitig mit der Blut- und Rothwurst- soll diese schon vorher gekocht werden, so legt man eine Blutwurst zurück, und zwar eine mittelgroße, und kocht diese dann mit der Leberwurft- blutet die Rothwurft nicht mehr, wenn man die Wurstgabel hineinsteckt, dann ist auch die reberwurst gar, wird dem Kessel entnommen.
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Rohrrüben-Pubding. Man nimmt 500 Gramm Mohrrüben, die gekocht und durchgeschlagen werden, ebensoviel Mehl, 250 Gramm feingehackten Rindertalg, 250 Gramm Rosinen, 250 Gramm Korinthen, 125 Gramm Citronat und etwas Salz. Die Masse wird sodann in eine Serviette gethan und muß ununterbrochen zwei Stunden lang kochen. Der Pudding, welcher sehr wohlschmeckend ist, wird mit beliebiger Sauce servirt. Auch aufgewärmt schmeckt derselbe vorzüglich. Man muß ihn zu diesem Zweck in Scheiben schneiden und in geschlossenem Gesäß dämpfen.
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Kavtostel-Guppe ä la crfime. 25 bis 30 mittelgroße Kartoffeln schält, wäscht und schneidet man, ebenso eine große Zwiebel und einen Selleriekopf, thut dies mit 135 Gramm frischer Butter, etwas Pfeffer, Salz und geriebener Muskatnuß in eine Cafferole und dämpft Alles unter fleißigem Umrühren bei gelindem Feuer völlig weich, verkocht die Maffe mit zwei Liter ,Bouillon von Liebigs Fleisch-Gxtract langsam eine halbe Stunde, fügt nach Bedarf etwas weitere Bouillon nach, läßt die Suppe noch ein wenig ziehen, schüttet dann noch einen halben Liter kochenden Rahm zu, thut ein Stückchen sehr frische Butter hinein und richtet sofort an.
Truthah« Mit Kastanie«. Ein Pfund Bratwurstfüllsel würzt man mit Salz, Pfeffer, Muskat und fein gehackten Zwiebeln, mischt darunter etwa 1 Liter geschälte und gedünstete Kastanien und füllt mit dieser Mischung einen sorgfältig gerupften und gesäuberten Truthahn, den man hierauf zusammennäht und zusammenbtndet. Dann läßt man ihn unter häufigem Begießen mit der Butter 4T/2 Stunden im Backofen braten, worauf man ihn auf einer flachen Schüssel anrichtet, während man die Sauce, die man mit etwas Liebigs Fleisch - Extract gekräftigt und dann entfettet und durch ein Sieb gegoffen hat, auf einer besonderen Schüssel servirt.
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Das Reinige« des Dillvers mit Silberseife hat den Nachtheil, daß man bei starkem Reiben zu viel Silber abreibt ,- es ist deshalb sehr zu empfehlen, das Silberzeug nur in heißes Seifenwasser mit Soda zu legen, einzeln tüchtig zu frottiren und dann heiß abzutrocknen, wodurch er einen wunderschönen Glanz erhält.
Humoristisches.
Einfach. „. . , Beoaure sehr, gnädiges Fräulein, den Stoff kann ich nicht mehr umtauschen!" — „Er gefällt aber meinem Bräutigam nicht!" — „Nun, dann tauschen Sie doch den Bräutigam um!" — Gedankensplitter. Biele Leute glauben, die Tugend bestehe darin, daß man gegen Andere streng ist. — Der Gemüthsmensch. „Sie: Abend für Abend gehst Du Deinem Vergnügen nach, und ich muß zu Hause sitzen. Wozu hast Du Dich eigentlich verheirathet?" — Er: „Damit ich Jemand hab', der bei den armen kleinen Würmern bleibt." — Das ist es! A.: „Begreifen Sie es, daß die Sarah Bernhardt so berühmt werden konnte?" B.: „O ja." A.: „Nun?" B.: „Es kann sich eben Keiner satt an ihr sehen." — Richtig. A.: „Sagen Sie, ist Herr Wolters, der kühne Börsenmann, nicht Ihr leiblicher Vetter?" B.: „Allerdings." A.: „Aber er sagte mir neulich, er sei nur, ein entfernter Verwandter von Ihnen." B.: „Das stimmt ich hab' ihn 'rausgeschmissen."
Literarisches
Mit Recht wird unser Jahrhundert das der Electricität genannt. Den zahlreichen Erfindungen auf diesem Gebiete hat sich eine neue angereiht: Die elektrische Post in Boston. Wie uns die bekannte Familienzeitschrift „JlluKrirte Chronik der Zeit" darüber berichtet, ist neuerdings auch die Electricität zur raschen Beförderung von Mittheilungen innerhalb der Stadt mit Erfolg benutzt worden. Es geschieht dies in ähnlicher Weise wie bei den Rohrposten der Großstädte; während die Uebermittelung von Correspondenzen hier auf pneumatischem Wege besorgt wird, bewirkt dies bei der Bostoner Post die Electricität.
IleBet den „Kunstwart", die von F. Avenarius herausgegebene Halbmonatschau über Litteratur, Theater, Musik und bildende Künste (Verlag von Georg D. W. Tallwey in München, vierteljährlich Mk. 2.50) schrieb kürzlich die „Tägliche Rundschau": „Vor mir liegt der letzte Jahrgang des „Kunstwarts". Welch eine Fülle von Urtheil und Kunstsinn, welch ein vortreffliches und umfassendes Bild des schöngeistigen Lebens eines ganzen Jahres, und das Ganze für einen wahrhaft lächerlichen Preis! Dichtung, Theater, Musik und bildende Künste sind hier mit gleicher Liebe und gleichem Berftändniß gesichert, dargestellt, beurtheilt. Kein gelehrter Ballast füllt die Spalten, und es ist ein thörichter Glaube, den man mitunter hört, der „Kunstwart" sei nur für Künstler von Fach da. Nichts falscher als das, er ist der berufene Wart für alle Künste und ist geschrieben für die Gebildeten aller Stände.
Nedactionr SL Gcheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei (Pietsch & Echeyda) in Gießen.


