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G-m-rnMtziges.
Stachelbeersträucher, welche im vergangenen Gommer van Stachelbeerraupen befallen waren, müssen im Winter öfters behackt und mit Jauche oder Seifenlauge begossen werden, wodurch man die vielen vorhandenen Puppen tötet.
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Verwendung der Kerzenabfälle. Man hebt die kurz abgebrannten Kerzenstümpfchen gut auf und schmilzt sie in einem alten Gefäß auf der Seite des Herdfeuers, gießt die Masse in kleine Töpfchen, die gewiß in jeder Haushaltung vorräthig sind. Für jedes Töpfchen benutzt man ein seiner Höhe gut entsprechendes Stück Paspelschnur, taucht diese in die geschmolzene Masse, zieht sie wieder heraus und legt sie wieder beiseite. Wenn sie kalt geworden, wird sie ganz steif fein, dann steckt man sie in die etwas fest gewordene Masse und benützt sie als Docht- Ist die Masse ganz fest geworden, klopft man sie aus der Form, steckt das gegossene Licht zum Gebrauch auf einen Kerzensparer oder setzt es auf irgend ein Porzellantellerchen.
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Gelb gewordene Klaviertasten. Diese werden durch Abreiben mit Spiritus mittelst eines weißwollenen Lappen» wieder vollständig weiß.
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Vorzüglicher Lederlack wird hergestellt, indem man Steinkohlenlheer in einem Kochgefäß über Kohlenfeuer bringt und gelinde erhitzt, worauf man ihn in noch warmen Zustande mit Terpentinöl nach und nach vermischt. Dieser Lack eignet sich sür Thürbeschläge, eiserne Güter rc. und auch, da er nicht spröde ist, sehr gut für Leder-
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Wildpretpastetchen. Beliebige Reste von gebratenem Wildfleisch.hacke man sehr fein, ebenso etwas gerauchten Speck, gebe etwas Salz und Pfeffer dazu und zerklopstes Et, doch nur so viel, bis dis Masse sich bindet, aber sich noch zu Knödel formen läßt. Ein nußgroßes Stück von dieser Masse wickelt man in ein kleines Traubenblatt und taucht dies in einen seinen Tropfteig und badet sie in heißer Butter. Gut ist es, wenn man den Teig anstatt mit Milch mit Bier anmacht.
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Milchreis zu Obst. Man kocht einen guten Milchreis und mengt darunter zwei zu Schnee geschlagene Eiweiß und etwas Cüronenschale, so lange er noch heiß. Dann spült man eine Puddingform mit Wasser aus, füllt die Masse in die Form und stellt sie kalt, am besten in ein Geschirr mit Wasser. Wenn der Pudding gestürzt, sieht er mit gekochtem Obst garniert recht hübsch aus und braucht wenig Zeit zur Zubereitung.
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Kartoffelgelee. Da jetzt die Eier rar find, dient als Ersatz zum Backen und Kochen Kartoffelgelee. Man legt dis Kartoffeln Stunde in Wasser, wäscht sie mit einer scharfen Bürste rein, beseitigt dadurch auch die Schale, reibt sie auf einem freien Reibeisen, übergießt die geriebene Masse 3 bis 4 Mal mit snschern Wasser, rührt sie gut durcheinander und gießt nach jedesmaligem Setzen der Kartoffel- mässe das schmutzigbraune Wasser ab; es darf aber das Stärkemehl nicht abgegossen werde». Run gießt man siedendes Wasser darüber, rührt fleißig um und setzt sie so lange an's Feuer, bis sie beinahe siedet, und sich möglichst verdichtet hat. Hat sich die Masse etwas abgekühlt, wird sie durch ein Säckchen von ganz dünner Leinwand gepreßt. Da» durchgeseihte Kartoffelgelee dient zur Benutzung von Mehlspeisen, namentlich der Nudeln und Pfannkuchen. Der Teig wird wie gewöhnlich gemacht, aber statt der Eier soviel von dem
Gelee genommen al» nöthig ist, um de« Leig bilde« zu können. Es läßt sich in einer gut verkorkten Flasche an einem kühlen Orte lange aufbewahren.
Gespickte Ochsenzunge. Eine frische Ochsenzunge, welche eine halbe Stunde im frischen Wasser gelegen, übergießt man mit siedendem Wasser und läßt sie zwei Minuten darin liegen- Dann bringt man sie in eine Kasserolle, übergießt sie wieder mit kochendem Wasser, setzt sie mit diesem auf» Feuer, fügt nach dem Abschäumen Salz, einige Pfefferkörner, eine gelbe Rübe, eine Zwiebel und ein Lorbeerblatt hinzu und läßt die Zunge langsam 2l/2 Stunden kochen. Run zieht man die Haut ab, spickt die obere Haut recht schön mit Speck und Trüffelstreischen, legt sie in eine Pfanne und bedeckt sie mit einem Theil der durchgesiebten Zungenbrühe, fügt etwas Citronenschale, eine Prise Pfeffer, 14 in Butter gedünstete Schalotten hinzu und dämpft die Zunge noch eine halbe Stunde. Beim Anrichten legt man die Schalotten ring» um die Zunge herum. Die Sauce kocht man mit einem Glas Wein und einem braunen Mehlröstchen durch und schärft sie noch mit dem Saft einer halben Ei» trone. Zwei bis drei Löffel von der Sauce giebt man über die Zunge und das andere reicht man in der Sauciere und gebackene Kartöffelchen dazu-
Dem Mht-s.
Ein ökonomischer Studirender: „Wenn man bedenkt, wie wenig man verhältnißmäßig arbeitet- Man spart doch eine ungeheure Arbeitskraft für da» spätere Alter!"
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Entweder — oder. Richel theilt in der römischen „Tribuna" folgendes Gespräch mit: Erne sehr geschwätzige Dame zu einem Herrn: „Was würden Sie mir sür einen Posten geben, wenn ich ein Mann wäre?" — Der Herr: „Ich würde Sie zum Director einer Taubstummenanstalt machen." — Die Dame: „Warum denn?" — Der Herr: „Weil entweder diese Unglücklichen da« Sprechen oder Sie — da» Schweigen lernen würden!"
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Stoßseufzer. Frau: „Denlt Dir, u.isere Nachbarin , die immer so vornehm thut, soll früher Köchin gewesen sein!" — Mann: „Ich wollt, Du auch!"
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Kasernenhofblüthe. Jnstructions • Unteroffizier: „Einjähriger Huber, Sie machen ein Gesicht wie ein Regenwurm, wenn'» blitzt I"
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Buchbinderlogik. Hausfrau: „Schämen Sie sich, als Bräutigam so den Hof zu machen! Sie sind doch schon gebunden!" — Bräutigam: „Gebunden noch nicht, erst brochirt!"
In der Hitze des Gefecht». Frau: „Ja, ich sage Ihnen, bei dem Pumpsky's ist alle» geborgt, was Sie zu sehen bekommen. Selbst das Silberzeug entnehmen Sie bei Festgelegenheiten au« dem Leihmagazin!" — Frau Director: „Was Sie sagen! Ich glaubte immer, die herrlichen Besteck« seien ihr Eigenthum!" — Frau Jnspector: „Aber ich bitte Sie — wir haben Sie zu uvser'm letzten Souper ja selbst gehabt!" • *
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Ein Buchhändler hatte die Gedichte eines jungen Schriftstellers in Verlag genommen und ihm al« Honorar eine goldene Taschenuhr gegeben. Nach einiger Zeit kommt der Dichter und klagt feinem Verleger, daß dis Uhr nicht gehe. — „Da geht es Ihnen wie mir", entgegnete Dieser, „Ihre Gedichte gehen ja auch nicht!"
8i«iastion: 91. Gcheyds. — Druck und Verlag bet Brühl'schm Druckern (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen,


