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Erne, die sich auskennt!
Aber Jette lacht: „Nanu?
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Keene Kraft steckt da darin, ,Det lockt's Jeld bloß aus der Tasche, ,Jeben Sie mir Zacherlin,
Flink und fesch am Ladentisch Scharmutzirt der flotte Fritz; Wit der Jette, drall und frisch, Leistet er sich manchen Witz. Zacherlin, das will sie haben, Fritze weiß da gleich sich Rath; Gegen Motten, Wanzen, Schwaben Gibt es 6ilt’gere§ Surrogat.
„Nur nich Surrogate, Mann, „Zacherlin hab ich bestellt;
„Wenn ich bet nicht kriegen kann, „Denn zurück mit meinem Geld!!"
„Fritz Sie sind wohl nicht jesund? „Denn wie kommen Sie dazu,
,Anzupreisen solchen Schund!
,Wat nützt Pulver ohne Flasche,
des Kampfes thun?"
„Als Marketenderin vom 13. Regiment habe ich da«
Die beiden Freunde begaben sich zu der gehetmnißvollen i Recht auf einen Wagen und ein Pferd. Wir h^en bereit,
Zusammenkunft, von der Catherine zu wiffen schien. I von unseren Ersparnissen da» Nöthige angeschafft, sagte
Al» bie Frauen allein geblieben waren, begannen sie I Catherine stolz, „ich habe meine Wäscherei verkauft, und die Vorbereitungen zur Mahlzeit zu treffen, und Catherine I Lefebvre bekam bei der Hochzeit eine kleine Summe au» theilte, während sie das Gemüse putzte und die Henne her- I der Erbschaft seines Vaters, des Müllers von Ruffach, ganz richten half, der Obsthändlerin mit, daß sie das Kind ab- I nahe bei uns im Elsaß. O, e» wird uns an nichts fehlen, holen wolle, um es ihrem Versprechen nach zu seiner Mutter I und der Kleine wird es in unserem Karren bester haben, m führen I als ein Commandantenfohn. Richt wahr, Du wirst es gut
Die'gute Obsthändlerin war ganz gerührt; sie hatte I haben und nicht bedauern, mit uns gekommen ju fein?' sich an Henriot gewöhnt, denn er erinnerte sie an ihren Lazare, I sagte ste, indem sie den Kleinen ergriff und in die Hohe hob, als er, ebenfalls ein kleiner Knabe, auf der Schwelle ihrer I um ihn zu küssen. ,
Thsire spielte I In diesem Augenblick ließ sich ein Geräusch von Schritten
Catherine theilte ihr gleichzeitig mit, daß ihr Mann I hören, und das Kind, plötzlich erschreckend, wendete den Kopf zum Regiment abginge, daher diese Eile, den Sohn Blanche I ab, um sich hinter der Schulter von Catherine zu verstecken, von Lavaline» abzuholen. I indem es schrille Schreie ausstieß.
„Wohin geht Ihr denn?" fragte Mutter Hoche. I Hoche kehrte, auf den Arm Lefebvre» gestützt, zurück. 'Ei, an die Grenze, wo j» Krieg ist. Lefebvre wird Ein blutbefleckte» Tuch verbarg die Hälfte seine» Gesichtes, bald zum Kapitän ernannt werden." I »Habe keine Angst, Mama, rief er von der Thür
Wie Lazare?" I aus. „Es ist nichts, ein einfacher Schnitt, der mich nicht
"Ja, beim 13. Jnfanterie-Regiment. Er hat Ordre I hindern wird, mich zu Tisch zu setzen," fügte er lustig hinzu, bekommen na<b Verdun abzuaehen" I „O, mein Gott, er ist verwundet, was ist denn ge-
Aber wenn Jh? Mann zur Armee abgeht, warum schehen?" rief Mutter Hoche. Lieutenant Lefebvre, haben bleibt denn der kleine Henriot nicht hier? Sie können ihn I Sie ihn irgend wohin geführt, wo man ihn ermorden so oft sehen, wie Sie wollen, und können ihn im letzten I wollte?"
Moment, wenn es Zeit sein wird, seine Mutter aufzusuchen, I HK begann M lachen.
von bier abbolen" I »Mutter, beschuldige nicht Lefebvre. Er war einfach
„E» ist nur ein kleiner Haken dabei," sagte Catherine mein Zeuge in einer übrigens sehr dummen Affaire - e n lächelnd ich begleite nämlich Lefebvre." Duell mit einem Collegen - ich wiederhole es Dir, es ist
„Ins Regiment? Sie, mein schönes Kind?" 1 nichts." ,,
'Sa, Mutter Hoche, ins 13. Ich habe mein Marke- | »O, ich war ganz überzeugt, daß Ihnen nicht viel
denterdiplom schon in der Tasche." I passieren würde," sagte Catherine, „aber der Andere?
Catherine lächelte dem Kinde zu, da» nicht aufhörte, sie I (Fortsetzung folgt.)
anzublicken, mit jenen starren und tiefen Augen der Kind- I ------------
heit, welche alles, was sie sieht, hört, berührt, in der weichen I Materie ihres Gehirns aufzunehmen und einzugraphireu I scheint. Dann zog sie ein großes Papier von Minister- I Der Stand, bem wohl bie meisten jungen Damen angeboren
formst, das die Siegel des Kriegsministertums trug, au« möchten, ist ber - Brautstanb. „Brautstanb unb Braut-Ausstattung"
d-m Mieder unb hie» -- der ObMnblerin Mumphi-mb * di-
W „Sie sehen, enein Diplom « in -Her Ordnung ^ÄE^ÄW.u’Ä
stellt und ich muß in acht Tagen bei meinem Corps sein. | Syb ow, — in jeher Richtung beherzigenswerthe Rathschlage, begleitet
Da« ist die letzte Frist. Wir sollen ja Verdun befreien. I von einem Schema für eine Ausstattung nebst Preis, bereu i-uumie
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fpirrren, die sollen wir delogiren, fugte die Utoitetenoertn | Don Pasch, Berlin) von höchstem Interesse. Im Uebngen lustig hinzu. I bringt bie empfehlenswerthe Monatsschrift' bann vortreffliche Winke und
Mutter Hoche sah sie mit Erstaunen an. I Recepte für Kaltschalen, für bie heiße Zeit, bie Vlaubereien: „Der
Wie? Sie sind Marketenderin!" sagte ste, den Kopf I Einkauf im Juli" nebst Speisezettel, „Billig unb gut, .„Reste in her
schüttend Dann fuhr ste fort, indem st«! einen.neidtschen W£ ben «»S auÄfeffÄm
Blick auf die Sans-Gene warf. „Ja, das ist ein schöne | Reiz, von B. Herwi: Ein Experiment. Der Preis bes einzelnen
Stand! Das hätte ich meiner Zeit auch gern gelhan. Man j Monatsheftes ist 50 Pfg. Jährlich erscheinen 12 Hefte, marschirt nach dem Klange der Trommel, man steht viele
Länder, man hat den ganzen Tag vergnügte Gesichter um sich — dem Soldaten geht es ja in der Cantine so gut. Er vergißt sein Elend und träumt davon, daß er General werden wird — oder Corpora!. Und dann am Morgen der Schlacht sagt man sich, daß man keine unnütze Frau ist, nur gut zum Heulen und zum Erschrecken, wenn man die Kanonen hört. Man ist ein Theil der Armee und von Reihe zu Reihe gießt man den Vertheidigern der Nation für zwei Sous den Heroismus und den Muth in ein kleines Glas. Der Branntwein, den die Marketenderin herbeiträgt, ist auch eins Art Pulver, und ihr kleines Faß hat schon mehr als einmal beigetragen, den Sieg zu entscheiden. Bürgerin, ich bewundere Ste und möchte gern sein wie Sie! Wirklich, wenn ich jünger wäre, würde ich meinen lieben Lazare begleiten wollen, so wie Sie Ihren Lefebvre! Aber da« Kind? Was werden Sie mit dem kleinen Henriot inmitten des Lagers während der Etappen, in dem Lärm
StebacHon: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen UniverfitStS-Buch- und Steindruckerei (Pietsch * ®djet;ba) in ®ie6


