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in die A' gellop*'
sprühende Heiterkei' tiefen Niederges^ der Weihnaä-
■ traurig, Kind?" frug Graf Traunstein Zimmel hängt Dir voll goldener Farben, Du aunge des Lebens; was sollte dann ein einsamer
-em Male vorbei war und einer tz gemacht hatte. Beim Glanz Kirche waren ihr die Thränen ..o das Herz hatte heiß sehnsüchtig
wie ich sagen?"
.mnen im großen Saale bauten der Baron und seine .ahlin die Christbescheerung aus, es klang mitunter ein ^anz eigenthümlich klirrender Ton heraus, dazwischen unterdrücktes Lachen. Im Wohnzimmer aber saß der Graf und feine Nichte im munteren Gespräch, denn sie hatten Beide sich wieder beherrscht.
„2ßir Jüngsten dürfen nicht hinein," meinte der Onkel, „wer weiß, was sie uns da drinnen aufbauen. Bist Du nicht neugierig, Kleine?"
„O nein!" Ada schüttelte gleichmüihig das blonde Köpfchen. „Wahrscheinlich ein Kleid, ein Buch, ein Schmuckstück oder etwas Sehnliches."
„Höre, liebes Kind, das klingt denn doch zu philosophisch für Deine Jahre; ich komme auf ganz eigene Gedanken
„Laß das, Onkel, man soll nicht Empfindungen nachforschen, die im Herzen ruhen." Ada war sehr bleich geworden und der Blick, den sie auf den Oheim richtete, schimmerte feucht.
„Du sprichst ein großes Wort gelassen aus," citirts der Graf. „Uebrigens fehlt solch' einsamem Junggesellen wie mir auch die Gelegenheit, Gedanken auszutauschen."
„Trägst Du so schwer an dem Alleinsein, Onkel Eduard, in letzter Zeit war mir nichts lieber als das."
«Ich sag' es ja, Fräulein Nichte, auch wenn Du es nicht Wort haben willst: Hangend und bangend in schwebender Pein
„Still, Onkel l" Jetzt fuhr Ada krampfhaft in die Höhe und lauschte nach der Thür. „War das eben nacht Sporengeklirr ?"
„O bewahre, wie käme das hierher? Es müßte sich denn der Weihnachtsmann für unsere liebe Ada in Uniform gesteckt haben."
„Nein, Du hast recht, ich irrte mich wohl." Sie sank entmuthigt in den Stuhl zurück und seufzte schwer. Wie thöricht, zu denken, daß Er hier sein könne!
Da klang hell und lockend von drinnen her das Glöckchen, die Dienstboten traten ein, die Thüeen flogen auf und — da stand neben dem flimmernden Tannenbaum eine hohe, stattliche Gestalt mit leuchcendem Antlitz! Weit, weit breitete Albrecht Sendrach seine Arme aus und Ada flog mit einem einzigen jubelnden Schrei hinein, um das glühende Gesichtchen zu bergen am Herzen des geliebtesten Mannes. Einen Augenblick wurde es still im Saale, kein Auge blieb trocken und erst Onkel Traunstein löste den Bann.
„Was blasen die Trompeten Husaren heraus," declamirte er mit Pathos, aber tief drinnen in der lustigen Stimme klang ein fast wehmuthsvoller Ton, „das war also der sparen- Kirrende Weihnachtsmann, der das Herzchen der kleinen Nichte besetzt hielt. Alle Wetter, ein stattlicher Mann — und nimmt mir gleich meine zukünftige Gräfin vom Traunstein fort."
„Eduard," sagte die Baronin, sich an den Bruder lehnend, „wie freue ich mich, daß Du diesen Moment des Glückes mit uns erlebst! Ich muß mein Kind bald von mir geben, aber ich thu's von Herzen gern, denn Major Sendrach ist ihrer werth. Es ist ein edler, goldtreuer Mann."
„Nun denn: Vivat hoch, ich gratulire, Frau Majorin," lachte Traunstein, das erröihende Bräutchen umarmend, „ich hoffe, mein sehr verehrter Herr, Sie werden nichts dagegen haben, wenn ein alter Oheim Ihr Kleinod auf die Stirn küßt!"
Das war ein seliger, fröhlicher Weihnachtstag! Ada wußte nicht recht, ob sie wache oder träume, sie blickte immer wieder auf Albrechts stattliche Gestalt, ihre Hand^, stahl sich
in die seine und der leuchtende Blick frug immer wieder zu j ihm auf: „Jst's denn wahr, Du liebst mich? Du hast mich 5 an Dein Herr genommen von nun an bis in alle Ewigkeit?"
„Mein Lieb," sagte Major Sendrach nach dem Abend- effen, als er neben Ada unter'm Christbaum stand, „ich habe Dir auch noch etwas mitgebracht."
„O, zeig' her, wenn's von Dir kommt, lieb' ich's schon jetzt."
Und der ernste Mann zog eine goldene Kapsel hervor, um sie der Geliebten zu geben. Aus derselben schaute eilt süßes, herziges Kindergesichtchen heraus und Ada jubelte entzückt: „Dein Kind, mein Albrecht, unser süßes Kleinchen. Gott behüte es und helfe mir, daß ich ihm eine treue Mutter werden möge."
„Ich wußte es, Liebling, und deshalb begann ich damals Dich zu lieben. Ja, wir werden sehr, sehr glücklich sein — die Sternschnuppe hat mir's damals verheißen und die Apfel« blüthe, die ich auf dem Herzen getragen seit jenem Ballabend, wiederholte es mir, so oft ich sie an die Lippen zog, um sie zu küssen."
„Weißt Du noch, Albrecht, wie Du mir einst gesagt: Wenn Menschen auseinandergeh'n, dann sagen sie: Ans Wieder- seh'n! — Und doch hätte ich nimmermehr gedacht, daß er so wunderherrlich sein könnte!"
„Mein Lieb und mein Stern!" flüsterte Sendrach, die । weiße Stirn Adas küssend. „Ich will's zu verdienen suchen, dies selige Glück. Dein Glück soll meines Lebens ganzer Inhalt fein."
- Drüben schauten zwei ernste Männeraugen nach der Gruppe unter'm Tannenbaum; Onkel Eouard fuhr leicht mit der Hand über die Stirn und sagte bitter zu feiner Schwester: „Ich Thor, daß ich zu tief in Deines Kindes Märchenaugen geschaut und gehofft, mein einsames Leben sollte noch glücklich werden! Hm, es muß überwunden werden und doch läßt auch der reife Mann nur ungern von einer schönen Hoffnung. Wie glücklich Ada ist!"
Die Pariserin und ihre Schneider.
Von Olga Wohlbrück.
Die Pariserin, d. h. die reiche oder wenigstens die aufwandtreibende „chike", elegante Pariserin hat meist vier bis fünf Schneider.
Im Ganzen weist Paris nenn Schneider allerersten \ Ranges auf, deren Namen allbekannt sind und aus deren | Ateliers jährlich Toiletten im Gesammtwerthe von etwa z5 Millionen Francs heroorgehen. Die Pariserin läßt sich ihre Staatsrobe bei dem Einen machen, der einen jährlichen Umsatz von sechs Millionen hat, ihre Promenadentoiletten bei dem Anderen (Umsatz vier Millionen), ihre „chiken einfacheren Kleidchen" (Petites rohes) bei einem Dritten (Umsatz zwei Millionen) und ihre Reit- und Sportcostüme wieder bei einem Specialisten, dessen jährlicher Umsatz sich ebenfalls auf zwei Milionen beläuft.
Das Budget aller Pariser Modesalons, der großen wie l der kleinen, beträgt beiläufig dreißig Millionen. Freilich sind l. es nicht die Pariserinnen allein, welche dieses Geld für die l Toiletten ausgeben; die Frauen aller Länder und besonder» 8 dis Amerikanerinnen tragen mit bei zu dem kolossalen Umsatz. । Sie bilden sich eben ein, daß die „Pariser Toilette" die l Toiletten aller übrigen Städte an Eleganz übertrifft und be« | zahlen eben diese Einbildung. Der eingebildete Werth ist ja I bekanntlich der größte.
Die Pariser Schneider wissen da» und sind raffinirt ? genug, um aus diesem Umstand Nutzen zu ziehen. Manchem x Ehemann, der seine Güter verkaufen muß, um die Totietten- | schulden seiner Frau zu bezahlen und die Einkünfte ihres | „Faiseurs" zu vermehren, sagen die Herren Schneider lächelnd :
„Sie dürfen sich eigentlich über die nur scheinbar hohen s Rechnungen nicht wundern. Sie zahlen nicht nur für mich, - sondern auch für die Vielen, die — gar nicht zahlen."


