Untere Madonna wird ihr HÜlfreich dabei sein," er* widerte Frau von Bielinski, indem sie der Comteffe zärtlich die Wangen streichelte- Darauf sagte ste auch dem Grafen eine Menge verbindlicher Worte und bat unzählige Male: die lieben, lieben Gäste möchten es sich in ihrem einfachen Hause nur recht behaglich machen- (Fortsetzung folgt.)

Geineinnütziges*

Seidenzeuge zu reinigen. Man schäle drei Kar* toffeln, schneide sie in dünne Scheiben und wasche steZgut ab. Dann gießt man 3/< Liter siedendes Wasser darauf und läßt es stehen, bis es kalt ist. Von diesem Waffer, welches geseiht werden muß. nimmt man so viel, als man bedarf, und gießt eine gleiche Quantität Weingeist dazu. Damit reibt man durch Anwendung eines Schwammes das Seidenzeug auf der rechten Seite ab und bügelt es, wenn es halb trocken, auf der Rück­seite. Auf diese Weise läßt sich Seidenzeug mit den zartesten Farben reinigen. Ebenso Sammet-Taffet und andere Zeuge.

Das sogenannte Königsräucherpulver, welches nur auf den warmen Stubenofen geschüttet werden darf, um das Zimmer mit einem angenehmen Gerüche zu erfüllen, be­steht aus fünf Theilen Gewürznelken, zwei Theilen feinem Zimmt, acht Theilen Veilchenwurzeln, acht Theilen Storax, zehn Theilen Lavendelblüthen, neunzehn Theilen Damascener- Rosen und zwölf Theilen Zimmetblüihen. Alles wird fein ge­pulvert, einige Tropfen Lavendelöl, Cedroöl und Nelkenöl zu- gefetzt und in gut verschloffenen Gläsern aufbewahrt.

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Gute geschabte Seife in Alkohol aufgelöst, gibt einen vorzüglichen S e i f e n f p i r i t u s. Die Flecken an Tuchkleidern und Kragen bürste man damit, spüle mit kaltem Waffer nach und bügle die angeseuchtete Stelle auf der linken Seite. Auch bestreiche man die Flecken wiederholt mit Ammoniak, bis sich das daran bestehende Fett abschaben läßt.

Kupfer zu poliren und zu färben. Um Kupfer- theile zu poliren, reibe man dieselben mit englischer Erde und mit Oel, dann mit einem Flanell« und zuletzt mit einem Leder­lappen ab. Eine Lösung von Oxalsäure, auf matt gewordenes Messing gerieben, entfernt bald die Oxydhaut und legt das Metall frei. Die Säure muß dann mit Waffer abgewaschen und das Messing mit weichem Leder abgerieben werden. Eine Mischung von Salzsäure mit in Waffer gelöstem Alaun gibt den nur wenige Sekunden in diese Lösung getauchten Gegen­ständen eine goldene Farbe. Eine orangenartige, in Gold spielende Farbe erhält polirtes Kupfer, wenn man es einige Secunden in eine Lösung von krystallisirtem essigsaurem Kupfer­oxyd taucht. Eine fchöne violette Farbe wird erzielt, wenn man das Metall für Augenblicke in eine Lösung von Antimon­chlorid taucht und es sodann mit einem mit Baumwolle um­wickelten Holze abreibt. Während dieser Operation muß das Kupfer bis zu einem der Hand noch erträglichen Grade erhitzt werden. Ein krystallinisches Ansehen wird dadurch hervor­gerufen, daß man den Gegenstand in schwefelsaurem Kupfer kocht.

Sauerampfer als Gemüse. Man läßt die ab. gestielten, gut gewaschenen Blätter mit einem Stückchen Butter und dem eigenen Safte des Sauerampfer» weich dünsten (er ist sehr bald weich) und läßt den Saft durch einen Durch- schlag abtropfen. Dann kocht man ihn mit der nöthigen Mehlschwitze und Fleischbrühe zu einer compakten Masse wie den Spinat, hackt ihn auch vorher so wie diesen, gibt von dem abgetropsten Saft nur so viel daran, daß der Sauer­ampfer nicht zu sauer oder strenge schmeckt. Zuletzt quirlt

man ihn mit 1 bis 2 Eidotter und Vs Quart guter saurer Sahne ab, wonach er aber nicht mehr zum Feuer darf, damit er nicht zusammenläuft.

Suppe von Bruunenkresse. Man sucht die Kresse sorgfältig aus, wascht und hackt sie und kocht sie in Waffer mit Butter und etwas Salz in einer halben Stunde gar, rührt diese Suppe mit einigen Eidottern ab, fügt 2 bis 3. Gramm Liebigs Fleischextract hinzu und läßt sie nochmals aufkochen. Sehr gut schmecken in derselben auch kleine, aus­gebratene und zuletzt mitgekochte Würfel von Speck.

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Fürther Gries - Spatzen. Gries kocht man in Waffer oder Milch zu einem Brei, gibt einige Eier dazu und etwas Salz und macht mit einem Löffel große Spatzen, kocht dieselben in Fleischbrühe oder Salzwasser ab, macht dann wie Spinat ein Gemüse von Petersilie, etwas dünn und legt die Spatzen hinein und gibt es zu Tisch.

Humor in der Schulstube. Lehrer (bei Rückgabe der Aussätze in der Secunda):Krüger, Sie können sich be­graben lassen und die Leichenrede soll Müller verfassen, der schreibt den traurigsten Stil!"

De r Sonntagsreiter. Student (zu einem Freund der auf dem Miethgaule an ihm vorbeigaloppirt):Nimm Dich in Acht, Emil, das Beest kommt Dir vor!"

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Kritik. Fräulein:Nun, wie haben Ihnen meine Gedichte gefallen, Herr Professor?" Professor:Aufrichtig Fräulein, in der Schule pflegten Sie richtiger abzuschreiben."

Ausgiebige Prima.^Referenzen. Gnädige (zur neuen Köchin):Sie gefallen mir soweit ganz gut die Hauptsache aber bleibt für mich, daß Sie ganz ausgezeichnet kochen können!" Köchin (mit Pathos):Oh, Gnädige - darnach können Sie sich bei unferm ganzen Dragoner-Regimmt erkundigen!"

Widerspruch. Mutter:Unsere Stadt hat jetzt 175,000 Seelen!" Tochter:Und wie viel Menschen?" Mutter:Dumme Frage! So viel Seelen, so viel Menschen!" Tochter:Du hast aber doch gesagt, es gebe so entsetzlich viel seelenlose Menschen!" *

Großmutter:Ach, Du armes Kind, mußt solche Schmerzen dulden! Ich wollte ja gerne, ich hätte Dein Zahn­weh!" Enkel:Das glaub' ich gerne; denn dann müßtest Du auch Zähne haben!" * *

Passende Erklärung. Gerichtsbeamter:Ichmache Sie darauf aufmerksam, daß Sie bei der Hauptverhandlung schwören müssen. Wissen Sie denn was ein Eid ist?" Bauer:Ein Eid?" Gerichtsbeamter:Ja! was ist ein Eid?" Bauer:Ein Eid is is--na,

wann ich'n halt falsch schwör, werd' ich eing'sperrt." *

Aus der Schule. Rechnenlehrer:Ich sage Dir nochmals Schulze, daß nur eines richtig sein kann. Ist das, was Du herausbekommen, richtig, so ist mein Resultat falsch was aber falsch ist, denn es ist richtig!"

Richtig.Ich geb' nix drum d'r Schauminger hat's beschte Bier; dadervun kann mer sich todtsaufe, mer kriegt fee Kopfweh I"

Redaction: A. Scheyda. Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.