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aalen fortbauert.

Wir meinten nicht anders, als alle Thiere, welche man

Redactton: A. Scheyda. Druck und Verlag der Brühl'schm Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen

Bündeln erstrecken sich die elecirischen Batterien von dem hin« I , teren Ende der sehr kurzen Leibeshöhle bis in die Spche des i Schwanzes, die beiden größeren Batterien liegen direct.unter -

der Laut, während die kleineren von Muskellagen eingeschloffen sind. Sie bestehen aus aneinander liegenden LängSbündeln, deren jedes durch zahlreiche Zwischenwände in viele, mtt einer roih. lich-aelben, weichen, gallertartigen Mafle ausgefüllte Plättchen einqetheilt ist; jedes dieser Plättchen trägt feme Heroen* enbiXn und ist ein Electricitätserzenger. Wenn man nun in Betracht zieht, daß aus jeden Zoll Lange "nes der Bündel- fasern ungefähr zweihundertundfunfzig dieser Electricitäts- erzeugungs-Plättchen kommen, so wird man leicht emsehe«, daß die electrische Kraft der ganzen großen Batterien eines aus. gewachsenen Fisches sehr beträchtlich fern muß, und das ist sie auch in der Thai- In seinem Wohngewäffer ist der Zitter aal daher der gesürchtetste Feind aller anderen Wafferthiere, als sehr gefräßiger Räuber verschlingt er Fische, Krabben und allerlei Kerbthiere, die ihm in den Wurf kommen.

Meist nur Nachts auf Raub ausgehend, durchschwimmt er in anmuthig schlängelnden Bewegungen das Waffer in der Nähe von Beutethieren angekommen, entladet er plötzlich ferne electrischen Batterien und im nächsten Augenblick schwimmen alle im Bereich des Schlages gewesenen Thiere betäubt oder tobt auf bet Oberfläche des Wassers, fernen gefräßigen Kinn, laden eine leicht erreichbare Beute. Es ist selbstoerstandlich, daß der Zitteraal auf diese Weise dem Fischreichthum der Ge. wäffer ganz erheblichen Abbruch thut, ja, daß er in geschlossen I nen Teichen und Seen sehr oft den ganzen Mischbestand ver­nichtet. Aus diesem Grunde wird er von den Eingeborenen tövtlich gehaßt, wie er andererseits wegen seiner gefährlichen Waffen sehr gefürchtet wird. ,

In höchst intereffanter Weise schildert Humboldt den Fang der Zitteraale; er sagt unter Anderem:Die Indianer sagten, sie wollten mit Pferden fischen. Nicht lange, so kamen unsere Führer aus der Steppe zurück, wo sie ungezähmte Pferde und Maulthiere zufammengetrieben, brachten ihrer etwa dreißig und jagten sie in's Wasser. ,

Der ungewohnte Lärm vom Stampf»n der Rosse treibt die Fische aus dem Schlamme hervor und reizt sie zum An« griffe. Der Kampf zwischen den so verschiedenen Threren gibt das malerischste Bild. Die Indianer mit Wurfspeeren und langen, dünnen Rohrstäben stellen sich in dichter Reihe um den Teich, einige besteiaen die Bäume, deren Zweige sich wagerecht üoer die Waffeifläche breiten. Durch ihr wildes Geschrei und mit ihren langen Rohren scheuchen sie die Pferde zurück, wenn sie sich aus's Ufer flüchten wollte- Die Zitteraale, betäubt vom Lärm, vertheidigen sich durch wiederhole Schläge Lange scheint es. als solle ihnen der Sieg verbleiben. Mehrere Pferde etlieaen den unsichtbaren Streichen, von denen die weientl-chsten Organe allerwärts getroffen werden; betäubt von den starken, unaufhörlichen Schlägen sinken sie nieder. Andere, schnaubend, mit gesträubter Mähne, wilde Angst im starren Äug', raffen sich wieder auf und fuchen dem um fte tobenden Ungewitter zu entkommen: sie werben von ben Indianern in s Wasser zurückgetrieben. Einige aber entgehen ber regen Wach­samkeit der Fischer; sie gewinnen bas Ufer, straucheln jedoch bei jebem Schritt unb werfen sich in den Sanb, zum Tode erschöpft, mit erstarrten Glieder.,. Ehe fünf Minuten ver­gingen, waren zwei Pferde ertrunken. Der anberthalb Meter lange Aal brängt sich bem Pfe»be an ben Bauch und gibt ihm nach ber ganzen Länge feines eleetrischen Organs einen Schlag; bas Herz, die Emaeweide und die Bauchnerven werden dadurch zumal betroffen. Derselbe Flsch wirkt so begreiflicher­weise weit stärker auf ein Pferd als auf den Menschen, wenn bieder ihn nur mit ber Hanb ober bem Faß berührt- Die Pferde werden ohne Zwettel nicht todtgeschiagen, sondern nur betäubt, sie ertrinken, weil sie sich nicht aufraffen können, so lange der Kampf zwischen den anderen Pferden und Zitter-

zu dieser Fischerei gebraucht, müßten nacheinander zu Grunde gehen. Aber allmälig nimmt die Hitze des ungleichen Kamp es ab und die erschöpften Aale zerstreuen sich. Sie bedürfen j«tzt langer Ruhe und reichlicher Nahrung, um den erlittenen Verlust an galvanischer Kraft wieder zu ersetzen. Die India­ner versichern, wenn man Pferde zwei Tage hintereinander in eine Lache laufen laffe, welche sehr viele Zitterer beherbergt, gehe am zweiten Tage kein Pferd mehr zu Grunde Maul- thiere und Pferde vernethen weniger Angst; ihre Mähne sträubte sich nicht mehr, ihr Auge blickte ruhiger. Die Aale kamen scheu an's Ufer der Teiche geschwommen und hier fing man sie mit kleinen, an langen Stricken befestigten Wurfspeeren. In wenigen Minuten hatten nur fünf große Aale, die meisten nur lncht ber Eingeborenen vor diesem Fisch, ist dem­nach wohl begründet, empfinden sie doch oft genug betm Baven ganz unvorhergesehen die unheimlich wirkende Kraft des una » sichtlich von ihnen berührten Aals; in manchen Gewäffern kann wegen der Häufigkeit der Thiere gar mcht gebadet wer-

I den; ist es doch sogar vorgekommen, daß m Brasilien eine Straße, die das seichte Bett eines Flusses durchquerte, verlegt werden mußte, weil in dem Flusse die Zitteraale sich so ver­mehrt hatten, daß alljährlich viele der durchwatenden Maul- thiere^vorleihmU sgetö M bafe W He Zitteraale, mie

alle anberen electrischen Fische, gegenseW durch ihre Schläge nichts anhaben können. Die electrischen Batterien sind also in jeder Beziehung ihren Trägern sehr wirksame Waffen und sie bilden einen intereffanten Beleg für die Mannigfaltigkeit der I Mittel, die von der schaffenden Natur für ihre Zwecke ver­

wendet werden.

Vermischtes.

Nicht allzu schwer. Sie '.Weißt Du, Mann, was ich mir heute wünsche?" - Er:Ein neues Kleid. - Sie - Wahrhaftig, Du hast meinen Gedanken errathen! Er. Na, als ob das fo schwer wäre, bei bett paar Gedanken, die Du hast!" #

Ein Handschreiben Friedrichs d" Großen Ein preußischer Oberst fuhr eine Zeitlang beständig int Post' tune \tnb wenn er über Laub fuhr, ließ er bett Sorreiter auch bas 'königliche Posthorn tragen. Das Postamt beschwerte sich barüber förmlich unb ber König schrieb deshalb eigenhändig an ben Obersten:Mein lieber Oberst! Es ist Euch erlaubt, fo viele Hörner zu tragen, als Ihr wollt, aber nur kem Posthorn, denn bas ist wiber bie Verorbnung. Frrebrlch.

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Abgeblitzt. Herr (zu einer jungen Dame, welcher er vergeblich ben Hof gemacht):Mein Fräulein, ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie innig ich Sie liebe." Junge Dame. Das ist mir sehr angenehm, baß Sie ba» mcht sagen können-

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Merkwürdige Bürgermeisterwahl. In der Stabt Grimsby in England wurden die Bürgermeister früher sm originelle Weife gewählt- Man führte bie Bewerber, auf ben Gemeinde-Anger, verband ihnen die Augen und ließ jeden ew Bündel Heu halten- Ein Kalb wurde dann in ihre Müte gebracht; derjenige, von deffen Bündel das Thier zuerst fraß, wurde als neues Stadtoberhaupt feierlich proclamirt-

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Gegenseitiges Bedauern. Advocat:Es thutma sehr leid, Herr Müller, aber Schneider Scheer hat mir seine Rechnung bei Ihnen zum Einkassiren gegeben- Müller. Und Sie wollen sie einkassiren? Sie thun mir wirklich sehr I leid."