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Wie macht man Tintenflecken weg ? , Kalkwasser mit ein wenig Essigsäure dient besser als das giftige Kleesalz zum Ausmachen von Tinte und Tintenflecken auf dem Papier. Da aber diese Mischung, selbst wenn ste gut m verkorkten Flaschen aufbewahrt wird, ihre Kraft verliert, muß man ste von Zeit zu Zeit nur in kleineren Mengen wieder Herstellen.
Preisend mit viel schönen Reden Ihrer engeren Heiniath Reiz, Saßen mehrere biedere Deutsche Kürzlich — es war recht spät bereits. „Heern Se," sprach der Herr aus Sachsen, „'s herrscht, weeß Knebbchen, weit un breit, Nirgends, wie bei uns daheeme. So 'ne Urkemiethlichgeit!" „Woaht," erwidert ihm der Bayer Und er blickte brummig schier, „Dös kann halt nur wem nützen, Hat man net a guates Bier!"
„Liebe Maidle, saub're Fraue," Drauf der Herr aus Schwabenlanv, „Hat's im Württemberger Ländle, Dees isch wegerle bekannt!"
„?lch wat, Quatsch!" schloß nun der Preuße,
„Allen's find't Ihr, kommt 'mal hin, Jutet Bier un scheene Mächens Jn't jemiethliche Berlin!"
Und es riefen der von Sachsen, Schwab' und Bayer rings im Kms: „Jh, Kottstrambach! Kruzitürken! Ja, dem Preiß' gebührt der Preis.
Lviard Jürgensen.
Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.
Bei Tisch. Hausherr: „Frauchen, weshalb seufzest Du?» Frau: „Sieh 'mal, wir sind dreizehn Personen!» Hausherr: „Aber meine kluge Frau wird doch nicht abergläubisch sein?» Frau: „Keine Spur, aber ich hab' nur für zehn kochen lasien!» * ,
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Erkennungszeichen. Oberförster (zur Kellnerin): „Marie, noch a' Maß, aber denselben Krug wieder!» Kellnerin: „Gewiß, Herr Oberförster, Ihre Maß kennen wir ganz genau!" Oberförster: „So, an was denn?» Kellnerin: „Wiffen S', an Ihrem Krug ist der Henkel immer warm!
Glaublich. Frau: „Aber, Mann, Du willst doch fttzt nicht auf die Jagd gehen, es ist ja Schonzeit!" Mann: „Be- ruhige Dich, liebes Weibchen, der Förster sagte mir, ich könnte das ganze Jahr auf die Jagd gehen!"
Auch eine Erklärung. Meister: „Wat, Junge, bet soll 'n Pfund Schweizerkäse sind?" Da hast Du oder der Koofmann woll wieder gemogelt?" Junge: „Ja, Meester, da hat der verflixte Kerl woll die Löcher mitgewogen!
Selbst titulirt. „Was, Lisi, bedienen Sie allein die Gäste? Sonst sind doch immer zwei Mädchen da. — «Ja, die andere dumme Gans ist heut' nicht ins Geschäft gekommen.
Aus der Schule. Lehrer: „Kannst Du mir einen einfachen Relativsatz bilden, Hans?" Hans: „Meine Mama hatte heute einen Gast, der bei uns zu Mittag speiste. Lehrer: „Schön, wie läßt sich da« aber ohne Relativsatz kurzer ausdrücken?" Hans (nach einigem Besinnen): „Meine Mama hatte heute einen Mitessers *
Ein Milderungsgrund. Richter: „Also Sie hüben dem Huberbauer ein Bierglas an den Kopf geworfen? Angeklagter: „Ja, aber es hat schon Zeinen Sprung gehabt!
Einsame Stellung. Gastwirth (in einem Badeort): „Ich sage Ihnen, mit den Leuten hier ist nichts anzufangen! Schon seit einem Jahre suche ich eine Gesellschaft zusammen zu bringen, daß wir uns etwa 20 bis 30 Esel für die Kurgäste halten könnten, aber bis jetzt stehe ich noch immer allein da." * e
Unüberlegter Ausspruch. Fräulein: „Besten Dank, Herr Schmidt, für das Ständchen, das Sie nebst Ihren Freunden mir brachten. Sonst, wenn mein Geburtstag war, krähte kein Hahn danach und diesmal so viele!"
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Einige Worte über die Behandlung der Kranken. Man vermeide es, mit ihnen zu plaudern, denn ; jede Anstrengung des Geistes ist schädlich und verzögert die . Genesung; auch Lectüre gestatte man ihnen nur nach aus- , drücklicher Genehmigung des Arztes. Man findet so oft, daß ■ neben dem Lager des Patienten Bücher und Zeitungen aufgehäuft sind und hört dann auf Befragen, daß der Kranke sich gelangweilt und darum Bücher verlangt habe. Langeweile schadet durchaus nicht. Körper und Geist müssen ausruhen und das können sie nicht, wenn sie durch Lectüre angestrengt werden. Ebenso beobachte man strenge Diät. Es giebt Kranke, die hungern müssen und heimlich aufstehen, um ein Stück Brod zu stehlen. Hierzu ist die größte Aufmerksamkeit geboten. Eine Unachtsamkeit wirft alle Sorgfalt des Arztes über den Haufen.
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Das Conserviren des Erdbeersaftes. Die ent- stielten Früchts werden mit etwas Puderzucker, bestreut und dann mit etwas Mosel- oder Rheinwein (auf ein Kilogramm Früchte ein Weinglas voll) angefeuchtet. Das Bestreuen mit Zucker kann noch einigemal wiederholt werden- Am nächsten Tag schwimmen die Früchte in einem syrupartigen Safte und sind zusammengeschrumpst und völlig werth- und geschmacklos. Man gießt den Saft ab, thut ihn in eine Flasche von weißem Glase und stellt ihn gut verkorkt an einen kühlen Ort. Rach einigen Monaten klärt er sich, von oben anfangend. Das Klare kann dann zur Liqueurbereitung, zu Limonaden, der Bodensatz in anderer Weise, benutzt werden.
Möhreneompot. Man* schält die gereinigten Wurzeln mit einem feinen Messer, daß sie wie Locken sich kräuseln (der in der Mitte befindliche Theil wird entfernt), kocht solche mit Citronenschale und schütte sie auf ein Sieb. Dann kocht man zu 625 Gramm Wurzeln 250 Gramm Zucker, Citronensaft und etwas Essig, läßt die Wurzeln eine kleine Weile darin kochen und den Saft noch einkochen.
Um Maden im Salzfleisch zu vertilgen, muß man, nachdem das Fleisch gehörig gereinigt ist, beim frischen Ein- salzen vorzüglich darauf Bedacht nehmen, daß das Salz, mit Pfeffer vermischt, nicht sparsam gebraucht und das Fleisch nicht so bald aus der Salzlake heraus genommen, sondern vier Wochen lang mit der abgelaufenen Brühe wieder übergossen werde. # ,
Falsche Choeoladensnppe. Man röstet unter fort- währendem Rühren vier Eßlöffel gutes Weizenmehl in einer Casserole über dem Feuer hellbraun, gießt zwm Liter Much hinzu, schmeckt ste mit Zucker, Zimmet und Gewürz ab, läßt sie V2 Stunde kochen, legirt sie mit zwei Eierdottern und giebt sie über Zwiebackwürfel oder, auch ohne diese.
Karioffelfuppe auf Schweizer Art. Man dämpft feingeschnittene Zwiebeln, Sellerie und Lauch in Butter, fetzt derselben würfelig geschnittene Kartoffeln mit etwas Wasser zu, würzt das Ganze mit Salz, Pfeffer und Muscatnuß und deckt solches zu, bis die Kartoffeln weich sind; dann rührt m rn etwas Mehl mit Wasser an, gießt solches im Verhältniß des Bedarfs hinzu und läßt die Suppe auskochen. Statt der Zwiebel kann man auch eine Selleriewurzel beimengen.


