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Gemeinnütziges

ruhigen.

wie ge-

Cantor es mir

Die Aufbewahrung der Butter muß in reiner Luft und fern von anderen stark riechenden Speisen geschehen. Butter und Milch nehmen, wie kein attderer Stoff, die riechen­den Bestandtheile ihrer Umgebung in sich auf und verderben in kurzer Zeit. Deshalb können durch dieselben auch erfahrungs­gemäß ansteckende Krankheiten, wie Typhus, Scharlach, Blat­tern rc. verbreitet werden.

1 Kilogramm ausgelassenes Schweineschmalz und rührt, nach­dem man mit dem Erwärmen aufgehört hat, den Inhalt der Pfanne bis zum völligen Erkalten. Speisen, mit diesem an- genehm schmeckenden Kochfett bereitet, werden sehr schmackhaft.

Einfall gewesen? Was denkst Du gerade, Joseph? Freude hats mir gemacht, Barbara," erwiderte der weihevoll,viel Freude, aber vierstimmig wäre lieber gewesen."

ven Augen Uno nej

wenn am Sonntag schlechtes Wetter ist und sie mit ihrem Bräutigam nicht spazieren gehen kann, dann hängt sie sich auf . . . und nun will sie sich nicht aufhängen . . . und das Wetter ist doch schlecht ... Du hast es ja selbst gesagt . . . Es kostete mich Mühe, den kleinen Wahrheitsfanatiker zu be-

Redaction: A. Scheyda. - Druckend Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.

Ein liebevoller Schwiegersohn.Nun, fällt Ihnen Ihr neuer Schwiegersohn? Sie haben ihn I- letzthin besucht!" - A ich sage Ihnen, das ist ein zu liebens- würdiger Mensch; als ich abfahren wollte und den letzten Zug versäumte, da hat er mir sogar einen Extrazug bestellt!

gutes Kochfett. An Stelle der Kuhbutter kann man zu den gewöhnlichen Speisen und zu Backwerk folgendes Kochsett nehmen. Man legt in eine irdene Pfanne 1 Kilo- gramm in kleine Würfel geschnittenes Rindsnierenfett und übergießt dasselbe mit Va Liter Milch. Man läßt dann so lange den Psanneninhalt kochen, bis das Fett klar von einem Löffel herunter fließt. Nunmehr giebt man zur Flüssigkeit

Das wahre Gold nach idealistischer Auf­fassung. Einst widmete der Gesangverein einer Gemeinde seinem alten Dirigenten zu irgend einem Jubiläum als sinniges Festgeschenk die Melodie:Goldne Abendsonne^. Das eigen- artige dieser Widmung lag darin, daß die Notenköpfe nicht mit Tinte gemalt waren, sondern aus wirklichen ächten Gold- stücken bestanden: man hatte einen starken Carton mit dem Rastral sauber liniirt und zwischen dieses System die Gold­stücke bald höher, bald tiefer befestigt bis zumfine. Dieses originellen Einfalls entsann sich die Gemeinde M, als es galt, ihrem Capellmeister eine Jubelgabe zu überreichen; man be- schloß, die Idee nachzuahmen. Die nöthigen Geldmittel wur­den theils durch milde Gaben, theils aus dem Erlös des alten Gemeindefarrens rasch zusammen gebracht und der hohe Ge­danke aufs Schönste verwirklicht. Nun war der Lärm der Festes verrauscht. Während die Thurmuhr ihr eintöniges Zwölf schlug, saß der Jubilar, von linder Nachtluft umsäuselt, am offenen Fenster. Der Mond strahlte in vollem Glanze hernieder und beschien den Carton mit dem goldenen Ducaten- bild. Der Cantor hatte es in der Hand und betrachtete es sinnend.Was denkst Du, Joseph?" flüsterte ihm eine Frau

Einfache Methode zum Aufbewahren von Schinken. Die beste und einfachste Methode zur Aufbewahrung von Schinken in einem eben angemessenen Raume, gleichviel ob der letztere kühl und luftig ist, tst wohl folgende: Man be­streiche die Fleischseite mit einer Lehmlösung. Den Lehm macht man zu diesem Zwecke mit Wasser zu einem ziemlich flotten Brei und streicht denselben mit der Hand auf. Man sehe je- doch zu, daß die Leimkruste dicht ist, was sich am besten nach einigen Tagen constatiren läßt. Besonders an dem Knochen streiche mau den Lehm dick auf. So behandelter Schinken bleibt sehr lange, ja mehrere Jahre gut und ist beim Ge­nießen außergewöhnlich saftig. Die Lehmkruste läßt sich später sehr gut entfernen- Der Schinken darf aber erst bestrichen werden, wenn er trocken ist. Auch zur Confervirung von , «-'-7 ; firtn:aer

Speck wird der Lehmanstrich sehr empfohlen. Es ist absolut zu,war es Nicht herrlich heute? Und ists nicht ein sinn ger unmöglich, daß Jnsecten durch die Lehmkruste dringen können, > Was denkst Du gerade, Joseph?

wenn dieselbe dicht gemacht wird.

mit ebbaren Blumen und Krüch- , genehm schmeckenden Kochsett bereitet, werden feyr ;cymacrya;r. ten. Ein Gärtner in Niederbayern bringt eine neue Kürbis- Hausfrauen machen wir gernaiff dieses Kochfett aufmerksam,

sorte in den Handel, welche dichte Büsche ohne Ränken mit namentlich aber zu Zeiten, wo die Kuhbutter hoch im Preise steht,

tiefgelappten, rauhen Blättern bildet; diese Coerzella-Kürbis- I -------------

Gattung besitzt lange Früchte, welche blaßgelb aussehen und bereits vier Wochen nach der Aussaat erscheinen. Die sehr *tAM**U<4**»a,

zarten, 2530 Centimeter langen Früchte werden in Scheiben geschnitten und in Butter, Olivenöl oder Fett gebraten- Sie ------

sind sehr fein, leicht verdaulich und bekommen gut. Die männ- Kindermund. Am jüngsten Sonntag - so schreibt lichen Blüthen und Knospen in Mehl und> ® .gehWjmb eine Abonnentin - weckte mich mein fünfjähriges Söhnchen dann m Butter gebacken, sind für Feinschmecker bestens anzu ^nrad schon um sechs Uhr Morgens mit der mir ganz

empfehlen. Der Anbau dieser nützlichen Kurbrssorte durste in Ehselhaften Frage, was für Wetter wir hätten, und quälte

der Nähe großer Städte rentiren. Da die Pflanze wenig um- Aety T ö ^°b und nachsah. Meine Mit-

fangreich ist, so ist sie die einzige, welche auch im kleinsten J A ber Himmel bewölkt fei, schien ihn nachdenklich

Gemüsegarten Platz finden kann. zu machen.Ist das gutes oder schlechtes Wetter?" forschte

, . er nach einer Weile.Schlechtes", antwortete ich. Das schien

Hollunderbeerwein. Die Früchte des Hollunder- ihn außerordentlich heiter zu stimmen, er sprang aus dem beerstrauches haben heutzutage noch nicht die Würdigung ge- sgette unb (ief in8 Nebenzimmer. Nach einigen Minuten hörte funden, welche sie verdienen. Nur in England werden sie schon i($ öon bor^er einen äußerst lebhaften Wortwechsel zwischen seit längerer Zeit zur Bereitung eines guten Weines benutzt, unterer Anna, die aufräumte, und dem kleinen Conrad, der während man in Norddeutschland aus den Beeren einen Saft febt aufgeregt zu sein schien. Da er sonst mit dem Dienst­macht, der sich Jahre lang hält und mit anderen Fruchtsäften Mädchen in Freundschaft lebt und den Ehrgeiz besitzt, sehr zu Obstsuppen verwandt wird. Das Recept hierzu ist folgen- m«» Qe0Cn sie zu sein, so fiel mir der Zank auf, um so

des: Gleiche Maßmengen Beeren und Wasser werden Vs Stunde mebr Q[6 ich hörte, daß Conrad dem Mädchen ein über das

gekocht, dann gießt man das Ganze in ein Haarsieb, indem anbere MalSie Lügnerin!" zurief. Ich ließ ihn sofort

man mit der Hand die markigen Theile der Beeren sanft I unb stellte ihn zur Rede, worauf er mir mit blitzen-

durchpreßt und die Rückstände entfernt. Der durchgeseihte ben Augen und tief entrüstet erzählte:Die Anna hat gesagt,

Saft wird mit Zucker versetzt im Berhältniß von 3/i Pfund ' - - , n

zu 1 Liter und 20 Minuten gekocht. Sobald er kühl ge­worden, wird er in ein Faß gefüllt, um zu vergähren. Nach Beendigung dieses Vorganges wird das Faß gut verschlossen und nach acht Wochen der Wein in Flaschen gefüllt.