is **

di« Männer im Kahns ihm zu.Gis habe« uns bemerkt g sanft,bald sollst Du ein warmes Bett und Pflege habe«. un° "7 besessen. i Du weißt doch, daß da» Waffer übermäßig hoch gestiegen ist

Willibald ließ stch eine Laterne reichen und kehrte zurück, I und wir nahe daran waren, zu ertrinken. Brave Menschen um die ihm nur zu wohl bekannte Dachtreppe, welche er al« I haben uns gerettet. Gott segne sie dafür!" Knabe so oft erklettert hatte, zu erreichen. I Und wieder brach ein Schluchzen über ihre Lippen, da«

Eine lange Gestalt ist zu Zeiten doch ganz nützlich," I au» der Tiefe ihres aufgerüttelten selbstsüchtigen Herzen« auf.

brummte er mit einem Anflug von Humor,das Waffer geht I stieg und es wie ein reinigender Sturm durchbrauste.

Einem nicht so rasch an den Hal»." IWeine nicht, Schwester," bat Lucie,es erschreckt mich

Man hatte den Jammernden auf dem Dache bereit» zu. I so sehr, da Du Thränen nie leiden konntest."

gerufen, daß sie Hilfe bekämen, worauf sich diese um die I Bernhardine trocknete sich hastig die Augen, sie schämte Platte drängten, welche wie eine Fallthür von der Treppe I sich und suchte den alten Trotz wieder hervor, aber die au» auf'« Dach führte. I innere Stimme, welche wir da» Gewissen nennen, ließ sich

Hallo! rief Willibald, die Platte hebend.Nur ruhig, I nicht so leicht zum Schweigen bringen und erpreßte ihr immer meine Herrschaften, Sie werden Alle nach der Reihe gerettet. I und immer wieder glühende Tropfen der Scham und Reue. Der Aelteste zuerst!" I

Ich bin der Aelteste freilich," tönte eine zitternde I VII.

Männerstimme,nehmen Sie aber, bitte, meine arme Frau." | Als Professor Carlsen nach der Steinstraße, wo der alte Recht so, aber nun so schnell wie möglich, es gibt noch I Hauplmann Ehrhard wohnte, sich begab, fand er dieselbe schon "'bhr zu retten. I f° hoch überschwemmt, daß er seine Beinkleider bi» an'» Knie

r 1 x b die Frau auf den Arm und brachte sie I auskrempeln mußte, um das Haus zu erreichen. Ec wollte m Sicherheit ' I sich nur von der völligen Sicherheit des alten Freundes über«

e r",it^« Segen über Sie! rief der alte Herr.Nun I zeugen. Das Haus war neu und nach der modernen Bau«

Fraulein Melchior. I art, die überall für Miethskafernen von ziemlich leichtem Zu»

~ n?enn!orb ,n.e Men ihren ganzen Trotz eingebüßt zu haben, | schnitt ist, auf dem Flur mit einer steinernen Treppe versehen,

sie ließ sich ruhig von dem fremden Manne retten. Er hatte I Bis hierher hatte da» Wasser sich auch bereit» Eingang ver.

Lk,^"gebrachte Laterne an einen Nagel befestigt und da alle schafft und drohte bald die Parterre-Räume zu überfluthen. Thüren offen standen, gab sie seinem Wege genug Helligkeit, IAch, Herr Professor! Sie sind'«?" rief ihm der Hau», um sicher zurück bi» an das rettende Fenster zu kommen. wirth, seine Corrtdorthür öffnend, mit kläglicher Stimme ent.

»Ä T?;6et S seinen Schein auf Willibald« gegen.Wir sind schon dabei, unsere besten Sachen nach

Gesicht, al» er mit seiner nicht allzu leichten Bürde die Treppe I oben zu bringen; ist das eine Roth!" ytnabstieg. Bernhardine starrte ihn wie eine Geistererschetnung IDann will ich Ihnen dabei helfen," erwiderte der Pro- "''ihre Augen trafen sich secundenlang und wie ein leiser feffor gutmüthig,das Waffer steigt furchtbar schnell, in einer Aufschtti ging» von ihren Lippen. I Stunde sind Sie hier unten überfluthet, Sie hätten früher

^»Fürchten Sie nicht»," sagte er ruhig,Sie werden bald I damit beginnen müssen."

n Sicherheit sein." I Hal» über Kopf ging jetzt da» Schleppen der Mobilien

6 w $ Xn hutt ^ilöin bi» zum I los, bei welchem bald alle Bewohner hilfreiche Hand leisteten

Fenster durchkommen, stieß sie mit rauher Stimme hervor, und Jeder seine Räumlichkeiten zur Unterbringung derselben Nein, Sie sind zu klein dazu," erwiderte Willibald kurz, I zur Verfügung stellte.

gewaltsam den Gedanken niederkämpfend, daß die Denuncian«Hauptmann, da bin ich, stelle mich zum Dienste bereit!" H 9j lJ ent h°be, ihrem Sch'ckial überlassen zu bleiben. rief der Professor, durch die gegenüber befindliche Corridor. s. ^achdem er sie in den Kahn geschafft und schließlich auch I thür, welche die alte Trtna öffnete, hastig eintretend und dem ^ ^beiden Letzten in Sicherheit gebracht hatte, befahl Willi« I au« dem Wohnzimmer stolpernden Freund die Hand entgegen« d m Strome zu folgen um durch eine Quergasse nach streckend.Rasch mit Ihnen nach oben, damit Sie uns nicht

Lfl&nen letS;a6e ,\U U~b \Ort bie®e' Wege stehen. Ich begreife Ihre Saumseligkeit bei dem "Mieten zu landen. Er schien also doch kein Fremder zu sein, I rapiden Steigen des Waffer» gar nicht- Schläft denn Fräu° wie die Männer geglaubt hatten, da er genaue Localkenntniß I lein Elisabeth?" °

bsast' . INein, Onkel, ich habe das Unheil längst kommen sehen,"

«.«jcn"®« armen Gärtnersleute dort weiter unten sind in | erwiderte das junge Mädchen, zitternd vor Aufregung aber höchster Gefahr!" bemerkte der Candidat im flehenden Tone. Papa will nicht« davon hören " f 8 Ö' " 5

müssend ^acrSJL tie^ Willibald.Ja, die IBis es zu spät und Ihrs ganze Wohnung überfluthet

wackeren Freunde, ist. - Rasch, rasch, Hauptmann, mit den Elementen ist nicht wir dürfen die armen Menschen nicht umkommen lassen!" I Krieg zu führen"

^,,/Und meine kranke Schwester wird darüber sterben!"Ach, Unsinn, Ihr übertreibt," murrte Ehrhard,so £ h? ?lne' xroe ihren Mantel abgerissen und ihn hoch kann'» hier gar nicht kommen. Und wenn auch, wohin

rum schwachen Bewußtsein zurückgekehrte Lucie, deren sollen wir mit unseren Sachen? - Droben liebt man mich

Haupt sie zetzt an ihre Brust nahm, sorgfältig ausgebrettet nicht und wird sich den Kuckuck um uns und unseren Kram

9 . - r , I scheren. Gehen Sie mir mit der Nachbarschaft der Mieth».

Lommt .^er unserer Kähne, rief Willibald, I kasernen, die hilft au« Liebedienerei dem Hauswirth, über "ieiieicht kann ich mit dem hinunter, I mein Unglück stimmt sie sicherlich eine Höllenmusik an." We?vlr, 2 » »Herr Hauptmann," rief eine Stimme durch die offene

^^r," versetzte ein Feuerwehr« Thür,dürfen wir helfen? Bitte, kommen Sie herauf zu un», ntlshpr ®teuer be6en m .. . , r I e» ist die höchste Zeit, wir wollen oben schon Raum schaffen."

der 'mrpf mit Geretteten besetzt, I Es war ein junger Mann aus dem ersten Stock, der

^Fllhrer hatte ebenfalls die glückliche Idee mit der Quer, diese Bitte und Mahnung aussprach. Der Hauptmann machte na» ? f0S notb Personen aufnehmen und ein wunderliches Gesicht dazu, Uamuth, Verlegenheit und eine

sJLr! .Augenblicken war Bernhardine mit der kranken I Art Beschämung malten sich in seinen Zügen. Als aber der

kus k-? wbu er6e^acbL n®cfte*e ^nen Seufzer Professor ihn ohne Wettere» hinausschob, ergab er sich in Sihä sL?1 rÄJSS ?ucie L ein Kind sein Schicksal und ließ sich schweigend von dem freundlichen

schluch-itef?KfiJÄ XX n ^-N Schulter und I Nachbar hinaufgeleiten, der ihn zu seinem Vater in ein be­richtete unk die Kranke sich erschrocken auf« I haglich durchwärmtes Wohnzimmer brachte, wo er sich nach

$ Sei aaxu S n m | stummem Gruß seufzend in einen bequemen Lehnsessel Niedtrließ.

Sei ganz ruhig, liebe Schwester, sagte Bernhardine | (Fortsetzung folgt.)