Ausgabe 
28.7.1896
 
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War ja nicht böse gemeint," tönteler von verschiedenen Seiten und die Unterhaltung ging auf einen anderen Gegen­stand über. (Fortsetzung folgt.)

G-in-rnnütziges.

Zum Einmachen der Früchte. Bei der jetzigen Zeit des Früchte-Einkochens fei auf folgenden Vortheil auf­merksam gemacht: Eine chemische Untersuchung hat gezeigt, daß, wenn man sauren Früchten während des Einkochens gewöhnlichen Zucker (Rohr- oder Rübenzucker) zusetzt, dieser durch die Säure in Traubenzucker umgewandelt wird, welcher kaum halb so viel Süße giebt wie gewöhnlicher. Wenn man aber die Früchte zuerst kocht und dann den Zucker zusetzt, so kann man an dem letzteren bedeutend sparen.

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Unreifes abgefallenes Obst lasse man im Obst­garten nicht liegen, weil es ausnahmslos die Made, welche das Abfallen verursachte, noch enthält; sie würde ausschlüpfen und in der Erde sich verpuppen. Man verfüttere es den Schweinen oder werfe es in die Jauchegrube; ist es aus­gewachsen, so kann es zur Geleebereitung verwendet werden.

Um Regenwürmer aus Blumentöpfen zu entfernen, läßt man die Erde eines Blumentopfes, in dem man Regenwürmer vermuthet, so weit abtrocknen, daß ein Begießen nothwendig ist. Run zerreibt man eine Roßkastanie auf einem Reibeisen, schüttet das Geriebene in einen kleinen Tassenkopf voll kalten Wassers, rührt das ein bischen um und gießt den ganzen Inhalt der Taffe auf den betreffenden Blumentopf. Rach Verlauf von wenig Minuten erscheinen sämmtliche Regenwürmer, groß und klein, an der Oberfläche der Erde des Blumentopfes, was ganz spaßhaft anzusehen ist. Ist der Blumentopf ein ziemlich großer, so verwendet man zwei zerriebene Roßkastanien- und eine Portionstaffe voll Waffer zu diesem Aufguffe. Der Aufguß zieht nicht voll- ständig in die Erde des Blumentopfes ein, sondern es bleibt oben ein Satz zurück, den man am nächsten Tage beseitigt, damit sich nicht durch späteres Begießen Schimmel bildet. Die Kastanien bleiben bis zur nächsten Ernte dazu verwend­bar, auch noch länger, nur müffen sie bei der Aufbewahrung vor Räffe geschützt bleiben. Ob man die harte Schale mit zerreibt oder nicht, ist gleichgiltig.

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Um Porzellan oder zerbrochenes irdenes Ge­schirr zn kitten, nehme man eine sehr dünne Auflösung Gummi arabicum in Waffer und rühre dann etwas Gyps hinein, bis die Mischung ungefähr die Dichtheit von Rahm erhält. Diese Mischung trage man dann mittels eines kleinen Pinselchens auf die vorher erwärmten Bruchflächen und drücke dann die wieder vereinigten Theile recht fest zusammen, bis der Kitt vollkommen trocken geworden ist.

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Zum Kaffeekochen. Das berühmte Buren -Recept zum Kaffeekochen ist folgendes: Das Waffer wird in einem Keffel gekocht, der lediglich zum Kaffeemachen dient. Wenn das Wasser kocht, wird der frisch gemahlene» mit einem Sech­zehntel Cichorien vermischte Kaffee hineingethan. (Die Haus­frauen der Buren rechnen einen Theelöffsl Kaffee auf jede Taffe.) Darauf wird der Keffel sofort vom Feuer gehoben und ungefähr drei Minuten stehen gelaffen. Dann wird eine Vierteltaffe kaltes Waffer hinzugethan, wodurch sich der Satz bald setzt. Der starke und klare Kaffee wird dann durch einen wollenen Beutel in einen mit heißer Milch gefüllten Topf gegoffen. Milch und Kaffee werden endlich zusammen zum Kochen gebracht. Das Resultat dieses Procefles ist eine Taffe Milchkaffee, wie man sie angeblich nirgends beffer finden kann.

Reboction: A- Scheyba. Druck und

Französische Kraftsuppe. Ein Huhn und ein Halbei Pfund Kalbfleisch bringt man mit 4 Liter Waffer, Salz und den üblichen Küchenkräutern in einer Kafferole auf's Feuer und fügt, so wie das Wasser kocht, in Butter braun gebratene Stücke von rohem Schinken, sowie von sonstigen Fleischabfällen hinzu. Inzwischen wiegt man die Dotter von sechs hart­gesottenen Eiern recht fein und schüttet dieselben nebst sechs Löffeln braun geröstetem Mehl in die Suppe, die man noch etwa eine Stunde kochen läßt. Die Brühe gießt man hierauf durch ein Sieb, fügt Liebigs Fleifchextract, Madeira und etwas China-Sago bei, läßt ste aufwallen und fervirt sie sofort.

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Die Reiniguug von Photographieen vollzieht man sehr bequem und rasch dadurch, daß man sie vorsichtig mit frischer, aber nicht allzu klebriger Semmel abreibt. Ent­hält die zum Reinigen benutzte Semmel zu viel Feuchtigkeit, so entstehen leicht Flecken und matte Stellen auf den abge­riebenen Photographieen.

V-vuMeht-s.

Das arme Lieschen. Lieschen hat die beste Cenfur in der Klaffe. Als sie dieselbe in Empfang nimmt, bricht sie plötzlich in Thränen aus. Lehrer (erstaunt):Aber, Lies­chen, bist Du denn mit Deiner Cenfur nicht zufrieden?" Lieschen (schluchzend): ,,Ach ja, das schon, Herr Lehrer, aber meine Brüder haben so schlechte Censuren und wenn ich nun eine gute heimbringe, dann hauen sie mich!"

Der Richtige.Freund, Du mußt mir aus der Patsche helfen das Waffer geht mir bis an den Hals." Da kommst Du gerade recht zu mir, ich sitze nämlich auf dem Trockenen."

Ein guter Mensch. Zahnarzt (bei einem Diner): Meine Herren! Soeben hat uns der berühmte Sänger Herr Kehlini durch den Vortrag eines Liedes erfreut. Auch ich bin gern bereit, Ihnen mit meiner Kunst zu dienen. Will sich Jemand vielleicht einen Zahn, ausziehen laffen?"

Falsch aufgefaßt. Mann:Ich bin froh, daß man bei den schlechten Zeiten wenigsten« noch dann und wann einen Fisch effen kann. Das haben wir der künstlichen Fischzucht zu verdanken." Frau:Künstliche Fische? O, wie in- tereffant! Warum läßt man bei der Herstellung aber nicht die lästigen Gräten weg?"

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Das Fremdwort. Kleiner Junge:Eine schöne Empfehlung von meiner Mutter und Sie sollen mir ein Pfund Zucker geben bezahlen wird sie am Sonntag." Krämer: Sage Deiner Mutter, wir geben keinen Credit." Kleiner Junge:Die Mutter will ja gar keinen Credit, sie will ein Pfund Zucker!"

Nettes Glück. Sonntagsjäger (der eben dem Forst- gehülfen eins 'naufgefchoffen hat):Donnerwetter, ein Glück, daß es nicht der Oberförster gewesen ist!"

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Auch etwas.Herr Maier, haben Sie schon ein Duell gehabt?"Rein, aber eine, Ohrfeige hab' ich einmal be­kommen !"

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Naiv.Meine Tante hat mir Weihnachten dies Bilder- buch geschenkt und hat mir gesagt, wenn ich wollte, könnte ich esM Ihnen umtauschen." Buchhändler:Aberdas Bilder- buch ist ja schon ganz zeriffen!" -Deßhalb wollte ich es eben umtauschen."

Verlag der Brühl'schm UniverMtS-Buch- und Stcindruckerei (Pietsch & Scheyba) in Bietzen.

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