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Mutter zu mir gewesen, für immer die müden Augen schloß, Z So strichen die ^akre rubia dabin s=hitf> mil*s -i*

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;tr u r I t Die letzten Jahre hatten mir Angst und Sorge nicht er-

Die Verhältnisse zwangen uns, das Haus, welches wir I spart. Ich hörte nur noch selten von Guido und das raubte

SV6 Tode bewohnt hatten, zu verlassen. Herr I mir auch den Muth, ihm öfter zu schreiben. Seine Eltern von Berry, der mich schon ganz als seine Tochter betrachtete, j waren beide tobt und ich das einzige Band wenn ich es

??ö$ten ru ihm ziehen, aber aus verschiedenen | so nennen kann, - welches ihn noch an die Heimath knüpfte.

Gründen zog ich vor, fein hochherziges Anerbieten dankend | Ich versuchte alle meine Gedanken auf meine kleine Häns- abzulehnen und mit Edith eine zwar bescheidene, aber darum I lichtest zu concentriren und nicht an das zu denken, was mir nicht minder nette, behagliche Wohnung zu beziehen. fast das Herz brach, - ich suchte mir einzureden, Krankheit

Guido schrieb noch oft, aber nicht mehr mit der früheren I obet die beabsichtigte Heimkehr hindere ihn am Schreiben,

Regelmäßigkeit und zwar wie er zu seiner Entschuldigung aber umsonst I Der Gedanke an seine Untreue wollte mich nicht

meinte, weil er sich nie lange an einem Orte aufhielt und | verlassen.

geschäftlich sehr in Anspruch genommen war. I Einer Nachmittags, ungefähr vier Wochen, nachdem Edith

Als Antwort auf die traurige Nachricht vom Tode meiner gegangen war, machte ich einen Spaziergang über

Mutter und unserer veränderten Verhältnisse erhielt ich einen ?, duftenden Wiesen. Es verlangte mich darnach, allein zu

langen Brief voll zärtlicher Trostesworte von ihm und weiter ^in und meinem schweren Herzen durch Thränen Luft zu schrieb er:Komm' herüber zu mir nach Indien, Lena, es I m ,

hat sich mir hier geschäftlich ein so reiches Feld eröffnet, daß I , ®6en wollte ich einen schmalen Fußpfad einschlrgen, als vorläufig an meine Heimkehr nicht zu denken ist. Soll ich so I « *4 QJ dem weichen Rasen nicht hatte kommen

lange warten, ehe ich Dich als meine Gattin heimsühren I J® scharf um die Ecke bog, daß ich, heftig

kann? Lena, Du weißt nicht, wie ich mich darnach sehne, die | rurückprallend, einen Ausruf des Schreckens nicht unterdrücken geliebte Hand, die ich vor nun zwei Jahren zum letzten Male I tonnt~ , m

an die Lippen drückte, wieder in der meinen zu halten! I «u Wagen; der darinsitzende Herr sprang

In Kalkutta geht es sehr heiter her. Die englischen Offiziers- ft8 ,u?b ^4 besorgt, ob ich verletzt sei. Ich be­kamen sind in der Gesellschaft tonangebend. Jetzt macht eine ?T,0te 9S* der Versicherung, daß ich ganz unversehrt, nur junge, schöne und sehr reiche Erbin, Ethelind Valneigh, großes N'Z erschrocken sei; in demselben Moment aber brachen die Aufsehen. Sie ist erst vor Kurzem von Bengalen gekommen Se !ben ganzen Tag Über nur mit und ihr Bruder, ein liebenswürdiger junger Mann, drängt, I ^ü^e jurüilgebrängt hatte. *

daß ich mich ihr vorstellen laffe. Heute Abend werde ichZsie I k Schweigend betrachtete der Fremde mich eine Minute, auf dem Ball der Gesandtschaft kennen lernen." bann bat er, auf den Wagen deutend, um die Erlaubniß, mich

-- WGU-E ZMMZZM K mein Herz sich darnach sehnte, seinem Rufe zu so erschüttert, daß ich seinen Vorschlag dankend annahm.

SaIL38 9etn' ?eLL.aussprAich gern wäre ich zu ihm Schüchtern blickte ich zu ihm auf Dieses Gesicht hatte gegangen, wenn mein Pflichtgefühl e« mit gestattet hätte! | ich doch schon gesehen! Diese Züge kamen mir bekannt vor. Sjt<JüSLwÄe»* Kind mit mir I« FMIch, iUlweri» fie mll bastele, um f fum

eine fremde Welt zu nehmen, wäre leichtsinnig gewesen und I den sie mir. Dennoch schien irgend Etwas in dem Gesicht Ae if, überzeugt war auch gegen Guidos Wunsch. Die mir so bekannt, als hätte ich es mein ganzes Leben lang vor Heimath ohne sie verlaffen konnte ich nicht, das verbot mir Augen gehabt.

ba« meiner Mutter gegebene Versprechen. Er war ein blasser, schlanker, elegant aussehenber Mann

Ich schrieb ihm und theilte ihm mit ach, mit welch' | von drei- bis vierunddreißig Jahren, mit bunklem Haar, schwerem Herzen! daß ich mich gedulden müsse, da meine | grauen, nachdenklichen Augen und schmalen Lippen, in deren einmal übernommenen Pflichten mich in der Heimath zurück- i ruhigem Lächeln eine ganze Welt voll Trauer lag. hielten. Während ich nachsann, wo ich diesen Fremden schon ein»

Sechs Monate vergingen, ehe ich hierauf eine Antwort i mat gesehen haben könnte, unterbrach er meine Gedanken mit

erhielt. Dann schrieb mir Guido:Meine innigstgeliebte I ben Worten:Dieser Weg wird wohl nicht zum Fahren be-

Lena! Froh bin ich, daß Deine Antwort auf meine Bitte, M? Der dicht mit Moos bewachsene Boden lockte mich,

hierherzukommen, eine abschlägige war. Kurz nachdem ich Wie bedaure ich, daß mir gleich am ersten Tage meines Hier-

Dir geschrieben hatte, brach in der hiesigen Gegend die Cholera I 'eis biefer Unfall begegnen mußte," setzte er, seine Augen auf

aus und raffte Hunderte aus unserer Mitte fort. Viele der | m4 richtend, mit leichtem Lächeln hinzu.

hier weilenden Fremden fielen der Epidemie zum Opfer, ein I ,n"®? stnd Sie fremd hier?" entgegnete ich.Seltsam

Glück, daß Du nicht zu kommen wagtest! Du fragst, I es ist mir dach, als müßte ich Sie irgendwo schon einmal

wie mir Miß Valneigh, die schöne Erbin, gefallen habe; ich gesehen haben" f

war nicht wenig überrascht, in der allgemein gerühmten Schön- r , ,,Dar möchte ich wohl bezweifeln," versetzte er,ich habe

h-it ein junges, aber ganz alltägliches Gesicht kennen zu I Mehn Jahre lang im Ausland gelebt und bin erst vor drei

lernen. Mein Freund fühlte sich dadurch fast beleidigt, daß Wochen nach Deutschland zurückgekehrt. Ich bin Rector

sie so wenig Eindruck auf mich machte, als ich ihm aber Dein Schneefelds Nachfolger, erlauben Sie, daß ich Ihnen meine

Bild zeigte, da meinte er, nun wundere es ihn freilich nicht, I Kartegebe."

wenn ich für die Reize der schönen Ethelind unempfänglich , 34 las: M. Th. Walter. - Es war mir em völlig bliebe." I unbekannter Name.

* IMein Name ist Madeleine Butt," so stellte ich mich ihm

I nun vor,feit meine Schwester in der Pension ist, lebe ich Ich führte mit Edith in Rosenhain, wohin wir nach der I ganz allein. Ihr Vorgänger kennt mich sehr gut."

Mutter Tode gezogen waren, ein stilles, einförmiges Leben. |Ganz recht; ich entsinne mich, daß er gestern bei Auf- Unser ganzer Verkehr beschränkte sich auf ben Pfarrer, einen I zählung der hier wohnenden Familien auch Ihren Namen älteren, kränklichen Herrn, und den Arzt nebst seiner Familie. 1 nannte." (Fortsetzung folgt.)